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    Frage Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    [Text editiert, da es sich um Internetspam handelt]
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2015 um 11:51 Uhr) Grund: Spam gelöscht

  2. Inaktiver User

    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Die ersten beiden Punkte deiner Liste finde ich egal ob bei Frauen oder Männern schlicht affig - genauso wie übertriebene Eitelkeit und ästhetisches Umsichselbstzirkeln.

    Ansonsten hätte ich nix gegen einen Hausmann - ich muss nicht ernährt werden, auch nicht wie ein Kleinkind umsorgt oder sonstwie bepampert. Sich-fallen-lassen ist imho ne beidseitige Geschichte und hat nix mit Geschlecht zu tun.

    Im Gegenteil - diese stets "starken" und achso toughen Männer langweilen mich zutiefst - aber das tun Frauen, die mehr Weibchen als Mensch sind, auch.

    Insofern sollten sich meiner Meinung nach Männer einfach mehr aus der Deckung trauen. Dann wären auch mehr menschliche Begegnungen möglich.

    Und warum eine (Fehl-)Wahrnehmung als schwul für dich eine Verunglimpfung darstellt, ist mir schleierhaft.

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    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Emanzipation bedeutet nicht, dass Männer und Frauen ein bestimmtes Rollenverhalten an den Tag legen (oder sich von diesem lösen müssen), sondern lediglich, dass ein jeder Mensch jenes lebt, das ihm beliebt.

    Somit können auch Männer und Frauen, die sämtliche "Stereotype" erfüllen, absolut emanzipiert sein.

    Man kann das Thema auf diversen Ebenen diskutieren.

    Mein Empfinden ist, dass viele Rollen sich auch aus evolutionsbiologischen Unterschieden ergeben haben, sprich: ich vertrete nicht die Ansicht, dass es sich um rein sozial konstruierte Geschlechterrollen handelt, die durch eine gender-neutrale Erziehung aufgehoben werden könnten (oder gar sollten).

    Yoga empfindet niemand, der sich ein wenig eingehender hiermit befasst hat und seinen Ursprung kennt, als etwas "typisch weibliches" - das ist erst im Westen zu etwas geworden, das hauptsächlich Frauen praktizieren.

    Aus meinem Umfeld kann ich bestätigen, dass viele Balletttänzer homosexuell sind - allerdings sehe ich hierbei kein Problem, und heterosexuelle existieren ebenso.

    Hausmänner werden in der Regel in den Medien als absolut modern und mutig porträtiert, während Hausfrauen ein gesellschaftliches Stigma anlastet. Aufgrund der immer größeren Zahl alleinerziehenden Mütter werden männliche Bezugspersonen (Kindergärtner, Erzieher, Lehrer) auch immer notwendiger.

    Dass sie jenen Berufen eher wenig zugetan sind, ergibt sich aus der bekanntlich sehr schlechten Bezahlung.

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    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Zitat Zitat von Ungwi Beitrag anzeigen
    Was ich jedenfalls feststellen kann, ist, dass Frauen sich emanzipiert haben. Frauen dürfen sich ausprobieren. Sie tragen Anzüge und Männerklamotten, spielen Fußball, boxen, fahren Rennwagen, studieren, machen Karriere, saufen und rauchen, ONSen, Heimwerken, spielen PC usw. :=)
    Wenn Frauen also typisch männerlästige Sportarten oder Lebenswege einschlagen, ist das Emanzipation?

    Das akzeptieren wir Männer inzwischen in großer Mehrheit und das finde ich gut! Bleibt die Frage, ob Männer sich emanzipiert haben? Was passiert, wenn Männer heutzutage versuchen in klassische Frauendomänen vorzudringen?
    Verstehe ich das richtig, dass Männer in "klassische Frauendomänen", von welchen Frauen sich emanzipieren sollen eindringen wollen, um dann ebenso "emanzipiert" zu sein?

    Ich habe diesen doppelten Standard nie verstanden.

    Hausfrau: unemanzipiert
    Hausmann: emanzipiert

    Männlicher Rennfahrer: umemanzipiert
    Weiblicher Rennfahrer: emanzipiert

    usw...

  5. Moderation

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    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Frauen haben seit mehreren Jahrzehnten daran gearbeitet, das Bild von Weiblichkeit zu erweitern. Ich erinnere mich an eine Ausstellung über Frauen in der Medizin, da wurde Ende des 19. Jahrhunderts noch schlüssig bewiesen, dass weibliche Gehirne dem Arztberuf nicht gewachsen sind. Heute ist die Mehrzahl der Medizinstudenten weiblich. Seit meiner Kindheit/Jugend sind Mädchen "tougher" und selbstbewusster geworden, ohne dass dies unbedingt als nicht weiblich gesehen wird.

    Männer haben wohl auch im Kielwasser der gesellschaftlichen Veränderungen ein etwas erweitertes Bild von Männlichkeit bekommen, aber es ist noch viel enger. Vermutlich spielt Angst vor Homophobie da auch eine Rolle. Wenn viele Männer bewußt in "weibliche" Domänen vordrängen, würde die Domäne umdefiniert. Ich sehe das in Skandinavien bei den Vätern, die bis auf das Stillen die ganze Bandbreite des Elternseins abdecken und damit dann das veränderte Männerbild erfüllen.

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    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Zitat Zitat von Ungwi Beitrag anzeigen
    # Männer, die rhythmische Gymnastik betreiben, kenne ich nicht.
    wüsste ich jetzt auch nicht, warum das so ist. Wahrscheinlich weil mit dieser Sportform Anmut, Grazilität usw assoziiert werden und diese traditionell nur Frauen bzw Mädchen zugeschrieben wird. Was ich für Quatsch halte. Aber vll gibts diese Männer ja und der Sport ist nur noch nicht öffentlichwirksam?
    # Männer, die den Kurs "Bauch, Beine, Po" der Volkshochschule buchen, werden belächelt.
    was an dem bekloppten Titel liegen wird, der mich als Frau auch abschreckt. Grundsätzlich sind das aufgrund unseres Hormonhaushalts die sog. Problemzonen. Die wahre Problemzone liegt aber bei beiden Geschlechten zwischen den Ohren und da gibts leider noch keine so schmissigen Kurstitel. Eigentlich wird heute nicht mehr so isoliert auf bestimmte Zonen geturnt und insofern könnte man diese Kurse wirklich auch anders verpacken und ein breiteres Publikum erreichen.

    # Männer, die YOGA oder Ballet betreiben, gelten allgemeinhin als schwul und tuntig.
    Yoga: Ich war die letzten Jahre in einer Yogaschule und da war der Männeranteil bei den Abendkursen bei so ca 40% geschätzt. Also die Zeiten sind, zumindest im städtischen Umfeld vorbei.

    Ballett: ich glaube, das kommt daher, weil schwule Männer früher am meisten Akzeptanz im künstlerischen Umfeld gefunden haben und sie daher traditionell dort zu einem hohen Anteil vertreten waren bzw vll immer noch sind. Es ist also eher so, dass die Schwulen Künstler wurden, nicht dass die Künstler schwul sind. Aber auch hier habe ich einen völlig anderen Eindruck. Wahrscheinlich weil ich aus einer gewissen Tanzszene komme (modern, new dance, Tanzimprovisation u.ä.) und da viele Männer unterwegs sind, die aber genauso hetero oder schwul sind wie anderswo. Ich glaub, die haben sich auch noch nie solche Fragen, über Emanzipation und so, gestellt.


    # Männer, die temporär mal Hausmann sein wollen, werden von vielen Frauen nicht ernst genommen.
    # Männer, die keine Karriere machen sondern den Schwerpunkt auf Familie und Kindererziehung legen, werden von vielen Frauen nicht ernst genommen ("Ernährerqualitäten")
    da frag ich mich allerdings, warum haben die sich dann solche Frauen gesucht. Also im Ernst,manchmal frage ich mich schon, wie sich manche Paare gesucht und gefunden haben Meiner Meinung nach haben diese Männer wahrscheinlich ihre eigenen Ernährer-Phantasien noch irgendwo latent in sich und geben Doppelbotschaften ab. Ist aber nur eine Vermutung von mir.

    oder meinst du jetzt nicht speziell IHRE Frauen, sondern DIE Frauen allgemein? Das kann denen doch dann wurscht sein! Mich finden DIE Männer generell auch nicht alle toll und ich leb trotzdem gut, weil ich nur bei den für mich relevanten Männern ankommen will.

    Diese Ernährersache ist eine kulturelle Sache, die mit gewachsenen Mentalitäten und der aktuellen Infrastuktur zu tun hat (z.B. Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Möglichkeiten und Willigkeiten der Arbeitgeber usw). Hier sehe ich die Emanzipation beider Geschlechter sehr eingeschränkt, weil die Wahlmöglichkeit zwar für beide rechtlich gegeben ist, aber leider schwer umzusetzen ist. Schwer macht es z.B. auch das Gehaltsgefälle zwischen den Geschlechtern. Bei vielen entscheidet das Argument: der, der mehr verdient geht weiter arbeiten. Bei vielen ist das sicher eine Notwendigkeit, bei vielen aber auch Bequemlichkeit. Und es wird generell zu schnell gebilligt. Aber da müssen Männer, die es anders wollen, eben auch mal für sich gehen und kämpfen. Frauen ist auch nichts in den Schoß gefallen.

    # Männer, die als Kindergärtner arbeiten, sind einem dauerhaften Pädobär-Vorwurf ausgesetzt.
    weiss ich nicht, ob es so ist. Ich finde es aber schon wichtig, dass mit dem Thema sorgsam umgegangen wird. Was aber nicht in ein Vorwurfsdenken ausarten sollte. Allerdings hat das für mich jetzt auch nichts mit Emanzipation zu tun. Denn die rechtliche Grundlage für diesen Beruf haben die Männer ja. Die gesellschaftliche Akzeptanz wird mit der Zahl der männlichen Vertreter in diesem Beruf wachsen. War bei Frauen in Männerberufen auch nicht anders. Vorher heulen gilt nicht.

    # Männer, die sich "metro" kleiden, werden schnell als schwul und tuntig verunglimpft.
    Ja meine Güte, da müssen sie halt dann auch lernen, drüber zu stehen, wenn es so ist. Auch hier gilt: die Männer sind grundsätzlich emanzipiert, sie dürfen auch Röcke anziehen (was bei einigen Männern auch verd. gut aussieht) oder sonst was.

    Es gibt für alles auch ein passendes Umfeld, das sich Männer entsprechend einrichten werden, wenn sie denn mal wissen, wie sie leben wollen und was ihnen wichtig ist. Ob man(n) emanzipiert lebt, und die rechtlichen Grundlagen dazu haben wir hier zum Glück (noch), das hat sicher auch was mit der eigenen Authentizität zu tun, ob und wie sehr wir die entwickeln. Und das gilt für beide Geschlechter. Für die Frauen, die trotz Familiengründung ein, ihrem heute sehr hohen Ausbildungsniveau angemessenes Tätigkeitsfeld mit entsprechender Bezahlung einfordern, für die Männer, die sich nicht mehr einseitig im Beruf verschleissen lassen wollen, sondern auch ein Leben mit ihren Kindern führen wollen. uvm.


    Diese Erweiterung des Männlichkeitsbildes, von dem mary schreibt, geht wahrscheinlich auch deshalb so langsam vonstatten, weil diese sog. "weiblichen Domänen" bisher als minderwertiger gegolten haben (und wohl immer noch tun) und es für Männer bisher wenig erstrebenswert war, sich dafür zu interessien.

    Bei den Frauen war es anders, die konnten sozusagen nur gewinnen, wenn sie in die Männerdomänen vorrücken, wenn man sich die rechtliche Situation von Frauen bis weit in die 70er anschaut. Die weibliche Emanzipation war in erster Linie ein Kampf um (Grund-)Rechte, die eine Selbstbestimmung und Wahlmöglichkeit überhaupt ermöglichen.

    Diesen Kampf hatten Männer nie. Ihrer ist ein anderer, einer, der mit Lebensqualität und gesellschaftlicher Akzeptanz zu tun hat. Und der wird immer wichtiger werden, in Zeiten der beruflichen Unsicherheiten, in denen Karrieren nicht mehr selbstverständlich möglich - und an höhere Verdienste gekoppelt sind und in denen die Arbeit immer sinnentleerter wird und Faktoren wie knappes Personal, ständige Erreichbarkeit und hohe Mobilitäts- und Flexibiltätsanforderungen die Menschen krank machen. Die Erfüllung im Beruf mit dem Eheweibchen, das einem dazu den Rücken frei hält, ist heute so immer weniger gegeben und nicht nur deshalb gerade für die jungen Männer immer weniger erstrebenswert.

    Zudem wachsen sie mit Frauen auf, die ebenso gut gebildet sind wie sie und sich mit ihnen auf Augenhöhe unterhalten, und sehr viele von diesen jüngeren Generationen haben in der eigenen Familie erlebt, dass das Versorgermodell nicht funktioniert. Und das sehe ich als einen, vll den einzigen positiven Faktor an unseren hohen Scheidungsraten.
    Geändert von Amelie63 (24.01.2015 um 08:32 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Inaktiver User

    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Das Wort emancipare kommt aus dem Lateinischen und beschreibt die Entlassung des Sohnes aus dem Hause in die Eigenständigkeit.
    Später erweiterte sich dieser Begriff sozusagen in "Selbstbefreiung" bei Zwängen, die auferlegt waren.

    Ich finde den Begriff "emanzipierter Mann" schon immer befremdend und wenn ich nun die Definition dazu lese- unterstreicht es das Befremdende noch!

    Die Frauen mussten sich tatsächlich emanzipieren, denn sie unterlagen ZWÄNGEN und mussten sich so manches wirklich erkämpfen.
    Wir sprechen hier von fehlender Freiheit und das es zB kein Wahlrecht für Frauen gab- Frauen zu bestimmten Bereichen keinen Zutritt hatten (haben)- es gab (und gibt) Zwänge, die nur über einen wirklichen Kampf überwunden werden können.

    Im Gegensatz dazu- wurde von gesetzes Wegen niemals ein Mann aus einem Yogakurs entfernt- oder der Zugang zu typisch weiblich geprägten Bereichen verwehrt!
    Ein absolut entscheidender Punkt wie ich finde.

    Männer konnten schon immer überall hin-- Patriachat lässt grüßen!
    Das sich aus dieser "Herr-schaft" Probleme ergeben ist klar.......denn man kann sich schwerlich einerseits über das Weibliche erheben und es herabsetzen und gleichzeitig sich damit solidarisieren wollen.
    Entweder Mann- oder Frau........der "Mann" hat da sehr klare Strukturen! (was übrigens in das männliche Prinzip gehört).

    Daher kann auch das Gejammer von Männern weniger ernst genommen werden, die sich klagend als Hausmann oder Kindergärtner nicht ernst genommen sehen........-- sie haben doch selber fleißig über zig Jahrzehnte daran gearbeitet ihr eigenes Bild zu kreieren!
    Ich würde mal sagen........jetzt wird über das eigene Konstrukt gestolpert

    kenzia

  8. Inaktiver User

    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    gemessen an dem, was frauen veranstalten, sind männer nicht emanzipiert, finde ich.

    aber der druck scheint ja bei ihnen auch nicht so groß zu sein, es gibt ja nicht mal im ansatz eine männerbewegung. die einzigen, die wirklich gekämpft haben, sind schwule männer.

    interessant finde ich übrigens in diesem zusammenhang und mit blick auf die liste auch die bereits erwähnte homophobie.
    wieso ist das unter männern so ein konfliktreiches thema, aber unter frauen nicht?

  9. VIP

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    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Ich finde die Frage ziemlich "unemanzipiert".

    Emanzipation bedeutet, dass man sich aus einem Zustand der Abhängigkeit befreit. Z. B. aus dem Zustand abhängig von Rollenklischees zu sein, wie im Eingangsbeitrag beschrieben, befreit.

    Wahre Emanzipation für den Menschen bedeutet, dass man aufgehört hat in diesen Rollenbildern zu denken oder zu leben, sondern das tut, was unter den entsprechenden Lebensumständen nötig ist, seine Fähigkeiten/Begabungen fordert oder sich das "Rollenbild" sucht, dass der eigenen Persönlichkeit entspricht (das ist Luxus mE, denn nicht jeder kann tatsächlich so leben wie er es sich erträumt).

    Dies kann für den einen Menschen bedeuten, dass er Yoga macht oder Klettern geht. Völlig unabhängig vom Geschlecht. Oder dass Partner in einer Ehe sich eben so verständigen, dass einer "Hausmensch" ist, und der andere für den Unterhalt der Partnerschaft/Familie sorgt.

    Ich habe dies gerade bewusst ohne die Geschlechterzuschreibung geschrieben, einmal gibt es z. B. gleichgeschlechtliche Partnerschaften und bei ungleichgeschlechtlichen Partnerschaften, gibt es die abenteuerlichsten Aufgabenverteilungen, die keinem Rollenbild entsprechen. Z. B. kenne ich ein Paar, da arbeiten beide Vollzeit und der Mann ist der Hauptverantwortliche für den Haushalt - weil er es gerne macht und sie eben nicht. Da ergänzen sie sich gut und so funktioniert Partnerschaft. Beide übrigens im naturwissenschaftlichen Bereich tätig, um die die Klischeegedanken zu bedienen.
    Ein anderes Paar, da macht sie Karriere und der Mann kümmert sich um die Kinder und den Haushalt (außer kochen) und den handwerklichen Teil des Haushaltes. Sie macht Karriere und kocht.
    Bei uns ist es völlig durcheinander, wir machen alles (arbeiten, Haushalt, Kinder, mal der eine mehr dies und der andere mehr das, je nach dem wie die Lebensumstände sind), es gibt nur zwei Ausnahmen: ich verweigere alles mit Strom was über ein Glühbirnen wechseln hinausgeht und mein Mann hasst Wäsche waschen. Ich kann schneller ein Billy-Regal aufbauen und besser einparken, mein Mann ist ein grandioser Koch.

    Dass es keine Rhythmische Sportgymnastik für Männer gibt, hat einfach damit zu tun, dass es diese Sportabteilung in Europa nicht gibt, es gibt in Japan z. B. eine sehr erfolgreiche Abteilung dazu. Auch hier in D gibt es immer wieder Männer die das machen und da gibt es z. B. auch Videos auf youtube zu sehen.

    In meiner Schulzeit mussten die Jungs ebenfalls eine Kür im Bereich Turnen/Rhythmische Sportgymnastik gestalten. Allerdings mussten sie die Keulen und Seile nehmen, während wir Mädchen Bälle und diese Bänder benutzen mussten. Genauso mussten wir alle Basketball und Fußball spielen. Wir hatten zwar offiziell getrennten Sportunterricht, diesen aber in der gleichen Halle und so wurde der Unterricht dementsprechend angepasst.

    Die Frage ist doch - wie sehr lassen sich Männer an das "Rollenbild" binden? Da müssen die Männer sich drüber einig werden und nicht die Frauen. Denn die Männer stehen sich da selbst im Weg und diese urteilen häufig viel härter über Männer die aus der "Rolle" fallen, als Frauen.

    Mein Mann geht auch schon mal nach Hause, wenn die Kinder krank sind. Zu hören bekam er von seinen ausschließlich männlichen Kollegen folgende Sätze: "Kann das nicht deine Frau machen?", "Weichei", "Pantoffelheld", "Wieso muss deine Frau eigentlich arbeiten?", uswusf. Trotz dieser Bemerkungen macht er das weiterhin und diese Bemerkungen wurden über die Jahre weniger.

    Das kommt nicht (nur?) von den Frauen.

    Deshalb sollten sich die Männer um ihre Befreiung aus der Abhängigkeit von Rollenbildern selbst kümmern und darauf pfeifen, was andere dazu sagen.

    Besser gesagt: jeder sollte das tun, was seiner Persönlichkeit entspricht.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  10. gesperrt

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    AW: Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    ein emanzipierter Mann ist einer, der sein eigenes Geld verdient und verwaltet und seinen eigenen Haushalt führt.

    Genauso wie eine emanzipierte Frau eine ist, die ihr eigenes Geld verdient und verwaltet und ihren eigenen Haushalt führt.

    Dies sollte jeder Mensch mindestens einmal während einer längeren Lebensphase selbständig tun, und nicht von einer gegengeschlechtlichen Hand zur nächsten weitergereicht werden.

    gruss, barbara

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