Soweit ich weiß, ist es durchaus bewiesen, dass Menschen immer versuchen, Sinnzusammenhänge zu suchen. Wenn wir in einem Gespräch ein wichtiges Wort nicht verstehen, sucht das Gehirn automatisch nach einem Zusammenhang, in dem das Gesagte einen Sinn ergibt. Wenn wir eine Entscheidung treffen und es passiert darauf hin irgendwas, sehen wir unwillkürlich einen Zusammenhang zwischen unserer Entscheidung und dem Geschehen, selbst wenn dieses rein zufällig ist. Das lässt sich im Experiment nachweisen.
Menschen sind ziemlich gut darin, Dinge im Nachhinein zu einer plausiblen Geschichte zu machen. (Was auch eine wichtige Fähigkeit ist, wenn man aus etwas lernen will.)
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Ergebnis 11 bis 20 von 50
Thema: Schicksal
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24.01.2015, 01:12Inaktiver User
AW: Schicksal
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24.01.2015, 08:44
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24.01.2015, 08:48
AW: Schicksal
Was sich im Lauf von Hunderttausenden von Jahren ja als höchst sinnvolle Strategie herausgestellt hat.
Sinn ist ja sowieso etwas, was Menschen einer Situation geben, und nichts, das einfach so vorhanden wäre, auch ohne Lebewesen, die eine Situation entsprechend ihrer Lage und ihren Bedürfnissen interpretieren.
gruss, barbaraGeändert von Bae (24.01.2015 um 09:27 Uhr)
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24.01.2015, 09:17Inaktiver User
AW: Schicksal
Leandra, inwieweit hilft es Dir bei Deiner Entscheidung, wenn hier jemand an Schicksal glaubt?
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24.01.2015, 09:43
AW: Schicksal
Ich finde das es meistens einen Grund hat, wenn bestimmte Menschen plötzlich da sind oder man sie kennenlernt.
Es liegt an dir, was du daraus machen möchtest, diese Person sollte dir aber gut tun!
Es hört sich abgedriftet an, aber warum auch immer das passiert ist. Ich bin in den letzten 6 Monaten auf wunderbare neue Kontakte gestoßen und habe auch Menschen wieder getroffen, die ich Jahre gar nicht gesehen habe, und plötzlich trifft man sich, und sie geben mir so viel ein gutes Gefühl und sind für mich da.Geändert von Camponolla (24.01.2015 um 10:01 Uhr)
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24.01.2015, 10:48
AW: Schicksal
Das mag ja durchaus sein. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass es Dinge wie Schicksal, Leben nach dem Tod oder Ähnliches gibt. Ich glaube zwar eigentlich auch nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich habe aber vor Kurzem eine Sendung zum Thema Nahtoderfahrungen gesehen. Darin wurde von Menschen erzählt, die dem Tod von der Schippe gesprungen sind und die von Details über ihre OP (während der sie schon klinisch tot waren) berichteten, die sie gar nicht wissen konnten (und die auch nicht typisch für solche OPs waren). Derartige Erlebnisse haben selbst Kardiologen dazu gebracht, dass sie ihre Meinung über das Thema geändert haben. Ich habe es bislang immer für plausibel gehalten, dass die Nahtoderfahrungen (helles Licht am Ende des Tunnels, Glücksgefühl etc.) einfach durch Vorgänge im Gehirn zu erklären sind.
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24.01.2015, 11:17
AW: Schicksal
Wow. Ich bin eben auch total überzeugt, dass es Karma gibt und glaube auch an Wiedergeburt ect, deshalb kann ich mich mit deiner Beschreibung sehr gut identifizieren.
Ich versuche mich kurz zu fassen; Ich habe mich von meinem Mann vor einiger Zeit getrennt und bin dann mit meiner Affäre zusammen gekommen. Er war vorher schon sehr zurückhaltend und gefühlskalt. Ich musste oft um Zuneigung bitten, was ich so noch nicht kannte. Ich habe einige Male versucht mit ihm zu sprechen, jedoch ist er der Typ Mensch, welcher nicht über Gefühle sprechen kann, er ist wie blockiert, meinte er. Die Gründe dazu kenne ich und versuchte ich zu verstehen.
Es gab dann einen Vorfall, in dem er ein Versprechen nicht einhielt welches mir sehr wichtig war und auf eine Nachricht von mir recht kindisch antwortete und das reichte mir dann und ich habe es beendet. Ja es tat weh, immernoch.
In dieser Nacht hat mich dann aber mein (Ex-)Mann von ihm abgeholt und dafür war ich ihm sehr dankbar. Wir haben zu Hause dann lange gesprochen und er hat mir alles was ihm auf der Seele lag an den Kopf geworfen. Ich konnte nichts dagegen sagen, weil er einfach mit allem recht hatte.. Ich nahm mir seine Worte sehr zu Herzen und beschloss diese Punkte welche er ansprach zu ändern, bzw mich zu bessern.
Für mich kam es nicht in Frage, ihn gleich um Vergebung zu bitten, auch wenn er der erdenklich beste Mann für mich ist, den es gibt. Ich habe ihm zu viel angetan, als dass es jetzt gerechtfertigt wäre, nur weil es mit dem anderen nicht geklappt hat, mich wieder zurück ins gemachte Bett zu legen. Ich habe vor meiner Ehe auch schon den Fehler gemacht und mich von der einten Beziehung in die nächste gestürtzt. Dieses mal möchte ich zuerst meine Single Zeit etwas nutzen, um mich mit mir selbst und meinen Bedürfnissen auseinander zu setzen.
Ich muss dazu sagen, dass ich sehr verliebt in meine Affäre war (bin?) und dummerweise arbeitet er auch noch in der selben Firma, d.h ich sehe ihn täglich. Wir haben nachdem ich es beendet habe nochmal miteinander gesprochen und er meinte, er denkt er könnte mich nicht glücklich machen und mir die Liebe die ich brauche nicht geben. Ich habe in der kurzen Beziehung mit ihm oft geweint, weil ich einfach nicht an ihn rangekommen bin. Obwohl es Momente gab, in denen er sich echt Mühe gab, machten die anderen in denen er so abweisend und desinteressiert war, alles wieder zu nichte.
So, als ob das emotional nicht schon genug wäre, trat jetzt wieder ein alter Freund in mein Leben. Freund ist vielleicht das falsche Wort, denn das ist der Mann, in den ich Hals über Kopf verliebt war. Wir hatten eine sehr schöne Zeit, obwohl ich damals (das war vor mehr als 7 Jahren) in der schlimmsten Phase meines Lebens war. Er hat mich unterstützt und war für mich da, auch als ich mir das Leben nehmen wollte. Wir hatten auch nach der Beendigung der Affäre die wir führten noch ab und an Kontakt, welcher natürlich weniger wurde, als er und ich dann wieder vergeben waren. Ich habe diesen Mann nie vergessen. Er war für mich das Nonplusultra; Sänger, gut aussehend, einen tollen Humor, für mich war er einfach perfekt.
Die letzten Jahre habe ich oft an ihn gedacht und es hat mich ehrlich gefreut, als ich ihn so glücklich mit seiner neuen Freundin im Facebook gesehen habe, bis er vor einigen Tagen ein ziemlich trauriges Gedicht postete und ich gleich ein schlechtes Gefühl in der Magegrube bekam. Ich entschloss mich dann ihn anzuschreiben und fragte ob alles okey sei, oder er auch gerade eine Veränderung durchmachen würde. So fingen wir an zu schreiben, die ganze Nacht. Es waren sehr tiefgründige Gespräche, in welchen er mir mitteilte, dass jetzt Er an seinem Tiefpunkt angelangt sei und grosse Mühe hat, sich wieder aufzuraffen. Am nächsten Tag meldete er sich wieder bei mir und bat mich um einen Rat, wie er wieder so schnell wie möglich auf die Beine kommt. An seiner Schreibweise bemerkte ich, dass es ihm wirklich nicht gut ging und bot ihm an, zu ihm zu fahren. Er meinte dann, ob ich das echt tun würde und ich meinte nur; sofort.
Wir hatten einen schönen und gleichzeitig sehr traurigen Abend. Ich fühlte mich wie vor 7 Jahren, nur war die Situation dieses mal umgekehrt. Da ich unseren ganzen Chatverlauf im FB noch hatte, las ich mir den mal durch und dort schrieb ich damals, dass ich hoffe, ich könnte ihm irgendwann mal etwas von dem zurück geben, was er mir damals gab. Als ich ihm das vorlas meinte er nur, ich hätte schon mehr für ihn getan als ich selbst wüsste.
Am Tag darauf bat er mich nochmal mich mit ihm zu treffen und wir gingen etwas trinken. Auch da sprachen wir hauptsächlich über ihn und seine Ex-Freundin und ich muss sagen, es öffnete auch mir extrem die Augen, denn er war in einer sehr ähnlichen Situation wie mein Mann. Seine Ex hat ihn verlassen und hatte kurz danach gleich einen neuen Partner, was ihn sehr mitnahm. In seine Erzählungen über seine Ex-Freundin, fand ich mich oft wieder und sah gleichzeitig in seinen Augen, wie weh ihm ein solches Verhalten getan hat.
Aus diesem Grund und wegen dieser Begegenung kam ich darauf, einen Strang über Schicksal zu eröffnen. Es befinden sich jetzt momentan 3 sehr wichtige Menschen in meinem Leben und zu jedem einzelnen habe ich eine ziemlich innige und emotionale Bindung.
Ich würde von mir behaupten, dass ich es sehr distanziert angehe, mich zurückhalte bei allen Parteinen, aber so wirklich einfach fällt mir das natürlich nicht. Ich bin einfach etwas verwirrt und wüsste gerne was es mit all dem aufsich hat, das wird aber wahrscheinlich dann einfach die Zeit zeigen.Geändert von Leandra_82 (24.01.2015 um 11:47 Uhr)
Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
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24.01.2015, 11:26Inaktiver User
AW: Schicksal
Es ist einfacher daran zu glauben, dass alles Vorbestimmt ist und alles passiert weil es eben so sein soll.
Statt sich aktiv um sich und sein Leben zu kümmern.
Egal in welcher Situation du bist - du hast sie selbst verursacht und du kommst allein da wieder raus.
Agiere bevor du nur noch reagieren kannst!!
Laß dir dein Leben nicht aus der Hand nehmen. Für das was dir passiert bist du selbst verantwortlich.
Selbst wenn wir ein Schicksal haben - bestimmten wir die Bedingungen doch selbst oder ?
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24.01.2015, 11:28
AW: Schicksal
Eigentlich glaube ich nicht an Schicksal. Aber es gibt eine Begebenheit, die mir mein Leben lang im Nacken sitzen wird. ich habe eine rote Ampel überfahren, wissentlich, willentlich, weil ich zu spät dran war. Nicht bei dunkelgelb, nicht bei hellrot, sondern bei mindestens zwei Sekunden rot. mindestens. Schon während ich auf die Ampel zurausche sehe ich ein Schulkind an der Ampel warten, ich bin so schnell, nicht mehr handlungsfähig. ich verstehe das nicht, denn wäre mir irgendwas unvermutet vors Auto gelaufen, hätte ich reflexhaft gebremst; hier nicht. Das Kind hatte mit Sicherheit "grün" und ist trotzdem stehen geblieben, die Augen auf die Ampel gerichtet, also nicht verträumt oder verpeilt.
Mir bricht jetzt, nach vielen Jahren noch, der kalte Schweiß aus. Ich bin völlig überzeugt: es sollte nicht sein, dass diesem Kind etwas geschieht; an meiner Schuld ändert das nichts
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24.01.2015, 11:37



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