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    Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Hallo liebe Fories,

    eben kam mir wieder ein Thema aus dem Pädagogikunterricht in den Sinn. "Wie viele Rollen hat ein Mensch?"

    Auslöser war, dass ich nach monatelangem Stress und -nur funktionieren- endlich mal heulen konnte. "Endlich" deshalb, weils zwar an der Situation nichts ändert, aber für den ersten Moment befreit.
    Dabei schoss mir, wieder mal, durch den Kopf, welche Rollen ich habe bzw. erfüllen muss. Mutter (mit allen Nebenrollen wie Seelentröster, Taxi, Nachhilfelehrerin,...), Lebensgefährtin, Kollegin, Mitarbeiterin, Tochter, Hundehalterin, Freundin, Bekannte, Nachbarin,....... Klar, bei manchen ist es mir nicht so wichtig, ob ich diese Rolle gut erfülle, aber dafür bei anderen umso mehr, so dass mir klar wurde, dass eine Rolle fehlt. ICH! Und ich glaube, dass es genau daran liegt, dass ich kaum noch zur Ruhe komme und fast nur noch genervt bin. Das einzige wo ich die Ich-Rolle noch erfülle, ist, dass ich meine Stimmung zeige und nicht versuche zu unterdrücken. Das wars aber auch! Ich habe das Gefühl, dass mir alle anderen Rollen so sehr die Energie rauben, dass ich keinen Antrieb, noch nicht mal mehr Ideen habe, was für mich zu tun.

    Wie teilt ihr eure Kräfte ein? Wie egoistisch (im positiven Sinne) seid ihr und wie habt ihr es geschafft so zu werden?

    LG,
    Lana

  2. gesperrt

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Ich brauche sehr viel Zeit für mich allein und reserviere mir die auch. Ich kann meine berufliche Leistung nur dann bringen, wenn ich fit bin - wenn ich nicht fit bin, springen sofort Kunden ab. Drum reserviere ich mir diese grossen Blöcke freier Zeit

    Ich musste nicht so werden, ich war schon immer so.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von lana75 Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, dass mir alle anderen Rollen so sehr die Energie rauben, dass ich keinen Antrieb, noch nicht mal mehr Ideen habe, was für mich zu tun.
    Das klingt logisch. Wenn du Rollen erfüllst, lebst du nicht dein Leben, sondern spielst nach dem Drehbuch anderer Menschen.

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    "Rollen" ist doch nicht gleich "Drehbuch". Jeder hat doch seine Positionen, Aufgaben, Stellungen oder wie auch immer man das nennen will!?

  5. Inaktiver User

    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    bist du denn nicht "ich", wenn du geliebte oder mutter oder kollegin bist?

    ich erlebe diese rollen als meine verschiedenen seiten, die ich auch ausleben muss und möchte, weil sonst eben teile meines ichs verkümmern...
    das ausleben bereichert mich.

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Viele Rollen haben die meisten, die Frage ist die Priorisierung und das Ausmaß des Perfektionismus.
    Ich habe mich da auch eine Zeit lang "in der Tretmühle" gefühlt.

    Wenn man das erkennt, ist es an der Zeit, mal etwas "aufzuräumen" und sich zu fragen:

    - Muss ich diese Aufgabe wirklich immer selbst machen? Kann ich mich mit jemandem abwechseln?
    - Muss diese Aufgabe in diesem engen Turnus bearbeiten oder genügt das in größeren Abständen?
    - Gibt es Aufgaben, deren Erledigung eigentlich überflüssig ist?

    Analog zu "Aufgaben erledigen" kannst Du auch "Rollen einnehmen" verwenden.

    Eine gesunde Portion Egoismus sollte sich jeder gönnen, das kann ich insbesondere vollzeitbeschäftigten Müttern nur ans Herz legen - bei denen bemerke ich jedenfalls am häufigsten die "Tretmühle".
    Man sollte sich auf jeden Fall Freiräume schaffen, die man nach eigenem Belieben verbringt. Nur so kann man wieder auftanken und langfrstig zufrieden sein, denke ich.
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bist du denn nicht "ich", wenn du geliebte oder mutter oder kollegin bist?

    ich erlebe diese rollen als meine verschiedenen seiten, die ich auch ausleben muss und möchte, weil sonst eben teile meines ichs verkümmern...
    das ausleben bereichert mich.
    Ich habe den Eindruck, dass es der TE eher um die gefühlte Fremdbestimmtheit durch die ganzen Rollen geht.
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Die Rollen haben ja auch alle andere Bewertungen. Manche kommen jeden Tag dran, manche nur einmal in der Woche, manche nur einmal im Jahr.

    Unternehmerin, Lebensgefaehrtin und Haushalt-Schmeissering, jeden Tag; gute Freundin meiner Freunde, Tochter meiner Mutter und Schwester meiner Schwestern eher einmal bis zweimal die Woche.

    Nebenbeschaeftigung alle zwei Wochen, Tochter meines Vaters und Nichte meiner Tanten ebenso.

    P.S. dabei schmeisse ich nur meinen eigenen Haushalt, mein Partner schmeiss seinen und zum Essen und Uebernachten treffen wie bei mir oder bei ihm. Eine gute Loesung fuer ein Paar mit sehr unterschiedlichen Einstellungen zum Haushalten. Und das geht prima, 6 Jahre. Ich haette viel mehr zu tun, wuerde ich bei ihm wohnen.

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von lana75 Beitrag anzeigen
    Wie teilt ihr eure Kräfte ein? Wie egoistisch (im positiven Sinne) seid ihr und wie habt ihr es geschafft so zu werden?
    In dem ich die Rollen, die ich erfüllen möchte, gut überdacht habe. Ich möchte nicht jede Rolle übernehmen, und habe entsprechend auch auf einige verzichtet. Ebenso habe ich sie reduziert als ich merkte, dass sie miteinander nicht kompatibel waren.

    Und ich persönlich glaube, dass man, wenn man jederzeit "man selbst ist", den Rollen auch jederzeit ausreichend Priorität zumessen kann, ohne, dass man sich verausgabt fühlt - da man, wenn man "man selbst ist" seine Grenzen und Kapazitäten kennt und ernst nimmt.

    Das einzige wo ich die Ich-Rolle noch erfülle, ist, dass ich meine Stimmung zeige und nicht versuche zu unterdrücken. Das wars aber auch! Ich habe das Gefühl, dass mir alle anderen Rollen so sehr die Energie rauben, dass ich keinen Antrieb, noch nicht mal mehr Ideen habe, was für mich zu tun.
    Gefallen dir denn die anderen Rollen?

  10. User Info Menu

    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bist du denn nicht "ich", wenn du geliebte oder mutter oder kollegin bist?
    Doch, stimmt schon! Das ist auch ein Teil von meinem "Ich". Und ich wollte mit meinem EP auch nicht sagen, dass ich diese Rollen nicht gerne habe. Es geht eher in die Richtung, die Rebellin angesprochen hat.
    Manche Rollen muss man JETZT und SOFORT einnehmen, in manchen Rollen ist man einfach oft fremdbestimmt und seit einigen Monaten prallen diese negativen Seite ständig aufeinander. Das laugt dann eben so sehr aus, dass ich für nichts mehr Energie aufbringen kann. Deshalb muss ich die Prioritäten, da wo ich es kann/könnte, anders setzen, aber da fängt die Tretmühle an, weil ich mir dann selbst immer noch mehr abverlange.
    Wie bist du daraus gekommen, Rebellin?

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