So kenne ich das auch von mir, aber das ist erarbeitet. Früher hatte ich schon das Gefühl, mehr auch Rollen zu "spielen", und die dadurch empfundene Entfremdung von mir selbst habe ich als viel anstrengender erlebt als mein heutiges, objektiv wesentlich anstrengenderes und vielrolligeres (wenn man das so schreiben kann) Leben.
Ich erlebe mich als ich selbst, egal was ich mache, selbst wenn ich den Grad an Offenheit der Situation anpasse. Manchmal lasse ich mich auf so soziale Spiele ein, wie sie in dem Landesteil üblich sind, in dem ich lebe (wo nichts einfach so gesagt werden kann und alles 50 geschichtete Subtexte hat), aber ich mache das bewusst und mit einem humorvollen Aspekt - ich verbiege mich nicht und ich verstecke weder mich noch meine Bedürfnisse. Ich kann letztere hintan stellen, aber das suche ich mir dann auch aus.
So bin ich lebensfroh und brenne nicht aus.
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23.01.2015, 14:15
AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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23.01.2015, 16:07Inaktiver User
AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?
Ich meinte das durchaus metaphorisch - bezogen auf das, was du beschreibst.
Ich weiß, dass in mancherlei Literatur in diesem Zusammenhang von "Rollen" gesprochen wird. Aber ich z. B. käme nie auf die Idee, das für mich zu übernehmen und mein Leben in "Rollen" einzuteilen, weil ich das schlicht und ergreifend nicht so empfinde.
Natürlich kommt es auch auf die individuelle Definition bestimmter Begriffe an. Aber was du beschreibst, klingt tatsächlich sehr fremdbestimmt und das hast du ja inzwischen auch selbst bestätigt.
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24.01.2015, 15:48
AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?
Das würde ich mir am Arbeitsplatz nicht erlauben!!!
Mein Aufgaben im Leben habe ich mir selber ausgesucht, deshalb führe ich sie gerne aus.
Aufgaben welche mich mehrheitlich belasten, habe ich aufgegeben.
Das sind für mich essentielle Sachen, um ich mich in meinem Leben wohl zu fühlen.
Grüße
Luftpost
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25.01.2015, 17:07Inaktiver User
AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?
Ehrlich gesagt hoffe ich, dass in all meinen "Rollen" (wobei ich das nicht so nennen würde) ICH der Hauptbestandteil bin und nur die Ausprägung meiner Persönlichkeitsanteile unterschiedlich stark auftaucht. Das bestimmte Anteile von mir in meiner Rolle als Mutter deutlicher zum Vorschein kommen, als sie dies in meiner Rolle als Arbeitnehmerin tun, z.B.
Gibt es Dinge, die du nur für dich tust? Zeiten am Tag oder in der Woche, die du hast, um ureigenste Bedürfnisse zu erfüllen?
Vielleicht wäre es gut, dir dahingehend mal Gedanken zu machen.



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