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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    In dem ich die Rollen, die ich erfüllen möchte, gut überdacht habe. Ich möchte nicht jede Rolle übernehmen, und habe entsprechend auch auf einige verzichtet. Ebenso habe ich sie reduziert als ich merkte, dass sie miteinander nicht kompatibel waren.

    Und ich persönlich glaube, dass man, wenn man jederzeit "man selbst ist", den Rollen auch jederzeit ausreichend Priorität zumessen kann, ohne, dass man sich verausgabt fühlt - da man, wenn man "man selbst ist" seine Grenzen und Kapazitäten kennt und ernst nimmt.



    Gefallen dir denn die anderen Rollen?
    Reduziert hab ich auch schon. Nachbarin, als Beispiel, bin ich nur noch wenns ums Grüssen geht. Die Nachbarn, mit denen ich mehr zu tun habe, sind mittlerweile gute Bekannte. Selbst bei den Freunden hab ich im Laufe der Zeit schon aussortiert, weil es welche gab, für die ich nur Kummerkasten war. Was ich grundsätzlich gerne mache, aber wo ich gemerkt habe, dass es mir nicht gut tut. Zumal das immer nur einseitig war.

    "Man selbst sein" geht aber nicht immer. "Ich selbst" bin ich, wenn ich, zumindest hier zu Hause, teilweise aber auch im Büro, zeige, dass ich nicht gut drauf bin oder mich irgendwas tierisch nervt. Kann ich aber auch nicht immer und bei jedem. Letztendlich, grade im Job, muss "Ich" teilweise hinten anstehen.

    Und wie gesagt, ich liebe meine Familie und meinen Job. Zurzeit macht es eben die Maße von "irgendwas tun müssen" bzw. mein schlechtes Gewissen, wenn ich z. B. nach Hause komme und mein LG hat den Haushalt schon geschmissen. So ein Blödsinn! Wieso freu ich mich nicht einfach????

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von lana75 Beitrag anzeigen
    "Man selbst sein" geht aber nicht immer. "Ich selbst" bin ich, wenn ich, zumindest hier zu Hause, teilweise aber auch im Büro, zeige, dass ich nicht gut drauf bin oder mich irgendwas tierisch nervt. Kann ich aber auch nicht immer und bei jedem. Letztendlich, grade im Job, muss "Ich" teilweise hinten anstehen.
    Man kann auch dann noch "man selbst sein". In dem Sinne, als dass man einen konstruktiveren Umgang mit Situationen erlernt und zu diesen eine gewisse Distanz aufbaut.

    Und wie gesagt, ich liebe meine Familie und meinen Job. Zurzeit macht es eben die Maße von "irgendwas tun müssen" bzw. mein schlechtes Gewissen, wenn ich z. B. nach Hause komme und mein LG hat den Haushalt schon geschmissen. So ein Blödsinn! Wieso freu ich mich nicht einfach????
    Liege ich richtig damit, dass dich die Rollen einfach überfordern bzw. die Anforderungen die diese mit sich bringen?

    Es gibt Rollen, die kann man sich aussuchen und sie gegebenenfalls, auch ablehnen, es gibt andere, die man erfüllen muss. In letzterem Fall hilft es, die Perspektive auf jene Rollen zu wechseln.

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von lana75 Beitrag anzeigen
    Wie bist du daraus gekommen, Rebellin?
    Z.B.:
    - Herrn Rebell mehr in die Pflicht genommen.
    - Teile der Hausarbeit an bezahlte Dienstleister abgegeben.
    - 1 Tag pro Woche Homeoffice vereinbart (spart 2 Stunden Fahrzeit)
    - Kontakte zu kräftezehrenden Menschen abgebrochen, denen ich mich in keinster Weise objektiv verpflichtet fühle

    Dadurch habe ich wieder mehr Zeit und Energie für Menschen, die mir wichtig sind (Partner, Kind, wenige, aber gute Freunde) und genieße Freizeit mit ihnen bei Unternehmungen und auch für mich allein (ist mir auch sehr wichtig.)
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Man kann auch dann noch "man selbst sein". In dem Sinne, als dass man einen konstruktiveren Umgang mit Situationen erlernt und zu diesen eine gewisse Distanz aufbaut.
    Mein Umgang mit solchen Situationen ist ja der, dass ich z.B. meine Genervtheit zeige. Und die Distanz entsteht spätestens beim Feierabend. Denn das, was im Büro war schlepp ich nicht mit nach Hause.

    Liege ich richtig damit, dass dich die Rollen einfach überfordern bzw. die Anforderungen die diese mit sich bringen?

    Es gibt Rollen, die kann man sich aussuchen und sie gegebenenfalls, auch ablehnen, es gibt andere, die man erfüllen muss. In letzterem Fall hilft es, die Perspektive auf jene Rollen zu wechseln.
    Ja, damit liegst Du völlig richtig! Wenn nur bei einer Rolle die Anforderungen mal was höher sind, ist ja auch nicht immer gleich, ist das auch kein Problem. Aber wenns mehrere Rollen sind oder ich es eben nicht schaffe mir einen Ausgleich zu schaffen, wirds knusprig!

  5. Inaktiver User

    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Ich kann das Ganze nicht verstehen?
    Das ist doch das Leben? Das hat doch nichts mit "Rollen" zu tun?
    "Nachbarin"- Rolle, was soll denn das sein?
    Bin ich jetzt auch Köchin und Bäckerin? Und Reinigungskraft? Und Büglerin?
    Ich denke, wenn man die Dinge, die nötig sind mit Freude macht und Dinge, die unnötig sind und nerven abwehrt, lebt man.
    Ich kann mit dieser "Burn-Out"-Generation nichts anfangen.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann das Ganze nicht verstehen?
    Das ist doch das Leben? Das hat doch nichts mit "Rollen" zu tun?


    Ich denke, wenn man die Dinge, die nötig sind mit Freude macht und Dinge, die unnötig sind und nerven abwehrt, lebt man.
    Ich kann mit dieser "Burn-Out"-Generation nichts anfangen.
    Ich auch nicht.

    Manchmal ist das auch wie "Jammern auf hohem Niveau" .

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Ich habe für mich festgestellt, dass ich in der zeit, in der ich mich in vielen rollen gefühlt habe, ich mich einfach auch so zersplittert gefühlt habe und das fühlte sich nicht gut an. Ich war oft gestresst, genervt und ich blieb dabei oft auf der strecke.

    Inzwischen habe ich rollen, die mich überfordert haben, glücklicherweise rauskicken können, einige haben sich von selbst verabschiedet oder verändert (kind ist erwachsen z.b.). Jetzt habe ich zwar natürlich noch immer viele rollen, das fühlt sich aber nicht mehr so an, ich bin "nur noch" ich.

    Ich glaube es hat viel mit überforderung und stress zu tun und wenn vom ich nur noch bleibt, genervt zu sein, dann ist es an der zeit, die notbremse zu ziehen .

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Noch mal: Rollen nicht im Sinne von Schauspiel, sondern auf die unterschiedlichen Ansprüche, die es in den jeweiligen Beziehungen gibt.

    Ich kann das Ganze nicht verstehen?
    Man muss ja auch nicht alles verstehen. Geht mir manchmal genauso. Entweder frag ich dann nach oder halt mich raus!

    Ich kann mit dieser "Burn-Out"-Generation nichts anfangen.
    Auch das bleibt allein dir überlassen. Find es aber arg anmassend und unverschämt.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von lana75 Beitrag anzeigen
    N


    Auch das bleibt allein dir überlassen. Find es aber arg anmassend und unverschämt.

    Ich bin genausowenig anmaßend und unverschämt, so wie Du einfach unbelastbar bist.
    Es ist nun einmal so, dass heutzutage erheblich mehr Frauen über eine zu hohe Belastung klagen und das massiv.
    Dass Du sofort so reagierst, zeigt das dünne Nervenkostüm.
    Ich weiß, dass jeder Mensch anders tickt. Aber die Tendenz zum Jammern hat erheblich zugenommen. Ich danke sehr oft dem Herrn (und das als Atheist!), dass ich in diesem Jahrhundert geboren wurde. Meine Oma mit 5 Kindern und berufstätig und Waschtag im Waschkeller und Ofenheizung und und und war doch erheblich schlechter dran.
    Ich selbst habe 3 Kinder groß gemacht, neben der Arbeit (35 Stunden) Betriebswirtschaft fernstudiert, Haushalt, Garten 1200 m², Mann viel auf Dienstreisen, mit dem Bus täglich 2 Stunden zur Arbeit hin uns zurück, Kieferorthopäde mit allen 3, Sehschule mit zweien, Handballspieler 2 durch die Gegend kutschiert...und mit Freude gekocht, eingekocht und gebacken.

    Aber es hat mir alles (fast) alles Freude gemacht.

    Aber so etwas wollen die gestressten Frauen heute gar nicht hören.
    Vielleicht öfter mal Fernsehen aus und Handy weggelegt? Die wenigen ruhigen Minuten ganz für sich nutzen?

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    AW: Wie viele Rollen erfüllt ihr?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin genausowenig anmaßend und unverschämt, so wie Du einfach unbelastbar bist.
    Es ist nun einmal so, dass heutzutage erheblich mehr Frauen über eine zu hohe Belastung klagen und das massiv.
    Dass Du sofort so reagierst, zeigt das dünne Nervenkostüm.
    Ich weiß, dass jeder Mensch anders tickt. Aber die Tendenz zum Jammern hat erheblich zugenommen.
    Ich bin im Moment nicht belastbar! Aber ich finde deine Formulierung etwas unglücklich, weil es sich für mich so liest, als ob man sich das aussuchen oder mit Absicht machen würde.

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