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  1. Inaktiver User

    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen

    Ab einem gewissen Alter ist das Singledasein in der Tat ein soziales Stigma, da Partnerschaft/Ehe sowie Familie auch mit einem gewissen gesellschaftlichen Status einhergeht. Frauen sind hierbei stärker betroffen, als Männer.

    Das leitet sich, soziologisch betrachtet eben auch daraus ab, dass die allermeisten Frauen - wie es hier ja von vielen geschrieben wird - keine "überzeugten" Singles sind, sprich: davon ausgegangen wird, dass dieser Singlestatus kein freiwilliger ist, betreffende Singles werden dann als defizitär wahrgenommen.

    Bei Interesse kann ja entsprechend zu der Thematik recherchiert werden.

    Ab welchem Alter würdest Du das so sehen? Ab um die 40?
    Dass Ehe / feste Partnerschaft einen bestimmten Status hat, dem würde ich zustimmen.
    Auch, dass der Single es in einem Pärchen-bestimmten Umfeld als defizität wahrgenommen wird.

    Aber darüber hinaus? Hm, es kommt wohl auf das Umfeld an. In meinem persönlichen ist es jetzt nicht so, aber das heißt ja nun nichts allgemeingültiges.

    Allerdings - wenn ich so darüber nachdenke - ich höre das von einigen Single-Freundinnen tatsächlich, dass die von bestimmen Leuten - eher fernen Bekannten - gern mal gefragt werden, ob da jetzt (endlich) ein Mann sei und die bei Verneinen bedauert werden, dass da bestimmt bald einer kommt ...
    Für die ist der Single-Zustand einer, der hoffentlich bald vorbei ist, und ich denke, die nehmen dann auch die verheiratete Affäre mit, obwohl sie damit nicht glücklich sind.

  2. gesperrt

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    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Halleluja, was bin ich doch froh, dass ich in einer modernen Großstadt lebe, umgeben von intelligenten und lebensoffenen Freunden und einer tollen Familie - für die ich kein defizitäres Etwas bin und die mich auch nicht ob meines derzeitigen Single-Daseins bedauern (eher im Gegenteil ).

    Ich kenne tatsächlich Niemanden, der einen Menschen als "komisch", "defizitär" oder "weniger wert" ansieht, nur weil er Single ist. Was wäre das auch für eine schräge Denke! Weil Jemand verpartnert ist, soll er "besser" sein? Diese Vorstellung ist so schräg, dass sie nur noch komisch ist.

    Wobei ich mir vorstellen könnte, dass man im tiefsten Dorf-Kaff oder von mir aus im tiefsten konservativen Italien durchaus schräg angeschaut wird, wenn man Single ist. Aber da werden Männer genauso blöd angeguckt, wie Frauen.
    Da gilt halt: das konservative Bild nach Außen um jeden Preis aufrecht erhalten (was hinter den Kulissen abgeht, ist eh egal) und sein Soll erfüllen, nämlich ein paar Babies machen. Dann hat man seine Lebensaufgabe artig erfüllt. Amen.

  3. Inaktiver User

    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Überzeugter Single zu sein, bedeutet meiner Meinung nach, mit sich selbst im Reinen zu sein und nicht auf Teufel komm raus nach einer Partnerschaft zu streben. Es bedeutet aber auch, Partnerschaft nicht grundsätzlich abzulehnen. Ich will mich an der Stelle mal "outen", ich bin Single und das mittlerweile sehr lange und zunehmend sehr gerne. Mit 35 wäre ich gerne verpartnert gewesen, aber die Umstände haben nicht gepasst und es war auch keine so verrückt nach mir, dass sie die Umstände (Pflege eines Elternteils und deshalb auch örtliche Gebundenheit) in Kauf genommen hätte und aus meiner Sicht war es im Nachhinein auch besser, das niemanden zuzumuten. Mittlerweile bin ich sehr glücklich darüber, nicht aus einem "Liebesrausch" heraus mit zweifelhaften Ausgang an jemanden gebunden zu sein. Freiheit und Unabhängigkeit bedeuten mir sehr viel und es gibt so viel Beispiele in der Nachbarschaft, im Bekanntenkreis, in der Verwandschaft, wo ich mir sage: wow, Du kannst Dich so glücklich schätzen, so ein freies Leben führen zu dürfen.

    Gesellschaftlich anerkannt ist das aber tatsächlich noch nicht überall. Schwule Politiker und Bürgermeister deutscher Hauptstädte sind gesellschaftsfähiger als heterosexuelle Single Männer wage ich mal zu behaupten. In Deutschland gilt mittlerweile die Maxime, Hauptsache irgendwie verpartnert. Singles Ü40 müssen wohl komische Kauze sein, da sie ja niemand abbekommen haben ...

    Auch hier liest man ja immer wieder, dass es Frauen viel lieber ist, wenn ein Mann schon eine langjährige (gescheiterte) Beziehung hatte, als einfach nur so Single zu sein.

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    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Josyfine Beitrag anzeigen
    Halleluja, was bin ich doch froh, dass ich in einer modernen Großstadt lebe, umgeben von intelligenten und lebensoffenen Freunden und einer tollen Familie - für die ich kein defizitäres Etwas bin und die mich auch nicht ob meines derzeitigen Single-Daseins bedauern (eher im Gegenteil ).

    Ich kenne tatsächlich Niemanden, der einen Menschen als "komisch", "defizitär" oder "weniger wert" ansieht, nur weil er Single ist. Was wäre das auch für eine schräge Denke! Weil Jemand verpartnert ist, soll er "besser" sein? Diese Vorstellung ist so schräg, dass sie nur noch komisch ist.

    Wobei ich mir vorstellen könnte, dass man im tiefsten Dorf-Kaff oder von mir aus im tiefsten konservativen Italien durchaus schräg angeschaut wird, wenn man Single ist. Aber da werden Männer genauso blöd angeguckt, wie Frauen.
    Da gilt halt: das konservative Bild nach Außen um jeden Preis aufrecht erhalten (was hinter den Kulissen abgeht, ist eh egal) und sein Soll erfüllen, nämlich ein paar Babies machen. Dann hat man seine Lebensaufgabe artig erfüllt. Amen.
    Es ist unabhängig davon, ob Metrople oder auf dem Land. Gerade in deutschen Metroplen sowie insbesondere in der Haupstadt gab es in den letzten Jahren einen regelrechten "Babyboom". Vielleicht ist es auch von den Kreisen bzw. Stadtvierteln abhängig, aber ein "konservatives Bild" ist auch dort vorzufinden, übrigens auch unter "alternativen" Menschen.

    Es geht auch nicht darum, dass Singles weniger "wert" seien, sondern schlichtweg darum, dass - eben weil die wenigsten wirklich bewusst und freiwillig Singles sind, von einem "Defizit" ausgegangen wird. Oldcityboy beschreibt es ganz gut.

  5. gesperrt

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    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Es geht auch nicht darum, dass Singles weniger "wert" seien, sondern schlichtweg darum, dass - eben weil die wenigsten wirklich bewusst und freiwillig Singles sind, von einem "Defizit" ausgegangen wird.
    Wo ist denn da bitte der Unterschied?
    Aber du kannst das ruhig noch 10 Mal wiederholen, dadurch wird es immer noch nicht richtiger.

    In deiner Welt mag ein Mensch defizitär angesehen werden, wenn er sich ab einem bestimmten Alter von seinem Partner trennt. Oder wenn er länger als 2, 4, 6 (?) Jahre Single war.
    In meiner Welt ist das nicht so. Da gibt es nämlich viele wieder-Singles, meist ü40, manche auch erst Mitte 30, manche haben Kinder und waren verheiratet, Andere wiederum kommen nur aus (langjährigen) Partnerschaften. Und an diesen Menschen ist nichts defizitär, nur weil sie für sich entschieden haben, sich zu trennen, bzw. sie verlassen wurden.

    Diese Maxime, wie Oldcityboy sie beschreibt: "Hauptsache irgendwie verpartnert, als Single", der begegne ich immer wieder - allerdings nur hier in der Bri. Das liegt sicherlich daran, dass hier Frauen aus allen möglichen Gesellschaftsschichten schreiben.
    Ich möchte und werde niemals nach dieser Maxime leben und umgebe mich auch nicht mit derartigen "Schein"-Menschen, die dieses total veraltete und häufig verlogene Modell leben.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    In der Bewertung der Sache, also dass es anderen Schnurzpiepegal sein sollte, für welches Leben man sich entschieden hat sind wir uns, denke ich, doch alle ziemlich einig. Unterschiedlich sind halt die Erfahrungen, die man tatsächlich damit gemacht hat. Du, Josyfine hast glücklicherweise die Erfahrung gemacht, dass sich andere da tatsächlich in keinster Weise einmischen. Andere mussten dahingehend aber halt andere Erfahrungen machen.

  7. gesperrt

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    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du, Josyfine hast glücklicherweise die Erfahrung gemacht, dass sich andere da tatsächlich in keinster Weise einmischen. Andere mussten dahingehend aber halt andere Erfahrungen machen.
    Das bestreite ich gar nicht. Je nachdem, in welchem Umfeld und welcher Gesellschaftsschicht man lebt, dürften da die Erfahrungen durchaus unterschiedlich sein.

    Ich wehre mich nur gegen dieses verallgemeinernde "die Gesellschaft" blablabla... Das ist einfach nicht so!

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    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Josyfine Beitrag anzeigen

    Ich wehre mich nur gegen dieses verallgemeinernde "die Gesellschaft" blablabla... Das ist einfach nicht so!
    Das ist so, wenn man es versucht, aus einem gesamtgesellschaftlichen und soziologischen Standpunkt zu betrachten - in einer Diskussion manchmal ganz hilfreich, eben weil persönliche und individuelle Erfahrungswerte selten dazu geeignet sind, allgemeine Aussagen abzuleiten.

    In deiner Welt mag ein Mensch defizitär angesehen werden, wenn er sich ab einem bestimmten Alter von seinem Partner trennt. Oder wenn er länger als 2, 4, 6 (?) Jahre Single war.
    In meiner Welt ist das nicht so. Da gibt es nämlich viele wieder-Singles, meist ü40, manche auch erst Mitte 30, manche haben Kinder und waren verheiratet, Andere wiederum kommen nur aus (langjährigen) Partnerschaften. Und an diesen Menschen ist nichts defizitär, nur weil sie für sich entschieden haben, sich zu trennen, bzw. sie verlassen wurden.
    All diesen Menschen ist aber sehr wahrscheinlich gemein, dass keiner von ihnen eine Trennung oder gar Scheidung "plante", und dass fast alle von ihnen auf der Suche nach einem neuen Partner sind.

    Das Defizit des "Singledaseins" muss nicht dermassen negativ gewertet werden, in dem Sinne, als dass niemand denkt, dass jene Menschen wertlos sind. Fakt ist dennoch, dass viele sich gerade bei (unfreiwilligen) Langzeitsingles fragen, woran es liegen könnte.

    Ich habe das Gefühl, dass du mich sehr missverstehst. Ursprünglich ging es um die Implikation, dass auch freiwilligen Singles selten geglaubt wird, dass diese glücklich sein können und aus freien Stücken alleine sind.

    Das kann damit erklärt werden, dass der Großteil der Menschen eben in der Tat nach einer Beziehung/Ehe strebt.

    Das ist alles.

  9. Inaktiver User

    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Josyfine Beitrag anzeigen
    Halleluja, was bin ich doch froh, dass ich in einer modernen Großstadt lebe, umgeben von intelligenten und lebensoffenen Freunden und einer tollen Familie - für die ich kein defizitäres Etwas bin und die mich auch nicht ob meines derzeitigen Single-Daseins bedauern (eher im Gegenteil ).

    Ich kenne tatsächlich Niemanden, der einen Menschen als "komisch", "defizitär" oder "weniger wert" ansieht, nur weil er Single ist. Was wäre das auch für eine schräge Denke! Weil Jemand verpartnert ist, soll er "besser" sein? Diese Vorstellung ist so schräg, dass sie nur noch komisch ist.

    Wobei ich mir vorstellen könnte, dass man im tiefsten Dorf-Kaff oder von mir aus im tiefsten konservativen Italien durchaus schräg angeschaut wird, wenn man Single ist. Aber da werden Männer genauso blöd angeguckt, wie Frauen.
    Da gilt halt: das konservative Bild nach Außen um jeden Preis aufrecht erhalten (was hinter den Kulissen abgeht, ist eh egal) und sein Soll erfüllen, nämlich ein paar Babies machen. Dann hat man seine Lebensaufgabe artig erfüllt. Amen.
    Das hat mit Dorf oder Großstadt aber wenig zu tun. Ich und auch meine Single-Freunde leben in der Großstadt. So auch diejenigen, die sich wie ich oben schrieb, anhören dürfen, dass da ja bald einer kommt - damit sie dann endlich wieder vollständig sind
    Es ist das Umfeld, und die Fraktion "nur Leben mit Partner ist richtig" gibt es auch in der Stadt.

    Trotzdem denke ich, allgemein "in Deutschland" herrscht nicht die Ansicht vor "Single = falsche Lebensform". Dazu gibt es ja schon zu viele Singles, zu viele, denen es wurscht ist, wie die anderen leben und zu viele, die in schlechten Partnerschaften leben und auch gerne so frei wären wie der Single.

  10. gesperrt

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    AW: Ich hab da mal eine Frage...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist das Umfeld, und die Fraktion "nur Leben mit Partner ist richtig" gibt es auch in der Stadt.

    Trotzdem denke ich, allgemein "in Deutschland" herrscht nicht die Ansicht vor "Single = falsche Lebensform". Dazu gibt es ja schon zu viele Singles, zu viele, denen es wurscht ist, wie die anderen leben und zu viele, die in schlechten Partnerschaften leben und auch gerne so frei wären wie der Single.

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