Hallo Saetien,
ich meine auch: fang einfach an.
Am Anfang ist es immer schwer wie mit allem Neuen. Ganz viele innere Widerstände sind zu überwinden, immer wieder entmutigen einen die inneren Stimmen und zu allem Überfluss wird man besonders am Anfang auch immer wieder von Rückschlägen zurück geworfen.
Um den Anfang zu überstehen, muss man sich einfach vom Kopf her klar entschieden haben, und zwar ohne zu wissen, ob es sinnvoll ist, ob es überhaupt klappt, ob man durchhält und sogar, ob man es am Ende eigentlich wirklich will. Das alles kann und wird man erst auf dem Weg erfahren.
Der Anfang ist schwer, sehr schwer und nur mit Disziplin zu überwinden. Disziplin und der allgemeine feste Wille etwas zu ändern, auch wenn man nicht genau weiß was und wie.
Aber nach einiger Zeit schleift sich einiges ein, hat man schon manches korrigiert oder aussortiert, der Weg wird leichter und breiter, man wird kräftiger dabei. Plötzlich macht man Erfahrungen und bekommt Hilfen, die man nur erfährt, wenn man sich bereits aufgemacht hat.
Und wenn man über diese Anfangs - Schwelle hinweggekommen ist, dann sieht man irgendwann sein reales Ziel vor Augen und dass man es erreichen kann. Es kann ein völlig anderes Ziel sein, als beim Start, es kann sich auf dem Weg erst langsam herauskristallisieren, es kann genau das sein, was Du wolltest, es kann sogar ein viel besseres Ziel sein, als Du Dir erhofft hattest zu Anfang.
Manchmal knickt man kurz vor dem Ziel wieder ein oder nach einer gut gemeisterten Wegstrecke, man glaubt, man schafft das doch nicht, es ist zu weit, zu schwer.
Aber wenn man trotzdem immer wieder aufsteht, immer weitermacht - glaub mir, dann wird man
erstens sein Ziel erreichen,
zweitens anschließend sogar weiter machen, das nächsthöherliegende Ziel ins Auge fassen, und
drittens, was am erstaunlichsten ist: wenn man sich bis dahin wirklich durchgebissen hat, dann liebt man irgendwann den Weg an sich, ganz ohne ein Ziel. Dann ist er ein Teil von einem geworden und man kann ihn immer weiter gehen.
All das kann man aber am Anfang nicht sehen. Geh einfach los, fang einfach an. Was und wie ist garnicht so wichtig, du wirst das auf Deinem Weg herausfinden.
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23.01.2015, 18:48
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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23.01.2015, 19:05Inaktiver User
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Jui. Hier fällt mir zum ersten Mal selber auf, was andere schon häufiger gepostet haben: Dass du immer irgendetwas findest, warum irgendetwas nicht geht.
Mehrere Wochen Warterei auf einen Arzttermin sind ziemlich normal. Und besser mehrere Wochen als gar nicht - finde ich. Soooo lang ist diese Wartezeit auch wieder nicht.
Wegen des anstehenden Arztwechsels: Na und? Es wurde ja schon geschrieben, Arztunterlagen kann man mitnehmen, wenn man umzieht - und so einige Tests dürften bis dahin schon erledigt sein, so dass man am neuen alten Wohnort nicht erst von vorn anfangen muss.
Termin einhalten ist überaus einfach: "Liebes Labor, ich habe am XX.X. einen Facharzttermin, der sich leider nicht außerhalb der Arbeitszeit legen ließ / bei Vereinbarung außerhalb der Arbeitszeit lag. Ich werde deshalb am XX.X. erst um .... zur Arbeit kommen können / bereits um ..... Uhr gehen müssen. Eine Bescheinigung der Arztpraxis bringe ich selbstverständlich am Folgetag bei." Fertig.
Leider fällt mir hier jetzt (auch) der abgedroschene Spruch ein: Wer will, findet Gründe, wer jedoch nicht will, findet Ausreden.
Versteh mich nicht falsch, es stört mich überhaupt nicht, wenn du nicht willst. Aber ein schlichtes, deutliches "Will ich nicht" wäre mMn klarer und einfacher als all diese (d)einem Rechtfertigungsdrang geschuldeten "Gründe".
(O.T.: Weia - mein armes Umfeld, das seinerzeit mit meinem Rechtfertigungsdrang leben musste und noch einmal heißen Dank an den Kollegen, der mir irgendwann ins Gesicht sagte, wie unglaublich nervig das war.)
Wenn du was wirklich willst, überlegst du doch auch nicht, warum das nicht geht, sondern wie du es möglich machst ... ?
Ich.
Ja, das geht normalerweise irgendwann weg.Also geht dieses "Ich bin doch noch ein Kind" irgendwann weg oder ist das krankhaft oder haben das eigentlich alle und die meisten verbergen es nur sehr gut?
Manche allerdings behalten das Gefühl und ja, verbergen es meistens mehr oder weniger gut.
Noch andere behalten es und kokettieren damit herum.
Meiner Erfahrung nach haben Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, die aus der Kindheit kommen, mehr Schwierigkeiten mit dem Erwachsenwerden.
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23.01.2015, 20:37
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
So mit etwa 30 - 33 Jahren stellte sich das bei mir ein, dass ich mich durch und durch erwachsen fühle.
Einen kindlichen Wesenszug haben alle Menschen gelegentlich, und das ist gut so. Aber das äussert sich bei allen auf andere Weise, manchmal positiv, manchmal negativ. Aber man hat ihn.haben das eigentlich alle und die meisten verbergen es nur sehr gut?
gruss, barbara
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23.01.2015, 20:41
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Ein Ansatz wäre: mehr Geld verdienen, das erlaubt, fertig zubereitetes Essen guter Qualität zu kaufen.
Ein weiterer Ansatz ist: wenn du kochst, nicht häufig, aber immer grosse Mengen vorkochen und in Gläsern konservieren, dass man die nachher nur noch kurz wärmen muss. Tomatensauce geht gut, oder Hackfleischsauce, oder asiatische scharfe Sauce.
Dann kann man die Sauce nehmen und muss dazu nur Reis oder Nudeln machen und hat gut gegessen.
gruss, barbara
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23.01.2015, 22:02Inaktiver User
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Diese kindlichen Wesenzuege an sich wahrzunehmen - halte ich fuer einen enormen Schritt. Viele brauchen lange dazu (so ich z. B.). Deshalb, Saetien, darfst du durchaus stolz auf dich sein. Die Frage ist dann nur, was du damit machst. Darin verharren, bedeutet in einer Opfer-Rolle zu bleiben. Denn das Kind konnte sich nicht wehren, es hatte keine Moeglichkeiten - denn es war ja noch ein Kind.
Als erwachsene Frau ist dieser Schmerz zwar noch praesent, doch nun gibt es Moeglichkeiten, selbst fuer sich zu sorgen bzw. es zu lernen, heil zu werden. Dabei kann ein guter Therapeut/eine gute Therapeutin helfen und Geduld.
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23.01.2015, 23:05Inaktiver User
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Mir scheint, als würdest du Adipositas und Stil irgendwie in einen Topf werfen; das ist meiner Meinung nach aber nicht zielführend.
Mir sind im Berufsleben etliche Menschen begegnet, die bestimmt nicht in Kleidergrösse 44 passten und trotzdem einen attraktiven und souveränen Gesamteindruck machten. Attraktivität kommt nämlich nicht "nur" vom Aussehen, sondern auch massgeblich vom Gesamtbild.
Damit will ich sagen: das Adipositas-Problem wirst du kurzfristig nicht lösen können, andere Aspekte (Kleidung, Gesamtbild,..) aber schon.
Ich persönlich finde z.B., dass gepflegte und nett frisierte Haare sehr viel ausmachen, denn das lenkt von anderen Details ab. Ich habe morgens genau 10 min für Zähne, make-up und Haare, d.h. ich kann mir da keine Extravaganzen leisten. Dafür gehe ich aber regelmässig zum Frseur und sehe zu, dass die Farbe immer tip-top ist und die Spitzen geschnitten sind. Am Ende des Friseurbesuchs vereinbare ich immer gleich den nächsten Termin, damit ich nicht aus dem Rhythmus komme. Und ich habe mir drei einfache Standardfrisuren zugelegt, die ich mit zwei Handgriffen hinkriege, Zeitdauer 1 Minute. Gehe ich gern zum Friseur? NEIN! Aber der Kosten-Nutzen-Effekt ist sehr hoch, und das gibt mir die Motivation, dran zu bleiben.
Ähnlich verhält sich das mit Make-up: Mit einem einfachen Kajal-Strich, den man in 5sec appliziert hat, sehen die Augen immer "interessanter" aus als ohne. Geringer Aufwand, kleiner Preis, grosser Effekt.
Mein Tip daher: klein anfangen, Routinen entwickeln. Und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn sich irgendwas nicht bewährt ( ich erinnere mich mit Schaudern an meine Versuche mit Eyeliner...). Und mit dem Flow gehen - wenn alle um dich herum Laborkittel tragen, besteht keine Veranlassung, im Minirock aufzutreten...
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23.01.2015, 23:54
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Naja.
Jain.
Wenn ich den Grund sage WARUM ich das in einen Topf werfe beziehe ich Prügel, und die sogar verdient.
Ich finde einfach, an Dicken sieht NIX gut aus.
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24.01.2015, 00:08
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, sich zu kleiden.
Da kann man noch dicker wirken, oder besonders unvorteilhaft, oder ungepflegt, oder ...
und dann gibt es noch die Möglichkeit, durch Schnitte, Farben, Stoffe, einen guten Gesamteindruck zu erzielen, auch wenn man dick ist.
Am bequemsten ist natürlich der dritte Weg: sieht sowieso alles Scheiße aus, dick ist häßlich, ist doch schnurz, was ich anziehe (*im Dunkeln im Halbschlaf irgendwas aus dem Kleiderhaufen kramen*).
Und was das Abnehmen betrifft: ich weiß nicht, ob man es bei massivem Übergewicht schafft, allein eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen.
Wichtig ist wohl, mit Unterstützung für sich selbst den richtigen Weg zu finden.
Hier hat es wohl geklappt.life is all about
finding people who
are your kind of
CRAZY
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24.01.2015, 00:34
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Zunächst:
Danke für den Artikel.
Stehen ein paar nette Sachen drin - allerdings ist das Adipositas-Zentrum was da erwähnt wird wohl doch recht teuer.
Was ich mal interessant fände wäre so ein Armband was Schritte zählt, muss mal schauen wo man sowas herbekommt.
Ob sich was getan hat:
Ich habe die T-Shirts geholt, habe gerade eines davon an.
Und mir ist klargeworden, dass ich mich über die Schiene "Ich wll aber lieber gewaschen sein als ungewaschen" nicht dazu bekomme, mich regelmäßig zu pflegen.
Auch nicht über "Naja, aber dick und abgestimmte Klamotten sieht besser aus als dick und Lumpenkiste".
Was allerdings funktionieren könnte, die Eingebung hatte ich heute mittag:
Ist es nicht irgendwie respektlos anderen gegenüber, ungepflegt aufzutreten?
Ich würde das gerne noch abklopfen in die Ecke, nicht dass ich dann auf andere die sich nicht pflegen anfange runterzuschauen oder so, aber ich denke die Richtung ist richtig.
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24.01.2015, 01:17
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
So einen Schrittzähler bekommt man bei Ebay.
Gekauft oder ersteigert.
Wenn du glück hast, bekommst du ihn für wenig Geld.
Es ist respektlos, anderen gegenüber als "Stinkmuffel und Lumpenkiste" aufzutreten.
Ich kann mir nicht vorstellen, nur, weil man sich gewaschen hat und was Sauberes anzieht, auf andere herabzusehen.
Warum auch?
Das ist das Mindeste, was jemand für sich und seine Mitmenschen tun kann, wenn "man" nicht ganz gemieden werden will.
Die, die so auftreten, werden automatisch in eine bestimmte Richtung eingeordnet ...
krank, arm, obdachlos, suchtkrank ,...beliebig zu erweitern ...
Und dennoch bemühen sich diese Menschen teilweise oder sorgen irgendwie dafür, dass sie halbwegs ordentlich, frisch, und nicht allzu müffelnd in der Gegend rumlaufen und ihrem Gegenüber die geringste Achtung verwehren.
Saetien, das wird schon, auch wenn es noch ein bisschen dauert.
Lieben Gruss
Lyanna


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