Und ganz interesant finde ich übrigens, daß Du Dich immer wieder mit einem Kind vergleichst! "Du erzählst wie ein Kind,was noch nicht von seinem Elternteil abgetrennt ist", "Du bist noch das Kind in Eurer Familie"... Siehst Du Dich nicht als eigenständige junge Frau mit einem eigenen Leben? Bist Du noch gerne Kind? Wärst Du gerne nicht mehr Kind? Fällt Dir Loslassen schwer (und hier meine ich nicht,offen über alle Geheimsisse zu reden..),sondern gewohnt Strukturen/Sicherheiten zu verlassen?
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18.01.2015, 20:59
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
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18.01.2015, 21:00
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Bei der Denke läufst du Gefahr, einen Schrank voller toller Kleider zu haben, die du nie trägst.
So ein Kleid sollte mindestens einmal pro Monat ausgeführt werden, egal ob ein Anlass vorhanden ist oder nicht. Oder vielleicht auch einmal pro Woche.
:-)
du Nerd.Also, es wird jetzt eine Datei mit Zufallsgenerator aber das kommt ja auf das gleiche heraus.

gruss, barbara
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18.01.2015, 21:01
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Saetien, das, was Du hier schreibst, sagt mir, dass Du durchaus reflektiert und intelligent bist. Ich halte es übrigens für sinnvoll, gerade in jungen Jahren eine Therapie selbst zu bezahlen wegen des schon angesprochenen Versicherungsproblems. Im Übrigen habe ich schon oft gehört, dass Therapeuten einen darauf aufmerksam machen und man sozusagen die Wahl hat.
Die Werte, die Du von Deinen Eltern mitbekommen hast, müssen nicht schlecht sein. Die Frage ist eher, wie Du aus diesem Denken heraus kommst, da Du es anscheinend ja anders willst. Allgemein halte ich es aber für gut, erst einmal zu schauen, ob mein Gegenüber gleiche Wertvorstellungen hat als ich. Wenn nein, werden wir wohl kaum richtige Freunde werden, wobei es noch darauf ankommt, in welchem Bereich sich hier Differenzen ergeben.
Deine fehlende Energie am Abend nach einem 10 Stunden Tag kenne ich übrigens auch. Dabei sind alle Blutwerte okay und ich bin nicht übergewichtig. Dein Aufstehritual finde ich jedoch bedenklich. Kennst Du Tageslichtwecker?
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18.01.2015, 21:03
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Ja, da habe ich in der Bri davon gelesen irgendwann letztes Jahr und überlegt einen zu kaufen, dann aber festgestellt dass die um die 200 Euro kosten anscheinend.
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18.01.2015, 21:06
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Es gibt auch so spezielle Energie-Anstell-Geräte, die kann man zB zwischen eine Lampe und eine Steckdose montieren, und die schalten dann auf eine vordefinierte Zeit das Licht an. Die kosten, soviel ich weiss, deutlich weniger.
aber gut, das mit dem Aufstehen kriegst du offenbar hin, das ist ja nicht die dringendste Baustelle, von daher kannst du es auch so lassen wie jetzt.
gruss, barbara
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18.01.2015, 21:13
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Empfindest du denn nicht, dass das normal ist? Wir leben nunmal in einer vermeintlich sehr oberflächlichen Gesellschaft und ich empfinde dass es, insbesondere auch im beruflichen Kontext wichtig ist anzuerkennen, dass Attraktivität nur bedingt etwas über die Werte und Kompetenzen eines Menschen aussagt.
Du hattest deine Sozialisierung, bist zudem auch eine Frau.
Mit deiner bisherigen Lebensweise, dem Fokus auf Charakter sowie der Vernachlässigung des Äusseren (welches für mein Empfinden bereits sehr starke Züge annimmt) konntest du dir zumindest sicher sein, dass:
i) dich dein Partner nur aufgrund deines Charakters/innere Werte mag
ii) dich andere Menschen aufgrund deines Charakters/Intellektes mögen werden müssen
Dies immer mit der vermeintlichen Implikation, dass Zuneigung und Anerkennung für das Äussere etwas unehrenhaftes und unverdientes darstellt, zudem schamhaft besetzt und zudem möglicherweise mit der Annahme, dass es deine "wahren" sehr viel "wertvolleren" Werte verdeckt.
Kleidung ist immer auch ein Statement. Das kann auch ein bewusstes/unbewusstes "Ich-ziehe-an-was-ich-so-finde" sein. Es gibt Menschen, die haben andere Prioritäten.Nerdig ist auch nicht das Ding.
Die "Kampflesben" die ich kenne sehen durchaus gepflegt aus und so, als ob sie sich morgens bewusst kleiden. Nur eben nicht sehr weiblich.
Ich hingegen ziehe irgendwas an was gerade da ist.
Das ist zwar ebenfalls nicht sehr weiblich, aber ich denke das Auffällige ist mehr, dass es eben irgendwas ist.
Es sieht aus als hätte ich in eine Sammelkiste gegriffen und im Prinzip kam es auch genau so zustande.
Du schreibst, du arbeitest in einem Labor, bist du aufstrebende Wissenschaftlerin? Bekannt ist das überspitzte Beispiel des chaotischen Wissenschaftlers, der mit zwei verschiedenen Socken auf der Arbeit erscheint, jener Nerds, die sich noch von der Mutter die Kleidung rauslegen lassen.
Was ich hiermit sagen möchte: sofern kein wirklicher Leidensdruck verbunden und sich dein Anliegen lediglich darauf bezieht, gesellschaftliche Standards zu hinterfragen, werden lösungsorientierte Ansätze nur wenig weiterhelfen.
Darum meine Frage an dich: möchtest du etwas ändern, oder möchtest du lernen, dich so, wie du bist, wohlfühlen? Beides ist völlig in Ordnung, und beides sind Optionen, die dir bereitstehen.
Ob alle anderen einen "scheisse" finden hängt zu einem sehr großen Teil von einem selbst ab. Von seinem eigenen Verhalten und davon, wie man zu sich selbst steht und die Welt um einen herum wahrnimmt. Nicht immer stimmen Selbst- und Fremdbild überein.Wo soll ich die denn bitte kriegen?
Wie ich jetzt bin finden wirklich ALLE scheiße, also wird das schon stimmen.
Du hast doch einen Partner, der dich sehr schätzt. Deine Arbeit wird ebenso geschätzt. Was dein Äusseres betrifft: ja, du entsprichst nicht dem gängigen Schönheitsideal - allerdings: ist das dein Anspruch?
Und muss ein Abweichen von diesem implizieren, dass alle einen "scheisse" finden?
Nicht zuletzt scheinst du mir aufgrund deiner Schreibweise ein wenig zu reflektiert, als dass ich glauben kann, dass du eine Pauschalaussage "alle finden mich scheisse, daher wird das stimmen" wirklich ernst nimmst.
Es ist völlig in Ordnung, sich ein wenig selbst zu bemitleiden - solche Aussagen sind allerdings keine Basis für eine konstruktive Lösung (wie auch immer diese aussehen mag).
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18.01.2015, 21:23
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Geht die Frage genauer?
WAS soll normal sein, ich verstehe nicht ganz was Du meinst.
Gut zusammengefasst.Dies immer mit der vermeintlichen Implikation, dass Zuneigung und Anerkennung für das Äussere etwas unehrenhaftes und unverdientes darstellt, zudem schamhaft besetzt und zudem möglicherweise mit der Annahme, dass es deine "wahren" sehr viel "wertvolleren" Werte verdeckt.
Das kann man machen wenn man genial ist.Du schreibst, du arbeitest in einem Labor, bist du aufstrebende Wissenschaftlerin? Bekannt ist das überspitzte Beispiel des chaotischen Wissenschaftlers, der mit zwei verschiedenen Socken auf der Arbeit erscheint, jener Nerds, die sich noch von der Mutter die Kleidung rauslegen lassen.
Ich bin aber gerade in dem Bereich wo ich jetzt leider arbeite eher schlechtes Mittelmaß.
Darum meine Frage an dich: möchtest du etwas ändern, oder möchtest du lernen, dich so, wie du bist, wohlfühlen? Beides ist völlig in Ordnung, und beides sind Optionen, die dir bereitstehen.
Ich habe irgendwann letztes Jahr begriffen dass ich mich selbst, würde ich mir auf der Straße begegnen, auch nicht für eine angenehme Erscheinung halten würde.
Ich wäre zwar nett zu mir, aber das ist mehr dem jahrelangen Training geschuldet, dass "Aussehen eben nicht zu zählen hat!"
Es wäre nicht etwa so, dass ich die Saetien, die mir auf der Straße begegnet, in irgendeiner Form angenehm oder sympathisch fände, ich würde mich verpflichtet fühlen, sie zu mögen, solange sie nichts moralisch böses tut.
Und ich hätte soooo gerne, dass mich mal jemand nicht aufgrund dieser Verpflichtung mag.
Und ich will mich dahin ändern, dass das erreichbar ist.
Nein, aber die Reaktionen teilweise schon.
Und muss ein Abweichen von diesem implizieren, dass alle einen "scheisse" finden?
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18.01.2015, 21:31
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Du glaubst ernsthaft, daß Leute nur nett zu Dir sind aus der moralischen Verpflichtung heraus, Dich wegen Deines unkleidsamen Äüßeren nicht ablehnen zu dürfen?

Wie weit ging denn die Moralethik in Eurer Familie?
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18.01.2015, 21:38
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Nein ich glaube dass Leute nur nett zu mir sind weil ich mir moralisch kaum was zu Schulden kommen lasse und nur eine Schuld anderen das Recht gibt, nicht mehr nett zu mir zu sein.
So halte ich es zumindest mit anderen Leuten, ich bin wirklich zu JEDEM solange nett, bis ich ihm an irgendeinem Punkt böse Absicht nachweisen kann.
Selbst wenn die Person nun, sagen wir, stinkt, potthässlich ist und mich zudem wie den letzten Dreck behandelt, solange ich nicht zu 100% sicher bin, dass das auch wirklich in böser Absicht geschieht, fühle ich mich verpflichtet, nett zu sein.
Daher auch meine Vermutung, dass die Unmöglichkeit des Nachweises der Bosheit bei mir Grund dafür ist, dass andere freundlich zu mir sind, nicht etwa, dass sie mich sympathisch fänden.
Mein Freund formulierte da übrigens mal "Niemand mag Fußabtreter."
Und ich: "Ja nun. Ich dachte, sich zum Fußabtreter zu machen, sie die beste Möglichkeit, beliebt zu werden. Fußabtreter sind moralisch absolut unangreifbar und daher haben sie ein Anrecht, gemocht zu werden."
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18.01.2015, 21:44Inaktiver User


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