Mein Eindruck:
So, wie Du denkst umd empfindest: "Das MUSS man mir doch endlich glauben"" - ähnlich frustriert die schreibende Gemeinde hier: "Das MUSS sie doch endlich verstehen!"
Mag sein, daß der Strang für Dich reine Unterhaltung ist (was ich nebenbei nicht glaube, aber nicht, weil ich Dich der Lüge bezeichnen würde) - die anderen Menschen, die hier mitschreiben, geben sehr viel eigene Energie und Gefühl hier hinein, um Dir zu helfen. Und es frustriert, wenn dann das Gefühl entsteht, Du siehst das nicht, würdigst das nicht, verstehst das nicht, und helfen kann man Dir eh nicht.
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30.01.2015, 12:58Inaktiver User
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
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30.01.2015, 13:01
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
ja gerne. :-)
das muss keineswegs eine endgültige Lösung sein, aber gerne eine gelegentliche Dokumentation von Zwischenschritten im Rahmen des Threads. Zum Besipiel, ob du Freude an den neuen T-Shirts hast und hast du aktuell genug Kleidung?
Weil es ein Zeichen von Wertschätzung gegenüber den Schreiberinnen ist, ein Feedback zu geben "ich habe den Tip von Userin XYZ drei Tage hintereinander getestet und rausgekommen ist ABC; ich werde es wieder machen/nicht mehr machen, weil, *dieser und jener Grund*" - oder auch "Verhalten X, das mich seit ängerer Zeit belastet, hab ich nun umstellen können zu Verhalten Y; mir geht es dabei besser/schlechter, weil (...), udn ich werde es beibehalten/wieder aufgeben, weil (...)"Warum denn?
Es gibt jene, die hier schreiben, weniger das Gefühl, im Nebel zu stochern. Möglicherweise hilft es auch dir selbst - klare Worte helfen klaren Gedanken.
und nein, Threads müssen nicht zu Ende gehen. Gearde Threads mit mehr oder weniger therapeutsicher Ausrichtung von "wie komm ich vom Alkohol los?" bis "meine Beziehungen zu Männern sind schrecklich" sind ja oft offen.
gruss, barbara
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30.01.2015, 13:05
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Bae, das habe ich doch gemacht!
Die T-Shirts trage ich nun mehr oder weniger täglich und bin recht glücklich damit.
Das mit der App zum Schrittezählen funktioniert noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle, der Akku hält nicht lange genug.
Da gab ich auch schon 2 Mal Zwischenstand, wurde aber beide Male gar nicht drauf reagiert also nahm ich an, das sei nicht von Interesse.
Wobei.
Ahm.
Bae.
Deine Erklärungen SIND von Interesse, die machen tatsächlich vieles verständlicher.
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30.01.2015, 13:12
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Ich anerkenne, dass du das Opfer von Schicksalsschlägen bist, und von ungesunden Familiendynamiken.
Und es blieb dir nichts anderes übrig, als zu wursteln, wie es eben geht, um irgendwie zu überleben.
Das hab ich mir auch schon gewünscht, aber nie bekommen.20 Jahre lang war ich das brave Kind dass trotz schrecklicher Schicksalsschläge immer funktioniert hat und immer selbstverantwortlich war, was hat es mir gebracht?
Ich will jetzt auch endlich all die Vorteile haben, die all diejenigen, die ihren Opferstatus zur Schau gestellt haben, bekommen haben!
Jedes Mal, wenn ich jemanden darauf hinwies, dass mein Leben schwer ist und ich dran zu knabbern habe und die Last gelegentlich auch ZU schwer finde, hiess es in der Regel "Frau bae, Sie haben breite Schultern, Sie schaffen das schon!" oder sowas in der Richtung; einfach betüddelt werden, gab's bei mir nie. keine Ahnung wieso, ich bin zu wenig lieblich, zu wenig hübsch? Oder steht das auf meiner Stirn geschrieben *diese Person kommt allein klar*?
Irgendwann hab ich mich damit abgefunden und mache solche Dinge mit mir selbst ab.
den Vorteil, den ich jetzt davon habe: das Bewusstsein, dass ich nicht auf andere angewiesen bin, dass ich unabhängig bin; und das Bewusstsein, da ich schon einige Stürme überstanden hatte und das grösstenteils allein, dass es eigentlich nichts gibt, wo ich mir nicht eine Lösung zutraue.
Durchhaltevermögen, originelles konsequentes Denken, Resilienz. und wohl noch einiges mehr.20 Jahre lang war ich das brave Kind dass trotz schrecklicher Schicksalsschläge immer funktioniert hat und immer selbstverantwortlich war, was hat es mir gebracht?
gruss, barbara
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30.01.2015, 13:12
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Warum denn Wut?
Ich habe kein Gefühl der Wut, wenn ich etwas nicht glaube und das auch deutlich schreibe.
Ich lebe mit der Gewissheit, dass sich jeder seine Geschichten so hinbiegt, wie es für ihn bequem ist.
Das können handfeste Lügen, kleine Halbwahrheiten, Verbiegungen und Auslassungen sein.
Das ist menschlich, das ist normal.
Mir ist bewusst, dass es nicht forenkonform ist, Zweifel an Schilderungen eines Users zu äußern und ihn möglicherweise aktiv zu widerlegen.
Da gäbe es vermutlich eine deutliche Mod-Ansage.
Das ändert doch aber nichts daran, dass ich Zweifel habe.
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30.01.2015, 13:20
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
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30.01.2015, 13:20
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Aktives Widerlegen ist nicht forenkonform?
Echt?
Und, an sich versuche ich ja, mich bei über mich selbst erzählten Geschichten im schlechtestmöglichen Licht zu präsentieren.
Ja, mir haben in den letzten 2 oder 3 Jahren einige Leute gesagt, dass das eher unüblich sei.
Nur, wenn man sich schon soviel Mühe gibt, sich selbst als so negativ wie möglich (wahrheitsgemäß) darzustellen, und dann wird vom Zuhörer angenommen, man versuche gerade das genaue Gegenteil - ist das so unverständlich, dass man dann zickig wird?
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30.01.2015, 14:17
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30.01.2015, 14:25
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Ernsthaft jetzt - Du hast Dich im zarten Alter von 6 (!) Jahren für
Deinen (welchen?) Unglücks(!)fall selbst verantwortlich gefühlt??
Auch das übersteigert meine Vorstellungskraft bei weitem.
"Schicksalsschläge" sind ein Begriff mit großer Bandbreite und, vor allem,
es gibt keine eindeutig wertende Bedeutung.
So, wie ich Dich gelesen habe, ist bereits der Laissez-faire Erziehungsstil
Deiner Eltern gleichbedeutend mit "Schicksalsschlag".
Dass bei Erwähnung von einem Unglück, dass Dir mit 6 Jahren widerfahren
ist - und gar bei "schreckliche Schicksalsschläge" die Fantasie der User
angeregt wird, ist nicht weiter verwunderlich.
Sowohl ein "Unglück" als auch ein "Schicksalsschlag" sind Ereignisse, die
man benennen kann. Und sei es nur darum, dass man sich ein halbwegs
vorstellbares Bild machen kann im Kontext zu Deinen Ausführungen, welche
sich schließlich alle um diese, für die User nebulösen, Kernereignisse drehen.
Opfer wovon, konkret?Insofern macht das "ich soll mich nicht als Opfer sehen" mich etwas ärgerlich -
ich will doch, dass ENDLICH mal irgendwer anerkennt, dass ich Opfer bin!
Wenn hier geschrieben wird, Du sollst Dich nicht als Opfer sehen, dann sind
damit die erziehungstechnischen Prägungen Deiner Kindheit gemeint.
Erwartest Du ernsthaft, damit auf Verständnis zu stoßen??Und, an sich versuche ich ja, mich bei über mich selbst erzählten Geschichten
im schlechtestmöglichen Licht zu präsentieren.
Nur, wenn man sich schon soviel Mühe gibt, sich selbst als so negativ wie möglich ... darzustellen ...
So sehe ich das auch.
Man muss aus seinen Zweifeln auch kein vorsätzliches Lügenkonstrukt
ableiten, aber man darf die Art der Wahrnehmung durchaus hinterfragen.
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30.01.2015, 14:34
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Nein.
Aber für meinen Umgang damit.
Nein der war mehr das Resultat aus einem solchen.So, wie ich Dich gelesen habe, ist bereits der Laissez-faire Erziehungsstil
Deiner Eltern gleichbedeutend mit "Schicksalsschlag".
Es war aber eben nicht einfach ein Autounfall, es war ein Schicksalsschlag der sich rel. leicht googlen lässt wenn ich den hier beschreibe.Sowohl ein "Unglück" als auch ein "Schicksalsschlag" sind Ereignisse, die
man benennen kann. Und sei es nur darum, dass man sich ein halbwegs
vorstellbares Bild machen kann im Kontext zu Deinen Ausführungen, welche
sich schließlich alle um diese, für die User nebulösen, Kernereignisse drehen.
Und DAS ist mir für außerhalb von PNs zu öffentlich.
Und PN wolltest Du ja nun gerade nicht, wenn ich mich richtig erinnere.
Jup, war ja alles nicht so schlimm........Opfer wovon, konkret?
Wenn hier geschrieben wird, Du sollst Dich nicht als Opfer sehen, dann sind
damit die erziehungstechnischen Prägungen Deiner Kindheit gemeint.
Nein ich dachte das macht man so.........und abgewöhnen ist schwierig.Erwartest Du ernsthaft, damit auf Verständnis zu stoßen??
Denn, wer das anders macht, vermittelt ja evtl. ein zu positives Bild von sich selbst.


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