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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich nicht. Ich sehe das eher als Gleichgültigkeit/Desinteresse.
    Ich bin mir recht sicher, dass es tatsächlich als Vertrauensbeweis gemeint war.

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen

    Zum Beispiel:

    Meine Freundinnen mussten um x Uhr zu Hause sein, weil die Eltern das so bestimmt hatten.

    Ich hingegen musste um y Uhr zu Hause sein (übereinstimmend mit der Zeit die das Jugendschutzgesetz festlegte), und zwar deswegen, weil, wenn ich dies nicht einhielte, meine Eltern SELBST Ärger mit der Polizei bekommen könnten.

    Ah, okay, erstes Beispiel. Wo gab es noch keine Regeln, wo Du eigentlich welche vermutet hättest?

    Wo überall erhielt der Satz "Du bist von nun an erwachsen; wir erziehen Dich nicht mehr; wir fühlen uns nicht mehr für Dich verantwortlich." seinen lebenspraktischen (Gefühls)Gehalt?
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

  3. Moderation

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Einem Kind alles zu erlauben, und sei es "schon" 12, ist eine elterliche Abdankung, eine Verantwortungslosigkeit, potentiell eine Kindesvernachlässigung.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Du siehst es nicht als ein Übermaß an Liebe an, einem Kind tatsächlich ALLES zu erlauben?
    ich bin zwar nicht Parablumeau, gebe aber mal meinen Senf dazu:

    nein, das ist kein Übermaß an Liebe. Das ist vermutlich nur Bequemlichkeit, hat in meinen Augen aber so überhaupt nichts mit Liebe zu tun.
    Würde mich mal interessieren, wie Eltern auf solch abstruse Ideen kommen. War das eine Abart von "antiautoritärer Erziehung"?

    Liebe würde für mich beinhalten, dass Eltern Geborgenheit geben, Hilfe und Freiheit, Zuneigung zeigen, die nicht an Bedingungen geknüpft ist, usw...
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Einem Kind alles zu erlauben, und sei es "schon" 12, ist eine elterliche Abdankung, eine Verantwortungslosigkeit, potentiell eine Kindesvernachlässigung.

    Da geh ich mit. Wir müssten uns nur noch über das Saetiensche "alles" klar werden.
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Naja, mir wurde sehr früh schon gesagt ich sei nun geistig erwachsen und es gäbe keine Erziehung mehr, ich dürfte quasi alles und an Materiellem gab es, was ich mir nur wünschen konnte.


    Auf der anderen Seite war klar, geht das mit den vielen Freiheiten dann schief (z.B. Schulabschluss nicht packen oder so), so wäre das meine Verantwortung.
    Ich wäre schon mit 10 oder 12 nicht auf den Gedanken gekommen, dass meine Eltern in irgendeiner Form zuständig sind, wenn ich z.B. in der Schule absacke.
    Nein, täte ich das, dann wäre ICH ja so dumm, nicht zu lernen, und hätte es nicht besser verdient.
    Zitat Zitat von Saetien
    Und zur Rebellion - ich hätte gar nicht rebellieren können, gegen was denn?
    Es war ja ausdrücklich alles erlaubt, außer eben Sachen, die ich selbst für moralisch schlecht halte.

    Das einzige, was wirklich verboten war, war, gegen das eigene Gewissen zu handeln.


    Sag das mal einem 12-jährigen: Du darfst ALLES, solange Du selbst es nur für richtig hälst.

    Das war es dann mit Rebellion.
    Das einzige, was noch provozieren könnte, wäre, etwas tun was man selbst für falsch hält => von zwei Seiten gefesselt, keine Möglichkeit des Ausbrechens mehr da.

    Ah so...das erinnert mich fast ein wenig an die sogenannte "antiautoritäre Erziehung" der 68ger mit ihren sogenannten "Kinderläden".
    Ich persönlich empfinde das eher als Gleichgültigkeit der Eltern und als totale Überforderung des Kindes, zudem denke ich, dass sich "Liebe" nicht, oder nur zu einem kleinen Teil, an materiellen Dingen bemisst.

    Für mich persönlich bedeutet "Liebe", natürlich dem Alter des Kindes angepasst:

    Beim Neugeborenen und Baby: Befriedigung der Bedürfnisse nach Nahrung, Wärme, Schlaf, Sicherheit, Geborgenheit und Körperkontakt.

    Beim Kleinkind in der Trotzphase, also im Alter von ca. 3 - 4 Jahren, wenn es anfängt, seinen eigenen Willen zu entdecken: Die Trotzanfälle des Kindes "aushalten" und das Kind dabei zu unterstützen, kleine eigene Entscheidungen zu treffen (z.B. ob es zum Frühstück Müsli oder Brot essen möchte).

    Im Schulalter: Interesse zeigen an dem, was das Kind in der Schule lernt, nachfragen, ob es zurecht kommt und, falls es Schwierigkeiten gibt, Hilfe anbieten, außerdem seine Interessen außerhalb der Schule unterstützen.

    In der Pubertät: Dem Kind vermitteln, dass es "in Ordnung" ist, auch wenn es selber durch die körperlichen und seelischen Veränderungen vielleicht verunsichert ist; bei Fragen und für Diskussionen zur Verfügung zu stehen, außerdem gewisse Grenzen setzen in Bezug auf z.B. Drogen, riskantes Verhalten, etc., aber ansonsten Freiheiten zu lassen.

    Ich denke, es ist der Job der Eltern, dem Kind soweit wie möglich Entscheidungsfreiheit zu lassen, aber auch die eigene Meinung zu äußern und bei schädlichem Verhalten klare Grenzen zu setzen, und es auszuhalten, wenn es dann Konflikte gibt (ich kam mir damals gegenüber unseren Kindern manchmal vor wie eine Art "Gummiwand", die zwar etwas nachgibt, aber stehen bleibt, wenn das Kind im wilden Trotzanfall oder bei seiner Rebellion dagegen anrennt. Es war sehr anstrengend ;)

    Bei unseren erwachsenen "Kindern" versuchen wir als Eltern, ihnen zu vermitteln:

    Wir interessieren uns für Dich und nehmen gerne Anteil an Dir und Deinem Leben,
    wir lassen Dich Deine eigenen Entscheidungen treffen, aber sind für Diskussionen offen und sagen auch unsere eigene Meinung, wobei die letzte Entscheidung bei Dir liegt,
    wir stehen hinter Dir und sind als "Basis" für Dich da, wenn Du uns brauchst,
    wir lieben Dich.

    (Z.B. hat unser ältester Sohn vor ein paar Jahren eine weitreichende Lebensentscheidung getroffen, die wir als Eltern für sehr bedenklich hielten, wir haben ihm mehrmals ganz offen unsere Gedanken dazu gesagt, ihn aber letztendlich so machen lassen, wie er das wollte, denn er meinte, "es wäre sein Leben und er wollte es so leben, wie er es für richtig hält"). Er weiß aber, falls es Schwierigkeiten geben sollte und er uns brauchen sollte, dass wir dann da sind.

    Natürlich gab es auch immer Phasen, wo wir als Eltern an unsere Grenzen gestoßen sind und auch mal so reagiert haben, wie wir es im Nachhinein eigentlich nicht in Ordnung fanden. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ;)

    Das sind meine persönlichen Gedanken zum Thema "Liebe zu Kindern", selber habe ich das meiste davon als Kind leider nicht so erlebt, und habe lange Jahre in Therapie und auch sonst an mir gearbeitet und versucht, es ein wenig "anders" zu machen...

    Vor einiger Zeit habe ich meine Söhne mal gefragt, wie sie denn eigentlich unsere Erziehung so fanden, und sie meinten "ganz ok" ;)
    Da habe ich innerlich gedacht "puhhhh, Glück gehabt!" ;)
    Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!

    Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Die Eltern HABEN doch Regeln aufgestellt, was das Wegbleiben anging.
    Sie haben sie aus den Jugendschutzgesetzen rekrutiert, was doch völlig in Ordnung ist.

  8. gesperrt

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Och, die Idee dahinter kann man schon verstehen, finde ich.
    Welcher Teenager will nicht gern von den Erwachsenen als Miterwachsener gesehen werden?
    Wollte ich als Teenager ja auch.

    Und wenn man als Teenager diesen Wunsch nicht erfüllt bekam, erfüllt man ihn eben dem eigenen Kind, wenn das in dem Alter ist.



    Wo gab es noch keine Regeln:

    -Zimmer aufräumen: Komplett meine Verantwortung
    -Essen: Es gab das, was mir schmeckte. Fast ausschließlich.


    Wo setzt man denn Teenagern sonst noch Grenzen?

    An Besäufnissen hatte ich von selbst kein Interesse, auch nicht an weit entfernten Konzerten.

    Aber auch z.B. Zigaretten wurden nicht verboten, man verließ sich darauf, dass ich so dumm schon nicht sein würde.

  9. gesperrt

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Die Eltern HABEN doch Regeln aufgestellt, was das Wegbleiben anging.
    Sie haben sie aus den Jugendschutzgesetzen rekrutiert, was doch völlig in Ordnung ist.

    Der einzige Grund für das Aufstellen einer Regel war aber, dass DIE ELTERN Ärger mit der Polizei bekommen könnten!


    Andererseits frage ich mich auch, welche Regeln hätten sie setzen sollen?

    An klassischerweise verbotenen Sachen hatte ich so und so nicht viel Interesse, und das Internet - und Handythema gab es in dem Ausmaß noch nicht damals.


    Allerdings, bei quasi all meinen Freundinnen waren die Eltern in irgendeiner Form hinter den Schulnoten her - bei meinen ging das in die Richtung, ich sei alt genug um zu wissen ob ich lernen solle oder nicht.

    Versetzung war nie gefährdet, vorher sahen sie keinen Handlungsbedarf.

    Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich das für falsch halte.

  10. gesperrt

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    AW: Woher Motivation für Stil nehmen?

    Ich formuliere anders.

    Hätte ich beispielsweise Drogen genommen, hätte es den Ärger nicht für den Konsum gegeben, sondern für die Dummheit dabei.
    Die Verantwortungslosigkeit.
    Also das Teenagertypische.

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