Vielleicht sagt Dir das Konzept "Ich" "Es" und "Überich" etwas?
Das "Es" ist das innere gefühlsmäßige Unbewußte.
Der Begriff des inneren Kindes trifft das nicht unbedingt so ganz, aber ungefähr ist das damit gemeint.
Die Aggressivität hier kann ich gut nachfühlen, denn es geht um den verletzlichsten Teil in uns. Gerade, wenn das sehr verletzt wurde in der Kindheit und wenn man als Kind ohnmächtig war, dann wird man das als Erwachsener besonders stark in sich verbergen und schützen. Es kann schon sehr viel Angst machen, was passieren würde, wenn dieses innere Kind all seine Verletzungen und Frustrationen in erwachsener Weise ausleben würde.
Deshalb finde ich das so beachtenswert: gerade diese Aggressivität könnte auf sehr viel Angst vor dem, was da verschüttet und vergraben ist, hindeuten. Wenn man sich dem als Erwachsener nicht gewachsen fühlt, dann ist die Aggressivität den Aufdeckungsdentenzen oder Forderungen danach gegenüber sehr verständlich. Genauso wie der Wunsch, dieses Etwas in einem selbst möge tot sein und nie wieder kommen.
Bei der Arbeit an diesem Inneren (muss man ja nicht unbedingt Kind oder Es nennen) kann man aber erfahren, dass man dem nicht schutzlos ausgeliefert ist, dass die Gefühle einen nicht zerstören würden, würde man ihnen einen Schutzraum als Erwachsene geben, in dem sie angesehen und verändert werden können. Man kann die angstmachende Kraft sogar ganz im Gegenteil sehr positiv für sich selbst nutzen - zum Beispiel zur Motivation.
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28.01.2015, 14:25
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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28.01.2015, 18:58
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Manchmal frage ich mich, ob ich mich so unverständlich ausdrücke, ob hier einfach sehr viele ihre eigenen Probleme auf mich projizieren, oder ob das alles daran liegt dass wir uns in real nicht kennen.
Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie irgendeinem Gefühl aus dem Weg gegangen!
Im Gegenteil, ich habe immer größten Wert darauf gelegt, sobald ich irgendwas gefunden habe, was auch nur im Ansatz so aussah, als könne es ein Gefühl sein was ich nicht fühlen will, mich dem auszusetzen!
In einem eher auffälligen Ausmaß sogar - ganz gezielt seit irgendwann in meiner Kindheit, als ich eine Doku gesehen habe (die ich nicht ganz verstand) über die schrecklichen Folgen von Verdrängung.
Seitdem habe ich großen Wert darauf gelegt, nie auch nur das winzigste Fitzelchen zu verdrängen.
Also, netten Dank, aber das "sie hat Angst vor ihren Gefühlen" trifft einfach nicht zu.
Und, dieses Prokrastinationsphänomen kenne ich aus dem Alltag, allerdings sicher nicht von seelischen oder emotionalen Dingen.
Ist eher andersrum, solange nicht alle seelischen Probleme zufriedenstellend gelöst sind, kriege ich kaum Alltagskram auf die Reihe (außer, es ist Druck dahinter).
lieb haben usw. hatte ich als Kind genug - was ich gebraucht hätte wären nicht NOCH MEHR positive Verstärker und noch mehr lieb haben, sondern einfach mal ganz nüchtern unemotionale Erziehung.
Warum soll ich das innere Kind (ähm ja.......) mit NOCH MEHR von dem überhäufen, von dem es als Kind schon viel zu viel hatte?
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28.01.2015, 19:11
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Zu viel Liebe!
Was für ein Schicksal!
Was für eine Wendung in dieser Daily Soap!
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28.01.2015, 19:16
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Vielleicht müsste man hier erst einmal definieren, was unter "Liebe" zu einem Kind zu verstehen ist und wie diese sich äußert, bwz. wie Du die "Liebe, von der Du als Kind zu viel bekommen hast", definierst ?
Eine Diskussion kann ja nur sinnvoll sein, wenn alle die gleichen Begrifflichkeiten verwenden bzw. wenn klar ist, was jeder unter den verschiedenen Begriffen versteht.
Und bei der Formulierung "nüchtern unemotionaler Erziehung" kann ich nur vermuten, was damit gemeint sein könnte...Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!
Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!
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28.01.2015, 19:17
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28.01.2015, 19:21
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Naja, mir wurde sehr früh schon gesagt ich sei nun geistig erwachsen und es gäbe keine Erziehung mehr, ich dürfte quasi alles und an Materiellem gab es, was ich mir nur wünschen konnte.
Auf der anderen Seite war klar, geht das mit den vielen Freiheiten dann schief (z.B. Schulabschluss nicht packen oder so), so wäre das meine Verantwortung.
Ich wäre schon mit 10 oder 12 nicht auf den Gedanken gekommen, dass meine Eltern in irgendeiner Form zuständig sind, wenn ich z.B. in der Schule absacke.
Nein, täte ich das, dann wäre ICH ja so dumm, nicht zu lernen, und hätte es nicht besser verdient.
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28.01.2015, 19:22
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28.01.2015, 19:24
AW: Woher Motivation für Stil nehmen?
Und zur Rebellion - ich hätte gar nicht rebellieren können, gegen was denn?
Es war ja ausdrücklich alles erlaubt, außer eben Sachen, die ich selbst für moralisch schlecht halte.
Das einzige, was wirklich verboten war, war, gegen das eigene Gewissen zu handeln.
Sag das mal einem 12-jährigen: Du darfst ALLES, solange Du selbst es nur für richtig hälst.
Das war es dann mit Rebellion.
Das einzige, was noch provozieren könnte, wäre, etwas tun was man selbst für falsch hält => von zwei Seiten gefesselt, keine Möglichkeit des Ausbrechens mehr da.
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28.01.2015, 19:28
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28.01.2015, 19:32



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