Wäre ich in dieser Situation würde mir ein Beitrag wie dieser
sehr gut tun und weiterhelfen.
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04.01.2015, 10:04Inaktiver User
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
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04.01.2015, 10:47
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
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04.01.2015, 11:05
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
Liebe TE,
verständlich, dass es Dir schlecht geht.
40 Jahre sind eine sehr lange Zeit, sagen aber dennoch nicht viel
aus über die wirkliche Qualität einer Ehe und über die Tiefe der
seelischen Verbundenheit.
Oftmals bleibt gerade in dem sehr langen Lebensabschnitt der
Familien- und Existenzgründung, der Sicherung des Lebensstandards
und der "Aufzucht" der Kinder die eigentliche Paarbeziehung auf der
Strecke. Man steckt alle Energie in den Mikrokosmos "Familie" und
die damit einhergehende Verantwortung für dieselbe.
Ich finde es also weder verwunderlich noch außergewöhnlich, dass
bei Euch jetzt vieles an die Oberfläche kommt, was anscheinend
jahrelang nicht gesehen wurde.
Du selbst bestätigst einen Widerspruch:
Du wähntest Euch "glücklich verheiratet", räumst aber gleichzeitig
ein, dass "vieles geschluckt wurde" dem lieben Frieden, sprich,
der Systemerhaltung, zuliebe.
Es liegt in der Natur der Sache, dass Unzufriedenheiten und die damit
einhergehenden Emotionen sich nicht auf Dauer unterdrücken lassen.
Was sich jetzt zeigt, sollte ehrlich von Euch beiden angeschaut und
vor allem ernst genommen werden, ohne innere Vorwurfshaltung oder
gar Schuldzuweisungen. Eine offene Bestandsaufnahme, ggfs. auch mit
therapeutischer Begleitung, wird Euch dabei helfen, herauszufinden, ob
noch genügend Substanz vorhanden ist, um die Ehe weiterführen zu
wollen.
Wie auch immer - die vergangenen 40 Jahre haben Dich und Deinen
Mann geprägt, Ihr befindet Euch in vertrauten Gewässern ... was aber
kein Grund sein sollte, zu hinterfragen und neu zu bewerten.
Die Reha-Auszeit wird Dir bestimmt gut tun im Sinne einer "Ersten Hilfe",
aber danach wartet die eigentliche "Arbeit" auf Euch.
Alles Gute wünsche ich Dir!
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04.01.2015, 11:21
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
Dass sie schauen muss, was ihr guttut, stelle ich ja gar nicht in Abrede. Es kann aber auch hilfreich sein, die Hintergründe des Ganzen zu beleuchten.
Ich kann mir auch vorstellen, dass die Krankheit bzw. bestimmte Beschwerden der TE psychosomatisch sind. Sie hat ja auch etwas in der Art geschrieben (psychosomatische Klinik). Das zeigt, dass ihr die Ehe vielleicht schon längere Zeit nicht guttut.
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04.01.2015, 11:28Inaktiver User
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
Hallo liebestoll,
in diesem Forum wird sehr ausgiebig über narzisstische Persönlichkeitsstörungen geschrieben- es ist also ein durchaus größeres Thema hier im Forum.
Mir wird dabei viel zuviel und viel zu schnell dieser Stempel vergeben.
Unabhängig davon, dass sowieso jeder von uns JEDEN Persönlichkeitsanteil in sich trägt (damit auch JEDER einen gewissen Narzissmus in sich hat!)- wird dann halt sehr schnell gleich in diese Kiste gegriffen- das Verhalten muss nur nervig genug sein
(ist halt mein Eindruck).
Der Punkt bei allem ist-- WAS hilft einer TE denn so eine "Diagnose"??
1. ist es keine!
2. wird durch solche Zuschreibungen sofort der Andere in eine Schublade gesteckt, die es viel schwerer macht noch "normal" über Zustände, Umstände und Verhalten nachzudenken.
3. wird so die Chance genommen darüber nachzudenken, dass dieser Mann vielleicht ja absolut normal ist!?? Vielleicht ist sein Verhalten nur der Ausdruck von absoluter Hilflosigkeit?
Seien wir doch ehrlich-- sobald es in einer Beziehung nicht mehr funktioniert, wird doch sowieso alles hergeholt, was den anderen deklassiert und einen selber erhöht!
Die Frage nach der eigenen Verantwortlichkeit wird weit weg geschoben- man ist ja "der Arme" und der andere "der Böse".
Und noch was:
selbst wenn der Mann nun "persönlichkeitsgestört" WÄRE:
Hat sowas tatsächlich eine andere Handlungsweise?
Es geht doch so oder so darum, zuerst einmal zu erkennen, was die TE braucht und möchte.
Der Mann-- spielt in dem Ganzen- zuerst einmal eine ganz untergeordnete Rolle.......meine Meinung
LEtztlich ist es doch ganz einfach:
Ihr geht es schlecht- sie muss nach SICH sehen!........und bestimmt nicht in anderen Gefilden suchen gehen
lg kenzia
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04.01.2015, 11:28Inaktiver User
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
Alles ist immer psychosomatisch, es sei denn, jemand wäre in der Lage, seinen Organismus zu verlassen.
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04.01.2015, 12:30Inaktiver User
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04.01.2015, 15:08Inaktiver User
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
dazu ist te, meiner meinung nach, zum momentanen zeitpunkt überhaupt nicht in der lage.
sie sollte auf sich schauen, die reha in anspruch nehmen und dort an hilfsangeboten mitnehmen was ihr möglich ist.
bei einer solch hochdosierten schmerzmedikation (opiate) ist ihre erste baustelle: sie selbst.
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04.01.2015, 17:44
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
Da der wertvolle Hinweis, auch eine mögliche narzisstische Komponente mitzubedenken, hiermit umfänglich an die Frau gebracht worden ist, bitte ich darum, sich im Weiteren enger ans Thema der TE zu halten.
Danke
, Mary/Moderation
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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04.01.2015, 18:25
AW: Trennung nach 40 Jahren Ehe, ich drehe durch
@ Callista:
Ich füge mal die Sätze von Dir hier ein, die mich sehr betroffen machen:
Ich bin schon so angespannt, daß ich zittere beim bloßen Gedanken daran, wann ich das nächste Mal ungeschickt bin. Ich bin in Behandlung bei einem Schmerztherpeuten weil ich seit 2 Jahren Schmerzen habe für die es eigentlich keine Ursache gibt, und nur noch Opiate helfen. Ich nehme nicht nur heftige Schmerzmittel, sondern auch Psychopharmaka gegen Depressionen, inzwischen habe ich einen Medikamentencocktail beisammen, der einen Bär umhausen würde.
Ich soll jetzt in eine psychosomatische Klinik, damit die mir evtl. helfen können, beim Vorgespräch mit dem Therpeuten kam auch die familiäre/partnerschaftliche Situation zur Sprache und da kam sich mein Mann, der beim Gespräch dabei war, angegriffen und verunglimpft vor und hat schon auf der nachhausefahrt keinen Ton gesprochen, hat gemeint, ich müßte jetzt einiges dazu sagen und die Aussage, daß wir uns zur Zeit nerven und deshalb streiten zurück nehmen, es sei alles meine Schuld. Er mache keine Fehler, habe mich immer gut und wie ein rohes Ei behandelt und ich sei unmöglich.
Liebe Callista, Du nimmst so viele Medikamente, um "funktionionieren" zu können, obwohl Du am Limit bist!
Dein Mann macht keine Fehler - das sagt wohl Alles!
Du wirst durch ihn unter Druck gesetzt und bist sicher schon lange verunsichert.
Eine Reha würde Dir guttun - aber Du selbst mußt wissen, was für DICH das Beste wäre.
LG und viel Kraft und Mut für Dich und eine
Wer auf andere Menschen zugeht, kann sich auch selbst begegnen! Liebe heißt, die Stärken anzuerkennen und die Schwächen zu umarmen.


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