nein. es gibt keinen kleinen trick- sondern wenn du nicht für dich selbst einstehen kannst, deinen boden behaupten kannst- dann bleibt nur:
a) sich weiterhin als everybodys darling sich als everybodys depp zu fühlen.
b) andere menschen und einen neuen versuch starten.
denn bei deinen jetzigen bekannten- die kennen dich bereits und wissen wie sie ihre interessen locker flockig bei dir durchbekommen.
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03.01.2015, 13:48Inaktiver User
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
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03.01.2015, 13:50
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
Gute Frage.

Ich sage nicht immer was. Nur, wenn es gute Bekannte/Freunde sind, die wirklich in meinen engeren Kreis gehören. Dann gebe ich mir schon Mühe. Ich versuche eine gute zwischenmenschliche Beziehung aufzubauen mit Leuten, die ich auf Anhieb mochte. Ich höre erst zu, dann hinterfrage ich bestimmte Sachen. Und ich sage dazu dann meine Meinung. Das kommt nicht immer gut an. Ich erlebe dabei schon auch haarige Konflikte. Einmal kam es dabei hart auf hart. Die Freundin wollte mir fast die Freundschaft kündigen. Ich sagte ihr, dass es ihre Entscheidung ist. Ich bin ehrlich und werde es bleiben und ich meine es nicht böse. (stark gekürzt
). Sie entschied sich für die Freundschaft
Unsere Freundschaft wächst seit dem und es ist schön.
Es kostet schon Mühe. Du musst sehen, ob dir diese Menschen das wert sind. Meine Freundin (die ich eben beschrieb) ist mir das wert, weil sie sehr viele positive Charaktereigenschaften hat und wirklich eine ganz Liebe ist.
Es gibt aber auch die Erlebnisse, wo ich dann den ein oder anderen Witz dazu reiße. Wenn wir z.B. mit mehreren im Restaurant sind und die Frauen dann bestellen... Das ist oft sooo witzig, wenn man mal genau hin hört. Die mögen z.T. übertrieben gesagt ja Tomatensalat aber ohne Tomaten. Und jede will was anderes. Die Kellner müssen echt multitaskingfähig sein. Ich werde dann auch mal zynisch, aber eher unterschwellig. Intelligente Leute hören das aber und lachen auch darüber.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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03.01.2015, 13:54
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
GAnz so ist es nicht. In diesem Fall gab es dann schon Gezicke, ich hatte auch Kompromisse vorgeschlagen.
Als Aufopferung habe ich es nicht empfunden, es hat mich nur etwas genervt, dann habe ich gute Miene zum komischen Spiel gemacht.
Aber als es dann nochmal so lief, habe ich mich abgegrenzt und auch dieses eine Beispiel wieder angebracht - und es gab als Antwort nur: "Du hattest doch dann auch Spass".
Dann war die Person beleidigt.
Richtig. So ist es wahrscheinlich. Ich habe das so eingeleitet, dann stand dem wohl nichts mehr im Weg um die Regel zu werden.
Ich sollte wohl auch bei Kleinigkeiten konsequenter werden.
Das ist wohl so.
Das verstehe ich leider nicht.
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03.01.2015, 14:01Inaktiver User
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
du siehst dich -zitat aus deinem posting- so nicht.
a) wie nehmen dich deine leute um dich herum wahr?
b) wie siehst du dich selbst?
c) wie möchtest du gerne wahrgenommen werden?
d) was sind für dich tugenden? die können in der wahrnehmung anderer durchaus zeichen von schwäche darstellen- ständiges nachgeben etc.
und diese vier beschreibungen, die von unterschiedlichen menschen kommen- als pauspapier übereinander gelegt- bleiben vermutlich bis wahrscheinlich immer noch blinde flecken. wenn diese andern menschen so völlig anders in ihren werten sind- ist es deine entscheidung- ob dir die freundschaft/beziehung mehr gibt oder mehr nimmt.
sie müssen sich nicht verändern. du auch nicht. durchaus möglich, auch wenn ihr euch schon jahrhunderte kennt- es eben auch mal nicht mehr passt.
denn es piekt dich. es stört dich. dann überlege dir- was du willst. ob die ehemals gemeinsame basis noch tragbar ist.
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03.01.2015, 14:05
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
Oh verflixt, der Strang ist mir davongelaufen, während ich die Antwort geschrieben habe. Ich lass es erst mal so stehen, aber meine Antwort bezieht sich aufs Ursprungsposting.
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Es ist richtig, den Leuten zu sagen, was du willst, und zwar konkret und in jedem Fall, wo es dir wichtig ist. So trennst du die Spreu vom Weizen. Auf etwas, daß du nicht klar machst, kann niemand Rücksicht nehmen.
Vielleicht empfindest du die Leute als unkompliziert, weil sie wissen, was sie wollen und das auch sagen, und dir den Aufwand sparen, Entscheidungen zu treffen und dabei noch für sie mitzudenken? Nur treffen sie dann eben auch Entscheidungen und erwarten, daß es dann so läuft, wie sie es sich denken, wenn du es vielleicht gerne anders hättest.
Wobei du an die pflegeaufwendigen Exemplare dieser Gattung zu geraten scheinst, die ständig irgendwelche Ausflüchte mit sich rumschleppen, warum es nach ihrem Willen gehen muß. Vielleicht legst du andere Maßstäbe an "nicht gut gehen" an und behandelst sie wie altersgeschwächte Lieblingstanten oder kranke Katzen, da ja jemand, der freiwillig zugibt, nicht 100% auf Rolle zu sein, schon pflegebedürftig sein muß? Während es für die anderen vielleicht einfach ein stinknormales Argument oder sogar nur eine Begründung ist. "Ich hatte einen Dreckstag, ich brauch was hirntotes, laß uns vegetieren." -- das kann auch heißen, "Bemitleide mich ein bißchen und mach einen Gegenvorschlag".
Dritter Ansatz, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die Leute tun, wovon sie gelernt haben, daß die Welt so läuft und ihr Verhalten funktioniert und du tust, wovon du gelernt hast, daß die Welt so läuft und dein Verhalten funktioniert -- nur funktioniert euer beider Verhalten im Moment für sie, aber nicht für dich.
Und da würde ich es anpacken. Was sind die typischen Situation? Wie reagierst du da? Welche anderen Möglichkeiten, zu reagieren, kannst du dir ausdenken? Kannst du sie umsetzen? Wenn nein, warum nicht? Was müßte anders sein, damit du es kannst? Kannst du es so einrichten, daß es anders ist? Welchen Mustern emotionaler Erpressung siehst du dich ausgesetzt und warum funktionieren die? Eine Erpressung funktioniert nur, wenn der Erpreßte die Drohung überhaupt wahrnimmt (dumm stellen), wenn er sie als Bedrohung wahrnimmt (unangreifbar darstellen), glaubt, daß der Erpresser sie umsetzen will, kann und wird (zweifeln oder lachen), und den angedrohten Schaden als schlimmer empfindet als die Folgen des Nachgebens. Wenn das letzte nicht mehr gegeben ist, steht der Erpresser ganz schnell im Unterhemd da. Er kann sich noch rächen, aber er kriegt nicht mehr das, was er eigentlich will. Denn wenn er es eigentlich gewollt hätte, seinen ganzen Geburtstag lang zu heulen, hätte er das tun können, ohne erst mit dir zu verhandeln, daß du zu seinem Geburtstag kommen mußt, weil er sonst den ganzen Tag heult.
Also erst mal: Wissen, welche Optionen man hat, wissen, was einem wichtig ist, seine Kämpfe auswählen, sich nicht fürchten. Dann, entschieden auftreten, eigene Präferenzen klarmachen, dran bleiben, Erpressungen aushebeln, und zwar immer am realen, konkreten Fall, nicht in großen Grundsatzdebatten. Die gutartigen Gewohnheitstäter, die andere nur überbügeln, weil sie immer davon ausgehen, für alle Planungen zuständig und verantwortlich zu sein, reagieren da sehr gut drauf. (Muß an aber immer wieder machen!)
Wenn du aber den Eindruck hast, die Leute fechten das bis zu verbrannter Erde aus, machen dich runter, um sich selber zu erhöhen, sind so zänkisch, daß mit ihnen kein Auskommen ist -- kurzerhand, sie machen keine Freude -- dann sag ihnen das und such dir andere. Und suche unter den Stillen, nicht unter den Lauten, auch wenn die Lauten leichter zu finden sind und dir das emotionale Risiko abnehmen, den ersten Schritt zu machen.Geändert von wildwusel (03.01.2015 um 14:07 Uhr) Grund: Ja wo laufen sie denn?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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03.01.2015, 14:31
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
@Brighid - danke, das habe ich jetzt so verstanden. das macht sinn, vor allem, die Diskrepanz in der Wahrnehmung
@wildwusel - danke sehr. Dein Beitrag ist sehr erhellend und ich werde ihn noch mehrmals lesen.
Hatte gerade auch ein passendes Telefonat.
Es stimmt wohl, dass man sich manchmal auch einfach trennen muss. Die Person, die ich angesprochen habe, hat das gar nicht verstanden, sondern immer nur die eigene Position wiederholt und auch gemeint, dass ihre Kollegen sie so toll finden.
Als ich ihr dann gesagt habe, dass ich einfach anders leben will und andere Werte habe, ihren Aussagen nicht zustimmen kann - da war sie dann beleidigt und meinte, wir sind dann eben nicht mehr befreundet.
Es gab einen konkreten Konflikt und sie meinte, dass es zuerst ihr passen muss, erst dann uns beiden. Da habe ich dann einfach gelacht, konnte nicht anders, und gesagt, nein, es muss vor allem uns beiden passen, ausser sie macht es alleine. Dann kann sie es so machen wie sie will. Bei gemeinsamen Unternehmungen komme ich immer gerne entgegen, aber erwarte es auch von ihr, weil ich keine Pappfigur bin die man nach Belieben einsetzen kann.
Sie war sichtlich erstaunt, aber mir ist es jetzt egal.
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03.01.2015, 14:40
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
Darf es ja sein. Darf ja wehtun. Man ist ja weder ein Fels noch eine Insel.
Aber genau deswegen führt es zu nichts Gutem, sein Leben darauf einzurichten, daß einem nie was wehtut. Das ist, als liefe man vor seinem Schatten davon.
Aber idealerweise ist man doch bei den wichtigen Dingen mehr oder weniger auf einer Schiene -- gerade bei Freunden oder Partnern, die man sich ja nun aussuchen kann. Das ist kein Spiel, wo immer einer kriegt was er will und der andere nachgibt, auch nicht im Wechsel, sondern wo man auf der Basis seiner Gemeinsamkeiten Wege findet, daß beide kriegen, was sie wollen.
Das funktioniert selbst mit Katzen. Ich mag es, mich mit ihnen zu beschäftigen, sie mögen es, wenn ich mich mit ihnen beschäftige. Wäre dem nicht so, hätte ich keine Katzen. (Zum Tierarzt mögen wir alle nicht.)
"Ich hab den Eindruck, du wirst langsam etwas einseitig in Geschmacksfragen. Ist es das, was du willst?"Geändert von wildwusel (03.01.2015 um 14:49 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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03.01.2015, 15:41
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
So mache ich das auch. Ich rede darüber und lasse dann die Wahl, aufeinander weiter zu zugehen oder es eben zu lassen.
Was ich ganz unglücklich finde ist, in der jeweiligen Situation eine Diskussion zu beginnen. Vor allem, wenn noch andere dabei sind. Ich selber wurde schon als Unbeteiligte in solche für mich quatschigen Diskussionen und Streitereien einbezogen. Das ist unangenehm für die Leute, die sich mit so einem Gezicke nicht in Verbindung bringen können. Ich will dann gar keine Partei ergreifen, ich will darüber dann einfach in dem Moment nicht reden. Ich selber finde in freundschaftlichen Gesprächen viel mehr raus, als es eine brenzlige Situation je ermöglichen könnte.
Das hast du im Prinzip ja eben auch telefonisch so gemacht.
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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03.01.2015, 15:50
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
Und wie wird darauf reagiert?
Es stimmt schon, im Wesentlichen muss man GEmeinsamkeiten haben. Aber ganz deckungsgleich werden diese nie sein.
Zickereien in der Situation kann ich auch nicht leiden. Und wenn Dritten berichtet wird. Zu gemeinsamen Freunden soll man gar nichts sagen, finde ich.
Ja, ich habe es eben am Telefon so gemacht, aber hatte kein gutes Ergebnis erzielt, leider. Sondern erst REchtfertigungen und als ich darauf nicht eingestiegen bin dann Wut und Schmollen.
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03.01.2015, 15:51Inaktiver User
AW: Was ziehe ich egoistische Menschen an - was soll ich von ihnen lernen?
Ja, mehrere - mein Freund z.B., und eine sehr gute Freundin :). Ich sehe das aber nicht ausschliesslich negativ, sondern auch als eine Fähigkeit, die -richtig angewandt -sich als durchaus zielführend erweisen kann. In gewissen Grenzen natürlich.
Der eigene Beitrag dazu ist (zumindest bei mir): Kompromisse statt win-win-Situationen zu suchen, anderen Vorlagen zu geben, die eigenen Interessen durchzusetzen. Oft liegt der Kern des Übels darin, eine Frage zu stellen, statt eine Aussage zu formulieren, also:"sollen wir lieber indisch essen gehen? Obwohl du ja italienisch lieber magst?" Anstatt: "Ich würde mich riesig freuen, mal wieder mit dir indisch essen zu gehen."
Lies mal "Miteinander reden" von Schulz von Thun, ich fand das sehr erhellend. Und übe dich in "ich"-Botschaften.Geändert von Inaktiver User (03.01.2015 um 15:56 Uhr) Grund: Ergänzung



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