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    AW: Emotionslose Familie

    Zitat Zitat von Lavendulara Beitrag anzeigen
    Aber ist verdrängen denn besser? Ich bin froh, dass es endlich mal rauskam. Das ist ja das, was der Therapeut immer "verlangt" hat. Dass ich es fühle und dann loslassen kann.
    Dass du froh darüber bist, kam aber nicht rüber.

    Dann wäre ja eigentlich alles gut.

    Viele Menschen empfinden gerade Weihnachten diese Gefühlsmomente. Und diese im Zusammenhang mit einer sehr großen Erwartungshaltung an alle Beteiligten (Verwandten). Das ist eigentlich etwas, was man mal relativieren sollte. Wenn sonst, also im Alltag, vieles einfach ignoriert und übergangen wird, dann kommt es eben an solchen Tagen zum Vorschein.

    Kommunikation kann man aber immer führen. Man muss es nur mal angehen.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Emotionslose Familie

    Zitat Zitat von Lavendulara Beitrag anzeigen
    Ich dachte echt schon, dass ich mehr geschafft hätte. Meine Mutter hat sich sogar wirklich mal vor einigen Monaten in einem Brief entschuldigt und geschrieben, dass sie keine gute Mutter sein konnte. Sie hat, das vermute ich nur, keine gute Kindheit gehabt. Sie redet nicht drüber.

    Und selbst diese Entschuldigung brachte in mir die Erkenntnis hervor: es ist egal, was sie getan oder gemacht hat. Und es ist egal, ob sie sich dafür entschuldigt oder nicht: es wird immer ein Teil von mir sein und ich bin die einzige, die das heilen kann.
    So weit war ich schon. Und dann dieser krasse Rückfall.
    Das ist schon sehr selten, dass Eltern überhaupt in der Lage sind, darüber zu reden. Gerade die ältere Generation kann das gar nicht (meine Eltern).

    Schade, dass es für dich nun so egal ist...
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Emotionslose Familie

    Zitat Zitat von Lavendulara Beitrag anzeigen
    Der Therapeut versucht immer wieder, dass ich es fühle. Er hat mal gesagt, dass meine Mutter mich von Anfang an gehasst haben muss.
    Absolute Kompetenzüberschreitung. Mich wundert bei Therapeuten manchmal nichts mehr. Sind halt auch nur Menschen.

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    AW: Emotionslose Familie

    ich kann nur sagen, was mir geholfen hat: Tanztherapie (also Körperpsychotherapie) und immer wieder mal ein Systemstellen. Und die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte bzw. der zeitgenössischen Geschichte dieser Generation z.B. mit Büchern wie "die vergessene Generation". Aber die Phase kam viel später. Diese Entwicklung zog sich durch mein halbes Leben.

    Erst war die Körpertherapie mit ihrem systemischen Ansatz wichtig, weil es da viel um Wahrnehmung, Achtsamkeit, Selbstannahme, Selbstliebe und Aussöhnung mit dem inneren Kind ging. Auch Kunsttherapie kann da eine sehr gute Methode sein. Je nachdem, wo man sein Tor zur Seele hat.
    Generell wirken kreative und Körpertherapien anders als die klassischen Therapien, in denen der Prozess praktisch ausschließlich übers Reden läuft, weil diese ganzheitlichen Therapieformen nicht so problemorientiert arbeiten und der innere Zensor durch das spielerische Element umgangen wird.

    Die Erkenntnisse waren für mich dadurch spürbar und nicht nur auf der Verstandesebene. Die Lösungen bzw. Erkenntnisse fanden praktisch auf sehr tiefer Ebene statt. Deshalb sind die Abstände bei diesen Therapieformen zwischen den Sitzungen auch wesentlich größer als bei den klassischen Redetherapien. Dadurch werden solche Formen auch wieder bezahlbar, denn eine Kassenleistung sind sie in ihrer ambulanten Form nicht.

    Das System- oder auch Familienstellen empfehle ich nur innerhalb eines therapeutischen Rahmens zur Aufarbeitung hat, da der Markt sehr unübersichtlich ist. Gerade zu klassischen Therapien kann dies eine gute Ergänzung sein.
    Geändert von Amelie63 (02.01.2015 um 10:13 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  5. Inaktiver User

    AW: Emotionslose Familie

    Lavendulara, wie ist das denn gekommen, dass Du als Kind zu Deiner Großmutter gezogen bist?

  6. Inaktiver User

    AW: Emotionslose Familie

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Absolute Kompetenzüberschreitung. Mich wundert bei Therapeuten manchmal nichts mehr. Sind halt auch nur Menschen.
    ... vielleicht wollte er auch etwas rauskitzeln ... (fällt mir gerade ein, wenn ich das noch einmal lese). Falls das die Absicht war, hätte er es allerdings sicher anders formuliert. ... vielleicht tat er das sogar?

    Ich will den Therapeuten nicht verteidigen - doch es ist ja immer auch erstaunlich, was WIR selbst manchmal HÖREN bzw. verstehen, wenn ein Trigger getroffen wird.

    Amelie, ähnlich wie du, habe ich auch z. B. körpertherapeutisch gearbeitet (SKAN), empfehle auch systemische Aufstellungen, vor allem aber auch Gruppentherapien lege ich den Menschen gerne an's Herz. Neben klassischen Therapien, die ebenfalls ihren Wert haben.

    Alles zu seiner Zeit, das war diesbezüglich mein Weg. Um immer wieder einen SChritt weiterzukommen respektive eine Schicht abzuschälen und meinen wirklichen, inneren Kern näherzukommen.

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    AW: Emotionslose Familie

    Kunsttherapie und Körpertherapie (und auch andere Ansätze) befürworte ich vom Grundsatz her auch - nur ist m. E. dazu niemand notwendig, der neben einem selbst ist und dies beruflich mit einem ausführt.

    "Aussöhnung mit dem inneren Kind" ist an dieser Stelle meine Buchempfehlung an die TE.

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    AW: Emotionslose Familie

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Kauch - nur ist m. E. dazu niemand notwendig, der neben einem selbst ist und dies beruflich mit einem ausführt.
    Den Satz verstehe ich nicht, Divino.

    Du meinst, kann man selbst mit sich machen? Klar, dann nenne ich es aber Körperarbeit oder künstlerische Arbeit, alles gute Mittel zur Selbsthilfe und Persönlichkeitsentwicklung. Therapie benötigt aber schon ein gewisses setting. Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen den klassischen, i.d.R. ausschließlich verbal ablaufenden Therapieformen und einem guten, intensiven Gespräch mit einem vertrauten Menschen. Letztes ist, auch wenn es noch so gut und hilfreich ist, keine Therapie.

    Das meine ich ohne Wertung, bei so komplexen Lebensthemen ist sowieso i.d.R. ein Gesamtbündel an unterschiedlichen "Maßnahmen" zu unterschiedlichen Zeiten das hilfreichste.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Emotionslose Familie

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen den klassischen, i.d.R. ausschließlich verbal ablaufenden Therapieformen und einem guten, intensiven Gespräch mit einem vertrauten Menschen. Letztes ist, auch wenn es noch so gut und hilfreich ist, keine Therapie.
    Sehe ich anders..

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    AW: Emotionslose Familie

    Sich gegenseitig beraten sehe ich als Bestandteil des Selbsthilfegruppenkonzepts und nicht als Therapie.

    Gute Therapeuten haben da schon nochmal anderes "technisches Werkzeug", um altbekannte Strukturen aufzubrechen und andere Sichtweisen zu eröffnen. Gerade bei systemischen Verstrickungen finde ich es immens hilfreich, dass es da jemanden gibt, der außerhalb steht und in systemischen Dingen geschult ist.

    Aber da muss sowieso jeder seinen Weg für sich finden.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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