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Thema: Emotionslose Familie
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28.12.2014, 16:16
AW: Emotionslose Familie
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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28.12.2014, 20:35
AW: Emotionslose Familie
Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, dass Lavendulara sich (nur) selber bemitleidet. Sie hat beschrieben, wie sie sich gefühlt hat und wie sie sich den Grund dafür erklärt. Ich finde es legitim, solche Erfahrungen einfach zu teilen und nicht den "starken Max" zu markieren. Und selbst wenn ich mich irren sollte und Lavendulara wäre ein "Jammerlappen" (nur als Hypothese): Warum darf man nicht auch mal mit sich selber Mitleid haben? Darf man nur die Kinder in Afrika oder den Obdachlosen an der Straßenecke bemitleiden? Muss immer jemand anders die Rolle des Bemitleidenden übernehmen?? Ich bin nicht dieser Meinung, denn um für sich selber einstehen zu können, muss man wahrnehmen können, was ist und wie es einem dabei geht. Sonst können wir weiter heile Welt spielen und uns wundern, warum wir irgendwelche Symptome entwickeln.
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28.12.2014, 21:28
AW: Emotionslose Familie
Danke, Meike
Mir ging es wirklich darum, mein Gefühl aufzuschreiben und konstruktiv damit umzugehen. Der Schmerz war da, das ist Fakt. Und nun ist es an mir, daraus etwas für mich mitzunehmen.
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28.12.2014, 22:16
AW: Emotionslose Familie
Hier habe ich einen Link, der sicher sehr interessant für viele von uns ist.
https://m.youtube.com/watch?v=t6HHN4q7m8E
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28.12.2014, 22:21
AW: Emotionslose Familie
Nichts zu danken
Ich denke auch, dass das Wichtigste ist, sich zu überlegen, wie man mit diesem Wissen, dass solche Situationen einem nicht gut tun, in Zukunft umgeht. Ich bin im Zweifel dafür, sie (zumindest anfangs) zu meiden. Wenn man später eine Elefantenhaut entwickelt hat, spricht auch nichts dagegen, Weihnachten (u.U zeitweise) mit der Familie zu verbringen.
Wenn ich noch eine Frage stellen darf: Was hast du denn geschenkt bekommen?
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28.12.2014, 22:27Inaktiver User
AW: Emotionslose Familie
Mitleid, umso schlimmer: Be-mitleiden, ist m.E. immer kontraproduktiv. Was soll "du armes, armes Hascherl, die böse böse Welt, komm wein ein wenig, ich hab dich dolle liehiehieb" bzw. das Ganze in "ich"-Form (IchIchIcharmesIchHascherlIchdieganzeböseweltistge genMICHbuhuhuhu" bringen außer konsequenzlosem Schlechtfühlen?
Da wäre es sinniger, dem Ganzen auf den Grund zu gehen und Änderungen herbei zu führen, notfalls mit prof. Hilfe.
Aber sich selbst ganz ganz dolle leid zu tun, bringt gar nix - außer Beharrung. Vielleicht fühlt man sich dann a auch ganz ganz dolle wohl dabei.
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28.12.2014, 22:40
AW: Emotionslose Familie
Woher weisst du, dass Lavendularas Erkenntnis, dass ihr diese Situation nicht gut getan hat, nicht dazu führt, dass sie etwas ändert? Wieso unterstellst du Lavendulara Inaktivität? Dürfen Erkenntnisse und die Konsequenzen, die man daraus ziehen will, nicht auch reifen?
Ich halte es für kontraproduktiv, jemandem, der eine Erkenntnis mit anderen teilt, eine Bratpfanne ins Gesicht zu hauen.
Aber ich teile deine Meinung, dass (professionelle) Hilfe sinnvoll sein kann.
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29.12.2014, 02:08
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29.12.2014, 11:52Inaktiver User
AW: Emotionslose Familie
Ich finde es nicht komisch. Da du ein gewisses Bild nach aussen gibst, geben willst, um den wirklichen Schmerz nicht zu spueren. Er kommt dann dort heraus, wo er mutmasslich herruehrt. Doch offenbar nicht besprochen werden kann. Ergo ist dein Verhalten auch eine Art Manipulation.
Und was macht dein Therapeut dann aus dieser Erkenntnis bzw. wirst du mit ihm besprechen, was du hier geschrieben hast?
Ich lese gerade das Buch 'Hochsensibel, was tun? von Sylvia Harke. Und moechte es lobend erwaehnen. Eine sehr gute Arbeit, die sicherlich weiterhelfen kann.
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29.12.2014, 12:36
AW: Emotionslose Familie
Das ist interessant, also das mit der Manipulation. Denkst du, dass ich die Leute dort unbewusst manipulieren wollte? Bewusst jedenfalls nicht. Und natürlich bespreche ich das mit dem Therapeuten. Habe ich schon immer gemacht, allerdings erzähle ich das dann abgespalten, also dissoziiert. Er fühlt den empfundenen Schmerz nicht. Das ist dann die Fassade. Ich habe Angst, das vor ihm zu Spüren, weil der Schmerz so riesig ist.
Aber ich rede drüber. Der Therapeut versucht immer wieder, dass ich es fühle. Er hat mal gesagt, dass meine Mutter mich von Anfang an gehasst haben muss.



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