Und wie genau hat sich das auf deine Partnerschaft ausgewirkt?
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Thema: Emotionslose Familie
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27.12.2014, 20:10
AW: Emotionslose Familie
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27.12.2014, 20:28Inaktiver User
AW: Emotionslose Familie
Ich habe (ohne es klar genug auszusprechen) von meinem Partner absolute Loyalität mir gegenüber in Bezug auf seine Eltern erwartet. Diese haben mich wieder und wieder angegriffen und verletzt- und er hat mir nicht eindeutig genug beigestanden,
nur daß ich mir das bei ihnen im Gegensatz zu meinem Vater nicht habe bieten lassen, da habe ich mich abgegrenzt.
Über die Zeit habe ich das als Lieblosigkeit und Illoyalität meines Partners empfunden und mit den Jahren konnte ich es nicht mehr (wie eben das andere in der Kindheit) verdrängen und verzeihen.
Diese Wortlosigkeit -
(erkennst Du den ähnlichen Mechanismus,
wie in der Herkunftsfamilie, das Ausschweigen und Aussitzen von allen schwierigen/traurigen Emotionen?!
)
hat zu schwerwiegenden Defiziten zwischen meinem Partner und mir geführt.
Seine Familie ist aus anderen Gründen ebenso "sprachlos" in emotionalen Dingen-
und so haben wir uns beiden einzeln und gemeinsam an den Rand einer Trennung gebracht.
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27.12.2014, 20:54
AW: Emotionslose Familie
Aber ihr habt es geschafft? Respekt!
Mein Partner und ich haben eine Auszeit. Es war für mich manchmal enorm wichtig, mit meinen Gefühlen auf Innenschau zu gehen und mich nicht fortwährend abzulenken. Er ist so ein Typ, der mich dann ablenken will und es nur gut meint. Ich brauche jedoch Zeiten, in denen ich all dem Schmerzlichen Raum geben kann, und das geht nur allein.
Er versteht das nicht und kann nur schwer nachvollziehen, warum ich getrennte Wohnungen beibehalten will und muß. Meine Grenzen sind mir wichtig, so wichtig, dass ich dazu eine eigene Wohnung benötige.
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27.12.2014, 21:14Inaktiver User
AW: Emotionslose Familie
Es ist noch nicht abzusehen, ob wir es schaffen werden.

Ja, diese Zeiten, mit sich allein traurig sein zu dürfen und zu müssen, die kenne ich auch- ist natürlich schwer für einen Partner.
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27.12.2014, 21:22
AW: Emotionslose Familie
Ja, das ist wahrscheinlich schwer. Es gibt jedoch keine andere Möglichkeit. Wenn da immerzu jemand ist, verliere ich das Gefühl für mich selbst und erlaube es mir auch nicht, einfach nur ich zu sein. Ich habe ständig das Gefühl, den anderen belustigen zu müssen. Altes Muster.
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27.12.2014, 22:04
AW: Emotionslose Familie
Hi Lavendulara... Ich kenne das auch, Hochsensibilität - kurz HSP. Freu dich über diese Gabe, statt über das Fehlen bei anderen zu weinen, selbst wenn sie zur Familie gehören... Natürlich tut es weh und wie schön wäre die Welt, wären doch alle so... Aber so ist es nun einmal nicht. Du bist nicht allein!!!
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27.12.2014, 22:05
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27.12.2014, 22:09
AW: Emotionslose Familie
P.S.: Hochsensibel zu sein, bedeutet übrigens nicht, dass...
- irgendetwas an einem selbst "falsch" ist, nur weil sooo viele anders sind
- man immer hochsensibel alle anderen im Blick haben muss und sich selbst dabei vergisst
- man von seiner Umwelt erwarten darf, zu sehen, was man selbst sieht
- man lieber mit dem Strom schwimmen sollte, um nicht aus der Reihe zu fallen
Kopf hoch! Mach dich gerade, streck den Rücken durch! Du bist du und damit einzigartig! Wie alle anderen auch.
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27.12.2014, 22:21
AW: Emotionslose Familie
P.S.S.: Es ist übrigens völlig wumpe, wie viele andere Personen sich über irgendeine Situation einig sind. Wenn du sie anders siehst, ist sie standfest. Punkt. Es ist irrelevant, wer dich alles komisch beäugt, wenn du die Dinge anders wahrnimmst als die Mehrheit in deinem direkten Umfeld. Lass dich dadurch nicht beirren und bleib dabei, wie du es siehst. Nur so wirst du auch andere sehen, die sehen was du siehst. Denn viele hochsensible Menschen "verstecken" sich, wie du ja weisst (warum bloß?!?!)... Dieser Weg ist überhaupt nicht notwendig und hilft niemandem.
Und noch eins: Akzeptiere am besten gleich, dass viiiiele andere Menschen die Dinge anders sehen und anders beurteilen als du. Es ist ihr gutes Recht, das zu tun. Lass sie.
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27.12.2014, 22:37
AW: Emotionslose Familie
Wenn mein Vater sich überfordert fühlte, wurde er jähzornig. Alles mögliche ging zu Bruch. Das war auch immer ganz schrecklich für mich.
Ich durfte auch nicht anstrengend sein. Er rastete aus, sie schwieg wochenlang. Was mich als Kind und Teenie dazu verleitet hat, nicht weniger anstrengend zu sein sondern auszurasten und zu provozieren.Ich durfte quasi nicht anstrengend sein. Er rastete aus, sie schwieg tagelang.
Ich habe darauf nicht geachtet. Es hat ja auch niemand auf meine Harmonie geachtet.Wenn alles nach einer exakten Struktur abläuft, herrscht Pseudoharmonie. Und alle achten darauf, dass sie eingehalten wird.
Bei mir ist alles explodiert. Die Angst davor brauchte ich also nicht mehr zu haben.


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