Hallo zusammen!
Hoffe, ich bin hier richtig ... ich hätte nämlich gerne eine Literaturempfehlung von euch, allerdings bezogen auf mein persönliches Problem, dass ich leider - immer noch - allzu oft nicht die Zähne auseinanderkriege, wenn ir irgendwas nicht passt.
Das mag sich jetzt erstmal ungewöhnlich anhören, aber ich lese unheimlich gerne und ich finde, dass man von manchen Protagonisten auch was lernen kann.
Also: kennt ihr Bücher, in denen es darum geht, wie sich eine sehr zurückhaltende Frau in eine selbstbewusste verwandelt?
Gerne auch sowas mit althergebrachten Konventionen usw.
Ich würd das gerne mal wieder lesen und außerdem erhoffe ich mir davon auch ein wenig Persönlichkeitsentwicklung.
Ich würd mich riesig freuen - gerne auch per PN.
Vielen Dank schon mal!
Septima
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27.12.2014, 00:01Inaktiver User
Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
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27.12.2014, 17:10Inaktiver User
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Also, da fällt mir ganz spontan Aschenbrödel ein. Aber darum gehts Dir wohl nicht

Trivialliteratur kann ich Dir leider nicht empfehlen - ist nicht mein Ding.
Aber wenn Du gerne liest, dann kann ich Dir Biographien von starken, selbstbewußten Frauen empfehlen, die Zeit ihres Lebens die Klappe aufgerissen haben oder auch Geschichte geschrieben haben. Und sich einen Scheißdreck um Konventionen gekümmert haben.
Jeanne D'Arc, Simone de Beauvoir, Virginia Woolf, Katharina die Große.
Oder auch Frauen, die in sich in schwierigen Zeiten durchgeschlagen haben:
Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Inge Meysel (bitte nicht über Inge lachen - die Geschichte dieser Frau ist unheimlich spannend)
Ansonsten... Was hältst Du davon, Die Autorin Deines eigenen Lebens zu sein?
Schreib Deine Geschichte auf.
Schreib auf, was Deiner Meinung nach bisher schiefgelaufen ist. Und dann schreib die Geschichte noch einmal. Aber diesmal so, wie Du Dir wünschst, wie es hätte laufen sollen. Wie Du Dich gerne sehen würdest. Nimm dieses Bild in Dir auf und versuche, diesem Bild... dieser Vorstellung von Dir... Stück für Stück nahe zu kommen - und das jeden Tag... quasi im täglichen Leben.
Romane zu lesen, in denen sich die Protagonistin vom häßlichen Entlein in den strahlenden Schwan verwandelt, kann hin und wieder sehr kurzweilig sein.
Aber viel spannender ist es doch, die Regisseurin des eigenen Lebens zu sein. Dazu gehört Mut. Aber ich habe Das Gefühl, dass Du schon so weit bist, Veränderungen in Angriff nehmen zu wollen.
Mal 'ne Frage: Was würde denn Deiner Meinung nach passieren, wenn Du mal die Zähne auseinander kriegen würdest und einfach sagtest, was Dir nicht passt? Wovor hast Du Angst? Angst vor Deiner eigenen Courage?
PS:
Wenn Dir meine Antwort zu pampig vorkommt, kannst Du es mir ruhig sagen - ich halte das aus
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27.12.2014, 17:33
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Du meinst eine literarische oder reale Figur, die erst ein Hascherl war und später ein Drachen? gibts sicher - aber ob dir das weiterhilft? Eher üben in kleinen Schritten: beim Einkaufen darfs nicht mehr sein, gefällt dir ein Angebot nicht; im Restaurant hats nicht besonders geschmeckt, du gibst bescheidenes Trinkgeld oder gar keines, du schließt dich nicht der allgemeinen Meinung an, sondern stellst eine Frage (das ist noch kein Widerspruch).
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27.12.2014, 18:30Inaktiver User
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Das finde ich auch immer spannend

Alle sind in einer Diskussion - scheinbar - einer Meinung.
Aber im inneren spürt man, dass da was raus will, was sich kein anderer zu sagen traut. Und dann platzt man entweder mit einer These oder Frage raus. Und - bamm - alle springen darauf an.
Ja, fang einfach mal in kleinen Schritten an
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27.12.2014, 19:14
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Hallo Septima!
Mir fallen dazu ein:
Grüne Tomaten (war ein Film, gibt es auch als Buch)
Ophelia lernt schwimmen
Die Mondspielerin
Ich schenk dir meinen Mann
Ich bin aber auch skeptisch, ob einem solche Bücher bei der eigenen Weiterentwicklung helfen können?
Wie alt bist du? Woran zeigt sich dein Problem?
Gruß Capbreton
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28.12.2014, 07:49Inaktiver User
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Ich denke, was Du lesen oder sehen wirst- sind immer dieselben Strukturen.
Und zwar- es geschieht ETWAS......und die Person MUSS darauf reagieren.....wächst über sich hinaus.
Kann Dir das nun helfen? naja.....Du kannst auf so einen Punkt warten

Ich kann Deinem Problem nicht ganz folgen- denn von was genau sprichst Du?
Kannst Du mal ein Beispiel geben?
Für manche bedeutet "den Mund aufmachen" nur nach Salz fragen.....der andere meint Streit und seine Meinung vertreten.
Auch, wenn es prinzipiell um Dasselbe geht- sich positionieren- ist es doch unterschiedlich, wo man ansetzen könnte.
lg kenzia
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28.12.2014, 22:21Inaktiver User
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Danke Danke!
Und nein, bzw. leider nein, ich habe wirklich gerade kein akutes Problem, was ich hier darlegen könnte, aber ich wollte mir die dunkle Jahreszeit einfach mit ein bissl Literatur und Film (Danke für die Filmtitel, ich kenn nur den ersten Tomaten, ein toller Film!!!) erhellen. Und dabei vielleicht auch ein wenig Selbsterkenntnis betreiben.
Dankeschön!!!
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29.12.2014, 21:04Inaktiver User
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Wenn es Dir wirklich nur um Kurzweil geht, ist mir auch noch ein Film eingefallen:
Die Teufelin. Die Hauptrollen spielen Meryl Streep und Roseanne Barr.
Einfach grandios und urkomisch.
Als Buch könnte ich noch "Der Hahn ist tot" von Ingrid Noll empfehlen.
Jedoch... ob man am Handeln der Protagonistin wachsen kann, muss jede für sich entscheiden
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30.12.2014, 01:19
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
Ich habe gerade eine Sammlung von Kurzgeschichten von Patricia McKillip gelesen, da geht es in sehr vielen darum, daß eine Frau ihr Leben ändert...
Ansonsten.
"Paladin der Seelen", von Lois McMaster Bujold. Sticht raus, weil die Protagonistin Ü40 ist, und in allen Rollen, die ihre Gesellschaft für eine Frau bereithält, schon versagt hat.
Gerade bei Jugendbüchern findet man diese Art von Entwicklungsromanen oft -- schüchternes Mädchen lernt, den Mund aufzumachen und für etwas einzustehen. Ist aber die Frage, ob man sich als erwachsene Frau damit noch identifzieren kann...
Die Tiffany Weh-Bücher von Terry Pratchett.
Robin McKinley, "Die Heldenkrone".
Ellen Kushner, "Die Dienerin des Schwertes".
Mercedes Lackeys "Talia"-Bücher (die sind aber ziemlich schlicht).** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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02.01.2015, 09:49
AW: Frauen, die sich nicht trauen - Literatur
von Ingrid Noll ist mein Lieblingsbuch (und Film) immer noch "die Häupter meiner Lieben", wenn man es skurril mag.
weitere Filmempfehlung: Brot und Tulpen
Ratgeber: das Pippilotta Prinzip
bei aktuellen Büchern bin ich grad nicht drin. Aber die ganze sog. "Frauenliteratur" ist doch voll von Geschichten, in denen Frauen selbstbewusster werden.
Frauenbiografien haben mir da aber mehr gegeben.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.



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