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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Ein Narzisst hat kein Selbst, er kann nicht wirklich fühlen, er hat keine Verbindung zu seinem Inneren. Deshalb kann so jemand auch nicht emphatisch sein.
    Wohl kann er die Gefühle anderer erspüren, einordnen und für sich nutzen - nur das Mitgefühl fehlt.

    Es ist - wie schon gesagt - keine Verbindung zum eigenen Ich vorhanden. Der "Betroffene" will auch keine Verbindung und verbittet sich jede Diskussion, die allgemein gültige Werte betreffen.

    Der "Betroffene" deswegen in Anführungszeichen, weil eigentlich die Bezugspersonen die wirklich Betroffenen sind.
    Der Narzisst wird erst aufwachen, wenn ihm alle Felle davon schwimmen, weil auch der Letzte nicht mehr mit spielt bzw. still hält.

    Jeder, der sich zu erkennen gibt, dass er ihn durchschaut hat und seine Spiele nicht mehr mit spielt, muss sich warm anziehen.

    Spätestens dann sollte man den Kontaktabbruch herbeiführen.

    Nein, so jemand ist eigentlich kein Monster, sondern ein unglücklicher Mensch, der nie erwachsen wurde und nach meiner Erfahrung sind nicht generell die Eltern mit ihren Erziehungsmethoden schuld.
    So etwas kann auch rein genetisch sein, was das eigentlich Erschreckende ist.

    Übler Weise ist so eine Störung nur sehr schlecht zu therapieren, weil ein Narzisst keine Einsicht hat und sich bis ins höhere Alter damit wohl fühlt.
    Später scheint sich Einsicht auf Grund negativer Erfahrungen mit Umwelterfahrungen einzustellen und deshalb Besserung eher möglich sein.
    Geändert von Zazu2 (24.12.2014 um 01:06 Uhr)

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Hallo liebestoll,
    ist dir schon ein mal aufgefallen, dass man, wenn man sich sehr stark mit betimmten Themen beschäftigt, diese überall wiederfindet?

    Schwangere z.B. sehen auf ein mal überall Schwangere und überall ist Schwangerschaft ein Thema. Da sie sich permanent mit ihrer eigenen Schwangerschaft beschäftigen, sind sie auf dieses thema so fokussiert, dass sie selektiv alles was dazugehört auch in ihrem Umfeld etc. wahrnehmen. Es gibt nicht mehr Schwangere als sonst auch, nur sie nehmen das mehr wahr als sonst.


    Das ist bei Dir mit dem Thema "Narzissmus" auch so. Dabei vergisst du aber, dass es verschiedene Persönlichkeitsstörungen gibt, die zu sehr ähnlichen Verhaltensweisen führen können. Ich denke, dass es darauf ankommt, was an Sozialisation gelaufen ist, ob es Traumata gibt und in welcher Schwere und wann das im Leben passiert ist.
    Von außen betrachtet, ohne die Menschen näher zu kennen, wird es auch dir nicht möglich sein einen Narzissten von einem ich-bezogenen, gemeinen A... zu unterscheiden.
    Dazu kommt die ganze Palette der Ausprägungen. Da gibt es dann Narzissten, die sich ein Stückchen ihrer Ich-Identität aufbauen und retten konnten. Es gibt z.B. Menschen, die ein Mal das Gefühl von Hilflosigkeit als Kinder in der Abhängigkeit zu den Eltern erfahren haben und diese Gefühl nie wieder haben möchten. sie entwickeln dann ihre Strategie und das können z.B. auch Verhaltensweisen sein, die denen eines Narzissten ähnlich sind.
    Und es gibt eine Menge Menschen, die durchaus narzisstische Verhaltensweisen haben in minderer Ausprägung, die bei ihnen nur in bestimmten "Krisensituationen" zum Tragen kommen.

    Aber eines ist ziemlich sicher, kein Mensch verändert eine Struktur unter der er selbst nicht in irgendeiner Form leidet, vor allem so lange sie ihn in irgendeiner Weise vermeintlich zu schützen weiß. Dabei ist es ziemlich wurscht, welche das ist und ob pathologisch oder nicht.

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von omri Beitrag anzeigen
    Hallo liebestoll,
    ist dir schon ein mal aufgefallen, dass man, wenn man sich sehr stark mit betimmten Themen beschäftigt, diese überall wiederfindet?
    [...]
    Das ist bei Dir mit dem Thema "Narzissmus" auch so.
    [...]
    Aber eines ist ziemlich sicher, kein Mensch verändert eine Struktur unter der er selbst nicht in irgendeiner Form leidet, vor allem so lange sie ihn in irgendeiner Weise vermeintlich zu schützen weiß.
    Wenn man mal für das Thema Narzissmus sensibilisiert ist, nimmt man auch eher solche Menschen wahr. Es kann natürlich sein, dass ich momentan überall Narzissten sehe, auch da, wo gar keine sind.

    Ich denke, dass Narzissten schon in gewisser Weise unter ihrer Störung leiden. Sie brauchen ständig glücklich machende Dinge (und wenn es nur die sportliche Betätigung ist), um damit ihre negative "Grundstimmung" zu "vertreiben".

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    @omri: witzig, dass du das mit den Schwangeren schreibst. Den Vergleich hab ich grad völlig unabhängig davon im Nachbarschaftsstrang gebracht, weil ich auch genau daran denken musste

    *räusper*

    zum Strangthema zurück: Ich verfolge dieses Thema, weil mich viele der Geschichten an manche meiner Geschichten erinnert, obwohl ich nun nicht direkt die Erfahrungan an Narzissten festmachen kann. Aktuell nun diese unsägliche Arbeitsbeziehung, die ich hatte. Für mich ist der Exkollege in erster Linie ein Egomane, aber die Parallelen zu einer Beziehung mit Menschen mit PS generell, oder wie hier beschrieben mit einer NPS, sind schon immens, was mich aber sicher nicht dazu veranlast, dem Mann eine solche zu diagnostizieren. Dazu sind die Dinge zu komplex und zu fließend, wie ebenfalls schon geschrieben wurde, und ich werde sicher nicht meine Energie dazu verschwenden, über die Persönlichkeit dieses Menschen zu spekulieren.

    Aber ich werde wohl in nächster Zeit diese Arbeitsbeziehung verdauen bzw aufarbeiten müssen. Dazu hab ich jetzt grad Zeit und durch den jetzt gewonnenen Abstand, weil ich jetzt aus der Situation endlich raus bin (und über 2 Jahre daran aktiv gearbeitet habe, um da raus zu kommen) und am Anfang eines neuen Lebensabschnittes stehe (froi , und tschuldigung, dass ich dieses Thema grad überall reintrage, aber es wird durch die unterschiedlichsten Themen immer wieder anders beleuchtet).

    Deshalb finde ich die Fragestellung dieses Threads grundsätzlich interssant. Auch wenn ich den Begriff "narzisstisch" für mich mit "egomanisch bzw egozentrisch" übersetze, da dies allgemeiner ist und ich mich dann nur über die Auswirkungen einer solchen Beziehung auf mich, und nicht über ein etwaiges Störungsbild dahinter befassen muss. Denn damit müsste sich das Gegenüber befassen, nicht ich. Ich muss mich damit befassen, warum ich in einer leidenden Beziehung bleibe, weil das etwas über ein etwaiges Störungsbild, das ich haben könnte, aussagen würde.

    Nun kann ich das im Falle meiner Arbeitsbeziehung ausschließen, allerdings habe ich durch die Geschichte einige Kerben und Schwachstellen von mir nochmal ganz neu kennen gelernt und bearbeitet. In dieser Arbeitsbeziehung bin ich gerade mal so lange geblieben, wie ich gebraucht hab, mir eine entsprechende Qualifikation und Alternative aufzubauen. Und dann habe ich eine Veränderung der Situation (da ich die Menschen ja nicht verändern kann) in einer für mich ganz neuen Zielstrebigkeit eingefordert und auch bekommen (die für so was nötigen Fürsprecher hatte ich nicht, dafür das Glück des günstigen Zeitpunkts)

    Also: wie kann man mit einem Menschen mit solchen Verhaltensmustern eine Beziehung haben? Ich denke, das geht nur, indem man selbst das Heft in der Hand hält und die eigenen Regeln diktiert. Egal, ob der Egomane nun aufm Tisch nen Handstand macht und mit dem Arsch Lapaloma pfeifft oder nicht.
    Wenn jemand nur narzisstische Anteile hat und ansonsten genug geistig flexibel ist, um andere Anteile leben zu können, wird er wohl in eine Interaktion gehen können. Wenn er eine NPS hat, dann wird da wohl keine Beziehung möglich sein. Ich vermute, ein NPSler wird jemanden, der die Regeln (mit-)bestimmt und bei sich selbst bleibt, 100 m gegen den Wind riechen und meiden wie der Teufel das Weihwasser.

    Der wird eine Beziehung wohl nur haben können mit einem Menschen, der ein kompatibles Störungsbild hat. Und deshalb sehe ich auch nur die Möglichkeit einer Befreiung aus einer langen Beziehung mit einem solchen Menschen darin, dass man eben genau diese eigenen Muster erkennt und bearbeitet, die einen in einer leidvollen Beziehung halten (und das gilt nicht nur bei dieser Persönlichkeitsstörung, sondern generell). Das wird womöglich über Therapie gehen.

    Grundsätzlich kann rein theoretisch jeder aus reiner Unkenntnis und Unerfahrenheit in eine manipulative Beziehung rutschen. Dann wird die Befreiung daraus als Erleichterung erlebt und so was muss auch nicht wiederholt werden. Aber wenn jemand lange darin verharrt oder sich die Problematik wie ein roter Faden durchs Leben zieht, dann ist es wohl die berühmte Verstrickung.

    Soweit meine bisherigen Gedanken dazu.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von liebestoll Beitrag anzeigen

    Sie brauchen ständig glücklich machende Dinge (und wenn es nur die sportliche Betätigung ist), um damit ihre negative "Grundstimmung" zu "vertreiben".
    das brauch ich auch, um meine depressiven Anteile im Griff zu halten.
    Das brauchen auch andere, einfach weil sie eine große Arbeitsbelastung haben.
    Grundsätzlich ist das nix ungesundes.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    das brauch ich auch, um meine depressiven Anteile im Griff zu halten.
    Das brauchen auch andere, einfach weil sie eine große Arbeitsbelastung haben.
    Grundsätzlich ist das nix ungesundes.
    Am Ende bist du auch noch ein Narzisst .

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von liebestoll Beitrag anzeigen
    Am Ende bist du auch noch ein Narzisst .
    klar, die Bricom ist ein Narzisstenforum. Das Forum hat sich zur Tarnung nur anders genannt, damit mehr Fliegen in die Falle gehen
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    klar, die Bricom ist ein Narzisstenforum. Das Forum hat sich zur Tarnung nur anders genannt, damit mehr Fliegen in die Falle gehen
    Das war doch nicht ernst gemeint.

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    das brauch ich auch, um meine depressiven Anteile im Griff zu halten.
    Das brauchen auch andere, einfach weil sie eine große Arbeitsbelastung haben.
    Grundsätzlich ist das nix ungesundes.
    Das meine ich aber auch, ich fühl mich auch wohler, wenn mich Dinge/Menchen glücklich machen. Mich wundert wirklich, mit welcher Lässigkeit hier mit ernsthaften Störungen um sich geworfen wird.

    Nur weil mir ein Mensch nicht gut tat, muss der doch nciht narzisstisch gewesen oder an Borderline gelitten haben?

    liebe Grüße

    türkis

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    AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    ...aber ich, immerhin lebten wir gute 8 Jahre in dieser Achterbahn der Gefühle ganz gut miteinander
    Vielleicht hast du diese Achterbahn damals gebraucht? So etwas hat ja auch Vorteile. In guten Zeiten fühlt man sich begehrt und lebendig, in schlechten hat man ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt (nämlich die guten Zeite herbei zu zwingen)

    Last not least: andere Lebensprobleme treten völlig in den Hintergrund, weil man mit seiner Beziehung beschäftigt ist, auch das kann ein Vorteil sein.

    Ich hätte heute gar keine Zeit, mich auf so einen Menschen einzulassen, ich bin zu sehr mit meinen eigenen Dingen beschäftigt.

    liebe nachdenkliche Grüße

    türkis
    Geändert von tuerkisblau (24.12.2014 um 13:09 Uhr) Grund: Ergänzung

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