Ich glaube, dass die Alkoholsucht in diesem Fall ein Ergebniss seiner Störung ist.
Obwohl aus guten Hause haben ihn seine Eltern als Kind vernachlässigt, sein Cousin hat wohl mal zu ihm gesagt er sei eigentlich lebensunfähig..dann hatte er als Jugendlicher und junger Erwachsener schöne Erfolge im Sport und als das zu Ende war ( auch die Bewunderung etc. ) fing das wohl mit der Trinkerei an...die sicherlich auch in diesem Umfeld ihren Ausgangspunkt hat und dann gesteigert wurde ...
Ich hab die Alkoholsucht erst als solche nicht erkannt, da sein Umfeld viel feiert-das ist so eine Schunkelecke Deutschlands...aber irgendwann war es dann klar. Er für sich gibt das natürlich nicht zu....aber selbst einer seiner jüngeren Kumpel sagte mal zu mir unaufgefordert: ich kann da nicht mehr zu ihm hinfahren, das macht mein Leber nicht mehr mit.
NPS glaube ich deshalb, da er mich als Person eigentlich gar nicht wahrnahm, sondern in erster Linie als Projektionsfläche für seine Wünsche. Und als ich ihm die Aufmerksamkeit und den Applaus verweigerte, wurde ich irgendwann zur persona non grata:
also von der tollsten Frau überhaupt zur verachtungswürdigen Loserin...von einem krassen Extrem zum anderen. Und dann nach Monaten hoher zwischenmenschlicher Intensität von heute auf morgen wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen werden...
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23.12.2014, 09:52
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
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23.12.2014, 10:19
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
Santacruz,
ich kenne so was aber auch in Ansätzen von einem trockenen Alkoholiker. Er ist ein Freund, mit dem ich sehr viele gemeinsame themen hatte. Irgendwann verlor sich der Kontakt. dann tauchte er auf, in Scheidung, erklärte, dass er früher schon in mich verliebt war und nachdem er mir seine Errungenschaften (Haus etc.) per Foto gezeigt hatte, schwärmte er mich an und erklärte er suche eine Partnerin.
Wir beließen es dann auf mein Bestreben bei Freundschaft. Er rief häufig an, wir trafen uns nicht so häufig.
Doch wir verstehen uns in manchen Gebieten noch immer gut. Er fing dann irgendwann an alle 2 Tage anzurufen. Und ohne irgendwie auch nur ein mal Rücksicht zu nehmen auf mich. Hallo und es ging los, detailleirt seinen Tagesablauf zu schildern mit allen seinen Gedanken, Gefühlen etc. ich merkte dann, dass ich mich nicht wohl fühlte.
er überrollte mich, ich konnte von mir gar nichts erzählen, war wohl auch nicht vorgesehen. Ich konnte auch gar nichts zu dem sagen, was er da erzählt. Entweder weil ich damit nichts anfangen konnte oder weil ich gar nicht zu Wort kam.
Das Unbehagen kam daher, dass ich mich als Aussprechbehälter fühlte. Ob ich da nun am Telefon war oder jemand anderes war wurscht. irgendwann hatte ich Arbeit zuhause und wieder kam ein Anrüf dieser Art. ich fühlte mich gestört.
Ich unterbrach ihn uns sagte, dass ich gerade wichtiges tue und ob wir das Gespräch vertagen könnten.
Am nächsten tag bekam ich eine SMS, dass so ja wohl keine Freundschaft aussehe und dann solle man wohl diese beenden.
Eine woche später kam ein Anruf, erhätte gerade ein Buch gelesen, da geht es um Energievampire. Das sei er wohl bei mir gewesen und es täte ihm leid. Daraufhin wurde das ganze normaler. er hat jetzt einen neuen Freundeskreis und genug Austausch und meldet sich sehr selten.
Der Mann ist mit Sicherheit kein Narzisst.
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23.12.2014, 10:32
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
Ich glaube auch, dass er mit dem Alkohol nur negative Gefühle, deren Ursache in seiner narzisstischen PS liegt, betäuben will. Für mich macht der Mann aufgrund der Erzählungen schon den Eindruck eines Narzissten.
Ich kann verstehen, dass man süchtig nach der Zuwendung werden kann, die ein Narzisst einem zuteil werden lässt. Diese Aufmerksamkeit ist wohl schon von einer sehr starken Intensität.
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23.12.2014, 10:35
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23.12.2014, 10:37
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23.12.2014, 10:54
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23.12.2014, 10:57
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
Ja nehme ich an.
Ein antrainiertes, das ich eigentlich sehr gut unterdrücken kann. Bedingt durch viele Krankheitsfälle in der Familie.
Aber normalerweise bin ich überhaupt kein williges Opfer mehr für Energievampire, manipulative Leute, etc.früher hab ich Problemfälle gerne mal angezogen, die machen heute eigentlich um mich einen großen Bogen. Es gab also durchaus eine positive Entwicklung meinerseits was diese Thematik angeht.Geändert von Santacruz (23.12.2014 um 11:03 Uhr)
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23.12.2014, 11:18
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
Das stimmt in diesem Fall vermutlich. Ein Narziss hätte niemals "Energievampir" mit sich in Verbindung gebracht und dann auch noch: angerufen um sich zu entschuldigen! Niemals.
Meiner hat sich echt krasse Sachen erlaubt-ich hab ihn auch noch mal darauf hingewiesen, aber es kam nur ein verdutzt Schauen , keine Reaktion und auf gar keinen Fall mal ein kleines Sorry! Sowas kommt bei Narzissten gar nicht vor.
Er hat tatsächlich nicht verstanden wo das Problem lag, jedenfalls in keinem Fall beim ihm!
Das was du über sein Kommunikationsverhalten gesagt hast, deckt sich teilweise mit meinem: Texten ohne Rücksicht auf Verluste, irgendwann ist man wirklich nur noch der Infomülleimer und ohne Erwarten einer Antwort, es sei denn man will ihn bestätigen.
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23.12.2014, 12:46
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ein Narzisst auch mal etwas selbstkritisch ist und einsieht, dass er diese Störung hat. Das ist vielleicht auch davon abhängig, wie intelligent der jeweilige Mensch ist. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass man die eigene Störung als ichsynton wahrnimmt, halte es aber doch für möglich, dass man nach entsprechender Lektüre und einem gewissen Leidensdruck (Scheidung etc.) ins Grübeln kommt.
Geändert von liebestoll (23.12.2014 um 13:16 Uhr)
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23.12.2014, 14:11
AW: Erfahrung mit narzisstischen Männern ( oder Frauen)?
liebestoll.
du kannst davon ausgehen, dass Menschen mit narzisstischen Störungen alles, aber auch alles tun, um nicht einsehen zu müssen. Selbst hoch intelligente, erfolgreiche Narzissten tun das nicht. Die gerade nicht, weil ihr System gesellschaftlich funktioniert.
Erst wenn alle zusammenbricht und definitiv niemand anderes "Schuld" sein kann, wäre eine Möglichkeit gegeben, da was zu machen. Oder wenn sie im Laufe des Lebens selbst das Gefühl bekommen , dass da was nicht rund läuft und dass das was mit ihnen zu tun haben könnte.
Wenn sie hinter ihre eigene Fassade schauen würden, wäre da nicht viel und das wollen sie ja gerade vermeiden.
Ihr ganzes Leben ist doch so aufgebaut. Wer für mich ist, ist als "Satellit" angenehm, wenn er gegen mich ist, wird er abgeschossen. Es gibt noch so viele andere, die ich für mich gewinnen kann.



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