Liebe Flau,
meiner Meinung nach geht es (wiederholdend) im Leben darum, vor allem innerlich flexibler zu werden. Damit schafft Du die Bedingungen für ein anderes, erweitertes Selbsterleben. Und damit für gefühltes Wachstum oder gefühlte Entwicklung. Also sich den Raum zu schaffen, um sich selber auszudehnen? Bzw. überhaupt auszufüllen?
Ich habe es besonders mit dem spielerischen, lustvollen ausprobieren. Anders handeln bewirkt (für mich erfahrungsmäßig nachhaltig) mehr, als es sich nur vorzustellen. Trotzdem verändert beides etwas (die entsprechenden Gehirnareale werden anscheinend gleichermaßen aktiviert, es macht offenbar keinen Unterschied, ob man sich etwas nur vorstellt, träumt oder tatsächlich ausführt). Welches Tempo Dir gerade entspricht, musst Du für Dich ausprobieren.
Meiner Erfahrung nach bestätigt zu viel Ernst (egal bei was) nur wieder die eigene (hausgemachte) Beschränkung. Das gilt natürlich ebenso in die andere Richtung (der Rollenkasper ist genauso begrenzend).
Aber: versuchsweise spielerischer, austestender Humor bezüglich der eigenen Grenzen, Leichtigkeit auf sich selber bezogen, schafft meiner Erfahrung nach auch langfristig deutlich mehr Spielraum, wenn man nicht mehr weiter weiß und in der Ecke hockt. Und es macht alles ein wenig leichter. Das wiederum obliegt dem Entscheidungspieleraum des Betrachters ;-)
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12.01.2015, 01:48
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Geändert von Almare (12.01.2015 um 01:53 Uhr)
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12.01.2015, 13:56
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Liebe Almare
Vielen Dank fuer Deine Gedanken!
Hmm, spielerisch und mit Humor ausprobieren, das klingt gut!
Noch kann ich mir aber - fuer meine Situation - ueberhaupt nichts darunter vorstellen. Wie gesagt, ich muss erst einmal die Themenbereiche finden, in denen ich - vielleicht - etwas aendern will. Oder meinst Du, ich sollte ueberhaupt mal irgendetwas Neues ausprobieren, mal sehen wie sich "Neuheit", egal wo, so anfuehlt?
Erste Erfolge verzeichne ich allerdings darin, meine Gefuehle oder Einstellungen zu veraendern. Ganz im Kleinen. Da hat einfach das Thema "Mal was anders machen" schon ein-, zwei Mal etwas bewirkt.
Spaeter mehr, jetzt muss ich mich - wie ueblich :smirksmile - erstmal um Flauschi kuemmern.
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12.01.2015, 15:48
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Du kannst Dich auch durch das Ausprobieren dem Fehlenden annähern und/oder es dadurch auch zum Verschwinden bringen ;-)
Unzufriedenheit kann die Folge von ins Stocken geratener Lebensenergie sein (wofür es einen Grund gibt, klar). Daher kannst Du auch Bewegung durch verändertes Selbsterleben erzeugen, das Pferd sozusagen von hinten aufzäumen. Z.B. einmal die Woche etwas neues ausprobieren, mal kleine Sachen und durchaus auch mal etwas, was Dich Überwindung kostet. Oder/und
genau so
Fühle Dich doch mal ab und an 1 Stunde so, als ob Du die zufriedenste Frau der Welt bist. Und dann, damit Du nicht übermütig wirst
, eine halbe Stunde, als die unzufriedenste Frau der Welt. Betrachte Dich selbst mal als eine Art Forschungsprojekt und lote Deine inneren Spielräume (lustvoll und spielerisch
) in allen möglichen Bereichen aus.
Falls Du magst
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12.01.2015, 19:45
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Ich würde auch mit Kleinigkeiten anfange, nichts zu verbissen planen. Viele neigen dazu, für alles einen Plan aufzustellen und dann Punkt für Punkt abzuhaken. Das funktioniert hier nicht.
Der Trick liegt eher im zulassen, passiv etwas geschehen lassen, was nicht vernünftig und geplant ist. Da können Kleinigkeiten viel bringen, einfach um sich daran zu gewöhnen. Je öfter du was spontanes/ungeplantes machst, desto öfter melden sich deine Einfälle. Diese widerum führen dich dahin, wo du Veränderung möchtest.
Probier mal ein neues Restaurant aus, benimm dich mal, als seist du ein Tourist, stell dir eine Mutprobe, spiel einfach ein bisschen!
Veränderungen sind wie kleine Pflanzen. Wenn du am Anfang zu viel Dünger draufgibst, gehen sie kaputt.
Viel Spass beim Ausprobieren wünscht dir
türkis
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13.01.2015, 14:03
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14.01.2015, 13:12
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Ja, gell? So ein Plann wäre doch viel netter gewesen und so schön übersichtlich
Ein Plänchen hätte ich sogar im Angebot: setz dich jeden Abend auf das Sofa und mach 5 Minuten: ncihts
Kein Radio, über ncihts nachdenken, nur dasitzen und schauen was passiert. Diese Methodin hat mir mal ein Coach empfohlen, sie schwört darauf und macht das seit Jahren.
liebe Grüße
türkis
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14.01.2015, 19:09
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Ja, das muss ich mal machen. Aber irgendwie meditieren muss man ja schon, oder? Also, geht es darum, zu versuchen, alle Gedanken einfach ziehen zu lassen, oder darum, ohne "Themenvorgabe" einfach mal zu kucken, welche Gedanken vorbeikommen?
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14.01.2015, 20:12
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Ne, einfach schauen was kommt und wieder geht. Du sollst dich nur nicht an einem Thema festdenken, also nicht in Gedanken eine Einkaufsliste erstellen.Aber irgendwie meditieren muss man ja schon, oder
liebe Grüße
türkis
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14.01.2015, 20:13
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
da du dazu neigst, eine Macherin und ein Strukturjunkie
zu sein, würde ich mal sagen:
wirklich NICHTS machen. Nichts steuern, nichts gucken, außer Löcher in die Luft gucken, das ist übrigens sehr entspannend
Ein Vorteil von Entspannung ist, dass sich der Blick weiten kann.
Deshalb haben wir aufm Klo auch oft die besten Ideen
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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14.01.2015, 21:39
AW: Der Veränderungs- und Mutmachthread
Ja, genau das ist ja die Herausforderung am "Loecher in die Luft starren", wie Amelie schreibt.
Was bei mir am besten funktioniert ist, "Gedanken wie Wolken am Himmel ziehen lassen" - also schon zulassen und auch wahrnehmen, aber eben gleich wieder entlassen. Hat eine Tai Chi Lehrerin mal so empfohlen, und wie gesagt passt das ganz gut fuer mich so.
Meint Ihr auch sowas?
Eine "Macherin" bin ich ja (leider?) so gar nicht...
Aber wenn es darum geht, was zu denken, mag ich es schon extrem strukturiert, das stimmt.



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Da mein gegenwaertiges Gefuehl ja voellige Planlosigkeit ist, haette mir sowas in die Richtung schon gut gefallen. Andererseits kling das, was ihr vorschlagt, schon lustvoller und einfacher. 
