Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 31
-
28.11.2014, 15:11Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
-
28.11.2014, 15:21Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Ich glaube, dass wir alle irgednwann aufwachen und feststellen, dass wir bloß Figuren in einem Schachspiel waren, das von zwei Riesenmonstern mit einem Heidenspaß gespielt wurde. Anders lässt sich ie ungleiche Verteilung von Schicksalsschlägen, gutem Aussehen und Glück nicht für mich erklären. Das ist eben ein Gimmick, was einer dazugeknetet bekommt oder eben nicht.
-
28.11.2014, 15:25Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
dass wir wachsen und reifen, "erkennen" wie retrospektiv. oder anders : wir geben dem, was war, rückwirkend einen sinn. ich denke, wir tun es, um uns das leben einfacher zu machen - was für uns einen sinn hat, ist leichter zu akzeptieren als willkür.
daher würde ich auf deinen ersten satz erwidern: wir müssen nicht reifen. wir leben "einfach" unser leben.
-
28.11.2014, 15:44
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Das haben wir alles diesem Sigmund Freud zu verdanken. Hätte der mal nicht ... könnten wir einfach unser Leben leben, ohne an uns zu "arbeiten". Aber, würden wir auch vieles nicht verstehen und könnten nicht auf neuen Wegen nach Lösungen oder Besserungen suchen. Und vielleicht auch leichter mit unseren Mitmenschen Frieden machen. Segen und Fluch. Eben beides.
-
28.11.2014, 15:54Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Und falls wir "reifen" - was immer das auch ist - , so ist dies eine Folge des Lebens.wir müssen nicht reifen. wir leben "einfach" unser leben.
Und falls wir nicht reifen - was vorkommt -, dann ebenfalls.
Beides ohne Endziel und ohne Zweck.
Seh ich auch so. Die Welt ist ungerecht, so etwas wie einen Grund für die Ungerechtigkeit gibt es nicht - ebenso wenig wie so etwas wie "ausgleichende Gerechtigkeit". Das ist verdammt hart zu ertragen. Und weil es fast unterträglich ist, schaffen wir selber Sinnzusammenhänge und Zwecke.dass wir wachsen und reifen, "erkennen" wie retrospektiv. oder anders : wir geben dem, was war, rückwirkend einen sinn. ich denke, wir tun es, um uns das leben einfacher zu machen - was für uns einen sinn hat, ist leichter zu akzeptieren als willkür.
Das ist ist unsere Freiheit.
-
28.11.2014, 18:49Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
-
28.11.2014, 19:43Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Vielleicht weil wir den Fehler machen unsere Existenz als den Mittelpunkt und die Krönung des Universums zu betrachen. Wir sind nur ein Staubkorn mit einer Millisekunde Existenz, bezogen auf das Universum.
Glück, Probleme, Sinn, Leid, Moral, Gerechtigkeit usw. sind Beschreibungen von Zuständen, die nur in unseren Köpfen existieren.
Die Natur, die Galaxien, die unendliche Weite und Zeit "denkt" nicht in solchen Kategorien.
Wir nehmen uns viel zu wichtig.
Ja, dem stimme ich zu.
Neben dem Sinn braucht man vor allem einen Bezugspunkt um eine Bewertung vorzunehmen.
Wenn ich mal wieder hadere und mich über irgendein Problem ärgere, versuche ich es manchmal in Relation zu setzen und mir klar zu machen wieviel Glück ich eigentlich habe.
Man braucht sich nur die Nachrichten anzusehen, um sich wieder ein wenig zu erden.
-
29.11.2014, 00:47
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen ist meiner Meinung nach eine Errungenschaft einer reicheren Zivilisation. Es gab mal eine Zeit, in der ich so mit der Mampfbeschaffung beschäftigt war, dass das Thema Persönlichkeitsentwicklung, mit dem ich mich grundsätzlich sehr gern beschäftige und in das ich auch schon einiges investiert habe, einfach keine Rolle mehr spielte.
An erster Stelle steht auch bei uns Menschen nur das Überleben, d.h. allem voran Mampfbeschaffung und körperlich am Leben bleiben. Auch hier in unseren Breiten, wenn vll auch noch nicht so unter Extrembedingungen wie in anderen Ländern.
Erst wenn die Existenz gesichert ist, kann die Suche nach einem tieferen Sinn im Leben überhaupt losgehen. Grundsätzlich halte ich das für eine tolle Sache, denn dadurch werden Entwicklungen und Dynamiken möglich. Aber die bewegen sich nunmal zwischen der Polarität von Licht und Schatten. Wir sind sehr komplexe Lebewesen und haben damit unsere Chancen und Risiken. Wir alle wissen, was Menschen Menschen und Umwelt schlechtes antun können. Aber gleichzeitig fasziniert mich auch die Schaffenskraft, die Menschen ebenfalls aufbringen.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
-
02.12.2014, 00:16
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Wenn jetzt diese beiden Riesenmonster und ihr Spaß nur bildlich für zwei Grundeigenschaften, nämlich so etwas wie soziale Kooperationsfähigkeit und antisozialer Egoismus stünden und ihr Spaß für den jeweiligen Selektionsvorteil in der Evolution, könnte ich mich soweit anschließen.
Jetzt noch den Gedanken hinzugefügt, dass die jeweiligen Figuren einer jeden Seite eines jeden solchen Spiels gemeinsam genau die Monster sind, einzeln zu großen Teilen determiniert und sich gegenseitig kontrollierend/stimulierend/steuernd, aber insgesamt eine stochastische Wolke bildend - dann kommen wir der mir plausibelsten Vorstellung noch näher.
Zur Abrundung betrachten wir nun noch alle solche Wolken von ganz klein bis ganz groß als selbstähnliche Fraktale und als Zellen, die gegenseitigen Beeinflussungen als äußere Regeln - dann haben wir zelluläre Automaten, deren äußere Regeln die inneren des nächsthöheren Automaten sind...
Monster (Götter) sind also fraktale zelluläre Automaten, die sofort aufhören zu existieren, wenn die sie konstituierenden Fraktale aufhören zu existieren - wenn das letzte Gehirn seinen Menschen "abgegeben hat," gibt es keinen Gott mehr. (Es sei denn, es konstituiert sich gerade ein neuer "Gott" aus anderen Fraktalen mit ausreichend komplexen inneren und äußeren Regeln...)Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
-
02.12.2014, 06:49Inaktiver User
AW: Leben als Persönlichkeitsbildung?
Es gibt den Ansatz, dass wir in jedem Moment- zu jeder Zeit- immer vollkommen sind!
Das alles in jedem Moment perfekt ist.
Den Gedanken finde ich sehr ansprechend.......denn ist es gerade nicht so perfekt-- dann ist der Mensch doch auf dem Weg......ist es gefühlt gut, dann kann er darin verweilen.
Was soll denn vollkommen bedeuten?
voll- kommen....überträgt man es- dann kommt jemand voll (körperlich, geistig)......wer voll ist- der hat keinen Platz mehr für Neues- keinen Raum mehr für Anderes- der fühlt sich eher müde, lustlos und desinteressiert.
Sollte ein Mensch so durch das Leben gehen?
Ich würde sagen-- ein Grundumstand, der Weiterentwicklung, Neugierde, Neues, Offenheit, Interesse und Wachstum hindert oder gar unterbindet.
Voll-kommend......säße von uns niemand vor einem PC- denn den zu erschaffen wäre doch gar nicht nötig gewesen....
lg kenzia



Zitieren
