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    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann es denn sein, dass die Dame zu dem besagten Kollegen ein engeres Verhältnis hat, als du denkst?
    Nur mal so ins unreine gedacht...
    So jedenfalls war es bei mir. Ich habe also auch schonmal genauso reagiert wie die Frau am anderen Ende des Telefons. Nichtreaktion bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine bestimmte Stellung zu einer bestimmten Situation bezogen wird. Es kann einen auch quasi "überfahren", wenn man zu X ein besonders gutes Verhältnis hat und Y dann seinen Ärger über X loswerden möchte - so dass man gar nicht innerhalb weniger Sekunden weiss, wie man am besten reagiert und sich erstmal aus der Situation einfach ganz herauszieht.

    Spatz - egal ob das Verhältnis beider nun enger ist oder einfach kollegial-vertraut... Es klingt danach, als kenne sie die Thematik bereits durch ihn. Und dann rufst du sie an und kommst mit der anderen Seite der Geschichte, die sie schon kennt. Wenn da jemand zwei Seiten von einer Geschichte zwischen zwei Personen hört, was sollte diese Person dann deiner Meinung nach tun? Versuchen, beide Seiten zu verstehen und sich in beide Seiten einfühlen und beiden Seiten ihren Rat geben - oder sich rausziehen und beiden sagen, dass sie am besten beide darüber sprechen - ohne sie?

  2. User Info Menu

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um eine Kollegin/Vorgesetzte, mit der ich eigentlich nicht viel zu tun habe.
    Das ist ein enormer Unterschied zu bspw einer engen Freundin, wo das ganz anders aussieht.

    Sie sagte dann nur kurz: "Tut mir leid, ich will da keine Stellung beziehen. Vielleicht besprichst du das mit Herrn XY selbst."
    Was genau ist an dieser Aussage so furchtbar? Auf mich wirkt ein solcher Satz überhaupt nicht ignorant oder sonstwie negativ. Ich empfinde ihn als neutral - und allemal besser, als den Bezug einer Position in einer Sache, die sie gar nichts angeht.

  3. User Info Menu

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    P.S. Spatz... Die Aufgabe, die deine Kollegin, mit der du eigentlich nicht viel zu tun hast, übernehmen sollte (dir gut zureden, dass nichts so heiss gegessen wird wie es gekocht wird, dass der andere evtl einen schlechten Tag hatte, dass du es nicht persönlich nehmen solltest etc) könnte eine ganz bestimmte Person viiiel besser erfüllen als diese Frau: Du selbst.


  4. Inaktiver User

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Guten Morgen!

    Gegenposition: Ich kann am Verhalten der Kollegin/Vorgesetzten überhaupt nichts Verwerfliches finden.
    Divino schreibt schon in die Richtung dessen, was ich auch meine.

    Ich stelle mir vor: jemand erzählt mir seine privat-beruflichen Probleme mit einer Person, mit der ich auch privat-beruflichen Kontakt habe - und ich finde es unangemessen. Sitze zwischen den Stühlen. Will aber nicht unhöflich sein - also versuche ich, schnell das Thema zu wechseln und schweigend drüber weg zu gehen. Nicht, weil ich die andere Person auflaufen lassen will, sondern, weil ich keine Stellung beziehen will/kann UND es mir und der klagenden Person ersparen möchte, genau das zu sagen, was die Kollegin auf Nachfragen dann auch sagte: "Klär das besser mit XY persönlich. Ich mag mich da raushalten."

    Das aussprechen zu müssen, ist doof. Und das vorherige Schweigend-drüber-Weggehen war m. E. der diplomatische Versuch, beiden Beteiligten diese Ansage zu ersparen. Keine Antwort ist auch eine Antwort.

    Trotzdem tut es mir leid für Dich, daß Du ein solches Problem mit XY hast.

    Gruß Sin

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    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotzdem tut es mir leid für Dich, daß Du ein solches Problem mit XY hast.
    Dem und auch dem Rest des Post schließe ich mich an.

    Und möchte dann auch einmal eine Lanze für Vorgesetzte brechen.

    Was sollen die eigentlich alles tun? Trösten, Kümmern, Partei ergreifen, Rücken frei halten, Probleme für andere lösen, zuhören, nett sein, diplomatisch ... und, und, und.

    Vorgesetzte sind keine Supermänner oder -frauen, sondern auch nur Menschen.

    Manchmal hilft es auch seine eigenen Erwartungen bezüglich seine Gegenübers mal zu überprüfen und sich zu fragen, ob man, wie in diesem Fall vielleicht nur versucht hat ein lästiges Problem auf die Schultern eines anderen Menschen zu legen und jetzt verwundert ist, weil der gesagt hat: "Trag selber."

    Wenn Du (die TE) für Dich selber feststellst, dass Du mal positives Feedback brauchst oder in den Arm genommen werden möchtest oder einfach mal nur "Ja, Du hast Recht." hören möchtest, zu wem gehst Du dann?

    Ich habe eine beste Freundin, bei der ich schon das Telefongespräch mit den Worten. "Ich will jetzt jammern und Du musst mir sagen das ich Recht habe." beginnen kann.

    So einen Menschen wünsche ich jedem im Leben. Vielleicht war die Vorgesetzte da einfach der falsche Ansprechpartner?
    „Das Sinnen und Gedankenmachen hat keinen Wert, und man tut ja auch nicht, wie man denkt, sondern tut jeden Schritt eigentlich ganz unüberlegt so, wie das Herz gerade will.“
    (Siddhartha)

    „Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.“
    (Meine Erinnerung an Knulp)


    „Schritte, die man getan hat, und Tode, die man gestorben ist, soll man nicht bereuen.“
    (Heimat)

    Hermann Hesse

  6. Inaktiver User

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Zitat Zitat von Martha73 Beitrag anzeigen
    Ich habe eine beste Freundin, bei der ich schon das Telefongespräch mit den Worten. "Ich will jetzt jammern und Du musst mir sagen das ich Recht habe." beginnen kann.

    So einen Menschen wünsche ich jedem im Leben. Vielleicht war die Vorgesetzte da einfach der falsche Ansprechpartner?
    Ja, genau sowas braucht man manchmal! Das hast Du schön geschrieben!

    PS: Du trägst meinen früheren Avatar! Das irritiert mich immer mal wieder - aber ich finde ihn auch immer schön zu sehen. Ich liebe das Photo so!

  7. Inaktiver User

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Ich weiß nicht. Auch als Vorgesetzte kann man vermitteln.

    Wenn Du in einem größeren Unternehmen arbeitest, geh zum Betriebsrat oder schau, ob es jemanden bei HR gibt, der Mentoring macht und Dir hilft.

  8. Inaktiver User

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Wie ist denn die Hierarchie? Ist sie deine und/ oder seine Vorgesetzte? Wer berichtet an wen? Wenn ich auf dem gleichen Level wie ein Kollege bin und einer seiner Mitarbeiter würde sich bei mir über ihn beschweren, würde ich auch lieber nichts dazu sagen.

    Souverän wäre "Dazu kann ich nichts sagen, das müsst ihr direkt klären." Aber wenn ich das Gefühl hätte, dass gar kein Wunsch nach Klärung, sondern bloß ein bisschen Gejammer vorliegt, würde ich vielleicht auch einfach so drüber hinweg gehen.

  9. Inaktiver User

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Eine Vorgesetzte ist genau das
    Keine Freundin.
    Und keine Vermittlerin.
    Das kann man mit Grenzen teils machen, allerdings kann es prekäre Auswirkungen haben auf das Betriebsklima.
    Und zwar dann, wenn man sich Leute an seine Seite zieht.
    Das wollte diese evtl nicht...

    Ich kann nur mutmaßen..

  10. User Info Menu

    AW: Problem erzählt - als Antwort Themenwechel!

    Liebe Spatz,

    ich finde Deine Erwartung an die Kollegin/Vorgesetzte auch etwas unprofessionell - wobei ich natürlich nicht weiß, wie persönlich Euer Verhältnis sonst ist, aus Deinen Posts klang es für mich jetzt aber nicht nach einem besonders engen oder gar freundschaftlichen Verhältnis.

    Das hier:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich mir aber irgendwie von ihrer Art erhofft habe, so wie sie auf mich wirkt, dass sie wenigstens ein "Das tut mir leid für dich, dass du dich jetzt so fühlst" oder ein "Manches wird nur halb so heiß gegessen wie's gekocht wird" oder wenigstens ein "Vielleicht hatte der andere einen schlechten Tag, nimms nicht persönlich" hätte bringen können.
    ist für meinen Geschmack für eine Arbeitssituation schon zu "gefühlig", und das hier:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe dann selbst mutig das Zepter in die Hand genommen und vorsichtig gefragt: "Nun - ich weiß, ich habe gerade etwas viel erzählt, aber ich bin etwas erstaunt, dass von dir so gar nichts kommt, ich hätte mir schon wenigstens ein oder zwei mitmenschliche Worte erwartet. Bin nun etwas irritiert."
    hätte ich anstelle der Kollegin/Vorgesetzten schon eher unangenehm aufdringlich gefunden - ich wäre davon ausgegangen, dass mein Nichteingehen auf dein Anliegen bereits auf "schonende" Weise deutlich gemacht hat, dass ich es nicht angemessen finde, mich zu äußern. Vielleicht ist sie gar nicht Deiner Ansicht, dass XY in der betreffenden Situation etwas falsch gemacht hat, und möchte daher nicht durch eine positive Rückkopplung an Dich den Eindruck erwecken, dass sie Deine Sichtweise der Situation teilt? Vielleicht möchte sie verhindern, dass Du nach einer solchen Reaktion zu einer anderen Person (oder auch zu XY) sagen würdest, die Kollegin ABC sieht das auch so? (Ich will das nicht unterstellen, kenne Dich ja gar nicht, aus der Ferne erscheint es mir aber denkbar.)

    Ich finde Deinen Wunsch nach emotionaler Unterstützung total nachvollziehbar, denke aber wie einige andere auch, dass Du diese lieber außerhalb der Arbeit suchen solltest.

    Viele Grüße
    Lizabeth

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