"Sie war ihrem Mann die beste Ehefrau, die er sich nur je wünschen konnte" - DAS ist der eine, einzige Satz, auf den es mir ankommt, wenn man den am Ende meines Lebens sagen kann, habe ich alles richtig gemacht und mehr interessiert mich nicht (mehr).
Zu erzählen gäbe es natürlich noch sehr viel mehr - meine diversen Auszeichnungen, mein früheres ehrenamtliches Engagement usw usf -, aber das liegt alles weeeeeeeit hinter mir und ist heute völlig belanglos für mich. MEIN MANN und sein Wohlergehen ist das, was noch wichtig ist.
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Thema: Die Grabrede
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19.11.2014, 00:43Inaktiver User
AW: Die Grabrede
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19.11.2014, 06:33Inaktiver User
AW: Die Grabrede
Was in meiner Grabrede gesagt wird, ist mir herzlich wurscht!
Wenn, dann ist mir wichtig, was zu Lebzeiten über mich und mit mir geredet wird.
@Karla48 ...
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19.11.2014, 08:59
AW: Die Grabrede
Danke euch!

Ich musste selber noch kichern, als ich später schon im Bett lag.
Die Worte flossen mir so aus dem linken Handgelenk.
PS
Wie schön, dass ich mich als ganzen Menschen sehe, und nicht hauptsächlich als "Ehefrau". Wie traurig ist das denn.
The original Karla
est. 2006











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19.11.2014, 09:23
AW: Die Grabrede
Das hat mich auch gerade sehr betroffen gemacht. So selbstlos (?) bin ich nicht - und möchte es auch nicht sein.
Was mir ganz wichtig ist: Dass ich mir selbst treu bleibe!
Aber ob dem so ist, kann ich ja letztlich nur selbst beurteilen und vermutlich wird es derjenige, der dann später dem Grabredner Infos über mein Leben gibt, auch nicht so genau wissen. Und mir ist das dann sowieso egal.Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)
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19.11.2014, 09:25Inaktiver User
AW: Die Grabrede
Wer was sagt, wird des Platzes verwiesen. Nee, ich habe ein langes Musikstück, das ich spielen lassen würde, und das sagt für mich alles aus.
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19.11.2014, 15:17
AW: Die Grabrede
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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19.11.2014, 15:36Inaktiver User
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19.11.2014, 15:40Inaktiver User
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19.11.2014, 15:44Inaktiver User
AW: Die Grabrede
Weder noch !

Nur einfach eine Frau, die aller beruflicher / ehrenamtlicher Erfolg nicht ansatzweise so glücklich gemacht hat, wie ihre Ehe jetzt und deren Prioritäten sich weg von all dem, was auf Außenwirkung bedacht ist, hin zum "Glück im stillen Winkel" verschoben haben und die das dann bitte auch in ihrer Grabrede gewürdigt hören möchte.
Karla, was Du schreibst, finde ich absolut nicht erstrebenswert und auch nicht lustig.
Und ja, ich denke, ich kann's beurteilen, weil ich einiges davon - in sehr viel bescheidenerem Rahmen natürlich - schon erlebt habe.
Je mehr man sich hier und da engagiert, dieses und jenes ausprobiert, in die Wege leitet, desto mehr hat man auch die Möglichkeit, sich bei Schwierigkeiten an einer Stelle dann eben auf eine andere Sache zu fokussieren.
Man kann den Problemen ausweichen, statt sich ihnen zu stellen und wird deshalb eine gewisse Oberflächlichkeit nie wirklich verlieren.
Aber sich jahrzehntelang auf einen einzigen Menschen zu konzentrieren, da zu bleiben, auch, wenn es mal nicht alles rosig ist, standzuhalten, DAS ist - für mich, in meinen Augen - das bei Weitem Wertvollere, weil sehr viel schwieriger und irgendwie auch aufrichtiger/ehrlicher/wahrhaftiger.
Und deshalb ist meine hoffentlich auch langfristig gelingende Ehe der eine, einzige Punkt, auf den ich am Ende stolz sein möchte und der mich selber überhaupt interessiert.
Darüberhinaus finde ich es reichlich befremdlich, daß hier jetzt schon der Inhalt von fiktiven Grabreden kommentiert/bewertet wird. Irgendwo, denke ich, sollte es eine Grenze geben, nach der man sich nicht weiter in andere Lebensentwürfe "einmischt".
Dieser Strang bestätigt mich vollkommen in meiner Einschätzung, mich weitestgehend auf meinen Mann, unsere Ehe und unsere Katzen zu konzentrieren.
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19.11.2014, 16:45Inaktiver User
AW: Die Grabrede
Ich denke seit heute Morgen darüber nach - mir fällt nichts ein!
Ich möchte Menschen an meinem Grab stehen haben, die mich lieben, vermissen - aber weniger trauern, als sich freuen, mich gekannt und geliebt zu haben.
Klar will ich ein ausgefülltes Leben führen - daran arbeite ich beständig. Aber das interessiert mich nach meinem Tode dann nicht mehr so sehr...
Die Zeit bis dahin ist es, die zählt! Und die will ich so gut als möglich ausfüllen, leben, bewußt erleben, intensiv, so authentisch und mir selbst treu, wie ich kann. Und mit mir lieben und wertvollen Menschen um mich herum.
Sin


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