Ja, so ist das. Und ja, es ist anstrengend.
Im Schriftlichen läuft es - im wissenschaftlichen/fachlichen Bereich - so.
Und wenn Du in diesem Kontext quasi "offiziell" redest, dann mußt Du noch mal die Hälfte rausstreichen - mindestens! Und noch mehr auf verständliche Struktur und ggf. Zusammenfassungen und Wiederholungen (!) setzen. Denn in einem Vortrag kann man nicht noch mal nachlesen, was weiter vorne gesagt wurde, wenn einem der Verständnisfaden reißt. Die Aufnahmefähigkeit ist begrenzter - auch, wenn man schneller sprechen als schreiben kann, muß man gerade in einem mündlichen Vortrag also noch mehr komprimieren und runterbrechen auf zentrale Punkte.
Was anderes ist es in der "normalen" Kommunikation, insbesondere mit Menschen, die Dich gut kennen und ähnlich denken. Da kenne ich das auch, wildes, assoziatives Denken und Reden, und wenn der eine erklären will, wieso, dann weiß der andere es schon, weil er die gleichen Gedankenschritte gemacht, nur nicht ausgesprochen hat, die gleichen Schlußfolgerungen zieht und noch aufgrund gemeinsamer Erfahrungen und Prägungen gleiche Assoziationsketten hat. Das geht aber nur mit manchen Menschen. Und ist schön.
@Klecksfarben: Das mag sein, find ich aber komisch, denn ich bin ja eigentlich immer die, die nichts weiß. Ich gehe tatsächlich meistens davon aus, dass alle mehr wissen als ich - schließlich reden auch alle so. Wenn dann erst beim Umsetzen festgestellt wird, dass dem nicht so ist, ist es natürlich doof. Trotzdem halte ich mein "Wissen" für sehr begrenzt.![]()
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Na das ist doch wundervoll! Das Chaos ist zwar immer noch da - aber jetzt haben alle einen Sündenbock!Zitat von Inaktiver User
Hab einen schönen Abend!
Sin
Antworten
Ergebnis 31 bis 32 von 32
Thema: Missverständnisse
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22.11.2014, 17:35Inaktiver User
AW: Missverständnisse
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11.12.2014, 20:11Inaktiver User
AW: Missverständnisse
Ach vielleicht hast du Recht Original Sin, ich nehme evtl. auch einiges an, was gar nicht an mir liegt.
Trotz alldem ist mir heute erst wieder aufgefallen, dass ich nicht wirklich nachvollziehen kann, wie man stundenlang in Besprechungen um den heißen Brei herumredet...Mir ist dann aber auch klar geworden, evtl. haben die anderen auch ne andere Vorgehensweise als ich, ich brauch nen PC zum Ordnen von Gedanken und zum Vorbereiten, das machen die eben direkt am Fall. Da ich irgendwie immer das Gefühl habe, ein bisschen "anders" zu sein, google ich oft genug die Norm, während viele Leute davon ausgehen, dass sie die Norm sind.
Ich brauch ein wenig Background, bevor ich loslege und wenn es nur ist, nen kurzen Plan aufzuskizzieren um nen ganzheitlichen Ansatz zu finden, aber die Infos dazu, benötige ich nicht unbedingt angeleitet, das steht doch in den Ordnern - muss man ja nur öffnen. Daher verstehe ich solche Aussagen, wie "Wir haben keine Zeit uns mit dem neuen PC's zu befassen" nicht. Für mich ist das ne Grundlage, für die anderen eben ne Arbeitserschwerung. Und ich hab eben gern bevor ich mit anderen rede, mein Ergebnis schon fest. Das führt aber auch dazu, dass ich mich mit viel mehr Sachen und zu weit damit beschäftigt habe, daher bleibt dann oft was unausgesprochen oder in der Tasche.
Ich arbeite in einer eher "rückständigen" Branche mit viel Menschenkontakt. Ich bin da evtl auch nicht der typische Arbeitnehmer in dem Bereich - da ich mein Studium aus Leichtigkeitsgründen und nicht Enthusiasmus gewählt habe. Das ist dort selten und kann man auch nicht öffentlich aussprechen. Trotzdem gefällts mir dort sehr gut, da es für die Branche und für meine Bedürfnisse noch am ehesten angenehm ist. :)
Ich bin inzwischen auch dazu übergegangen jede Kleinigkeit anzusprechen, die mir versprochen wurde, aber so nicht eingehalten. Termine zum 3. Mal verschoben, etc., damit einfach auch mehr bewusst wird, dass ich da schon alles vorbereitet habe und warte und ich nicht die verzögernde Kraft bin. So fühle ich mich weniger verantwortlich, wenn irgendwas nicht hinhaut. Die Anleitungen hab ich schriftlich vorgefertigt und beim Rest sag ich einfach bewusster, ich warte schon, der Termin wurde verschoben, etc.





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