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  1. Inaktiver User

    AW: Missverständnisse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich was für andere lesbar schreiben soll, dann mach ich das auch - mir wird auch oft gesagt, ich schreibe ja so gut (verständlich/roter Faden, etc.) Es gab schon Situationen, in denen alle dachten, ich hätte es nicht verstanden, bis sie mein schriftliches Ergebnis gesehen haben. Für mich ist das aber ein immenser Aufwand - ich muss von Viel und Zusammenhängendes auf Wenig runter und die Hälfte der Sachen, die mir noch dazu einfällt weglassen. Das geht nur nach ewig langer Arbeit am PC. Daher habe ich es hier z.B. so gemacht, wie ich denke - weil es mir privat zu vie Aufwand darstellt.
    Ja, so ist das. Und ja, es ist anstrengend.

    Im Schriftlichen läuft es - im wissenschaftlichen/fachlichen Bereich - so.
    Und wenn Du in diesem Kontext quasi "offiziell" redest, dann mußt Du noch mal die Hälfte rausstreichen - mindestens! Und noch mehr auf verständliche Struktur und ggf. Zusammenfassungen und Wiederholungen (!) setzen. Denn in einem Vortrag kann man nicht noch mal nachlesen, was weiter vorne gesagt wurde, wenn einem der Verständnisfaden reißt. Die Aufnahmefähigkeit ist begrenzter - auch, wenn man schneller sprechen als schreiben kann, muß man gerade in einem mündlichen Vortrag also noch mehr komprimieren und runterbrechen auf zentrale Punkte.

    Was anderes ist es in der "normalen" Kommunikation, insbesondere mit Menschen, die Dich gut kennen und ähnlich denken. Da kenne ich das auch, wildes, assoziatives Denken und Reden, und wenn der eine erklären will, wieso, dann weiß der andere es schon, weil er die gleichen Gedankenschritte gemacht, nur nicht ausgesprochen hat, die gleichen Schlußfolgerungen zieht und noch aufgrund gemeinsamer Erfahrungen und Prägungen gleiche Assoziationsketten hat. Das geht aber nur mit manchen Menschen. Und ist schön.

    @Klecksfarben: Das mag sein, find ich aber komisch, denn ich bin ja eigentlich immer die, die nichts weiß. Ich gehe tatsächlich meistens davon aus, dass alle mehr wissen als ich - schließlich reden auch alle so. Wenn dann erst beim Umsetzen festgestellt wird, dass dem nicht so ist, ist es natürlich doof. Trotzdem halte ich mein "Wissen" für sehr begrenzt.




    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bin dort seit einem dreiviertel Jahr. Da herrscht allerdings Chaos und so alle 2 Monate wird versucht das Chaos zu entzerren. Aber das bleibt dann liegen, weil das Chaos einfach nur durch Zusatzaufgaben die nur imaginäre Personen erledigen könnten entzerrt werden soll und dann kommt wieder die Zielsetzungen: Wir krempeln alles um und dazu muss ich mich eben auch besser "ausdrücken".
    Na das ist doch wundervoll! Das Chaos ist zwar immer noch da - aber jetzt haben alle einen Sündenbock!

    Hab einen schönen Abend!

    Sin

  2. Inaktiver User

    AW: Missverständnisse

    Ach vielleicht hast du Recht Original Sin, ich nehme evtl. auch einiges an, was gar nicht an mir liegt.

    Trotz alldem ist mir heute erst wieder aufgefallen, dass ich nicht wirklich nachvollziehen kann, wie man stundenlang in Besprechungen um den heißen Brei herumredet...Mir ist dann aber auch klar geworden, evtl. haben die anderen auch ne andere Vorgehensweise als ich, ich brauch nen PC zum Ordnen von Gedanken und zum Vorbereiten, das machen die eben direkt am Fall. Da ich irgendwie immer das Gefühl habe, ein bisschen "anders" zu sein, google ich oft genug die Norm, während viele Leute davon ausgehen, dass sie die Norm sind.


    Ich brauch ein wenig Background, bevor ich loslege und wenn es nur ist, nen kurzen Plan aufzuskizzieren um nen ganzheitlichen Ansatz zu finden, aber die Infos dazu, benötige ich nicht unbedingt angeleitet, das steht doch in den Ordnern - muss man ja nur öffnen. Daher verstehe ich solche Aussagen, wie "Wir haben keine Zeit uns mit dem neuen PC's zu befassen" nicht. Für mich ist das ne Grundlage, für die anderen eben ne Arbeitserschwerung. Und ich hab eben gern bevor ich mit anderen rede, mein Ergebnis schon fest. Das führt aber auch dazu, dass ich mich mit viel mehr Sachen und zu weit damit beschäftigt habe, daher bleibt dann oft was unausgesprochen oder in der Tasche.

    Ich arbeite in einer eher "rückständigen" Branche mit viel Menschenkontakt. Ich bin da evtl auch nicht der typische Arbeitnehmer in dem Bereich - da ich mein Studium aus Leichtigkeitsgründen und nicht Enthusiasmus gewählt habe. Das ist dort selten und kann man auch nicht öffentlich aussprechen. Trotzdem gefällts mir dort sehr gut, da es für die Branche und für meine Bedürfnisse noch am ehesten angenehm ist. :)

    Ich bin inzwischen auch dazu übergegangen jede Kleinigkeit anzusprechen, die mir versprochen wurde, aber so nicht eingehalten. Termine zum 3. Mal verschoben, etc., damit einfach auch mehr bewusst wird, dass ich da schon alles vorbereitet habe und warte und ich nicht die verzögernde Kraft bin. So fühle ich mich weniger verantwortlich, wenn irgendwas nicht hinhaut. Die Anleitungen hab ich schriftlich vorgefertigt und beim Rest sag ich einfach bewusster, ich warte schon, der Termin wurde verschoben, etc.

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