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  1. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ja, ich mag es weder im Negativen noch im Positiven, diese Schicksalsgläubigkeit i. S. v. "bekommen, was man verdient". Ob nun religiös oder esoterisch.

    Wobei ich Ofenkatze so verstehe, daß sie eben gerade nicht die Verantwortung abgeben will sondern wieder für sich annehmen, um eben ihr Leben zum Besseren zu verändern. Und das ist doch positiv!

  2. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, ich mag es weder im Negativen noch im Positiven, diese Schicksalsgläubigkeit i. S. v. "bekommen, was man verdient". Ob nun religiös oder esoterisch.

    Wobei ich Ofenkatze so verstehe, daß sie eben gerade nicht die Verantwortung abgeben will sondern wieder für sich annehmen, um eben ihr Leben zum Besseren zu verändern. Und das ist doch positiv!
    Ja, so sehe ich das auch. Sie will die Verantwortung für ihr Leben, ihre Beziehung übernehmen und das zum Positiven ändern. Sie hat gemerkt, dass sie das doch in der Hand hat, obs nun ein Beziehungsaus wird oder was auch immer. Sie muss diese Beziehung ja nicht so führen.

  3. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wobei ich Ofenkatze so verstehe, daß sie eben gerade nicht die Verantwortung abgeben will sondern wieder für sich annehmen, um eben ihr Leben zum Besseren zu verändern. Und das ist doch positiv!
    Das ist positiv, keine Frage. Aber der Zusatz "verdient" impliziert, dass jemand, der nichts ändert, sich seinem Schicksal hingibt und dafür die volle Verantwortung trägt. Ob jemand aktuell in der Lage ist, etwas zu ändern, oder jemand es nicht kann, wird dabei übersehen.

    In Einzelfällen denke ich das auch manchmal. Allerdings würde ich die These nicht als allgemeinen Grundsatz formulieren. Dafür sind Menschen zu unterschiedlich und zu unterschiedlich hilfsbedürftig.

  4. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist positiv, keine Frage. Aber der Zusatz "verdient" impliziert, dass jemand, der nichts ändert, sich seinem Schicksal hingibt und dafür die volle Verantwortung trägt. Ob jemand aktuell in der Lage ist, etwas zu ändern, oder jemand es nicht kann, wird dabei übersehen.

    In Einzelfällen denke ich das auch manchmal. Allerdings würde ich die These nicht als allgemeinen Grundsatz formulieren. Dafür sind Menschen zu unterschiedlich und zu unterschiedlich hilfsbedürftig.

    Grundsätzlich ist aber die Sichtweise, dass man selbst vieles in der Hand hat und auch ändern kann, ein entscheidender Vorteil, wenn es um positive Entwicklung und Gestaltung des eigenen Lebens geht.

    Die Sichtweise, dass man gar nichts ändern kann und es eben nicht geht, weil..... trägt auch ihre Früchte.

    Was ist nun besser für den jeweiligen Menschen?

    Ich habe mich entschieden. Und nein, es war nicht so, dass ich nichts zu bewältigen hatte, da würde einige hier staunen, aber ich will es auch nicht breit treten, aber von nix kommt nix und ungelöste Probleme schleppt man mit sich rum. Das zieht runter und kostet dann wirklich oft mehr Kraft als das ehemalige Ereignis. Wenn man will findet man Lösungen, andere finden nur Ausreden. Ja und wenn man diese Einstellung hat, dann hält man sich von solchen Menschen auch möglichst fern, weil das nie oder nur kurz passen wird.

  5. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist aber die Sichtweise, dass man selbst vieles in der Hand hat und auch ändern kann, ein entscheidender Vorteil, wenn es um positive Entwicklung und Gestaltung des eigenen Lebens geht.

    Die Sichtweise, dass man gar nichts ändern kann und es eben nicht geht, weil..... trägt auch ihre Früchte.
    Gebe ich dir in beiden Fällen recht. Aber es geht ja um das allgemeine Postulat "verdient". Hat eine Frau einen mobbenden Kollegen verdient? Einen hartnäckigen Verehrer, der trotz aktiver Ansage der Frau weiterhin nervt?

    Klar, in einer Beziehung hat man es in der Hand, aber außerhalb wird's komplexer und nur das alleinige Handeln beseitigt das Problem dann noch lange nicht. Nur, hätte sie das dann verdient?.

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich finde auch: "verdient" klingt nach Strafe, egal ob religiös oder "nur" moralisch. Aber auch die Variationen die es im Deutschen davon gibt - von "Wie man sich bettet, so liegt man" bis "Jeder ist seines Glückes Schmied" - haben was Selbstgerechtes und Vorwurfsvolles. In der Regel sitzt jemand, der sowas sagt, in einem ziemlich weichen Sattel auf einem ziemlich hohen Ross.

    Es ist eben nicht so, dass man alle Aspekte, die ein gutes Leben ausmachen, immer selbst bestimmen kann. Und es gibt Entscheidungen, die in einer bestimmten Lebensphase richtig sind, aber später einfach nicht mehr passen. Weil man sich weiterentwickelt hat oder weil sich die Rahmenbedingungen verändert haben. Wenn man das erkennt und darunter leidet, kann man eine neue Entscheidung treffen. Aber sobald diese Entscheidung nicht nur einen selbst, sondern auch noch andere Menschen betrifft, vielleicht noch jemanden, mit dem Jahre seines Lebens verbracht hat, kann das eben sehr schwer sein. Gerade dann, wenn man eine moralisch "gute" Entscheidung treffen will.

    Das Brecht-Zitat von Magali_J ist toll. Aber mir fällt auch noch dieses von Emily Dickinson ein:

    "Parting is all we need to know of hell."

    Ganz ohne Schmerzen wird es also nicht über die Bühne gehen, trotzdem würde ich der TE raten, die Tür zuzumachen, damit es nicht dauerhaft kalt wird.
    Jimson weed is a common name for a plant known botanically as Datura stramonium, which has been used as a medicine and intoxicant for centuries.Psychological effects include confusion, euphoria, and delirium.

  7. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gebe ich dir in beiden Fällen recht. Aber es geht ja um das allgemeine Postulat "verdient". Hat eine Frau einen mobbenden Kollegen verdient? Einen hartnäckigen Verehrer, der trotz aktiver Ansage der Frau weiterhin nervt?

    Klar, in einer Beziehung hat man es in der Hand, aber außerhalb wird's komplexer und nur das alleinige Handeln beseitigt das Problem dann noch lange nicht. Nur, hätte sie das dann verdient?.
    Sieh das vielleicht dann doch etwas esoterischer, denn man kann an diesen Dingen reifen und auch da weiß ich von was ich spreche. Entweder man zerbricht oder man wächst. Insofern ist das alles gar nicht so schlimm, man bekommt wesentlich mehr Handling in Bezug auf Probleme als manch anderer Mensch. Und das in gewisser Weise hinzunehmen und bereit zu sein daran zu wachsen, ist nicht das Schlechteste. Ich sehe wie schnell bei mir derzeit alles voran geht.

    Es wird immer schwer sein, wenn man sich selbst als Opfer wahrnimmt. Klar ist die andere Sichtweise radikal, aber auch befreiend, wenn man sich an die Arbeit macht. Wer sagt, dass es einem Menschen langfristig besser geht, der sich als Opfer sieht und nur die Umstände dran Schuld sind? Der dürfte wenig bis gar keine Möglichkeiten wahrnehmen um etwas zu ändern. Der bleibt eher stehen. Aber auch dies ist jedem seine eigene Angelegenheit.

    Sieh es vielleicht ähnlich einer hilfreichen Eselsbrücke. Gar nicht so krampfig, sondern für einen selbst als hilfreich.

    Denn ist Mitleid hilfreich? Oft zieht das nur runter. Viel besser ist doch zu denken, dass man in vielem der Schöpfer ist und sich positiv gestimmt immer wieder ans Werk zu machen. Mit negativen Gedanken und sich selbst als Opfer sehend, wird man kaum langfristige Veränderungsprozesse gewuppt kriegen. das fehlt doch der Glaube daran.

    Und noch etwas, gerade wenn man negative Emotionen hat, wird man diese nicht einfach mit positiven Denken überdeckeln können. Es heißt sie wirklich wahrzunehmen und zu würdigen und dann erst können sie sich auflösen. Auch das ist Teil der Arbeit.
    Geändert von Inaktiver User (17.11.2014 um 11:56 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ja, man kann an allem reifen... aber Manches bliebe Manchem doch besser erspart. Und nicht alles ist für irgend etwas gut.

    Ich finde, dieses Leben läßt sich NUR ertragen, wenn man seine völlige Sinnlosigkeit anerkennt - und selbst sinnschöpfend tätig wird. Genügend Galgenhumor mitbringt. Und bereit ist, die Feste zu feiern, wie sie fallen.

    Sin

  9. gesperrt

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass man in der Regel genau das bekommt, was man will. Vielen ist bloß nicht klar, dass sie genau das wollen.

  10. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, man kann an allem reifen... aber Manches bliebe Manchem doch besser erspart. Und nicht alles ist für irgend etwas gut.

    Ich finde, dieses Leben läßt sich NUR ertragen, wenn man seine völlige Sinnlosigkeit anerkennt - und selbst sinnschöpfend tätig wird. Genügend Galgenhumor mitbringt. Und bereit ist, die Feste zu feiern, wie sie fallen.

    Sin
    Mir ist vieles nicht erspart geblieben. Ja, es stimmt schon, dass man am Besten Sinn schöpfend tätig ist und sich eben nicht vom eigenen Weg abbringen, nur hinführen lässt. Alles eine Frage der Sichtweise. Galgenhumor bringt es meist auch nicht. Dann besser die negativen Gefühle anerkennen und wirklich annehmen. Dann verschwinden die auch schneller.

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