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  1. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich denke auch, dass es eine gewisse Prägung gibt und eine bestimmte Sozialisation, die einem unbewusst zu immer gleichen Mustern verhilft. Und dass man deshalb vielleicht ein Leben lang immer wieder an die gleichen Partnereigenschaften gerät oder es viel zu lange mit dem einen Partner aushält. Und irgendwann im Leben kommt man an den Punkt, dies kritisch zu hinterfragen und sich dann grundsätzliche Fragen zu stellen.

    Aber wie im_Juli schon gesagt hat, es ist keine Gesetzmäßigkeit. Bei manchen geht es gut und bei manchen eben nicht. Menschen verändern sich. Mir persönlich sind diejenigen, bei denen es gutgeht, manchmal wirklich suspekt.

    Liebe Ofenkatze, vielleicht weißt Du die Antwort ja unbewusst schon, bist aber noch nicht so weit, anhand Deiner Überlegungen jetzt schon eine Entscheidung zu treffen.

  2. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Richtig. Ich bemängele derzeit meinen Partner ob seines Status und seiner körperlichen Präsenz. Das ist wahnsinnig oberflächlich und ich habe ihn doch genau SO auch kennengelernt! Also muss es ja mit mir selbst zu tun haben, und das ist für mich ein Grund, nicht einfach wegzurennen. Auch bei ihm bemerke ich einen gewissen Rückzug, der aus meiner Ablehnung resultiert.
    Im Bekanntenkreis fallen mir viele Leute ein, die auch mit 40 noch keine längere Beziehung geführt haben. Sie sind allesamt attraktiv und intelligent. Wo liegt der Grund, frage ich mich. Es muss doch mit ihnen selbst zu tun haben.

    DU solltest DICH fragen, warum du d e r z e i t so manches an IHM bemängelst?

    warum hat dich das nicht von anfang an gestört?

    was hat sich in deinem/euren leben verändert?

    es gibt nun mal im leben lebensabschnittsfreunde und lebensabschnittspartner.
    was heisst, man geht nur eine zeitlang im "gleichschritt".

    das sollte man akzeptieren.

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Aktuell bin ich sehr unglücklich in meiner Beziehung, und statt die Schuld bei ihm zu suchen, kommt mir immer mehr die ernüchternde Erkenntnis: ich habe ihn gewählt.
    "Schuld" ist mE nicht die geeignete Wortwahl, ofenkatze.

    Wenn Du unglücklich in der Beziehung bist, dann ist es naheliegend,
    dass Dein Partner ebenfalls nicht rundum glücklich mit Dir ist.
    Unzufriedenheit lässt sich nämlich schlecht bis gar nicht verbergen,
    sie zeigt sich am Grad der Zugewandtheit, in der Körpersprache, in den
    Reaktionen.

    Anstatt vor Dich hin zu denken und zu sinnieren, wäre es nicht
    hilfreicher, Dich mit Deinem Partner ehrlich auszusprechen?

  4. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Aber jeder kriegt den Partner, den er verdient hat.
    Du kannst nicht 10 Jahre in die Zukunft blicken und wissen, wie sich ein Partner entwickelt.

    Und "verdient" hört sich religiös strafend an, als ob ich etwas falsch/richtig gemacht habe, wenn sich mein Partner nach 10 Jahren negativ/positiv entwickelt.

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich denke, daß im Leben auch sehr vieles durch Glück und Zufall bestimmt ist.

    Der eine arbeitet bis zu seiner Pensionierung in ein und derselben Firma, verdient gut und der andere hat das Pech in einer Firma zu arbeiten, die z.B. pleite geht und damit kommt es zu Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Da kann man wohl nicht davon reden, daß der eine es verdient hat und der andere auch oder eben nicht.

    Dasselbe gilt auch für die Partnerwahl. Ich kann doch am Beginn einer Beziehung nicht immer absehen ob sich mein Partner mit den Jahren in eine negative Richtung entwickelt haben wird. Es gehört schon auch ein Quentchen Glück dazu, den richtigen Partner gewählt zu haben. Kein Paar, das in einer jahrzehntelangen glücklichen Beziehung lebt hat von Anfang an gewußt, daß das so sein wird.

  6. User Info Menu

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Nein - das sehe ich nicht so.
    Abgesehen davon, dass es sich für mich ein bisschen zu sehr nach "jedem das seine" über dem KZ Tor anhört, ist es so, dass die Menschen nur einen kleinen Bereich ihres Lebens wirklich beeinflussen können. Im privaten Bereich noch mehr als im beruflichen oder den allgemeinen Lebensumständen.
    Kriegen die Afrikaner, die in kleinen Booten übers Mittelmeer schippern und vor Lanzarote absaufen, was sie verdienen?
    Verdient der Waffenhändler zu Recht mehr als die Krankenschwester?
    Das soll nicht jeden davon abhalten, zu überdenken, was zur eigenen Situation geführt hat und was daran geändert werden könnte, aber die These halte ich für daneben.
    Severus

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Diese These, gerne auch "selber schuld!" kenne ich nur von Menschen, die anderen Menschen nicht helfen wollen. Und die sich selber wahnsinnig toll finden. Egomanen. Gibt´s in männlich und in weiblich.

    Weiträumig umfahren!
    The original Karla
    est. 2006


  8. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Diese These, gerne auch "selber schuld!" kenne ich nur von Menschen, die anderen Menschen nicht helfen wollen. Und die sich selber wahnsinnig toll finden. Egomanen. Gibt´s in männlich und in weiblich.

    Weiträumig umfahren!
    Ist es keine Hilfe jemanden darauf hinzuweisen, dass er selbst sich diese Beziehung ausgesucht hat und sie selbst so fortführt? Es ist ja hier hauptsächlich auf Beziehungen bezogen, wie die TE in ihrem Eingangspost schreibt und vielleicht noch auf den Job. Beide Bereiche sind freiwillig. Niemand muss mit einem Partner leben, der ihn unglücklich macht. Hartz IV gibt es ebenfalls. Sind Menschen die mit ständigem Gejammer uunbeweglich in ihrer Situation verharren und die Umwelt damit verpesten nicht viel egoistischer? Kosten sie andere nicht viel mehr Kraft und Nerven?


    Und das zur Arbeit:

    Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
    Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.
    Khalil Gibran
    Geändert von Inaktiver User (17.11.2014 um 10:17 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich möchte die Eingangsthese gern umformulieren:

    "Jeder ist selbst dafür verantwortlich, aus seinem Leben das Beste zu machen."

    Oder noch weiter/grundlegender gefaßt: "Jeder ist für sich selbst verantwortlich."


    Leben ist leider nicht gerecht und auch nicht politisch-korrekt. Manche Menschen haben bessere Ausgangschancen als andere. Manche haben mehr Glück. Zu einem Teil mag ein Mensch bestimmte andere Menschen anziehen - aber da wir nicht allein sind auf der Welt, sind wir auch nicht allein verantwortlich für das, was passiert. Die anderen Menschen bewegen sich ja auch, vielleicht auf uns zu, vielleicht von uns weg, vielleicht an uns vorbei oder über uns weg - und das auch von sich aus, aus eigener Motivation oder wieder noch aufgrund anderer fremder Einflüsse.

    Alles, was wir tun können: Das Beste draus machen. Für uns einstehen - und unsere Ideale. Für unsere Moral. Für eine Welt, in der wir leben wollen. An das Schicksal zu glauben, ist bequem.

    Sin

  10. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte die Eingangsthese gern umformulieren:

    "Jeder ist selbst dafür verantwortlich, aus seinem Leben das Beste zu machen."

    Oder noch weiter/grundlegender gefaßt: "Jeder ist für sich selbst verantwortlich."
    So umformuliert, stimme ich dir zu, da es keine Wertung enthält. Das Wort "verdient" enthält aber eine Wertung und erinnert mich stark an die Gedankengänge der religiös geprägten Tea Party-Bwegung.

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