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  1. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich hab ein grundsätzliches Problem mit dem Titel.

    Ich finde auch, "verdient" hört sich zu hart an. Das klingt, als hätte man sein
    eigenes negatives Schicksal sozusagen selbst rückwirkend verschuldet. Das ist
    ziemlich destruktiv.
    Streich das "ziemlich". Es ist destruktiv.
    Ein mit einem Herzfehler geborenes Kind hat also auch bekommen, was es "verdient"?

    Ofenkatze, ich sehe schon, um was es dir geht: deinen Eigenanteil herausfinden an der Situation, in der du steckst, um dich daraus lösen und gewisse Verhaltensmuster verändern zu können. Aber die destruktive Theorie, die du da aufstellst, hilft dir nicht wersentlich weiter, die endet nur in Selbstvorwürfen.

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Ich habe bewusst geschrieben, dass es mir nicht um Krankheiten und Schicksalsschläge geht bei der These. Sondern um Situationen, in die Menschen sich bringen, und dann unglücklich mit den Folgen weiterleben. Oder besser: warum handeln so viele Leute entgegen ihrem Bauchgefühl? Warum durchbrechen sie auch erkannte Muster nicht oder kaum?

  3. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Sie sind allesamt attraktiv und intelligent.
    Das ist der Grund-sie spüren keinen Defizit und wollen nicht so halbgare Beziehungen, nur um eine Beziehung zu haben. Oder müssen nicht durchgefüttertr werden. oder barauchen keinen, dem sie ein Kind anhängen müssen.

    "Jeder kriegt das , was er verdient ist nicht provokant-sondern schlichtweg dumm: Niemand kriegt bestimmte Gegebenheiten, weil er sie verschuldet hat.

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Aber jeder kriegt den Partner, den er verdient hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Sag das einer Frau, die von ihrem Mann regelmässig zusammengeschlagen und vergewaltigt wird.
    Hat sie diesen Partner "verdient"

    Es gab vielleicht Gründe, die in ihren Verhaltensmustern liegen, weshalb sie sich auf eine destruktive Beziehung einliess, und auch dafür, weshalb sie sich nicht daraus lösen kann. Aber "verdient" hat sie es auf keinen Fall, das würde ich vehement abstreiten.

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    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Jeder kriegt das , was er verdient ist nicht provokant-sondern schlichtweg dumm: Niemand kriegt bestimmte Gegebenheiten, weil er sie verschuldet hat.
    Das ist natürlich genauso falsch. Denn manchmal - sogar ziemlich oft - kriegt man das, was man sich erarbeitet oder was man angestrebt hat. Wenn ich gezielt und hart für eine Prüfung lerne, werde ich sie normalerweise auch bestehen. Wenn ich meine Mitmenschen fair behandele, kommt das in der Regel auch so wieder zurück zu mir. Wenn ich mich gesund ernähre und bewusst lebe, werde ich mich höchstwahrscheinlich besser fühlen, als wenn ich rauche wie ein Schlot und saufe, übermässig fresse usw.

    Nur kann man leider keine Gesetzmäßigkeiten ableiten, die immer gelten. Von Schicksalsschlägen sowieso mal abgesehen, zieht man nicht automatisch Menschen in sein Leben, die schlecht sind, weil mit einem selbst irgendwas nicht stimmt. Hier gibt es einfach viel zu viele Variabeln, man kann nicht A tun oder sein und zieht B an. Oft täuscht man sich auch einfach oder der andere und bemerkt seinen Irrtum errst viel später. Dann spielen Umgebung und allgemeine soziale Kontakte, die auch wieder von vielen Faktoren abhängen, eine Rolle.

    Bis zu einem gewissen Maße hat man Erfolg oder Misserfolg sicherlich in der Hand. Wenigstens die Richtung lässt sich bewusst steuern. Persönliche Voraussetzungen lassen sich kaum oder nur schwer verändern unter Umständen, dennoch können im Rahmen ihrer Möglichkeiten die meisten relativ erfolgreich sein, wenn sie sich dafür anstrengen.

  7. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Aber jeder kriegt den Partner, den er verdient hat.
    Stimmt und stimmt nicht. Manche kriegen eben genaus das Gleiche, andere haben Glück mit dem scheinbar großen Lottogewinn: Trotzdem: Was zeichnet die aus, die den scheinbar großen Gewinn ziehen-und die , die nur die dicke Couchkartoffel und Sozialämöbe bekommen? Und sind einige dick, weil sie es verdient haben?Habe ich oder eine andere die Supergurke verdient, weil ich sie mir ausgesucht habe? Nö-Supergurken offenbaren sich in der Regel eher später als früher und wenn ich dann davon ausgehe, dass ich sie ja verdient habe, weil ich nix anderes kann , als Supergurken anzuziehen?
    Aber mit Sicherheit kriegt jeder nicht eine Vergewaltigung,seelische Misshandlungen oder whatever, weil er/sie sie verdient hat.

  8. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Ich bemängele derzeit meinen Partner ob seines Status und seiner körperlichen Präsenz. Das ist wahnsinnig oberflächlich und ich habe ihn doch genau SO auch kennengelernt! Also muss es ja mit mir selbst zu tun haben, und das ist für mich ein Grund, nicht einfach wegzurennen.
    Ja, vielleicht hat es was mit Dir zu tun.

    Hast Du schon mal daran gedacht, dass er immer noch der gleiche wie vor ein paar Jahren ist, Du Dich hingegen verändert... entwickelt hast?

    Sowas kann passieren und ist ganz normal.

    Von Bertold Brecht gibt es dazu ein tolles Zitat:
    Wenn ein Freund geht, sollte man die Türe schließen, damit es nicht kalt wird.

  9. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Denn manchmal - sogar ziemlich oft - kriegt man das, was man sich erarbeitet oder was man angestrebt hat.
    Das stimmt-und auch, das es i.d.R. keine Gesetzmäßigkeiten gibt, die sich daraus ableiten lassen.
    Und natürlich ist alles Energie und keine Energie geht verloren, sondern wird transformiert. Was in der Physik stimmt, lässt sich aufs Leben übertragen-aber das man, salopp gesprochen, das kriegt, was man verdient-da müsste man an der Welt zweifeln.

  10. Inaktiver User

    AW: Provokante These: jeder kriegt das, was er verdient.

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Ich meine keine Schicksalsschläge, sondern bewusst gewählte Lebenswege. Wahl des Partners, des Berufs...

    ich habe ihn gewählt.

    Ja, so sehe ich das. Partnerschaft und Beruf sind freiwillig und selbst gewählt. Manche haben scheinbar nur einen Partner, um nicht allein zu sein mit sich selbst und sind dafür lieber unglücklich, haben aber eine Ahnung davon, dass sie sich bei einer Trennung mit sich selbst auseinandersetzen müssten.

    Glück und Freude teilen wenige Partner miteinander und vor allem wirkliche Liebe. Die muss man allerdings zuerst einmal für sich selbst finden.

    Es gibt Ausnahmen und wenn man diese Paare sieht abgesehen von der ersten Verliebtheitsphase, dann freut man sich einfach.

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