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  1. Inaktiver User

    Bedingungslose Liebe

    Hallo liebe Bri-Gemeinde,

    ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Thematik "Bedingungslose Liebe". Leider findet man darüber nicht viel im Netz, was nicht mit Dualseelen zu tun hat. Diese Thematik ist mir allerdings ein wenig zu "abgedreht", obwohl ich meine Geschichte in einigen Punkten dort wiederfinde. Doch ich glaube nicht, dass die betreffende Person meine "Dualseele" ist, soweit es sowas überhaupt gibt.

    Kennt von Euch jemand "bedingungslose Liebe", nicht unbedingt mit seinem Partner, sondern mit einer "unerreichbaren" Person, also mehr einseitig? Vielleicht sogar zum gleichen Geschlecht? Ich würde mich so gerne mal mit jemandem austauschen, der das kennt und einen nicht für "bekloppt" erklärt, wenn man davon redet.

    Auch wenn Ihr es noch nicht erlebt habt: Glaubt Ihr, dass es sowas geben kann?

    Ist hier vielleicht auch jemand, der in der Rolle derjenigen war, die von jemand anderem auf diese Weise geliebt, es aber nicht zurück geben konnte? Die Erfahrung würde mich auch mal interessieren.

    Ich freue mich auf einen Austausch!

    LG Butterfly

  2. Inaktiver User

    AW: Bedingungslose Liebe

    Bedingungslos ist ein sehr schwieriger Begriff. Ich meine, dass man, wenn man gibt, immer irgendetwas zurueckbekommt, oder? Wenn es dennoch so sein sollte und das Ganze einseitig ist, dann ist die Frage, wodurch sich diese Bereitschaft zum Bedingungslosen ergibt?
    Bedingungslos lieben heisst fuer mich, sich zu einem bestimmten Grad selbst zu verlieren.

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    AW: Bedingungslose Liebe

    bedingungslose Liebe gibts für mich nur zwischen Kind und erwachsener Bezugsperson. Ich liebe mein Kind bedingungslos, aber keinen Erwachsenen. Da erwarte ich eine Ausgewogenheit im Geben und Nehmen. Ansonsten wäre es eine Liebe, die nicht lebbar wäre. Wenn ich es trotzdem versuchen würde, dann wäre es keine Liebe mehr, sondern Verstrickung.

    Ich hatte das mal, und seitdem kenne ich den Unterschied.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  4. Inaktiver User

    AW: Bedingungslose Liebe

    Ich denke, du meinst eine Schattenliebe, in deinem Fall eine gleichgeschlechtliche Schattenfrau. Ob es einen Unterschied zu einem Schattenmann gibt, weiß ich nicht. Aber vielleicht schreibst du dort mit, wenn du hier keine Antworten erhälst.

  5. gesperrt

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    AW: Bedingungslose Liebe

    ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Thematik "Bedingungslose Liebe". Leider findet man darüber nicht viel im Netz,
    Dann schau mal hier: Idealisierte Liebe
    Idealisierung (Psychologie)

    Und hier die Extremformen: krankhafte Liebe
    Krankhafte Liebe und die Idealisierung der Frau | Der Anna Code

    Liebeswahn

    LIEBESWAHN

    Grüße
    Luftpost

  6. gesperrt

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    AW: Bedingungslose Liebe

    sorry doppelt

  7. Inaktiver User

    AW: Bedingungslose Liebe

    Hallo zusammen,

    erstmal danke, dass doch noch Antworten kamen. Stichwort "Idealisierte Liebe" trifft es vielleicht am besten.

    Im Spirituellen ist die "bedingungslose Liebe" ja irgendwie das höchste anzustrebende Gut, was man erreichen kann. Stichwort Agape z. B. Da finde ich mich auch irgendwo wieder. Allerdings finde ich die Thematik der Dualseelen, die ja auch in diesem Zusammenhang oft auftaucht, nicht schlüssig und passend für mich, da diese ja auch impliziert, dass man eigentlich zusammen gehört, aber erst irgendwelche Aufgaben lösen muss. Ich glaube nicht, dass sie und ich "zusammen gehören", auch wenn ich durch sie viel fürs Leben gelernt habe.

    Es ist so, dass der Kontakt zu meiner "Freundin" nicht mehr vorhanden ist. Das Gefühl für sie habe ich aber noch, jedoch ohne Hoffnung oder überhaupt den Wunsch, den Kontakt wieder aufleben zu lassen. Im Grunde wäre es von Anfang an besser gewesen, es für mich zu behalten.

    In der Gesellschaft driftet das Thema ja sehr oft in die "verrrückte" Ecke. Man ist "verstrickt", "krank" (sieht man ja hier im Thread auch) oder "abhängig" oder was weiß ich. Und das nervt mich, weil es eine zusätzliche Schwierigkeit mit sich bringt. Nämlich sich dem Eindruck des "psychisch nicht normalen" zu erwehren. Das ist und war auch in meinem Verhältnis zu meiner Freundin das größere Problem, nicht meine Liebe zu ihr. Ständig sah ich mich in der Position, mich gegen Unterstellungen wehren zu müssen oder mir haltlose Vorwürfe anhören zu müssen. Einfach weil es so wenig Verständnis für diese Form der Liebe gibt. Die Liebe zu ihr war für mich nie ein Problem, sondern immer nur die Vorurteile (auch und besonders auf ihrer Seite), die damit einher gingen und gehen.

    Ich habe mich immer gefragt, ob ich Erwartungen an sie habe. Aber bis auf die Erwartung, dass meine Gefühle und meine Person einfach respektiert werden (so wie ich respektiere, dass ich ihr nicht so wichtig bin), waren da keine "Bedingungen" an sie geknüpft. Die Liebe, die ich durch sie empfinden kann, ist so großartig, dass ich nichts weiter brauche. Doch leider kommt das nicht an.

    Ich habe sie in den letzten Monaten, als mir klar wurde, dass sie mit dieser Form der Zuneigung nichts anfangen kann und ich sie offensichtlich auch überfordere, sie losgelassen... ohne Groll, sondern immer noch mit einem großen Gefühl der Dankbarkeit, sie wenigstens kurze Zeit in meinem Leben gehabt zu haben.

    Ich weiß nicht, ob hier jetzt jemand versteht, was ich meine. Ich hoffe es einfach, dass mir irgendwann mal einer sagt, dass ich nicht "verrückt" bin. Und dass es nicht "falsch" ist.

    LG Butterfly
    Geändert von Inaktiver User (17.11.2014 um 11:42 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Bedingungslose Liebe

    So, jetzt nochmal zu jedem einzeln:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bedingungslos ist ein sehr schwieriger Begriff. Ich meine, dass man, wenn man gibt, immer irgendetwas zurueckbekommt, oder? Wenn es dennoch so sein sollte und das Ganze einseitig ist, dann ist die Frage, wodurch sich diese Bereitschaft zum Bedingungslosen ergibt?
    Bedingungslos lieben heisst fuer mich, sich zu einem bestimmten Grad selbst zu verlieren.
    Es kam schon einiges zurück. Sonst wäre es vielleicht sogar einfacher gewesen. Nur sie hat es gerne angenommen, aber auch immer in der Befürchtung, damit was zu schüren. Weiterhin habe ich - nachträglich - den Eindruck, dass sie sich teilweise auch "verpflichtet" gefühlt hat, was zurück zu geben. Dadurch kamen dann diese Verstrickungen, weil die Situation nicht mehr klar war.

    Liebe per se erwartet meiner Meinung nach immer erstmal nichts, was ich mit bedingungslos gleichsetze. Sie liebe ich, weil sie mein Herz berührt durch ihre Art und weil sie ein sehr liebevolles Herz hat.

    Passend hierzu auch: Die Liebe ist langmütig und freundlich. Mir ist klar, dass das natürlich einige jetzt auch etwas abgedreht finden. Ich kann aber nichts dafür, dass das ein Bibeltext ist. Bisher dachte ich, das Gedicht wäre von Erich Fried.

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    bedingungslose Liebe gibts für mich nur zwischen Kind und erwachsener Bezugsperson. Ich liebe mein Kind bedingungslos, aber keinen Erwachsenen. Da erwarte ich eine Ausgewogenheit im Geben und Nehmen. Ansonsten wäre es eine Liebe, die nicht lebbar wäre. Wenn ich es trotzdem versuchen würde, dann wäre es keine Liebe mehr, sondern Verstrickung.

    Ich hatte das mal, und seitdem kenne ich den Unterschied.
    Die muss ja auch nicht lebbar sein, zumindest nicht von beiden Personen. Sie ist eher erlebbar... von einem selbst. Und aus meiner jüngsten Erfahrung kann ich sagen, dass es die schönste Erfahrung in meinem Leben war, auch wenn es nicht immer leicht war, was aber mehr an den Reaktionen darauf lag als an dem Gefühl selbst.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, du meinst eine Schattenliebe, in deinem Fall eine gleichgeschlechtliche Schattenfrau. Ob es einen Unterschied zu einem Schattenmann gibt, weiß ich nicht. Aber vielleicht schreibst du dort mit, wenn du hier keine Antworten erhälst.
    Ich weiß nicht genau, was Du damit meinst. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass es das nicht trifft.

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Dann schau mal hier: Idealisierte Liebe
    Idealisierung (Psychologie)

    Und hier die Extremformen: krankhafte Liebe
    Krankhafte Liebe und die Idealisierung der Frau | Der Anna Code

    Liebeswahn

    LIEBESWAHN

    Grüße
    Luftpost
    Und genau da sind wir wieder an dem Punkt, der es schwierig macht. Es wird als "krankhaft" bezeichnet und gesehen. Dadurch wurde und wird es schwierig, die Liebe zuzulassen und für sich zu erleben, da man als "krank" dargestellt wird, große Selbstzweifel bekommt und mehr damit beschäftigt ist, sich entweder für diese Liebe zu rechtfertigen oder sie gleich ganz zu bekämpfen. Man "darf" sie in unserer Gesellschaft irgendwie nicht leben, ohne diesen Vorurteilen ausgesetzt zu sein.

    Was ich allerdings nur zu gut nachvollziehen kann, ist, dass das Ziel einer solchen Liebe damit überfordert ist und selbst nicht damit umzugehen weiß. Leider habe ich das bei "ihr" nicht wahrgenommen, da sie selbst immer von sich aus sagte, sie könne mit meinen Gefühlen umgehen. Doch heute ist mir klar, dass das für das Gegenüber im Grunde unmöglich ist. Man kann sich schon nicht vorstellen, dass es das überhaupt gibt, erst recht nicht, dass man selbst das Ziel ist.

    Und ganz schnell ist man vielleicht auch in der Situation, in der man auch "Angst" bekommt, oder doch meint, irgendwelchen Erwartungen genügen zu müssen. Man sucht dann nach Erklärungen, die plausibel erscheinen, auch wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen. Nur die Wahrheit könnte man gar nicht verstehen. Die Unterstellungen, die nun gegen mich im Raum stehen, kann ich nur schwer ertragen. Doch ich kann leider gar nichts dagegen tun.

    Nachtrag: Ich habe mir jetzt den Wiki-Artikel zur idealisierten Liebe durchgelesen. Das passt allerdings auch nicht. Denn ich erhebe sie nicht über mich o. ä. Ich sehe sie genau so wie sie ist. Und genau so liebe ich sie. Das ist eben auch ein "Merkmal" meiner Gefühle für sie. Es ist keine rosarote Brille, kein "auf ein Podest" stellen o. ä. Ich sehe genauso ihre Schattenseiten, die aber einfach zu ihr gehören. Sie ist so weit weg von einem "Ideal" wie jeder andere es auch ist. Nur ihr innerstes Wesen berührt mein Herz wie es bisher kein Mensch geschafft hat.

    Für mein Gefühl ist kennzeichnend, dass ich sie in ihrer Gesamtheit akzeptiere und respektiere. Es ist schwer zu beschreiben. Darum habe ich diesen Thread eröffnet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige bin, die so etwas erlebt. Ich möchte gern mich mit jemandem austauschen, der es auch erlebt hat. Vielleicht sogar das "Gegenüber" in so einem Verhältnis lesen. Es würde mir so sehr helfen...

    Was ich interessant finde, ist, dass man beim Artikel über Idealisierung am Schluss zum Artikel Liebe weitergeleitet wird, wo es im 1. Absatz heißt:

    Liebe (über mhd. liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von idg. *leubh- gern, lieb haben, begehren[1]) ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegenzubringen in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.
    Geändert von Inaktiver User (17.11.2014 um 13:01 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Bedingungslose Liebe

    Ich sehe das auch eher als eine Art Idealisierung. ABER: Da ich es nicht erlebt habe, wäre es auch vermessen zu glauben, wie du Butterfly empfindest.

  10. Inaktiver User

    AW: Bedingungslose Liebe

    Ich denke, das sollte man erstmal mit sich selbst hinkriegen, dass man sich bedingungslos liebt.
    Für was sollte das gut sein mit jemanden anderem außer, dass man denn idealisiert und sich einbildet man würde ihn lieben.

    Bedingungslos liebe ich auch nur meine Kinder und das ist ein tolles Gefühl,

    Karla

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