Die Kunst dabei ist zu erkennen, was dem anderen gut tut. Wenn sie keine Blumen mag, schenke ich auch keine. In meinem Fall ist es z. B. so, dass es ihr wahrscheinlich besser tut, wenn ich sie nicht (mehr) mit meinen Gefühlen überfordere. Somit lasse ich sie in Ruhe. Wenn ich ihr aber was gebe, erwarte ich nie etwas dafür zurück. Würde ich das Gefühl haben, sie möchte gar nichts, bekommt sie auch nichts. Denn es bringt mir ja auch nichts, ihr was aufzuzwingen, was sie nicht möchte.
Ich bin nicht (mehr) traurig, weil ich es akzeptieren kann, dass ihr diese Liebe nichts gibt. Für mich ist diese Liebe ein Geschenk, und ich finde es schade, dass sie es nicht genauso empfinden kann. Aber wie gesagt... ich akzeptiere es.
Das große Gefühl ist das Glück. Die Dankbarkeit, dass sie in mein Leben gekommen ist, ist Glück. Die Liebe geht nicht ins Nichts. Sie ist über einen längeren Zeitraum schon auch angekommen. Nur leider ist es in die falschen Bahnen geraten, weil sie auch nicht verstehen kann, dass ich nichts von ihr möchte, sondern es einfach ein Geschenk sein sollte. Ich war der Meinung, es gibt für niemanden etwas schöneres als so geliebt zu werden. Doch da war ich im Irrtum. Es kann auch eine Belastung sein. Darum würde ich gerne auch mal die "andere Seite" lesen.
Nein, ist nicht schlimm. Ich finde es nur schade, dass mich keiner verstehen kann. Doch es hilft mir, hier zu schreiben und Denkanstöße zu bekommen. Außerdem finde ich es schön, dass ich mich hier mal nicht als "bekloppt" fühle.
Ich sehe schon einen Unterschied darin, ob ich was von ihr haben möchte oder ihr etwas geben möchte.Daher sehe ich da keinen Widerspruch.
Ich finde im übrigen gar nichts schlimm an der Eigennützigkeit. Es ist nur so, dass ich meine Liebe auch nicht davon abhängig machen möchte, ob sie erwidert wird. Doch sie soll auch nicht darunter leiden.
Vielleicht geht die Liebe auch irgendwann weg, wenn sie länger nicht mehr in meinem Leben ist. Das wäre jetzt nicht der Weltuntergang. Nur kann ich es mir im Moment nicht vorstellen, und ich möchte gegen dieses Gefühl auch nicht (mehr) kämpfen.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 46
Thema: Bedingungslose Liebe
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17.11.2014, 17:30Inaktiver User
AW: Bedingungslose Liebe
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17.11.2014, 17:34Inaktiver User
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17.11.2014, 17:41
AW: Bedingungslose Liebe
Also verstehe ich das richtig.
Du hast jemanden getroffen, bzw. kennen gelernt und du hast diese Person lieben gelernt, während du mit ihr umgegangen bist. Dann hast du gemerkt, dass sie mit dieser Liebe nicht umgehen kann und dass sie ihr nicht so gut tut, wie du sie, die Liebe gemeint hast.
Aus Rücksicht auf sie (uneigennützig) hast du dich zurück genommen und keinen Kontakt mehr.
So, und die meisten Menschen würden an dieser Stelle versuchen, darüber hinweg zu kommen. Diese Liebe soll weg gehen, weil es schmerzt, dass sie nicht erwidert wird.
Und hier setzt du jetzt an und sagst: Ich will diese Liebe behalten, an ihr festhalten, auch wenn die Person dafür keinen Empfänger hat, und du behauptest sogar, dass es nicht weh tut, sondern, dass es dich sogar glücklich macht.
oha ... BF
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17.11.2014, 17:45Inaktiver User
AW: Bedingungslose Liebe
Irgendwie komme ich da nicht mit. Finde ich jetzt nichts Ungewöhnliches, jemanden so sein zu lassen, wie er ist. Praktiziere ich alltäglich. Bei Freundschaften stelle ich auch keine Bedingungen, aber es ist auch keine Liebe. Was macht dann die bedingungslose Liebe so anders? (Das Kinderbeispiel hatten wir ja schon und ist für mich auch ein anderer Punkt.)
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17.11.2014, 17:54Inaktiver User
AW: Bedingungslose Liebe
Ja, es tut nicht weh, dass sie nicht erwidert wird, auch wenn Du das nicht glauben magst. Ein wenig habe ich es lernen müssen, doch im Großen und Ganzen war es so, dass ich das schöne Gefühl der Liebe genossen habe.
Ich will nicht krampfhaft daran festhalten, aber ich kann sie auch nicht abstellen. Der Kampf gegen die Liebe tut weh, nicht die Liebe selbst.
Als wir uns stritten und der Kontakt kaputt ging, war es schwer, sie loszulassen. Die Sehnsucht nach ihr tat weh, ja. Aber niemals die Liebe an sich. Die war nur schön. Es ist auch eine andere Liebe als die, die ich zu einem Mann oder Partner erleben würde.
Das heißt aber nicht, dass ich die Liebe jetzt unbedingt festhalten muss. Vielleicht geht sie wie sie gekommen ist... ? Dann wird es auch nicht wehtun, sie nicht mehr zu fühlen.
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17.11.2014, 18:03Inaktiver User
AW: Bedingungslose Liebe
Diese bedingungslose Liebe könnte ja auch ein offenes Herz meinen.
Immer wenn wir aufgeschlossen sind für Gott und die Welt kann Liebe fließen. Wir können es fühlen und dazu brauchts keine Gegenliebe, einfach die Liebe dem Leben gegenüber, einem Menschen, dem wir begegnen und der etwas in uns auslöst.
Ich kenne das auch um die Weihnachtszeit, kann sein, dass ich da melancholischer werde und deshalb aufgeschlossener für meine Gefühle und sie somit mehr bemerke. Es ist ja auch eine Bewusstseinsentscheidung, sich dafür zu entscheiden, seine Gefühle zu spüren, zu zu lassen und wahr zu nehmen und wenn wir uns dahin gehend auf den Weg machen wird uns auch immer die Liebe durchfluten und begegnen...
ist mir einfach spontan dazu eingefallen,
Karla
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17.11.2014, 18:10Inaktiver User
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17.11.2014, 18:21Inaktiver User
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17.11.2014, 18:23Inaktiver User
AW: Bedingungslose Liebe
Lass mal den ganzen Dualseelenkram als Erklärung für Dich weg. Es ist weder verrückt noch falsch.
Bedingungslose Liebe verbinde ich mit der Seelenebene, also jenseits unserer irdischen Rollen die wir spielen. Aus dieser anderen Perspektive (Seinszustand ohne Ego) ist bedingungslose Liebe möglich. Diese Liebe hat eine ganz andere Qualität. Sie will nichts, sie braucht nichts - sie ist einfach.
Freu Dich das Du dies erfahren hast.
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17.11.2014, 18:23
AW: Bedingungslose Liebe
Vielleicht verkompliziert es die ganze Sache, wenn du es unbedingt "bedingungslose" Liebe nennen musst.
Warum nicht einfach nur "Liebe"? Ist dieses Wort mittlerweile so abgenutzt, dass man es durch irgendwelche Attribute steigern muss?
Du liebst diese Frau.
Das ist schön, das macht dich lebendig. Und es ist traurig, weil es einseitig ist. Aber es ist Liebe.




Daher sehe ich da keinen Widerspruch.
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