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  1. Moderation

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Zitat Zitat von Robin_Scherbatsky Beitrag anzeigen
    Für mich wäre das nicht nebensächlich, weil ich dann von ihm eine komplett andere Meinung hätte. Würde er das unbewußt machen, weil er halt mal seinen Druck irgendwo loswerden will, okay. Ich kann dann freundlich sagen, was ich darüber denke. Macht er das aber bewußt, weil er etwas bezweckt, ist für mich der Moment gekommen, wo ich voll auf Distanz gehen werde. Das wäre schade, denn sonst mag ich ihn ja.
    Hmm, ja, das verstehe ich. Andererseits nimmt das Thema ja auch, wenn ich Dich richtig verstanden habe, einen grundsaetzlichen Stellenwert in Deinem Leben ein. Und ich glaube nach wie vor, Du koenntest Dich davon etwas freier machen, wenn Du einfach nichts tust, womit Du selber nicht ganz im Reinen bist (gerade bei Kollegen ist das ja noch eine Ecke einfacher als bei Familie oder engen Freunden). Dann wuerdest Du gar nicht mehr Opfer von Manipulation und damit koennte Dir das ganze Thema auch ein bisschen egaler sein. Ist das verstaendlich ausgedrueckt?

    Mal ganz konkret: Du sagst, fuer Dich ist es in Ordnung, dem Kollegen ein freundliches Ohr zu leihen und Deine persoenliche Meinung abzugeben. Aber mehr nicht und auch das nicht in Endlosschleife. Dann mach das doch und kommuniziere das auch so. Ist das alles, was er will und braucht, ist alles prima. Will er Dich austricksen, wird er vor eine Wand laufen und damit aufhoeren. Das heisst, die von Dir in diesem Fall gewuenschte Distanz wird ganz von selbst eintreten. Wenn es Dir ein dringendes Beduerfnis ist, eine Manipulation zu durchschauen und daraufhin auch Dein Missfallen zu kommunizieren, wirst Du dazu auch in der Lage sein, wenn er beleidigt reagiert, den Druck erhoeht oder sonst durch seine Reaktion zu erkennen gibt, dass er Dich zu etwas draengen will, was Du nicht moechtest.

    Ich finde, wildwusel hat es sehr gut formuliert:
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn du für ihn etwas tust, was du nicht willst, nicht mußt und nicht solltest, ist es egal, ob er dich manipuliert oder ob du dich selber austrickst, [...] Nimm es wahr, laß es bleiben, und guck, was passiert.
    Nochmal, natuerlich kann ich verstehen, dass es fuer Deine Einschaetzung einer Person bzw. die Zuneigung zu ihr (oder ihm) eine grosse Rolle spielt, ob sie manipuliert. Das geht wohl jedem so. Aber ich glaube wirklich, dass sich das von selbst reguliert, wenn Du in Deinen Entscheidungen und Handlungen, so gut als moeglich, in Deinem Wohlfuehlbereich bleibst (klappt natuerlich nicht immer 100%). Ich bin davon ueberzeugt, dass sich die berechnenden Ausnutzer dadurch in den allermeisten Faellen von selbst aussortieren. Und dann kannst Du immer noch enttaeuscht / empoert / was auch immer sein. Ansonsten stimme ich wildwusel auch darin zu, dass es eine liebenswerte, und ich glaube auch lohnende Einstellung ist, erst einmal an das Gute im Menschen zu glauben und grundsaetzlich hilfsbereit zu sein.

    Du gibst, wenn, was und weil Du es moechtest. Stellt sich hinterher heraus, dass die Person das Gegebene missbraucht oder nicht zu schaetzen weiss, aendert das nicht wirklich etwas an der Guete Deiner Gabe. Sie war immer noch - von Dir aus gesehen - richtig. Falsch ist dann das Verhalten des Empfaengers, aber fuer Dich ist es immer noch gutes Karma.
    Umgekehrt heisst das ja nicht, dass man aus solchen Erfahrungen nicht lernen und z.B. der betreffenden Person nicht anders begegnen kann oder die gleichen Luegen zweimal glauben muss.

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Liebe Robin,

    leider kann ich dir keinen Tipp geben. Ich hab selbst das gleiche Problem. Aber ich frag mich nicht, ob es bewusst passiert. Es ärgert mich einfach.

    Nur kurz zu mir: Mein Arbeitsgebiet überschneidet sich mit dem einer Kollegin. Leider wurde mein Anteil sukzessive größer. Und alle im Büro fanden das völlig ok. Und ich konnte mich nicht wehren - vielmehr nicht durchsetzen (meine Schwäche). Unser chef hat leider keine Ahnung, was wir genau machen. Also ist Beschweren sinnlos. Und er und mittlerer Chef kamen immer häufiger "Frau Sevilla macht das. Dann läuft es wenigstens". Davon hab ich nix!!! Ausser wieder gesundheitliche Konsequenzen.

    Ich hab mich entschieden, dass ich mich anderweitig umschaue. Warum gegen Mauern kämpfen? (Ist ein eigener Thread) Ich hab leider überhaupt keine Idee, wie man sich gegen solche Menschen durchsetzt. Aber es frustriert mich unendlich.

    Zitat Zitat von Robin_Scherbatsky Beitrag anzeigen
    ...Aber sind ja alle so nett. Und er macht Überstunden noch und nöcher und ist jederzeit verfügbar.
    Das ist sein Problem!!!

    Es gibt den schönen Spruch: Wer Überstunden macht, schafft seine Arbeit nicht in der vorgegebenen Zeit. Das ist was dran. Ich hab zum Schluss meine Arbeit auch nicht mehr geschafft. Aber ich bin konsequent geblieben und pünktlich nach Hause gegangen!

    Grenze dich mehr ab. Hab keine Zeit, sein Gejammer anzuhören. Vielleicht ist das der Anfang.

    Sevilla

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich find's deutlich besser, von jedem erst mal gut zu denken und ihm seine Schwächen nachzusehen und anzunehmen, daß er schon seine Gründe hat
    Das seh ich ganz anders: Das sind Kollegen und sie bekommen genauso wie wir ihr Gehalt. Wenn die Schwächen zu akzepieren bedeutet, dass ich Arbeit mitmachen soll?
    Ich hab da kein Verständnis mehr!

    Was mich noch ärgert (aus eigener leidiger Erfahrung): Dass jegliche Fragen erstmal umfassend geklärt werden und nicht selbständig entschieden werden. Das macht meine Kollegin gerne. Ich bin jetzt Profi im Ausweichen

  4. Moderation

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Zitat Zitat von Sevilla1975 Beitrag anzeigen
    Das seh ich ganz anders: Das sind Kollegen und sie bekommen genauso wie wir ihr Gehalt. Wenn die Schwächen zu akzepieren bedeutet, dass ich Arbeit mitmachen soll?
    Warum soll ich mir die Arbeit machen, Verschwörungstheorien zu konstruieren, wenn ich mir einfach denken kann, "so isser halt" und nicht tun, was er möchte? Das erscheint mir unnötig aufwendig. Außerdem, wenn ich meine Entscheidung, ob ich seine Arbeit mitmache, davon abhängig mache, ob er ein guter oder ein schlechter Mensch ist, muß ich sie womöglich mitmachen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Moderation

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Sevilla, ich finde auch, dass Dein Problem durchaus ein schwerwiegendes ist und ich kann Deinen Aerger und auch Deine Konsequenzen wirklich gut verstehen. (Drueck die Daumen fuer einen zuegigen, positiven Jobwechsel! )

    Aber mit Manipulation hat das, was Du hier beschreibst, meiner Meinung nach nicht (mehr) viel zu tun. Du bst Zwang ausgeliefert, ja. Und das ist natuerlich superscheicce, sowohl als Situation, als auch von denen, die sich daran beteiligen. Aber Du wirst doch nicht irgendwie subtil umgarnt und manipuliert, sondern Dir wird schlicht und unelegant Arbeit aufs Auge gedrueckt. Ok, anscheinend wirst Du nicht bedroht oder angebellt, sondern man versucht es charmant mit "Frau Sevilla ist halt soooo kompetent" zu etikettieren, aber trotzdem: "Manipulation" sieht fuer mich anders aus.

    Nochmal: Damit soll ueberhaupt nicht gesagt sein, dass Du kein Problem haettest oder keinen Grund zum Aerger. Aber mit der Situation der TE finde ich es nicht vergleichbar. Nicht-Nein-sagen-Koennen und Anfaellig-fuer-Manipulation-sein sind vielleicht miteinander verwandt, aber dasselbe sind sie nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Ich schließe mich Wildwusel an.

    Und gebe noch zu bedenken: sehr viele Manipulationen laufen unbewußt. Wenn also sich jemand gar nicht bewußt wäre, daß er versucht, Dich zu manipulieren, ist das dann besser? Ein besserer Grund, sich ausnutzen zu lassen?

    Nö!

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Ich glaube, dass liegt daran, dass diejeniegen die manipulieren so geschickt sind, weil sie es schon ihr ganzes Leben lang machen.Ich hatte mal so nen Freund-der hatte es so brilliant drauf, dass selbst wenn jemand Stein und Bein geschworen hätte, sich nicht mehr mit ihm auseinanderzusetzen, trotzdem wieder mit ihm gesprochen hat. Das hat mir damals gezeigt, dass ich gegen so jemanden immer verlieren werde.Es hat also nicht zwangsläufig mit Naivität von Deiner Seite zu
    tun, sondern ist dem Umstand geschuldet, dass ein Manipulator viel Übung hat.
    Da widerspreche ich.
    Es hat damit zu tun, dass die, die manipuliert werden, bestimmte Anteile in ihrer Persönlichkeit/Biografie haben, und daher für Manipulationen erreichbar sind.

    Wenn du gegen so jemanden verlierst, dann deshalb, weil du überhaupt nur bereit bist, dich auf so einen "Kampf" einzulassen. Und das hat mit unseren eigenen Kerben zu tun, an denen sich solche Menschen einhängen können. Und da ist auch der Ansatz, wie wir uns vor Manipulationen schützen können: die eigenen Kerben finden und entschärfen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    @ Wildwusel: Da hab ich deinen Beitrag falsch verstanden. Ich hatte erst gelesen, dass ich meinen Gegenüber so akzeptieren solle. und dazu bin ich im Job nicht bereit, wenn es auf meine Kosten geht.

    Deinen letzten Post unterschreib ich


    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Aber Du wirst doch nicht irgendwie subtil umgarnt und manipuliert, sondern Dir wird schlicht und unelegant Arbeit aufs Auge gedrueckt. Ok, anscheinend wirst Du nicht bedroht oder angebellt, sondern man versucht es charmant mit "Frau Sevilla ist halt soooo kompetent" zu etikettieren, aber trotzdem: "Manipulation" sieht fuer mich anders aus.
    @ Flau: du hast mit deinem Post recht. Ich muss noch ergänzen, dass meine Kollegin eine Art hat, anderen klar zu machen, dass sie die Arbeit nicht schafft. Ihre zeitlichen Gründe stehen aber auf wackligen Beinen. Und auf seltsamen Wegen funktioniert es dann, dass es bei mir landet. und subtil finde ich die Sprüche meiner Vorgesetzten, wenn sie mir die Arbeit geben, die sie auch machen könnte.

    In meinem Frust hab ich schon laut im Büro gesagt, dass wohl ein Magnet an meinem Tisch sein muss.

    Ich hab mich in der TE wiedererkannt, weil es so schwammig verläuft. Ich hab in Gesprächen mit meiner Kollegin dann keine Angriffsfläche, weil sie so trickreich agiert.

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Ich erkenne Manipulationen am ehesten, wenn ich den Betreffenden im Umgang mit anderen Menschen beobachte, da zeigt sich sehr oft ein bestimmtes Muster - das ich dann auch in der Kommunikation mit mir entlarven kann.

    Bei der Beobachtung bin ich nicht selbst verstrickt in das Thema und stehe da außerhalb, deshalb fällt es mir leichter zu erkennen, wie jemand agiert.

    Hast Du die Möglichkeit, ihn in Gesprächen mit anderen zu erleben?

    Liebe Grüße
    Zio
    Dies ist eine hochinteressante Frage. Manchmal bekomme ich das mit und er dramatisiert auch, wir anderen bedauern ihn. Er ist da der Chef und wir anderen haben eigentlich mit seiner Firma nichts tun, wir arbeiten für eine Organisation. Manchmal komme ich dahin, treffe meine Kollegin und sie war vorher bei ihm im Büro und dann kommt meistens der Satz: "Wir müssen xx mal aufbauen. Er ist schon wieder so gestresst." Okay. Ich mache das meistens nicht, ich stelle ihm Gegenfragen, wenn dann wieder so ein Jammeranfall kommt, letztendlich hat er sich den Job ausgesucht.
    Mit den Klienten ist er der Väterliche. Das verfällt er sofort in eine Rolle.

    Man kann sich auch ganz normal mit ihm unterhalten, das wollte ich nur noch dazu sagen.

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    AW: Wie erkenne ich, ob mich jemand manipuliert?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Hmm, ja, das verstehe ich. Andererseits nimmt das Thema ja auch, wenn ich Dich richtig verstanden habe, einen grundsaetzlichen Stellenwert in Deinem Leben ein. Und ich glaube nach wie vor, Du koenntest Dich davon etwas freier machen, wenn Du einfach nichts tust, womit Du selber nicht ganz im Reinen bist (gerade bei Kollegen ist das ja noch eine Ecke einfacher als bei Familie oder engen Freunden). Dann wuerdest Du gar nicht mehr Opfer von Manipulation und damit koennte Dir das ganze Thema auch ein bisschen egaler sein. Ist das verstaendlich ausgedrueckt?
    Jajajaja und nochmals ja, sehr gut analysiert. Danke.

    Mal ganz konkret: Du sagst, fuer Dich ist es in Ordnung, dem Kollegen ein freundliches Ohr zu leihen und Deine persoenliche Meinung abzugeben. Aber mehr nicht und auch das nicht in Endlosschleife. Dann mach das doch und kommuniziere das auch so. Ist das alles, was er will und braucht, ist alles prima. Will er Dich austricksen, wird er vor eine Wand laufen und damit aufhoeren. Das heisst, die von Dir in diesem Fall gewuenschte Distanz wird ganz von selbst eintreten. Wenn es Dir ein dringendes Beduerfnis ist, eine Manipulation zu durchschauen und daraufhin auch Dein Missfallen zu kommunizieren, wirst Du dazu auch in der Lage sein, wenn er beleidigt reagiert, den Druck erhoeht oder sonst durch seine Reaktion zu erkennen gibt, dass er Dich zu etwas draengen will, was Du nicht moechtest.

    Ich finde, wildwusel hat es sehr gut formuliert:


    Nochmal, natuerlich kann ich verstehen, dass es fuer Deine Einschaetzung einer Person bzw. die Zuneigung zu ihr (oder ihm) eine grosse Rolle spielt, ob sie manipuliert. Das geht wohl jedem so. Aber ich glaube wirklich, dass sich das von selbst reguliert, wenn Du in Deinen Entscheidungen und Handlungen, so gut als moeglich, in Deinem Wohlfuehlbereich bleibst (klappt natuerlich nicht immer 100%). Ich bin davon ueberzeugt, dass sich die berechnenden Ausnutzer dadurch in den allermeisten Faellen von selbst aussortieren. Und dann kannst Du immer noch enttaeuscht / empoert / was auch immer sein. Ansonsten stimme ich wildwusel auch darin zu, dass es eine liebenswerte, und ich glaube auch lohnende Einstellung ist, erst einmal an das Gute im Menschen zu glauben und grundsaetzlich hilfsbereit zu sein.

    Du gibst, wenn, was und weil Du es moechtest. Stellt sich hinterher heraus, dass die Person das Gegebene missbraucht oder nicht zu schaetzen weiss, aendert das nicht wirklich etwas an der Guete Deiner Gabe. Sie war immer noch - von Dir aus gesehen - richtig. Falsch ist dann das Verhalten des Empfaengers, aber fuer Dich ist es immer noch gutes Karma.
    Umgekehrt heisst das ja nicht, dass man aus solchen Erfahrungen nicht lernen und z.B. der betreffenden Person nicht anders begegnen kann oder die gleichen Luegen zweimal glauben muss.
    Das werde ich auf jeden Fall beherzigen. Vielleicht ist es mir möglich, das zu trennen - ihn als Mensch sonst noch zu mögen.

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