Ja das stellt man sich immer so toll vor "Jetzt zeig ich denen aber, was sie mich können!".
So habe ich auch schon manchmal gedacht, klar doch.
Tu es nicht.
Keine Nachricht von dir ist doch auch eine Aussage.![]()
Bei Firma Meier absagen? Die hatte ich doch schon vergessen, als ich aus der Tür rauswar!
Und überhaupt - bleibe strikt professionell. Damit kannst du auch später im Rückblick immer am meisten für dich selbst anfangen. Und darum geht es doch. Merkwürdige Leute zu beeindrucken, das kann man sich sparen. Klappt sowieso nicht.
Das einzige was ich bei fiesen Leuten sofort getan habe, ist meine Fahrtkosten mit denen abzurechnen. Mit einer richtig formalen Rechnung, sonst nichts.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 21
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31.10.2014, 13:20
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
The original Karla
est. 2006











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31.10.2014, 15:21
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Hm, Ihr seid also dafür nicht selbst eine Absage hinzuschicken ...
Ich weiß nicht, ich bin mir ja zu 100 % sicher, dass ich die Stelle sowieso nicht will (und die im Übrigen auch längst nicht so toll ist wie zunächst angekündigt - und dafür der ganze Zirkus
). Wenn ich jetzt warte, bis sie mir absagen (was sehr wahrscheinlich ist), habe ich dann auch noch eins auf den Deckel bekommen (und die denken "Ach, die dumme Gans hat sich jetzt wirklich noch erhofft, die Stelle zu bekommen"
).
Irgendwie gehts mir besser damit, wenn ich selbst absage. Klar, hätte ich noch ein Fünkchen Hoffnung die Stelle doch zu bekommen weil ich sie so toll fand, würde ich jetzt einfach abwarten. Aber der Drops ist bei mir eh gelutscht
Naja, ich kanns mir übers Wochenende ja noch mal durch den Kopf gehen lassen
Liebe Grüße vom
Wassernixlein
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31.10.2014, 15:22Inaktiver User
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
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31.10.2014, 15:29Inaktiver User
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Das halte ich für die falsche Denke: Dir einen Kopf drum zu machen, was die denken. Lass das mal schön bei denen. Und lass ihnen die Arbeit, dir abzusagen. Und lies vielleicht am Wochenende noch mal bei Paul Watzlawik "Anleitung zum Unglücklichsein" nach...
Du willst die Arbeit nicht. Sie wird eh nicht zu dir kommen. Und wenn sie dich aus irgendeinem geheimnisvollen Grund doch wollen sollten: Was für ein Triumph, wenn du ihnen dann absagen kannst. Allein schon, um mir für den - unwahrscheinlichen, aber nicht vollkommen ausgeschlossenen - Fall diese Möglichkeit nicht zu nehmen, würde ich das mit dem absagen lassen.
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31.10.2014, 17:11
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Es fällt mir ein bisschen schwer, dir eine Illusion zu rauben,
aber: Die denken nicht über dich nach. Keine Sekunde.
Glaub es mir.
Entweder bist du im Pool für ein zweites Gespräch. Dann wird das terminiert und es denkt keiner darüber nach bis zum Termin.
Oder du bist nicht weiter, dann liegt deine Bewerbung auf dem grossen Stapel "Absagen". Die natürlich erst rausgehen, wenn der gewünschte Bewerber unterschrieben hat bei denen.
Ein Bewerber ist für die ein Mittel/Material zum Zweck. Kein Mensch, über den man nachdenkt.
So sieht´s leider aus.
Es wäre übrigens ökonomisch auch nicht sinnvoll, über jemanden nachzudenken, mit dem man sich ohnehin nicht befassen möchte. Vielleicht kannst du ein wenig von dieser Denke selbst anwenden?
The original Karla
est. 2006











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01.11.2014, 00:22
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Schlappen einzustecken gehört zum Leben dazu und passiert jedem mal. Du bist ein Mensch, also erlaube dir auch, einer zu sein. Du musst nicht immer stark und erfolgreich sein
.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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01.11.2014, 07:38
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Bleib bei Dir und Deinen Empfindungen und ziehe den Blick von den Leuten ab.
DU hast Dich dort nicht wohlgefühlt, DU hast Dich bei einem völlig unprofessionell geführten Vorstellungsgespräch tapfer gehalten.
DEINE Entscheidung, die Stelle nicht anzunehmen, ist eine ehrliche und sie kommt aus Dir heraus.
Wenn sich wer schämen muss, dann diese Leute (werden sie nicht tun, aber übernimm diese Aufgabe nicht stellvertretend für sie).
Ich verstehe Deinen Impuls, eine Absage-Mail zu schicken. Würde ich auch tun, wenn ich sicher bin, dass die Stelle nichts für mich ist. Und zwar nicht am Montag, sondern gleich - und dann ein schönes, befreites Wochenende verbringen.
Liebe Grüße
Zio
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01.11.2014, 07:53Inaktiver User
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01.11.2014, 14:27
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Ach, Ihr habt so recht damit, dass ich bei mir bleiben muss und mir keine Gedanken darüber machen sollte, was "die anderen" denken

Wisst Ihr, wenn ich die Gesprächspartner nicht gekannt hätte, würde ich mir da auch gar nicht sooo den Kopf drum machen (ok, vielleicht einen kleinen Kopf
), dann würde ich mich damit trösten, dass ich die vermutlich ja nie wiedersehen werde.
Aber der Kontakt für die Stelle kam über den ehemaligen Kollegen (der auch in der Runde dabei war) zustande. Heißt, ich kam "auf Empfehlung" zum Gespräch (der Kollege hatte mich angesprochen, ob ich Interesse hätte, nicht ich ihn). Und jetzt schwanke ich zwischen Scham vor dem ehemaligen Kollegen, vor dem ich mich so blöd angestellt habe, und zwischen Wut, dass die mich dort so doof behandelt haben
Ich habe Angst, dass der ehemalige Kollege mich bei gemeinsamen Bekannten/Geschäftskontakten schlecht macht (wir haben keinen privaten Kontakt und laufen uns so gut wie nie über den Weg, kennen aber etliche gemeinsame Leute und die Branche ist "ein Dorf"). Ich schätze ihn zwar nicht als Idioten ein, der gleich alles weitertratscht, aber er hat ein Riesen-Netzwerk und kennt z. B. auch den Geschäftsführer einer anderen Firma, bei der ich auch zum Vorstellungsgespräch war, das wirklich gut gelaufen ist und wo ich jetzt auch zur zweiten Runde eingeladen wurde (übrigens eine ganz andere Art von Unternehmen, kleiner aber sehr viel bodenständiger und es war ein sehr angenehmes Gespräch). Das wäre natürlich total doof, zumal das andere Unternehmen sicher ein ganz anderes Bild von mir hat (sonst hätten sie mich wohl nicht nochmal eingeladen und mein Gefühl war/ist auch wirklich gut).
Aber ich kann es jetzt eh nur aussitzen, denn ich kann den ehemaligen Kollegen ja schlecht bitten, dass er mich aber bitte, bitte nicht beim Geschäftsführer der anderen Firma schlechtmachen soll
Zumal ihm - sollte ich die Stelle im anderen Unternehmen wirklich bekommen - vermutlich eh die Augen rausfallen werden weil diese Stelle ungefähr zwei Hierarchien über der Stelle, im "fiesen Unternehmen" liegt
Aber es ist auch eine interessante Erfahrung: im Unternehmen, das zu mir passt, kann ich eine super Leistung bringen (für einen "höheren" Job), während ich beim falschen Unternehmen total "versage" ...
Liebe Grüße vom
Wassernixlein
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01.11.2014, 15:38
AW: Wie sich aufrappeln nach "Schlappe"?
Hm...auf den Gedanken, dass sich Dein ehemaliger Kollege vielleicht auch schämen könnte, kommst Du nicht?
Denn immerhin hat er Dich ja in diese Situation reingebracht und es war ihm sichtlich unangenehm.
Du könntest genaugenommen genauso über ihn verbreiten, wie er agiert hatte...ich würde das von daher nicht so tragisch nehmen.
Liebe Grüße
Zio




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