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Thema: Bindungsangst vs. Phantasien
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18.10.2014, 00:07Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
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18.10.2014, 00:54
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Liebe Schlaflos
die Angst vor emotionaler Bindung müsste doch auch in deiner Psychotherapie dem Psychotherapeuten gegenüber aufgetreten sein, als Übertragung.
Hast du das Thema dort bearbeitet?
Grüße
Luftpost
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18.10.2014, 11:05Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Meine Beziehungserfahrung bislang war so, dass ich ausgesucht worden bin. Natürlich hat mich dann auch etwas getriggert, sodass ich mich einlassen konnte - oder musste? Das weiß ich kopfmäßig schon, wie diese Teufelskreise haben entstehen können. Was gut geht, inzwischen, ist das schnelle Erkennen solcher "Überfahrer"; ich schaffe es dann auch, mich nicht mehr auf solche Menschen einzulassen.
Meine Befürchtung ist nur, dass die "Richtigen für mich" mich schlicht nicht anmachen. Verstehst du?
Eben. Und Fallenlassen bedeutet totaler Kontrollverlust. Ab dann ist es bislang immer gekippt. Glaube ich jedenfalls im Nachhinein erkennen zu können...
Würde mich freuen
Das Thema hat es wirklich in sich, nicht wahr?!
Natürlich. Ich bin ja auch ein Mensch
und kann demzufolge genauso gut auch prima verdrängen (also muss nicht IMMER wissen, wieso-weshalb-warum-woher).
Nur ist es nicht so: Wenn alles flutscht, denkt niemand groß über etwas was. Nur wenn nicht, und dann auch noch dauerhaft usw. An so einem Punkt stehe ich gerade.
Deine Wahrnehmung speist sich natürlich aus dem, was hier im Forum steht. Aber hier schreiben ja die wenigsten initiativ, wenn es ihnen super geht.
Also, ohne mich jetzt als verantwortungslose Gesellin hingestellt zu wissen, aber DAS ist in der Tat mein (theoretisches) Ideal einer Beziehung: Das Gefühl, jederzeit gehen zu können! Dann - so der verführerische Gedanke - könnte ich mich auch einlassen.
Aber natürlich ein Trugschluss. Beziehung ohne Bindung dürfte nicht funktionieren.
Ich will ja auch versuchen mich einzulassen. Bin bereit, emotionale Kompromisse zuzulassen - und zu schauen, was "passiert".
Du meine Güte, bei anderen geht das doch auch...
Natürlich. Das schrieb ich ja auch, dass die Hintergründe klar sind.
Aber Psychotherapie heilt eben nicht, sondern schafft nur einen gangbaren Weg durchs Leben MIT den (mehr oder weniger) verheilten Wunden. Hast du dir schon mal einen Knochen gebrochen? So gut er vielleicht geheilt ist - spüren wirst du ihn ein Leben lang. Die Therapie ist die Massage, die Krücke.
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18.10.2014, 11:18Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Hallo liebe Schlaflos,
ich habe mal ein paar Schlagworte hervorgehoben,
ein weiteres reiche ich Dir:
Ausgeliefertsein
Berührt das was mit Dir?
Ich komme mir für mich da gerade auf die Spur- und Deine (von mir hervorgehobenen) Begriffe scheinen in eine ähnliche Richtung zu deuten, deshalb frage ich nach.
Bevor ich (unter Umständen unnötig) weiter in diese Richtung interpretiere.
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18.10.2014, 11:35Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Auf jeden Fall.
Denn ich bin ja eine so genannte "Überlebende" (wurde als Kind misshandelt...)
Da liegen die Ursachen.
Aber ich habe trotzdem diese große Sehnsucht in mir. Und ewig nur das Leben in Gedanken - das wünsche ich mir für meine Zukunft auch nicht. Eine Zeit lang war es gut und hilfreich, aber jetzt sollte/dürfte/könnte es wieder einen Schritt weiter gehen.
Verstehst du?
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18.10.2014, 12:18Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Entschuldige, ich kenne Deinen Hintergrund nicht.

Ich stelle mal ein paar weitere Fragen, falls diese zu persönlich sind, ich erwarte keine Antwort, aber vielleicht helfen sie Dir beim Sortieren.
Momentan scheint Dir das Ausleben einer Beziehung ja nicht möglich, obwohl ein gewisser Wunsch danach vorhanden ist, Du machst innerlich vorher dicht.
Könntest/möchtest Du körperliche Nähe zulassen?
Eine Überlegung, falls ja:
Wenn also eine Beziehung nicht möglich ist, weil/wenn Du Dich emotional anvertrauen müßtest und das in Dir ein Gefühl von Ausgeliefertsein auslöst,
wäre dann eine Option, daß Du nach einem "friend with benefits" suchst, dem Du Dich aber nicht emotional tiefgreifend anvertrauen mußt?
Vielleicht würde gefühlt dann eine nicht so schwer auf Dir lastende Verpflichtung (wie in einer echten Beziehung) ihm und Dir gegenüber das möglich machen?
Falls nein:
Glaubst Du, daß Du Dich auf einen "platonischen, aber liebenden" Mann als Partner einlassen könntest,
wenn es einen Mann geben würde, der akzeptiert, daß Du momentan/sehr lange/(vielleicht nie) keine körperliche Nähe zulassen kannst.
Ist Dein Gefühl von Ausgeliefertsein damit verbunden, daß Du davon ausgehst, jeder potentielle neue Partner will körperliche Nähe?
Würde es Dich entlasten/emotional befreien, wenn Du lieben könntest und geliebt werden würdest ohne diese "Erwartungshaltung", sowohl Deine eigene als auch die angenommene von Männern?
Würde Dir (nur) emotionale Verbundenheit gut tun oder würde sie Dir auch Angst machen?
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18.10.2014, 12:37
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Liebe Schlaflos,Natürlich. Das schrieb ich ja auch, dass die Hintergründe klar sind.
Aber Psychotherapie heilt eben nicht, sondern schafft nur einen gangbaren Weg durchs Leben MIT den (mehr oder weniger) verheilten Wunden. Hast du dir schon mal einen Knochen gebrochen? So gut er vielleicht geheilt ist - spüren wirst du ihn ein Leben lang. Die Therapie ist die Massage, die Krücke.
ja ich habe mir schon 2 mal eine Knochen gebrochen. Das letzte mal vor 1,5 Jahren den 5. Mittelfußknochen und er schmerzte zeitweise bei Belastung noch 6 Monate nach der Fraktur, dann aber nicht mehr. Mein Vorteil, ich konnte mir die Schmerzen selber durch triggern nehmen.
Mener Meinung nach sind psychische Verletzungen dann ausreichend therapiert, wenn sie nicht mehr das Verhalten bestimmen. Du also leichtes Unwohlsein, oder ähnliches vielleicht noch verspürst, aber Du nicht mehr die Flucht aus der Beziehung antrittst und den Partner auch nicht wegbeist.
Ich weis, das es schwer ist diesen Punkt zu erreichen.
Grüße
Luftpost
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18.10.2014, 13:04Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Ja, das könnte ich. Eine Zeit lang. Dann würde ich mich aber vermutlich verlieben, fürchte ich. Und solche Arrangements abzuändern dürfte wiederum Schmerzen bedeuten, mindestens (unnötige) Enttäuschung.
Ich denke, an der körperlichen Nähe ist mir letztendlich nur in Verbindung mit auch emotionaler Zugewandtheit gelegen.
Ja, das glaube ich schon.
Das bedingt dann aber, dass man sich absolut öffnet - was mir schwer fällt. Könnte ich doch nur die ersten Hürden überwinden... Bei mir scheiterte es in den letzten vier/fünf Jahren aber schon am berühmten Kaffee-Date
Hmm...
Kennst du die TV-Serie "Intreatment"? Da ist ein Mädchen, das hat ihren ersten richtigen Sex mit einem Jungen, und der sagt ihr danach in abwertender Weise: "Du hast gexxxx wie eine Missbrauchte!"
So etwas Ähnliches habe ich auch schon einmal erlebt.
Aber auch sehr große emotionale Zuwendung und meine "Beichte" und der Schreck in "seinen" Augen - und alles danach war anders.
Aber das ist nicht das Primäre. Nicht mehr. Es fiel mir nur jetzt ein bei deinen Fragen.
Ich bin bereit zu körperlicher Nähe und vermisse sie sehr - in allen Facetten.
Die emotionale Verbundenheit, die ich zu mir nahen Menschen habe, tut mir auch gut. Ob das mit einem Mann an meiner Seite so auch wäre, weiß ich nicht. Es wäre aber ganz sicher einen Versuch wert. Oder?!
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18.10.2014, 13:04Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
-doppelt-
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18.10.2014, 13:12Inaktiver User
AW: Bindungsangst vs. Phantasien
Mein Leben wird nicht durch meine Bindungsscheu bestimmt.
Ich habe feste Strukturen, auch psychisch gefestigte, bin sozial integriert, werde nicht (schon lange nicht mehr) getriggert durch meine Vergangenheit.
Ich hätte nur lediglich gerne einen Mann, der mich liebt und den ich genauso lieben kann, und da spielen mir (logischerweise) unterbewusste Vorgänge eine Rolle.
Welchen Partner
Woher weißt du das?




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