@ smirna
hab dir eine Privatnachricht geschickt
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Ergebnis 21 bis 30 von 45
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12.10.2014, 19:23
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
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12.10.2014, 19:25
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Gerade an dieser scheinbar leichten Übung scheitert man oft.
Die meisten Menschen fokussieren - nicht mal bewusst - entweder
ihre Vergangenheit oder sie halten sich gedanklich in der Zukunft
auf.
Die Ungewissheit der Zukunft beinhaltet gleichermaßen Ängste so wie
Hoffnungen und Träume. Gerade Letztere sind in vielen Phasen so
etwas wie eine Überlebensstrategie.
Wirklich und mit allen Sinnen im Hier und Jetzt zu leben gelingt
mir nur ganz selten. Und selbst dann muss ich mich bewusst dazu
entscheiden, die Gedanken nicht abschweifen zu lassen.
Diese Bewertung darf so stehen bleiben.
Nicht alles ergibt zwangsläufig einen Sinn, der für einen im besten Falle
bei der persönlichen Weiterentwicklung förderlich ist. Hat man den "Mist"
selbst verursacht, dann kann sich das Fazit auch auf lediglich tiefes Bedauern
beschränken. Und man kann nahezu ausschließen, den gleichen Fehler
nochmals zu machen.
Ich halte es für einen weit verbreiteten Fehlschluss, anzunehmen, dass
Menschen, die materiell besser als man selbst gestellt sind, zwangsläufig
unglücklicher sind ;).
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12.10.2014, 20:15
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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12.10.2014, 20:22Inaktiver User
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Es ist schwierig, aber man kann es üben.
Ich mag so Psychoratgeber nicht besonders, aber mir hat Ekkehard (?) Tolle dabei geholfen. Kann man auf Youtube anschauen, ist aber recht - hm - merkwürdig von seinem persönlichen Auftreten her. Aber was er sagt ist sehr bedenkenswert.
Und man kann es sich immer wieder in Erinnerung rufen, wenn man mal wieder zu sehr in einem Sehnen gefangen ist, anstatt in der Wahrnehmung.
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12.10.2014, 20:28
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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12.10.2014, 22:37Inaktiver User
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Es wurde ja bereits viel Kluges zu Deinem Thema gesagt. Ergänzen möchte ich folgendes: Du bist was Du glaubst zu sein!
Von daher halte ich es für wichtig seine Glaubenssätze zu ergründen, denn darin spiegelt sich Deine Welt, Dein Erleben. Diese Glaubenssätze haben den Nebeneffekt, dass sie sich permanent Bestätigung einholen, insofern ziehst Du entsprechendes an und so verfestigt sich das Ganze. Kommst Du ihnen auf die Spur, bist achtsam und nimmst sie als gegeben hin ohne ihnen glauben zu schenken und all zu viel Wert beizumessen und richtest Dich auf für Dich positives aus, wird sich auch nach und nach anderes einstellen. "Energie folgt Aufmerksamkeit."
Ich habe gelernt aus allem was in meinem Leben passiert meine Schlüsse zu ziehen, indem ich meine bewusste oder unbewusste Beteiligung daran erkenne und Verantwortung dafür übernehme. Meine Erfahrung ist das das was ich glaube auch meistens genauso so eintritt. Alleine durch Veränderung meiner inneren Überzeugung, meiner Haltung, meiner Ausstrahlung kann ich sehr viel verändern. Mit ganz viel Bewusstheit, Selbsterkenntnis und Mut zur Umsetzung kann man lernen das Drehbuch seines Lebens zu schreiben. Wir tun es alle, nur eben meistens unbewusst.
Es lohnt sich auf jeden Fall die Muster zu ergründen, denn erst wenn sie erkannt wurden, kommst Du aus der Wiederholungsschleife heraus. Jeder erfahrene "Mist" bringt Dich Dir selbst ein Stück näher. Das macht doch Sinn - oder?
Geändert von Inaktiver User (12.10.2014 um 22:48 Uhr)
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12.10.2014, 22:50Inaktiver User
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Ganz ehrlich: dann hast du anscheinend bisher Dusel gehabt in deinem Leben.
Was soll denn deine unbewusste Beteiligung sein, wenn du Zufallsopfer eines Gewaltverbrechens wirst, oder dein Kind an Krebs stirbt?
Ich denke schon, man sollte vorsichtig sein mit solchen Aussagen, und sich auf eigene aktive Handlungen beschränken, was die Eigenverantwortung angeht.
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12.10.2014, 23:05Inaktiver User
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Wenn Du mit "Dusel" einen leichten Lebensweg meinst, ganz sicher nicht. Die Krisen in meinem Leben haben dazu geführt mich nach innen zu wenden, Fragen zu stellen und Antworten darauf zu finden. Ich schreibe aus persönlicher Erfahrung.
Probiere es aus ob etwas dran sein könnte und entscheide dann ob Du es für sinnvoll hälst.Geändert von Inaktiver User (12.10.2014 um 23:31 Uhr)
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13.10.2014, 00:33
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Zur Ausgangsfrage: Sicher spielt Glück (immer?) eine Rolle. Ob du früh die Eltern verlierst, einen Elternteil, die Eltern sich trennen (oder unglücklich zusammenbleiben) z. B., das macht wohl in den allermeisten Fällen einen Unterschied zur "gewöhnlichen" Konstellaion.
Selbst kannst du nicht alles richtig machen. Beziehungsweise selbst wenn: Wenn man will kann man dich immer in Zweifel ziehen, schlecht machen. Wenn man dich dagegen verklärt, dich protegieren will, brauchst du gar nicht alles super machen.
Anderer Aspekt: Die deutschen Fußballer haben gegen Polen mit 0:2 verloren. Mal abgesehen, dass es hätte anders ausgehen können: Selbst wenn man an die Nationalmannschaft hohe Erwartungen haben mag, die Spieler hohe Erwartungen an sich selbst haben mögen, es klappt halt nicht immer. Und: Es hätte vorher (also bei der WM etwa) auch schon schief gehen können.
Ich will darauf hinaus: Dass Dinge im Positiven nie Selbstläufer sind. Mit Rückschlägen ist (leider) zu rechnen - und besonders übel wäre, sich aufgrund vorherigen Erfolgs/Glücks keine Rückschläge zuzugestehen ... Wenn es insgesamt passt, kannst du noch ganz zufrieden sein (Deutschland und seine Fans z. B. können/sollten also eher zufrieden sein, dass sie den WM-Gipfel erklommen haben, als unzufrieden darüber, dass sie nun ein Spiel verloren haben. Umgekehrt wäre ungünstiger).
Ich glaube: Wenn es mal gut läuft, ist da immer die Gefahr, alles positiv zu deuten (wenn irgendwas schlecht läuft, ist es andersrum). Man denkt leicht: Ab jetzt, läuf`s nur noch positiv - und ist danach nicht nur leicht, sondern ofmals auch schwer enttäuscht, weil`s anders kommt.
Trotz allem: Bei Menschen habe ich manchmal das Gefühl, dass manche das Glück anziehen - und es bei anderen halt nicht so ist. Beweisen lässt sich`s wohl nicht, solche Dinge sind irgendwo auch Sache der Wahrnehmung.
Viele Grüße MakroLocker bleiben
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13.10.2014, 01:00
AW: Wie sehr können wir unser Leben beeinflussen? Welche Rolle spielt Glück?
Ich finde den Ansatz mit den Wahrscheinlichkeiten zutreffend. "Das Glück winkt dem Tüchtigen" - das gilt "im Durchschnitt" aber nicht im Einzelfall. Wer eine gute Ausbildung hat und fleißig ist, wird eher im Beruf gut landen und vorankommen - das heißt nicht, dass alle, bei denen das nicht klappt, faul sind. Das gilt für andere Themen entsprechend. Auf die Höhe der Wahrscheinlichkeiten hat man Einfluss, auf die konkrete Realisierung dann eben nicht - und das Quäntchen Glück braucht man immer.
Und die nächste Frage ist ja - habe ich das, was ich beitrage und beitragen kann, immer in der Hand?
Wenn jemand nicht so klug, nicht so fleißig und diszipliniert, nicht auf andere zugehend ist - dann liegt eine niedrige Wahrscheinlichkeit (und damit oft eine schlechte Realisierung) vielleicht "an ihm" und nicht "an den Umständen" - aber kann er das immer ändern? Ist Glück vielleicht auch, wenn man eben von Geburt und von Elternhaus (und manch anderem) mit auf den Weg bekommen hat, dass man die Voraussetzungen für "Erfolg" (jetzt im weiten Sinne verstanden) hat und seinen Teil beitragen kann?


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