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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde den Strang mit den unterschiedlichen Sichtweisen sehr interessant!

    Wie oft ich es bei anderen Leuten mit Einladungen und Treffen probieren würde, hängt von deren Reaktion, bzw deren Art der Absagen ab.

    Wenn bei den Absagen durchklingt, dass sie Lust auf gemeinsame Unternehmungen haben, dann habe ich kein Problem, es noch ein paarmal zu probieren. Wenn ich aber mehrere Absagen bekommen habe, ohne dass mal ein Gegenvorschlag kommt oder ein Zeichen, dass sie wirklich an Treffen interessiert sind, dann gebe ich auch auf.

    So ein Zeichen kann sein, dass sie sagen: das WE ist schon verplant, aber wie wäre es am xy?
    Oder: Klettern ist nicht so unser Ding, magst du am xy mit uns wandern gehen?
    Genau so sehe ich das auch.
    Auch "probiert es weiter, irgendwann klappt es" könnte man auch in diese Richtung deuten, aber mit der Konnotation "ihr seid interessant und nett genug, dass wir es nicht ausschließen, dass wir uns mal treffen, aber nicht so interessant und nett, dass wir selbst mal was vorschlagen.". Und das ist mir zu wenig. Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Jahren, dann dass man nichts erzwingen kann. Die Brechstange erreicht nichts im Zwischenmenschlichen.

    Für eine neue Freundschaft muss man Zeit haben und sich auch Zeit nehmen wollen. Wenn andere einen Freundeskreis haben, der sie ausfüllt oder aus anderen Gründen keine Zeit für neue Leute, dann nehme ich das auch nicht persönlich.
    Stimmt. Mir fällt es nur manchmal schwer, zu unterscheiden, wann es an sowas liegt und wann ich entweder zu wenig oder zuviel probiert habe.

    Ich habe -neben "normalen" Freundschaften"- einige Freundschaften/Bekanntschaften, die ich mag und die mich mögen, aber ich gehöre nicht zu deren langjähriger Clique oder engerem Kreis, mit denen sie ihr Wochenende und Freizeit planen. Der Kontakt sieht dann so aus, dass sie sich von sich aus nicht melden. Wenn ich mich melde, freuen sie sich und dann unternehmen wir auch etwas. Ich mag diese Leute, deshalb kümmere ich mich auch um die Kontakte. Aber eigentlich wünsche ich mir, dass auch die andere Seite sich mal für mich interessiert.
    Genau.

    Aus dieser Erfahrung fände ich den Spruch: "Probiert es immer wieder, vielleicht klappt es ja mal" auch nicht so toll. Ich würde mir gut überlegen, ob ich eine weitere Freundschaft/Bekanntschaft in diesem Modus wollte. Ich würde in diesem Fall die Strategie ändern und nicht mehr auf den Zufall hoffen, sondern sagen: ich würde euch gerne zum Abendessen einladen/xy unternehmen, wann habt ihr denn Zeit?
    Ja, ich glaube, das ist wirklich eine gute Idee, das probiere ich mal, vielleicht nicht bei diesen zweien, sondern bei anderen "Kandidaten".

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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ist doch ganz einfach.
    ist mir jemand wirklich wichtig, frage ich mehrmals nach.

    warum immer einladungen?

    ganz locker irgendwo treffen. das ist doch viel unkomplizierter.

    ich habe seit jahren eine sehr gute freundin, tennispartnerin usw.
    sie war noch nie bei mir, ich noch nie bei ihr.

    meine erfahrung, je älter, umso weniger einladungen bei sich zuhause.

    ich lade auch nur noch freunde ein, die ich seit jahrzehnten kenne. (meist paare)
    den rest - und das sind nicht wenige - treffe ich regelmässig beim sport, oder bei öffentlichen veranstaltungen usw.
    Bei mir ist es genau umgekehrt: je älter ich werde, desto mehr mag ich Einladungen zu Hause. Man sitzt dann entspannt auf dem Sofa, gern auch in bequemen Klamotten, und kann wunderbar quatschen. Weggehen ist immer teuer, zu den eigentlichen Kosten (Essen/Trinken) kommen oft noch Parkgebühren dazu und so ein Sabbelabend kostet dann insgesamt mal locker 10-15 Euro, obwohl man eigentlich nur Kaffeetrinken war mit einer Freundin.

    Klar gehe ich gern weg, aber ich freue mich eben auch, wenn ich zu Hause bin und dort halt eine Freundin empfange.
    Wenn der Wind der Veränderung weht,
    bauen die einen Mauern
    und die anderen Windmühlen.

    - chinesisches Sprichwort -

  3. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Genau so sehe ich das auch.
    Auch "probiert es weiter, irgendwann klappt es" könnte man auch in diese Richtung deuten, aber mit der Konnotation "ihr seid interessant und nett genug, dass wir es nicht ausschließen, dass wir uns mal treffen, aber nicht so interessant und nett, dass wir selbst mal was vorschlagen.". Und das ist mir zu wenig. Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Jahren, dann dass man nichts erzwingen kann. Die Brechstange erreicht nichts im Zwischenmenschlichen.
    ...
    Diese Konnotation würde ich weglassen, das ist nur Spekulation und wirkt wegen der eigenen Abwertung selbstzerstörerisch.

    Es gibt viele Gründe, warum es Leute nicht schaffen sich Zeit für Neues zu nehmen oder es nicht schaffen, verbindliche Termin in ihrer Freizeit auszumachen oder sich einfach treiben lassen wollen oder ... die wenigsten Gründe haben dabei mit dir zu tun.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für eine neue Freundschaft muss man Zeit haben und sich auch Zeit nehmen wollen. Wenn andere einen Freundeskreis haben, der sie ausfüllt oder aus anderen Gründen keine Zeit für neue Leute, dann nehme ich das auch nicht persönlich.
    Das ist wohl die größste Bremse. Schon häufiger habe ich sich entstehende Freundschaften gebremst, weil einfach kein Platz mehr zwischen Familie, Beruf und anderen Freunden/Hobbies war. Fand ich auch schade. Da ich kein großer Freund von privaten Halbjahresplänen bin, habe ich das dann auf der Bekanntenebene gelassen.

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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Weil mir die Reaktionen von der "Gegenseite" darauf hinzudeuten scheinen, dass ich mich geirrt habe und sie es eben wohl doch nicht so toll finden, als dass man es mal "vertiefen" könnte, obwohl sie anderes behaupten. Ich zumindest würde etwas, was ich ganz toll finde, doch aktiv suchen, statt es dem Zufall zu überlassen.
    Da stimme ich Dir zu. Heißt im Umkehrschluß: das, was die Leute sagen (nämlich, dass sie es auch toll fanden und man das ja wiederholen müsse uw.), ist nicht wirklich ehrlich gemeint. Denn wenn man es ehrlich meinen würde, wäre auch wirklich Interesse da und man sieht zu, dass man sich wieder trifft (ohne dass monatelange Pausen dazwischen sind).

    Es ist bei meinen neuen Bekanntschaften, die gerade auf der Stufe zu Freundschaften sind, zwar nicht immer so, dass man sofort was neues ausmacht, wenn man sich trennt. Aber ich merke einfach, dass Input kommt, indem sie z.B. ein paar Tage später Vorschläge machen für das nächste Treffen. Und ich merke bei ihnen auch, dass oft sehr schnell eine Antwort kommt, wenn ich einen Vorschlag mache.

    Oft merkte ich schon bei anderen Bekanntschaften, die es eben nicht "ernst meinen", dass ich ewig auf eine schnöde Antwort (Hast Du am Samstag schon was vor?) warten mußte. Wer Tage braucht, um so eine simple Frage zu beantworten, gibt mir mit seiner Nicht-Antwort schon die Antwort. Eigentlich sogar zwei: 1. Nein, ich habe keine Zeit und 2. Du bist mir nicht wichtig, darum antworte ich erst irgendwann.

    Es ist eigentlich wie bei einem Mann, mit dem man ein Date hatte: Wer interessiert ist, meldet sich, bemüht sich, zeigt Interesse. Alles andere ist nur Schönrederei.
    Wenn der Wind der Veränderung weht,
    bauen die einen Mauern
    und die anderen Windmühlen.

    - chinesisches Sprichwort -

  6. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    ach was?!

    Zeta, wir haben einen konstanten freundeskreis.
    darin bewegen sich wiederum freunde von freunden.

    was meinst du, wie oft ich schon den satz gehört habe:
    " ihr müsst unbedingt mal zu uns kommen, wenn wir grillen!" , oder so ähnlich.
    nix, garnix geschieht. auch die freunde dieser freunde kommen nicht in den genuss eines grillabends.

    viel heisse luft, sonst nix.

    je älter, je weniger wird zuhause eingeladen.

    und die, die schon immer gerne eingaden haben, laden nach wie vor gerne ein.
    dazu zähle ich uns.
    letztes jahr haben wir zum grillen eingeladen.
    dieses jahr gross runder geburtstag meines mannes und an silvester sind wir wieder dran.
    ich habe jetzt schon gesagt, dann reicht es mal, ne zeit lang.
    es wird nämlich einseitig.

    freunde von uns mit grossem haus, riesigem grundstück.
    sie runder, er halbrunder geburtstag.
    einladung? null.

    irgendwann kommt sich auch der gastfreundlichste mensch ausgenutzt vor.

    unsere freundschaften werden trotzdem nicht drunter leiden.
    wir treffen uns weiterhin, aber eben draussen, ohne jegliche verpflichtung.
    jeder zahlt seine rechnung und gut is.

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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    freunde von uns mit grossem haus, riesigem grundstück.
    sie runder, er halbrunder geburtstag.
    einladung? null.

    irgendwann kommt sich auch der gastfreundlichste mensch ausgenutzt vor.

    unsere freundschaften werden trotzdem nicht drunter leiden.
    wir treffen uns weiterhin, aber eben draussen, ohne jegliche verpflichtung.
    jeder zahlt seine rechnung und gut is.
    Bist Du sicher, dass das dann Freunde sind? Also wenn man wirklich befreundet ist, lädt man sich doch gegenseitig zum Geburtstag und sonstigen wichtigen Ereignissen ein - eben weil man möchte, dass die Freunde daran teilhaben. Eine Nichteinladung zeigt (in meinen Augen), dass man eher den lockeren Bekanntenstatus hat. Der muss per se nicht schlecht sein, aber als Freunde würde ich dann solche Leute nicht bezeichnen.

    Dass Du keine Lust hast, immer die Gastgeberin zu spielen, wenn nie eine Gegeneinladung kommt, kann ich sehr gut verstehen.
    Wenn der Wind der Veränderung weht,
    bauen die einen Mauern
    und die anderen Windmühlen.

    - chinesisches Sprichwort -

  8. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Zeta2013 Beitrag anzeigen
    Bist Du sicher, dass das dann Freunde sind? Also wenn man wirklich befreundet ist, lädt man sich doch gegenseitig zum Geburtstag und sonstigen wichtigen Ereignissen ein - eben weil man möchte, dass die Freunde daran teilhaben. Eine Nichteinladung zeigt (in meinen Augen), dass man eher den lockeren Bekanntenstatus hat. Der muss per se nicht schlecht sein, aber als Freunde würde ich dann solche Leute nicht bezeichnen.

    Dass Du keine Lust hast, immer die Gastgeberin zu spielen, wenn nie eine Gegeneinladung kommt, kann ich sehr gut verstehen.

    ehrlich, wenn ich so denken würde, müsste ich fast alle meine freundschaften infrage stellen.

    ich erwarte fast nichts mehr.
    trotzdem hat alles seine grenzen.

    wart mal, wie es dir in 10/15 jahren ergeht....

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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist wohl die größste Bremse. Schon häufiger habe ich sich entstehende Freundschaften gebremst, weil einfach kein Platz mehr zwischen Familie, Beruf und anderen Freunden/Hobbies war. Fand ich auch schade. Da ich kein großer Freund von privaten Halbjahresplänen bin, habe ich das dann auf der Bekanntenebene gelassen.
    Das ist interessant. WEnn ich es mir so recht überlege, dann ist es bei uns so, dass wir zwar vieles um die Ohren haben, auch ohne Kinder, aber dass das meistens irgendwelche Verpflichtungen oder arbeitsähnliche Dinge sind (sich mit Mietern rumärgern, neue Mieter/Käufer suchen, sich um Belange der tattrig werdenden Eltern kümmern, Betreuung eines behinderten Angehörigen, lange Dienstreisen, Teilnahme an Konferenzen mit eigenen Vorträgen, Veröffentlichungen, Ehrenamtliche Arbeit, nebenberufliche Selbständigkeit etc.), dass wir aber trotzdem die (rein) angenehmen Seiten des Lebens nicht vergessen wollen und daher wir versuchen Freundschaften zu pflegen oder auch neue aufzubauen. Irgendwie kann es nicht sein, dass wir nur Arbeiten und Pflichterfüllen oder uns davon erholen, daher diese Initiativen "egal, es ist immer noch was zu tun und zu machen, wenn wir warten wollen, bis alles erledigt ist, ist das Leben vorbei, daher unternehmen wir jetzt was Schönes und zwar mit netten Leuten".
    Und diese netten Leute - ja, es waren früher einfach mehr. Manche sind berufsbedingt weggezogen, andere haben Kinder gekriegt und die Freundschaft hat das nicht überlebt, aus Gründen, die schon genannt wurden. Andererseits hab ich das Gefühl, dass in unserer Altersstufe die Kinder nun langsam flügge werden und wieder mehr Zeit da ist. Und natürlich gibt es auch genug Kinderlose, es sollte also eigentlich genug "Potential" da sein...

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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

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    Geändert von agathe13 (18.09.2014 um 14:47 Uhr) Grund: gelöscht, war doppelt

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