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  1. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte ich das auch mal wieder probieren - womöglich bin ich da auch zu zurückhaltend (geworden) und frage erst gar nicht mehr, weil ich eh schon denke "klappt ja eh wieder nicht, leichter krieg ich ne Audienz beim Papst". Aber womöglich tue ich da dem einen oder anderen auch unrecht.
    Womöglich?

    Das was du schreibst kommt mir vor wie ein Kapitel aus der Anleitung zum Unglücklichsein. Du suchst abstruse Erklärungen, warum es nicht klappen kann (Single-Familien-Gedöns), interpretierst abwertend anderer Leute Verhalten, wirst gar nicht erst aktiv und nimmst dir damit den Erfolg selbst weg (kennst du die Hammer-Geschichte?).

    Aber DU möchtest doch etwas, neue Freunde, Veränderung, Vertraute in deinem Alltag. Dann sag das doch auch so, arbeite daran, dir dieses Leben so einzurichten, sende an die Umwelt die entsprechenden Signale und zeige: ich möchte mich unkompliziert und spontan treffen können.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Es muss ja nicht der Liebesblitz einschlagen, aber sich mögen und spontaner Ausdruck sind in meinen Augen wichtig.

    Für mich zählt immer erst der 1. Eindruck. Dann sind es oft die Umstände.
    Verkehrt man in ähnlichen Kreisen, hat man Berührungspunkte.

    Ich hoffe es wird hier nicht falsch verstanden, aber ich erlebe es oft dass mir Leute sagen mich sympathisch zu finden.
    Und das ist dann keineswegs der Startpunkt für eine neue tolle Freundschaft.

    Man kann ja auch mal was verschenken. Ein nettes Wort, Interesse, Mitgefühl oder auch mal ne echte Hilfe ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

    Oft kommt die aber.

    Ich kann ja gut verstehen dass man sich einen Freundeskreis aufbauen will.
    Finde das aber schwierig.
    In Kindertagen ging das: willst du meine Freundin werden?

    Für mich ist erst mal die ganz Welt da.
    Mein Umkreis, meine Nachbarschaft, meine Gruppen und mein Herz als solches.

    Mir genügt es erstmal überhaupt da zu sein, zusammen zu sein.
    Beim Sport etc.....

    Und ich fürchte, ich werde eher ausgesucht als dass ich diejenige bin.
    Das ist so ein Muster bei mir was sich immer wiederholt.

    Was ich mir angewöhnt habe ist deutlich zu sein.
    Wenn ich wirklich kein Interesse habe sag ich es. Und wenn ich das Gefühl habe nicht auf Gegeninteresse zu stossen lasse ich meine Aktionen sein.

    Das gibt mir so ein Gefühl von Aufgeräumtheit. Und innerer Ordnung.
    Und ich hab das Gefühl so einen Überblick über meine Energie zu haben, komischer Ausdruck, ist aber so.

    Ich habe die Tendenz immer deutlicher zu werden.
    Natürlich auch im Positiven.

    Der Administrator einer meiner Freizeitgruppen hatte vor kurzem einen Schlaganfall, ich wurde von einer sehr nahen Bekannten davon unterrichtet mit der nachträglichen Bitte das geheim zu halten.
    Hab ich nicht gemacht, entspricht nicht meinem Naturell, mich hier als Geheimnisträger machen zu lassen.

    Die Dame ist beleidigt und der Fall jetzt offiziell.
    Alle wünschen ihm das Beste.

    Solche Sachen fallen mir nicht leicht, sorgen aber für meine Klarheit.
    Die ich sehr wichtig finde.

  3. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Leider kenne ich das Problem Bekanntschaften vertiefen auch sehr gut, von daher kann ich keine wirklich bahnbrechenden Lösungsvorschläge anbieten.

    Aber genau wie du kenne ich Leute, die offensichtlich deutlich weniger Probleme damit haben und habe mich schon öfter gefragt, was ich eigentlich falsch mache.

    Ich denke, ein Punkt ist genau die hier auch schon erwähnte "Aufdringlichkeit". Natürlich nicht auf unangenehme Weise, aber diese Leute signalisieren deutlich Interesse und haben keine Hemmungen, eine Einladung auszusprechen, und diese auch zu wiederholen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt.
    Gleiches gilt für das Thema persönliche Themen. Ich bin da bei Bekannten immer ganz vorsichtig, um niemandem auf die Füsse zu treten, was oft dazu führt, dass die Gespräche an der Oberfläche bleiben und ich vielleicht langweilig und zugeknöpft wirke. Die erfolgreichen Freundschaftsschliesser, die ich kenne, sind da offener/forscher.
    Ein Teil ist wohl auch einfach Begabung, die oben genannten Punkte gut zu timen und sympathisch rüber zu bringen.

    Noch ein Punkt, der mir bei deinen Beiträgen aufgefallen ist: du erwähnst einige Beispiele mit Paaren. Ich finde ja, Paarbekanntschaften zu Freundschaften zu wandeln noch viel schwieriger. Da müssen halt vier Leute sehr gut zusammen passen (was ja neben allem anderen auch noch eine Voraussetzung ist). Vielleicht ist es erfolgversprechender, sich auf einzelne Bekanntschaften zu konzentrieren? Als Paar etwas unternehmen kann man dann ja immer noch.

  4. User Info Menu

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Womöglich?

    Das was du schreibst kommt mir vor wie ein Kapitel aus der Anleitung zum Unglücklichsein. Du suchst abstruse Erklärungen, warum es nicht klappen kann (Single-Familien-Gedöns),
    Du meinst das, was ich in einem der letzten Beiträge geschrieben habe?
    Ich habe nur berichtet, was mir eine Freundin erzählt hat und gefragt, was ihr davon haltet, und es zudem als Spekulation gekennzeichnet.
    Wenn das für dich Gedöns ist...
    Lustig finde ich es aber, dass du meine Überlegungen als "Gedöns" abtust, mir aber einen Halbsatz weiter vorwirfst, dass ich anderer Leute Verhalten abwerte.

    interpretierst abwertend anderer Leute Verhalten,
    Abwertend? Echt? Wo?

    wirst gar nicht erst aktiv
    Das kannst du doch gar nicht wissen?
    Wissen könntest du aber das, was ich geschrieben habe, nämlich 3 Beispiele von Leuten, wo ich sehr wohl und mehrmals aktiv geworden bin.

    und nimmst dir damit den Erfolg selbst weg (kennst du die Hammer-Geschichte?).
    Klar kenne ich die Hammer-Geschichte. Der Unterschied zu mir ist, dass ich keine negative Antwort vorwegnehme, sondern sie halt schon öfter erlebt habe, nachdem ich es probiert habe.
    Und natürlich trotzdem weitere Dinge versuche - und mir erlaubt habe, hier zu fragen, was andere von meinem Vorgehen und Überlegungen halten.
    Achja, und ich beschimpfe natürlich auch niemanden wie der Mann, dem der Hammer fehlt, und vor allem werfe ich auch nicht mit Zuschreibungen um mich ("du machst... du bist...").

    Aber DU möchtest doch etwas, neue Freunde, Veränderung, Vertraute in deinem Alltag. Dann sag das doch auch so, arbeite daran, dir dieses Leben so einzurichten, sende an die Umwelt die entsprechenden Signale und zeige: ich möchte mich unkompliziert und spontan treffen können.
    Tue ich doch, nach bestem Wissen und Können. Nur was die entsprechenden Signale sind, darum geht's doch hier gerade.

  5. User Info Menu

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich mir angewöhnt habe ist deutlich zu sein.
    Wenn ich wirklich kein Interesse habe sag ich es. Und wenn ich das Gefühl habe nicht auf Gegeninteresse zu stossen lasse ich meine Aktionen sein.
    Letzteres mach ich auch.
    Aber ersteres? Wie machst du das?
    Ich habe auch eine Bekannte, die ich mir nicht ausgesucht habe (sie war halt bei Treffen mit anderen dabei), und sie nervt mich ziemlich. Ich kann ihr nicht aus dem Weg gehen, aber ich versuche die Berührungspunkte zu minimieren. Gerade sie ist aber sehr anhänglich und ich rolle innerlich schon mit den Augen, wenn sie wieder den Kontakt sucht. Sie ist nett, aber nicht mein Fall, für meinen Geschmack zu aufdringlich, aber es gibt andere, die sie mögen. Also sie ist kein schlechter Mensch oder so, aber sie scheint nicht zu merken, dass da von mir nicht wirklich was zurückkommt.
    Was ich tue, wenn sie etwas vorschlägt und ich keine Lust dazu habe, ist sowas sagen wie "mhhm, mal sehen" (und nicht wieder drauf zurückkommen) oder "ich würde mich dann ggf. bei dir melden" (und es nicht tun).
    Ich finde das auch eher schwach von mir, weiß aber nicht, wie ich das deutlich, aber trotzdem höflich und nicht verletzend rüberbringen kann.
    Wie machst du das?

  6. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Ach Agathe, komm mal wieder runter, es gibt keinen Grund sich aufzuregen.

    Lies (nochmal) mein Post #73. Du wertest dich selbst ab. Du interpretierst andere Leute zu deinen Ungunsten. Mach dich doch nicht klein.
    Du suchst mögliche Erklärungen, warum es nicht klappt ("Single-Familien-Gedöns", Gedöns gleich Verallgemeinerungen), anstatt weiter Anregungen zu sammeln, wie es besser klappen könnte.
    In der Hammer-Geschichte spielt das Kopf-Kino verrückt, so dass der Protagonist nicht mehr in der Lage ist, sein Anliegen dem Nachbarn zu sagen = Zitat Agathe "frage ich erst gar nicht mehr".

    Deshalb nochmal mein Tipp: sei klar und offen zu anderen, sag, was du möchtest und nimm es nicht persönlich, wenn es nicht immer Erfolg bringt.

    Dein letztes Post erklärt auch recht genau, warum du anderer Leute Aussagen interpretierst: Du kommunizierst selbst nicht klar, bist nicht ehrlich. Die Leute wissen nicht wirklich woran sie bei dir sind und du denkst, du musst aus dem gleichen Modus heraus auch überlegen, was hinter anderer Aussagen stecken könnte.

    Eine freundliche Absage an eine Bekannte: "Ich möchte den Kontakt nicht vertiefen." "Daran habe ich kein Interesse". "Ich habe das Gefühl, dass wie nicht zusammenpassen"mit einem freundlichen Tonfall/Gesicht. Das ist alles am Anfang vielleicht nicht einfach, aber Übung macht den Meister. Nur Mut!

  7. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Die Dame ist beleidigt und der Fall jetzt offiziell.
    Alle wünschen ihm das Beste.

    Solche Sachen fallen mir nicht leicht, sorgen aber für meine Klarheit.
    Die ich sehr wichtig finde.
    Auch die Dame hat jetzt Klarheit.
    Nämlich dass man dir persönliche/vertrauliche Dinge wie Erkrankungen besser nicht erzählt.

    Ich hoffe, dass nicht nur die Dame, sondern vor allem der Betroffene mit "deiner Klarheit" jetzt umgehen kann, die er in dieser öffentlichen Form evtl gar nicht wollte.

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    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Drahtseilakt,

    Respekt für das Gegenüber und seine Positionen sind für mich Grundlagen einer Diskussion hier. Ich bitte dich daher, dir Vokabeln wie "Gedöns" und "abstrus" zu verkneifen.

    Klar genug?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du suchst mögliche Erklärungen, warum es nicht klappt ("Single-Familien-Gedöns", Gedöns gleich Verallgemeinerungen), anstatt weiter Anregungen zu sammeln, wie es besser klappen könnte.
    Bitte lies du genau:
    Gerade in einem der letzten Posts, auf die du dich beziehst, schrieb ich doch gerade davon, dass ich bestimmte Dinge wieder mehr probieren will.

    Deshalb nochmal mein Tipp: sei klar und offen zu anderen, sag, was du möchtest und nimm es nicht persönlich, wenn es nicht immer Erfolg bringt.
    Ich versuche herauszufinden, woran es liegen könnte - das können die anderen und deren Lebenssituation sein, oder eben auch ich und/oder mein Verhalten. Letzteres zu hinterfragen kannst du natürlich als "persönlich nehmen" verstehen, ich sage nur, wenn ich handeln würde nach dem Motto "ich mach einfach weiter wie gehabt, deren Problem, wenn sie keine Zeit haben", das würde ich selbstgerecht finden.

    Dein letztes Post erklärt auch recht genau, warum du anderer Leute Aussagen interpretierst: Du kommunizierst selbst nicht klar, bist nicht ehrlich. Die Leute wissen nicht wirklich woran sie bei dir sind und du denkst, du musst aus dem gleichen Modus heraus auch überlegen, was hinter anderer Aussagen stecken könnte.
    Ich kommuniziere so klar, wie es mir im Rahmen der Höflichkeit möglich ist. Und bin mir bewusst, dass jemand, der "Schweigen ist auch ne Antwort" nicht beherzigt, mich missverstehen kann. Allerdings erlebe ich mich da nicht als Ausnahme, ganz im Gegenteil: es gibt genügend Leute, die über die besagte Bekannte die Augen rollen. Insofern ist es durchaus nicht abwegig, dass auch meine "Vorstösse" von dem einen oder anderen als nervig empfunden werden könnten,ohne dass das knallhart gesagt wird.

    Eine freundliche Absage an eine Bekannte: "Ich möchte den Kontakt nicht vertiefen." "Daran habe ich kein Interesse". "Ich habe das Gefühl, dass wie nicht zusammenpassen"mit einem freundlichen Tonfall/Gesicht. Das ist alles am Anfang vielleicht nicht einfach, aber Übung macht den Meister. Nur Mut!
    Das ist für mich keine freundliche Absage, und ich habe auch noch nie jemanden so etwas zu jemand anderem sagen hören, außer von einem Verehrer nachhaltig bedrängte Frauen, die dann irgendwann doch einen verbalen Korb verteilt haben, wenn es gar nicht anders ging.
    "Daran hab ich kein Interesse" ist davon abgesehen auch missverständlich - wenn sie sich sagen würde "ich probiere es einfach weiter, ist sicher nicht persönlich gemeint", dann könnte sie sagen "okay, auf Museum hast du keine Lust, dann lass uns doch mal schwimmen gehen". Es reicht also nicht, zu sagen "daran" hab ich kein Interesse, sondern "an dir".

  9. User Info Menu

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leider kenne ich das Problem Bekanntschaften vertiefen auch sehr gut, von daher kann ich keine wirklich bahnbrechenden Lösungsvorschläge anbieten.
    Muss auch nicht. Es ist auch schon interessant zu sehen, dass das Problem nicht ganz exotisch zu sein scheint.

    Aber genau wie du kenne ich Leute, die offensichtlich deutlich weniger Probleme damit haben und habe mich schon öfter gefragt, was ich eigentlich falsch mache.

    Ich denke, ein Punkt ist genau die hier auch schon erwähnte "Aufdringlichkeit". Natürlich nicht auf unangenehme Weise, aber diese Leute signalisieren deutlich Interesse und haben keine Hemmungen, eine Einladung auszusprechen, und diese auch zu wiederholen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt.
    Das könnte sein.
    Mir ist noch was eingefallen: die Mutter von der einen Freundin ist wie sie: ultraherzlich, schließt Mensch und Tier in ihr Herz, sie ist wirklich "welcoming". Meine Mutter ist eher wie ich: kommt mit allen ins Gespräch, aber so richtig persönlich wirds eher nicht.
    Hmpf. Ist immer doof, wenn man die Verhaltensweisen der Eltern in sich selbst entdeckt...



    Noch ein Punkt, der mir bei deinen Beiträgen aufgefallen ist: du erwähnst einige Beispiele mit Paaren. Ich finde ja, Paarbekanntschaften zu Freundschaften zu wandeln noch viel schwieriger. Da müssen halt vier Leute sehr gut zusammen passen (was ja neben allem anderen auch noch eine Voraussetzung ist). Vielleicht ist es erfolgversprechender, sich auf einzelne Bekanntschaften zu konzentrieren? Als Paar etwas unternehmen kann man dann ja immer noch.
    IN dem einen Fall war es ja so, dass sich die beiden Männer noch gar nicht kannten.
    Ich hätte es jedenfalls spannend gefunden, mal zu gucken, wie das so passt. Bisher kam es aber leider nicht dazu.
    Davon abgesehen erlebe ich es auch, dass man auch zu 4 eine gute Zeit haben kann, wenn nur 2 wirklcih befreundet sind und die anderen 2 sich nur halbwegs sympathisch finden.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie werden Bekannte zu Freunden?

    Agathe, du hast noch nicht verstanden, worauf ich hinauswill.

    Du fragst, wie Bekannte zu Freunden werden und beschreibst, wie du vorgehst und dich dabei fühlst und denkst.

    Ich wollte dir anhand deiner Posts sagen, wo Fallstricke liegen. Ich versuche es nochmal anhand deiner Zitate, um möglichst wenig Spielraum für Mißverständnisse und Interpretationen zu lassen.

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    ...

    Das ist allerdings ein interessanter Ansatz. Bisher hab ich es bei Bekannten tatsächlich eher so gemacht, dass ich mir einen Termin überlegt habe oder eine Veranstaltung, wo ich gerne hin will und dann habe ich die Leute dazu gefragt, ob sie dazukommen möchten.
    Umgekehrt, erst die Leute fragen und dann den Termin machen, habe ich bisher eigentlich nur bei schon vorhandenen Freundschaften gemacht, wo klar ist, beide Seiten haben interesse, und es geht wirklich nur noch um den passenden Termin.
    Aber auch hier wieder... wenn ich mir das vorstelle, kommt mir das wirklich sehr sehr aufdringlich vor.
    Wenn sie kein Interesse haben, können sie bei einem vorgegebenen Datum sich immer noch drauf "rausreden",dass der Termin nicht passt, leiderleider. Aber wenn ich ihnen signalisiere, ich will sie treffen, und es ist nur noch die Frage zu klären, wann - wie kommen sie denn da wieder raus aus der Nummer? Wer hier in D bringt es schon, zu sagen "Nee, du, ich glaub, das lassen wir mal lieber?" oder "Sorry, dafür hab ich nie Zeit"?


    ...
    Dass man Leuten nicht auf die Nerven fallen will?
    Ich möchte nicht der Grund für Augenrollen sein "OMG, sie wieder. Sie lädt uns auch jedes Jahr wieder ein - kapiert die es nicht? Was sollen wir denn noch machen, dass sie versteht, dass wir kein Interesse haben"?
    Du bekommst einen Tipp, den du gutfindest, überlegst dir aber schon im Vorfeld wie sich die Kandidaten wohl gegen dich abgrenzen könnten. Du nimmst dir durch die ängstliche Sichtweise selbst Mut und Schwung. Außerdem setzt du dich herab, indem du sofort davon ausgehst, dass die anderen kein Interesse an dir haben.
    Diese Einstellung ist auch leider ein Nährboden dafür, tatsächliche Absagen persönlich zu nehmen, die in vielen Fällen gar nicht gegen dich gerichtet sind. In dem Strang wurden einige Gründe aufgeführt auf Freundschaftsanfragen nicht einzugehen, die nichts mit dem Fragenden zu tun hatten.

    Ähnliches hatte ich auch hier geantwortet:
    Zitat von agathe13
    Genau so sehe ich das auch.
    Auch "probiert es weiter, irgendwann klappt es" könnte man auch in diese Richtung deuten, aber mit der Konnotation "ihr seid interessant und nett genug, dass wir es nicht ausschließen, dass wir uns mal treffen, aber nicht so interessant und nett, dass wir selbst mal was vorschlagen.". Und das ist mir zu wenig. Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Jahren, dann dass man nichts erzwingen kann. Die Brechstange erreicht nichts im Zwischenmenschlichen.
    ...
    Diese Konnotation würde ich weglassen, das ist nur Spekulation und wirkt wegen der eigenen Abwertung selbstzerstörerisch.

    Es gibt viele Gründe, warum es Leute nicht schaffen sich Zeit für Neues zu nehmen oder es nicht schaffen, verbindliche Termin in ihrer Freizeit auszumachen oder sich einfach treiben lassen wollen oder ... die wenigsten Gründe haben dabei mit dir zu tun.

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    ...
    Hat es etwas damit zu tun? Bilden Singles eine eigene "Community", die da flexibler ist als Familien und Paare? Und so wie die Konstellation "Single befreundet mit Paaren" von seiten der Paare häufig als nicht so günstig empfunden wird - empfinden das Singles auch so und schließen eher Freundschaften untereinander?
    Ich spekuliere hier nur mal so vor mich hin, keine Ahnung, ob da etwas dran ist?
    ...
    Hier suchst du Gründe im Äußeren durch Verallgemeinern: die Singles, die Familien, die Paare. Die gibt es genausowenig wie es "die Männer" gibt. Gedöns nenne ich es deshalb, weil sich durch diese Verallgemeinerungen prima vom konkreten Fall, nämlich von sich selbst ablenken lässt, wird dir bloß nicht weiterhelfen, denn du möchtest ja vorankommen.


    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte ich das auch mal wieder probieren - womöglich bin ich da auch zu zurückhaltend (geworden) und frage erst gar nicht mehr, weil ich eh schon denke "klappt ja eh wieder nicht, leichter krieg ich ne Audienz beim Papst". Aber womöglich tue ich da dem einen oder anderen auch unrecht.
    Hier ist der gleiche Fallstrick wie schon zuvor beschrieben: durch dein negatives Kopfkino bremst du dich aus, es überhaupt zu probieren. Deshalb der Vergleich mit der Hammer-Geschichte. Und auch hier wieder: diese Gedanken führen dazu, dass du es persönlich nimmst, sollte es wirklich in diesem Fall nicht klappen. "Hab ich ja schon vorher gewusst....".

    Selbt wenn die Leute an dir nicht interessiert wären, was wäre so schlimm daran? Es passt dann halt nicht, das wertet dich doch nicht ab. Durch deine Gedanken und Ängste wertest du dich selbst ab.

    Es ist also nicht nur die Vorgehensweise, die du "optimieren" könntest, sondern vor allem deine Einstellung zu dir selbst und zu deinem "Projekt".


    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    ...
    Das ist für mich keine freundliche Absage, und ich habe auch noch nie jemanden so etwas zu jemand anderem sagen hören, außer von einem Verehrer nachhaltig bedrängte Frauen, die dann irgendwann doch einen verbalen Korb verteilt haben, wenn es gar nicht anders ging.
    "Daran hab ich kein Interesse" ist davon abgesehen auch missverständlich - wenn sie sich sagen würde "ich probiere es einfach weiter, ist sicher nicht persönlich gemeint", dann könnte sie sagen "okay, auf Museum hast du keine Lust, dann lass uns doch mal schwimmen gehen". Es reicht also nicht, zu sagen "daran" hab ich kein Interesse, sondern "an dir".
    Der genaue Wortlaut bleibt natürlich dir überlassen. Das Fazit, dass du es hilfreich wäre, aus der Deckung zu kommen, bezieht sich ja nicht nur auf Absagen, sondern auf den ganzen Strang.

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