Liebe Gemeinde,
....wie schaffe ich das?
Für diesen Strang habe ich mir einen Zweitnick zugelegt.
Nun weiß ich nicht, wie ich meine Frage erklären soll.
Deshalb kurz und knackig an diejenigen, die sich selbst genügen:
wie beschäftigt ihr euch alleine? Welchen Hobbies, die alleine ausgeübt werden können, geht ihr nach?
Wie schafft man es, die Einsamkeit zu akzeptieren und vielleicht auch irgendwann damit seinen Frieden zu schließen?
Kann man alleine glücklich sein?
Wer noch Fragen an mich hat, ich beantworte gerne, was meine Anonymität nicht gefährdet.
Das Thema erschlägt mich gerade so sehr, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Nur soviel: ich weiß nicht mehr weiter. Ich ertrage es nicht mehr, das Gefühl, niemandem wichtig zu sein.
Auch, wenn es nicht stimmt - ich empfinde es so.
Und alle Versuche, jahrelange Therapien, DBT und alles Andere, scheitern letztendlich und bringen mich wieder an diesen Punkt.
Danke fürs Lesen.
ame_solitaire
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07.09.2014, 19:32Inaktiver User
Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
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07.09.2014, 19:41Inaktiver User
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, sich selbst zu bespaßen. Aber wäre es nicht besser, neue Kontakte zu suchen, statt sich mit der Notlösung zufrieden zu geben?
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07.09.2014, 19:48Inaktiver User
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Liebe ame_solitäre,
ich bin so ein Mensch, der eigentlich gut alleine zurecht kommt. Ich habe nur wenige Freunde und die haben auch nur wenig Zeit. In meiner Beziehung kriselt es und dann gibts noch andere Probleme in meinem Leben, mit denen ich momentan nur schwer zurecht komme. Gerade habe ich hier gesessen und geheult.
Grundsätzlich kann ich gut alleine sein. Ich lese gerne und ich gehe auch mal alleine los, schaue mir etwas an, gestern war ich nachmittags mit einem Buch einen Kaffee trinken, ich gehe alleine ins Kino und demnächst auch ins Theater.
Glücklich bin ich momentan allerdings nicht. Ab und zu wäre es schon nicht schlecht, wenn da jemand wäre. Mir fehlen gar nicht mal so sehr Freunde, aber ein Partner, der einen wirklich liebt und mit dem man einen Mittelweg zwischen viel Nähe und Freiraum lassen, das würde ich mir wünschen. Ich habe zwar einen Partner, auf den kann ich jedoch derzeit nicht zählen. Wahrscheinlich wäre ich ohne ihn sogar besser dran.
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07.09.2014, 19:54Inaktiver User
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Einsamkeit hat nichts mit allein sein können zu tun. Es hört sich so an, als ob du eine tiefe Einsamkeit fühlst, auch mit Menschen. Und damit das Gefühl gar nicht erst aufkommt, willst du lieber alleine sein.
Habe ich das so richtig verstanden?
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07.09.2014, 20:15
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Es gibt viele Hobbys die du alleine ausüben kannst. Moderne Tanzschule, Power Yoga, Fitnessstudio....lesen, Filme schauen, Musik hören, spazieren gehen, Fahrradfahren, shoppen
Klar, kannst du ohne Freunde glücklich werden. Du musst dein Glück nicht von irgendetwas oder irgendwem abhängig machen.
Wenn du mit dir im reinem bist und glücklich bist, ergibt sich alles von alleine, glaube es mir:-)
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07.09.2014, 20:17Inaktiver User
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Allein sein ist nur schön, wenn man nicht allein sein muss....
Aber Einsamkeit, da bin ich bei meiner Vorschreiberin denizen, ist etwas ganz anderes.
Deiner kurz angerissenen Vorgeschichte nach tippe ich auf Borderline und/oder auf Mangelzustände aus deiner Kindheit.
Die wirst du abschliessen müssen, die zugehörigen Bedürftigkeiten und Sehnsüchte begraben, das Alleinsein üben, und es mit dir selber aushalten lernen.
Die Beziehung zu dir selbst entsteht genau dadurch, und nur wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst hast, bist du auch in der Lage, gesunde und nährende Erwachsenenbeziehungen zu leben.
Borderline ist aber eine Beziehungsstörung, und da beisst sich die Katze dann leider in den Schwanz.
Wäre mir lieber, ich läge damit falsch....
Gruß,
Ika
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07.09.2014, 20:28Inaktiver User
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07.09.2014, 21:05Inaktiver User
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Das tut mir sehr leid.

Einen Partner habe ich. Dass es bei uns kriselt, wäre zuviel gesagt, aber er fühlt sich "wundgelaufen".
Ich habe eine "schwarze Phase", kann morgens kaum aufstehen geschweige denn irgendwas tun. Selbst Duschen ist eine Herausforderung.
Tagsüber schlafe ich auch viel.
Ansonsten bin ich aggressiv zu allen. Fühle mich von allen verlassen, angegriffen oder vergessen.
Ich kenne das schon, diese Phasen habe ich regelmäßig.
Die Freunde, die ich habe, haben alle viel um die Ohren, die Einen haben viel Arbeit im Büro, Kinder-/ Schulärger, Geldsorgen undundund
und entsprechend wenig Zeit.
Das kann ich auch gut. Ich mache viele Sachen gerne alleine, weil mich es anstrengt, mich nach Anderen zu richten (was ich viel muss, weil ich irgendwie immer Anders bin und handle als alle Anderen innerhalb meiner "peer-group")Grundsätzlich kann ich gut alleine sein. Ich lese gerne und ich gehe auch mal alleine los, schaue mir etwas an, gestern war ich nachmittags mit einem Buch einen Kaffee trinken, ich gehe alleine ins Kino und demnächst auch ins Theater.
Ich steigere mich in keine Beziehung so sehr rein wie in Freundschaften. Da ist in einer Ex-Beziehung anscheinend was kaputt gegangen.Glücklich bin ich momentan allerdings nicht. Ab und zu wäre es schon nicht schlecht, wenn da jemand wäre. Mir fehlen gar nicht mal so sehr Freunde, aber ein Partner, der einen wirklich liebt und mit dem man einen Mittelweg zwischen viel Nähe und Freiraum lassen, das würde ich mir wünschen. Ich habe zwar einen Partner, auf den kann ich jedoch derzeit nicht zählen. Wahrscheinlich wäre ich ohne ihn sogar besser dran.
Das, was ich hier in Beziehungssträngen oft lese, wie sich UserInnen den ganzen Tag mit Fragen wie "Was denkt er nur?"oder Deutungen jeglicher (fehlender) Lebensäußerung des Ex quälen,
das habe ich in Bezug auf Freundschaften. In Bezug auf Partnerschaften gehe ich zum Partner und kläre die Sache.
(Wenn man das mit Freunden versucht, kann man sich schnell den Ruf einer anstrengenden Drama-Queen einhandeln)
Tja, das wäre schön.
Da habe ich gefühlt nicht die Wahl.
Ich möchte lernen, die Einsamkeit zu mögen, weil mir nichts Anderes übrigbleibt!
Ja! Ganz genau!Deiner kurz angerissenen Vorgeschichte nach tippe ich auf Borderline und/oder auf Mangelzustände aus deiner Kindheit.
Die wirst du abschliessen müssen, , das Alleinsein üben, und es mit dir selber aushalten lerndie zugehörigen Bedürftigkeiten und Sehnsüchte begrabenen.
Die Beziehung zu dir selbst entsteht genau dadurch, und nur wenn du eine gute Beziehung zu dir selbst hast, bist du auch in der Lage, gesunde und nährende Erwachsenenbeziehungen zu leben.
Borderline ist aber eine Beziehungsstörung, und da beisst sich die Katze dann leider in den Schwanz.
Wäre mir lieber, ich läge damit falsch....
Gruß,
Ika
Ich möchte lernen,aus meiner Situation das Beste zu machen.
In Meinem Fall heißt das, mit mir alleine klarzukommen und vor allem mit der Tatsache klarzukommen, dass Einsamkeit mein Schicksal ist.
(Ich bin Anfang 40 und habe schon vieles ausgeschöpft, um mich, meine Art zu ändern.)
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07.09.2014, 21:20Inaktiver User
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
jau, da ist sie ja schon, die Borderline-Position: ich ganz besonders herausragende Arme, nichts hat mir geholfen, ich bin verloren....
Mir tut allein dein Umfeld leid, an das du keinen Gedanken verschwendest. Alleine? Du bist mittendrin und inszenierst dich. Gut werden darf es niemals, dafür sorgst du schon.
Parasitär destruktiv.
ich bin weg
Ika
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07.09.2014, 21:27
AW: Leben ohne Freunde oder: lernen, sich selbst zu genügen.....
Ich nehme an, dass das der Grund für die Therapien ist? Das hört sich erschreckend nach Depressionen an
. Vor allem wenn sie wiederkehrend sind, rauben sie einem immer wieder viel Kraft. Kraft, die man eigentlich für anderes bräuchte, zum Bsp. für die Pflege von Freundschaften und gesundes Miteinander. Da du aber in einer Beziehung bist -auch wenn sie derzeit eher suboptimal läuft- scheinst du ja Fähigkeiten für das Miteinander zu haben. Was ist es, was dich hindert, diese Fähigkeiten auf Freundschaften zu übertragen?
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem


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