Ich lese hier, liebe Frau Sonne, dass du den Reigen fein mit tanzt. Ja, ihr seid in eurem Spiel, welches *hüstel* du just aufgezogen hast mit deiner Liebesbezeugung.
Warum?
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Ergebnis 31 bis 40 von 366
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08.09.2014, 22:33
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
flying is the art of falling to the ground without touching
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08.09.2014, 22:36
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08.09.2014, 22:38
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08.09.2014, 22:39Inaktiver User
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
Liebe Frau_Sonne.
Daraus kannst Du Dir eine wunderbare Affirmation machen: Ich habe die Nase vom Drama gestrichen voll!
Hilft sehr im seelischen Ablöseprozess...
Euer Gespräch. Das tut sicher weh, nachhaltig zu spüren, dass es so keine Chance mehr gibt
, es sei denn, Du würdest in Kauf nehmen wollen, seelisch und körperlich irgendwann so richtig vor die Hunde zu gehen.
So müssen "Szenen einer Ehe" nicht sein, aber ganz gewiss, um auf Deinen Eingangstitel zu kommen "Szenen einer narzisstischen Beziehungsdynamik".
Wenn Du irgendwie kannst, lass es sein. Das sind endlose Spiralen, die Dich nur noch tiefer verletzen. Er ist wie er ist und er hat - für meine Begriffe - null Einsicht respektive er kann gar nicht anders, als so zu sein, wie er ist. Seine Worte bleiben leere Worthülsen, weil er gar nicht versteht, was er da tut.
Aus seinem Blickwinkel wird das genauso sein, er fühlt es so, wie er es artikuliert (Stichwort: ich-synton).
Dein Blickwinkel hat sich aber verändert. Du setzt Grenzen. Deine Grenzen. Und das geht nun gar nicht (für ihn). Das wird ihn weiter anfachen, sei Dir dessen bewusst.
Es ist eine bescheidene Zeit, ja, ich weiß.
Aber, ganz sicher weiß ich auch, wenn Du diesen Prozess der Ablösung durchstehst, warten ganz andere Dinge auf Dich.
He, Du möchtest Kinder haben?! Weißt Du, wie toll das ist mit einem psychisch gesunden Menschen. Und nicht alle gesunden psychischen Menschen sind langweilig, das mag in Deinem Schmerz jetzt so erscheinen, dem ist nicht so.
Ein bisschen Otto Normalo kann auch sehr viel Verbindlichkeit, Sicherheit und wie Du selber sagst, Konfliktfähigkeit bedeuten. Ein warmes Zuhause, das gerade Kinder brauchen, um sich gut zu entfalten.
Hach je *knuff*:und in den arm nehmen:, lass Deinen Kummer raus,
narrare.
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08.09.2014, 23:30Inaktiver User
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
hier wurde ja schon viel hilfreiches geschrieben, wie ich finde.

@Frau Sonne
du kommst dir doch ganz schön auf die Spur.
Letztendlich - und ich habe ausreichend Erfahrung im Bereich destruktive Beziehungen, leider - hat mir nur geholfen, die Waffen niederzustrecken, keinen Machtkampf mehr einzugehen, nicht den anderen heilen oder von ihm geheilt werden zu wollen. Mich frei machen von seiner Zustimmung und Urteil.
Meiner Meinung hilft es am Anfang ein bisserl, den anderen zu labeln, aber schlussendlich tut dir die Beziehung nicht gut. Es ist mehr Drama, als echte Begegnung. Es ist auch immer so müsig mit der Schuldfrage. Er fühlt sich vermutlich genauso als Opfer, wie du auch.
Destruktive Beziehungen sind, so wie ich sie erlebt habe, vergleichbar mit einer Drogensucht. Sucht nach Dama, nach Verzehrung, zusammenkommen, idealisieren, entwerten. Wie in einem Zyklus.
Letztendlich seid ihr euch vermutlich noch nie echt begegnet, z.B. indem dein Partner durch Dauervorwürfe, deine Verteidigungsreaktionen hervorgerufen hat. Aktion (z.b.Vorwurf) = Reaktion (z.b. Beschwichtigung, Erledigung. Entschuldigung). Er hat dich konditioniert. Und du hast gehorcht.
Jetzt hast du dir das erste mal "erlaubt" keine Reaktion mehr zu zeigen und schon ist er orientierungslos, verstimmt und denkt sich verschiedene "Halteszenarien" für dich aus, in der Hoffnung, dich wieder zurückzuholen. Sich zu bessern. Das wird vermutlich nicht passieren. Denn du bist ja aus seiner Sicht an allem schuld.
Mein Tipp an dich wäre: Ausstieg
ob das jetzt zu einem endgültigen Bruch führt, sei dahin gestellt. Aber denke darüber nach, dich mal wieder nur nach dir richten zu müssen. Deine eigene Drehung zu finden, nicht durch das Raster des Ehemanns schauen und bewerten.
Wie ich schrieb, es ist ein bisserl wie auf Drogenentzug gehen.
Ein Buch, das ich immer wieder gut finde: Die Masken der Niedertracht
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09.09.2014, 00:38
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
Also das ein 2 wöchige Auszeit schwer fällt, ist klar. Das der Partner davon wenig begeistert ist, wenn das nicht seine Idee ist, ist auch klar.
Nur, wenn man sich dazu entschlossen hat das druchzuziehen, warum ruft man dann den Partner an? Das begreife ich nicht.
Das der dann sagt, "Ich darf dich nicht kontaktieren, aber du rufst an! Was soll das?"
So hätte ich auch reagiert!
Ich habe den Eindruck, Du spielst genau so gerne Spielchen, wie dein Partner. Ihr seit schon ein tolles Paar!
Grüße
Luftpost
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09.09.2014, 07:18
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
Danke für eure Antworten.
Die selben Gedanken mache ich mir auch.
Ich hab mit mir gerungen, warum ich angerufen habe. Klar, dass sich der andere blöd vorkommt.
Dass ich zu mir gestanden habe hat dazu geführt, dass ich mich erst besser gefühlt habe. Und dann kam da ein Gefühl hoch, dass ich schon ewig nicht mehr gespürt habe. Ich habe ihn vermisst. Neben dem Drama ist da ja auch noch ein Mensch mit dem man schöne Erlebnisse geteilt hat. Seit ich ausgezogen bin, war ich nur noch auf dem Trichter "Hilfe, ich muss da raus, der tut mir nicht gut". Und mir fiel zum ersten mal wieder ein schöner Moment ein. Da ist ein kleiner Moment Hoffnung entstanden. Vielleicht gehts ja doch, irgendwie.
Ich wollts ihm mitteilen. Ich habe vorab überlegt, ob ich ihn damit nicht mehr verunsichere und es besser für mich behalte. Und gedacht, er freut sich.
Das ist der liebevolle, menschliche Aspekt meines Verhaltens.
Und dann gibts da noch den anderen:
Die Panik, die bei mir wahrscheinlich hochsteigen wird, wenn es jetzt tatsächlich ans lösen geht. Ich habe Angst vor dem Liebeskummer, den das mit sich bringen wird. Ich habe Angst vor der Leere, die da in meinem Leben entstehen wird, wenn kein Drama mehr da ist. Alle Energie kreist um diese Beziehung. Ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe, die Energie sinnvoll auf mich umzulenken. Sondern dann wieder mit der Lücke und mir nichts anzufangen weiß.
Ich habe da eine scheiß Angst davor, dass ich mit mir nicht zurecht kommen werde. Und mir selber da nicht raushelfen kann.
So sehr ich mir die Ruhe ersehne, ich habe Angst, dass ich sie nicht aushalte. War ja schon mal so, könnte immer noch so sein.
Einerseits reizt es mich jetzt, jetzt dann wieder alleine zu sein. Vielleicht bewältige ich das ja gut. Dann wäre endlich eines meiner ganz ganz großen Lebensthemen gelöst. Mensch, wäre das klasse!
Gleichzeitig habe ich große Angst, dass ich es nicht kann. Dass die innere Unruhe nicht aufhören wird. Das würde sich für mich vom heutigen Standpunkt aus, wie Versagen anfühlen.
Ich bin nicht grundlos an diesen Mann gekommen. Ich bin nicht nur das Opfer. Er triggert mich unentwegt. Nicht nur bei ihm kracht das Selbstbild zusammen, wenn der andere nicht mehr spiegelt. Das ist bei mir auch so. Zwei Ertrinkende, die sich aneinander klammern.
Ich muss mich dem jetzt stellen:
- Da besteht wenig Chance auf Veränderung. Nuancen werden möglich sein. Aber die Grundstruktur wird bleiben.
- Ich kann mich dafür, oder dagegen entscheiden.
- Wenn ich gehe, entscheide ich mich gegen das Drama.
- Mich selber nehme ich aber mit.
- Ich habe dann niemanden mehr, dem ich die Schuld an der Unruhe geben kann.
Dann gibts zwei Möglichkeiten:
- Vielleicht packe ich es gut alleine. Ich habe nicht zu letzt durch die Beziehung eine Menge Handwerkszeug gelernt, um damit besser klar zu kommen.
- Vielleicht packe ich es aber auch nicht so gut. Dann wirds mir oft schlecht gehen und mein Blick auf Männer wird erneut durch meine Sehnsucht verstellt sein. Vielleicht suche ich mir nicht nochmal so eine Katastrophe aus. Aber wirklich objektiv werde ich nicht sein. Es wird wieder zum Teil eine Flucht vor mir selber sein.
Ich werd die nächste Zeit meinen ganzen Mut brauchen, um da raus zu kommen.
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09.09.2014, 08:15
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
Zitat von Frau_Sonne:Verhalten: Durchsetzen meiner Bedürfnisse
--> innere Reaktion: ich habe Angst rücksichtslos und eine Zumutung zu sein und brauche mich nicht wundern, wenn ich dafür verlassen werdeZitat von Frau_Sonne:Ich: "Hallo ich bins. Wahrscheinlich verwirre ich dich mit meinem Anruf, weil ich ja um Abstand gebeten habe. Ich wollte dir sagen, dass ich weiß, dass das für dich eine besch... Situation ist. Ich weiß, dass du das gar nicht magst und ich dich damit wahrscheinlich sehr verletzt habe. Ich wollte dir aber sagen, dass mir das gut tut, ich mich ein wenig ordnen konnte und gerade auf neue Gedanken komme. Das Ganze ist also denke ich nicht umsonst. Außerdem ist mir heute eine sehr schöne Situation mit dir eingefallen... Als wir... und da habe ich dich vermisst. Ich wollte dir das mitteilen, weil ich mir dachte, dich freut das. Daher mein Anruf"Du holst dir m.E. das ab, was du befürchtest, wovor du Angst hast.Zitat von Frau_Sonne:Er: "Du willst absolut rücksichtslos und kompromisslos deine Bedürfnisse durchsetzen. Dir ist nach Abstand, also nimmst du ihn. Am selben Tag rufst du wieder an, weil du lustig dazu bist. Dein ewiges hin und her ist kindisch."
Damit hast du wieder die Bestätigung, dass das Durchsetzen eigener Bedürfnisse rücksichtslos ist in der Sicht anderer. Und nicht nur das: du selbst kommst in Zweifel.
Dein Anruf hat m.E. und ich kann mich irren, den Zweck gehabt, zu beweisen, dass du deinen Mann in seiner Situation verstehst (du kennst ja deine Gefühle, wenn du so behandelt würdest) und gleichzeitig wolltest du
eben nicht als rücksichtslos gelten.
Wenn dir die Auszeit für dich so wichtig ist und du da eine Abgrenzung vornimmst, dann solltest du die auch aushalten und es ist dann egal ob du als rücksichtslos angesehen wirst von Anderen oder nicht, auch das müsstest du aushalten.
Durch deinen Anruf hast du die Abgrenzung wieder aufgehoben und es kann der Eindruck entstehen, dass es dir nicht um eine Auszeit ging, sondern nur darum eine Abgrenzung durchzusetzen.
Also um das Durchsetzen an sich.
Du verlierst dadurch an Glaubwürdigkeit, in deiner Abgrenzung und in der Bedeutung deiner Bedürfnisse für dich und in den Augen anderer.
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09.09.2014, 08:39
AW: Verdacht auf narzisstische Dynamik
Hallo Frau_Sonne
Ich bin grad in den neuen Beiträgen über deinen Strang gestolpert. Mir kommt Einiges aus deinen Beschreibungen bekannt vor, in Bezug auf einen Freund von mir (kein Partner), der teilweise ähnliche Anzeichen zeigt.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich diesen Gedanken habe:
... ich immer besser fahre, wenn ich dann die Klappe halte. Das Bauchgefühl, das leise daher kommt, hat oft Recht.Ich wollts ihm mitteilen. Ich habe vorab überlegt, ob ich ihn damit nicht mehr verunsichere und es besser für mich behalte.
Das gilt nicht nur in Interaktion mit komplizierten Menschen sondern generell. Wenn ein ungutes Gefühl hochkommt, hat es auch seinen Grund.
Hab ich gegen dieses Gefühl gehandelt, hat es mit mir und irgendwelchen Bedürfnissen meinerseits zu tun. Abhängigkeit, gelobt werden wollen, den Anderen zu etwas ummodeln wollen. Und das kam dann nicht immer so zurück, wie ich's erwartet habe.
Und nicht vergessen, wenn zwei Ertrinkende sich aneinander klammern, gehen beide unter. Alte Lebensretterregel.
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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09.09.2014, 09:43Inaktiver User


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Das ungute Gefühl zeigt an, dass man in ein altes Muster fällt, das eigentlich längst nicht mehr passt. Das geht wirklich immer schief.

