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    AW: Ich (ent)wachse

    Zitat Zitat von Sehn-Sucht Beitrag anzeigen
    Mir hat ein Therapeut mal gesagt, dass man auch das Tagebuch schreiben lernen muss - das es nicht von heute auf morgen geht, anfangns solle man sich die Zeit nehmen, täglich wenigstens eine halbe Seite zu schreiben (oder eine ganze?).
    Oh, das klingt ermunternd! Vielleicht muss ich einfach weiterhin üben. Ich habe als Teenager Tagebuch geschrieben. Und das scheint mir mehr als gut getan zu haben. Es war mein kleines Lebens- und Träumebuch. Ich habe ALLES hineingeschrieben.

    Meine Teeniejahre fielen übrigens in die Lebensphase, in der ich mit am gefestigsten war. Seltsam, denke ich manchmal, aber eigentlich ist das gar nicht sooo seltsam, oder?
    So richtig zusammengeknallt hat es mich erstmals, als ich vom süddeutschen Kleinstadt"idyll" (ich fand's eigentlich ganz schlimm und wollte nur ganz weit weg!) in die große Metropole gezogen bin. Auf einmal: Klein-Evren, ganz allein zwischen all den Menschen, die mindestens genauso verrückt, schön und hungrig waren. Nur - im schwäbischen Nest war ich die Queen, in der großen Stadt ein Niemand. Und noch dazu ein schüchterner Niemand.

    Ja, mein Affärenmann... der triggert gerade auch viel an. Ich will ihn im Leben nicht als Partner geschenkt haben, ich will ihn nicht mehr in mein Leben lassen, wie aktuell - aber trotzdem: er kann mich doch lieben. Wieso liebt er mich nicht? Und ich kann mein gesamtes Selbstbild bestätigen: weil ich es nicht wert bin. Argh! Ich mach hier mal einen Punkt - gerade sehr schmerzhaft.
    Kenn' ich, kenn' ich. Nur zuuuu gut.

    Bis später, lass dir den Kaffee schmecken
    Danke! Er war sehr lecker. Der Spaziergang hat gut getan. Und danach wusste ich: ich muss was machen, aktiv sein. Sonst fällt mir die Decke auf den Kopf.
    Sport ist aufgrund einer chronischen Erkrankung momentan nicht drin, aber das Bad musste mal geputzt werden. Und dann wollte ein Braten gekocht werden, mit selbstgemachtem Apfelrotkohl und ebenfalls selbstgemachten Semmelknödeln. Und das alles nur für mich allein.

    Jetzt sehe ich das mit J. auch wieder ganz anders. Und zwar so, wie ich es mindestens 50% der Zeit sehe und fühle: er hat mich extrem bereichert und mir ganz viel zurückgegeben, was ich mir eine zeitlang vor lauter Angst versagt habe: körperliche Nähe, Zärtlichkeit, Begehrt-werden, sich schön fühlen.

    Naja, dann hab ich noch hier und da ein bißchen gerödelt, und jetzt liege ich zufrieden auf dem Sofa am Fenster und schaue den Leuten auf der Straße zu, und freue mich, wie der Wind durch die herbstlichen Bläter weht und sie rascheln lässt - und ich schicke dir ein bißchen was von meiner Zufriedenheit rüber. Hoffe, das klappt. Wenigstens ein bisschen?

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    AW: Ich (ent)wachse

    Ach danke liebe evren

    bin gerade geknittert, verknittert, zerknittert... und dann komme ich noch mal gucken udn sehe deine tollen Beiträge...

    Ich sortiere mir das auch mal ein bisschen, wie mir das gefällt...

    Zitat Zitat von evren Beitrag anzeigen
    Dein Rucksack scheint ziemlich voll zu sein. Umso herrlicher, dass du endlich mal eine Pause machen, den Rucksack neben dich stellen und erstmal verschnaufen kannst. Hast du darauf schon angestoßen?
    Ich mag dieses Bild gerade sehr... weißt du, wo ich gerade stehe - ich habe den Aufstieg geschafft, diesen scheinbar unbezwingbaren Berg - zumindest einen großen Teil und nun stehe ich auf einer Aussichtsform, den Rucksack neben mich gestellt, das Glas Wein in der Hand oh ja: darauf stoße ich an evren
    Ich mag dies Bild sehr... ich sehe mich da wirklich. Strahlend, leicht. Den Berg, der noch zu erklimmen ist, den nehme ich wahr - aber nicht erdrückend.
    Bevor ich weiter schreibe, gönne ich mir heute wirklich ein Glas Wein.

    Zitat Zitat von evren Beitrag anzeigen
    Stop! Jetzt nicht hadern. Du bist gut, genau so, wie du bist. Das solltest du dir jeden Tag mehrmals selbst sagen - auch wenn es komisch klingt, es wirkt. Das gehört für mich zum Umprogrammieren dazu. Und nichts anderes ist es ja eigentlich: umprogrammieren bedeutet für mich: eine neue Sichtweise auf mich selbst, eine neue Bewusst-heit lernen.
    Ich bin gut, so wie ich bin!
    Ich war hier gerade dabei, wieder ein wenig flapsig, spaßig zu formulieren - ausweichend... ich wollte dienen Satz 1 zu 1 übernehmen. Getreu dem Motto: evren, Du bist gut, genau so, wie du bist!
    Ich erwähne das, einfach um zu verdeutlichen, wie schnell ich ausweichend und so werde - aber: Ich habs erkannt und durchbrochen!

    Zitat Zitat von evren Beitrag anzeigen
    Zum Thema Eltern werde ich definitiv im Laufe der Zeit auch noch etwas mehr beitragen. Hatte ein sehr ähnliches, wie von dir angedeutetes Thema mit ihnen. Nur so viel vielleicht: ich habe erkannt, dass auch Eltern in erster Linie "nur" Menschen sind. Für diese Erkenntnis habe ich aber bestimmt 10 Jahre gebraucht- Um es schließlich auch zu fühlen und ihnen so entgegenzutreten, bestimmt noch mal 5. Wenn man sich selbst ändert, dann ändern sich die anderen zwangsläufig mit - weil sie ihr Verhalten anpassen müssen.
    Eltern sind Menschen, meine wollten alles richtig machen - und haben dadurch vieles falsch gemacht. Ich weiß heute, dass sie mich lieben, dass sie das beste für mich wollen, dass ihr einziger Wunsch war (und ist), dass es mir gut geht. Das ich zufrieden bin. Aber: ihre Überzeugung, was für mich gut war, war es eben nicht. Ihre Überzeugung, wie ich sei, so war ich eben nicht - ich war anders. Mein Vater ist schon viele Jahre Tod, meine Mutter... ja, wir arbeiten dran. Aber trotzdem ist auch bei mir der Gedanke: vielleicht passte die Paarung Eltern zu sehn-sucht nicht... vielleicht schaffe ich es deshalb auch immer wieder, den falschen Partner zu wählen (den Gedanken hatte ich noch nie - der kam gerade beim Schreiben... ich lasse ihn mal treiben).

    Zitat Zitat von evren Beitrag anzeigen
    Oh, das klingt ermunternd! Vielleicht muss ich einfach weiterhin üben. Ich habe als Teenager Tagebuch geschrieben. Und das scheint mir mehr als gut getan zu haben. Es war mein kleines Lebens- und Träumebuch. Ich habe ALLES hineingeschrieben.
    Trau dich, kauf dir morgen ein tolles Buch und einen schönen Stift und setz dich davor - vielleicht ist es heute wirklich nix mehr für dich. ich weiß es nicht - aber vielleicht kannst du dein Lebens- und Träumebuch wieder erwecken. Das klingt übrigens auch viel schöner, als Tagebuch!

    So richtig zusammengeknallt hat es mich erstmals, als ich vom süddeutschen Kleinstadt"idyll" (ich fand's eigentlich ganz schlimm und wollte nur ganz weit weg!) in die große Metropole gezogen bin. Auf einmal: Klein-Evren, ganz allein zwischen all den Menschen, die mindestens genauso verrückt, schön und hungrig waren. Nur - im schwäbischen Nest war ich die Queen, in der großen Stadt ein Niemand. Und noch dazu ein schüchterner Niemand.
    Hui... das ist echt hart. Wieso bist du in die große Stadt gezogen? Ausbildung? Studium? Beruf?
    Was gab es beim Knall? Hat es wirklich geknallt? Oder hat sich klein Evren eher langsam zurückgezogen... vielleicht mit einem leisen Laut?

    Sport ist aufgrund einer chronischen Erkrankung momentan nicht drin, aber das Bad musste mal geputzt werden.
    Ich hoffe nichts allzu schlimmes! Bewegung tut mir zum Stressabbau echt gut! Putzen irgendwie auch - aber das macht ja nicht richtig Spaß :D

    Und dann wollte ein Braten gekocht werden, mit selbstgemachtem Apfelrotkohl und ebenfalls selbstgemachten Semmelknödeln. Und das alles nur für mich allein.
    Du hättest nicht alleine Essen müssen - ich wäre doch zu Hilfe gekommen! Ganz ehrlich... sag doch was

    Jetzt sehe ich das mit J. auch wieder ganz anders. Und zwar so, wie ich es mindestens 50% der Zeit sehe und fühle: er hat mich extrem bereichert und mir ganz viel zurückgegeben, was ich mir eine zeitlang vor lauter Angst versagt habe: körperliche Nähe, Zärtlichkeit, Begehrt-werden, sich schön fühlen.
    Ich neige ja auch dazu, mich in Affären zu stürzen. Der aktuelle... tja - er begehrt mich. Das weiß ich... der Rest fehlt. Ich weiß nicht, ob er mich schön findet? Und eigentlich will ich keine Affären mehr. Ich will Beziehung, ich will Nähe, Zärtlichkeit, begehren und begehrt werden fühlen und leben. Ich möchte aufwachen und schauen und denken: Du, ja, du bist hier richtig - weil ich hier richtig bin. Ich möchte denken "Liebster - mein Liebster!" Ich möchte streiten, böse gucken, lachen... sich gehen lassen und wissen: Er kommt wieder.
    Aber das versage ich mir (noch) - aus Angst, wieder mal enttäuscht zu werden.

    Naja, dann hab ich noch hier und da ein bißchen gerödelt, und jetzt liege ich zufrieden auf dem Sofa am Fenster und schaue den Leuten auf der Straße zu, und freue mich, wie der Wind durch die herbstlichen Bläter weht und sie rascheln lässt - und ich schicke dir ein bißchen was von meiner Zufriedenheit rüber. Hoffe, das klappt. Wenigstens ein bisschen?
    Ja, deine Zufriedenheit hat die (ca) 500km nördlich (wenn es eine schwäbische Metropole noch ist) überwunden und ist bei mir angekommen. Danke dir!

    Nun stoße ich an - auf dich, auf mich - auf all die lieben Leserinnen und Leser (die nicht so lieben Leserinnen und Leser sollen sich andere Menschen zum "auf sie anstoßen" suchen :) )
    Geändert von Sehn-Sucht (12.10.2014 um 19:36 Uhr) Grund: Formatierung verbessert. Rechtschreibfehler dürfen bleiben :)

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    AW: Ich (ent)wachse

    Zitat Zitat von Sehn-Sucht Beitrag anzeigen
    Ach danke liebe evren
    Gerne

    Ich mag dies Bild sehr... ich sehe mich da wirklich. Strahlend, leicht. Den Berg, der noch zu erklimmen ist, den nehme ich wahr - aber nicht erdrückend.
    Bevor ich weiter schreibe, gönne ich mir heute wirklich ein Glas Wein.
    Ja, die Erfolge, die kleinen wie die großen, sollten immer mal wieder gefeiert werden!


    Ich bin gut, so wie ich bin!
    Ich erwähne das, einfach um zu verdeutlichen, wie schnell ich ausweichend und so werde - aber: Ich habs erkannt und durchbrochen!
    Ich jubel dir auch mal zu!

    Ja, ich bin gut, so wie ich bin! Das ist der entscheidende Satz. Ich sage ihn mir immer wieder, manchmal mehrmals am Tag. Ich bin erst relativ am Anfang. Und ich merke, dass es mir gerade erst einmal darum geht, stabil zu werden in diesem Mich selbst Annehmen. Meine Handlungen, meine Entscheidungen, habe ich so getroffen, wie ich es in dem Moment konnte. Das war und bin ich, und das kann ich nicht mehr ändern. Ich übernehme Verantwortung dafür, ja. Man kann es nicht allen recht machen, und wenn ich jemandem damit vor den Kopf gestoßen habe, dann muss ich damit leben.


    Eltern sind Menschen, meine wollten alles richtig machen - und haben dadurch vieles falsch gemacht. Ich weiß heute, dass sie mich lieben, dass sie das beste für mich wollen, dass ihr einziger Wunsch war (und ist), dass es mir gut geht. Das ich zufrieden bin. Aber: ihre Überzeugung, was für mich gut war, war es eben nicht. Ihre Überzeugung, wie ich sei, so war ich eben nicht - ich war anders. Mein Vater ist schon viele Jahre Tod, meine Mutter... ja, wir arbeiten dran. Aber trotzdem ist auch bei mir der Gedanke: vielleicht passte die Paarung Eltern zu sehn-sucht nicht... vielleicht schaffe ich es deshalb auch immer wieder, den falschen Partner zu wählen (den Gedanken hatte ich noch nie - der kam gerade beim Schreiben... ich lasse ihn mal treiben).
    Ich finde, das klingt gar nicht sooo schlecht, oder? Du scheinst da ja auch schon recht weit zu sein. Gib’ dem ganzen Zeit. Glaub mir, es wird besser werden! Die meiste Zeit meines Lebens konnte ich mit meinen Eltern kein normales Gespräch führen – es endete immer im Streit, in Vorwürfen - oh, wie habe ich sie gehasst! Und jetzt: alles paletti! Mit Höhen und Tiefen: und weißt du was? Das krasseste war: dieses Jahr an Ostern hat meine Mutter – nach einem Streit – das erste Mal in ihrem ganzen Leben den entscheidenden Satz gesagt: Es tut mir leid. Das hat mich so dermaßen umgehauen, berührt, und ich habe sie das erste Mal so richtig gesehen! Sie hat sich mir gezeigt! Das war ein Wahnsinnsgefühl und es geht mir immer noch nah.

    Hui... das ist echt hart. Wieso bist du in die große Stadt gezogen? Ausbildung? Studium? Beruf?
    Was gab es beim Knall? Hat es wirklich geknallt? Oder hat sich klein Evren eher langsam zurückgezogen... vielleicht mit einem leisen Laut?
    Ich habe eine Depression bekommen. Und ja, es war eine Mischung aus Zurückziehen, aber auch aus Aufplustern, Masken aufsetzen, die Coole, Starke sein. Tja, davon ist es nicht besser geworden. Erst nach ca. 8 Jahren habe ich eine Therapie gemacht. Und die Arbeit geht immer noch weiter.

    Du hättest nicht alleine Essen müssen - ich wäre doch zu Hilfe gekommen! Ganz ehrlich... sag doch was


    Schwäbische Metropolen gibt es nicht!
    Nein, ich wohne in einer anderen Metropole.

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    AW: Ich (ent)wachse

    Ich neige ja auch dazu, mich in Affären zu stürzen. Der aktuelle... tja - er begehrt mich. Das weiß ich... der Rest fehlt. Ich weiß nicht, ob er mich schön findet? Und eigentlich will ich keine Affären mehr. Ich will Beziehung, ich will Nähe, Zärtlichkeit, begehren und begehrt werden fühlen und leben. Ich möchte aufwachen und schauen und denken: Du, ja, du bist hier richtig - weil ich hier richtig bin. Ich möchte denken "Liebster - mein Liebster!" Ich möchte streiten, böse gucken, lachen... sich gehen lassen und wissen: Er kommt wieder.
    Aber das versage ich mir (noch) - aus Angst, wieder mal enttäuscht zu werden.
    Ich hatte vorher noch nie eine Affäre, also etwas, was vorwiegend auf Sex ausgelegt war und über mehrere Monate ging. Und mein Muster habe ich weiterhin ausgelebt: ich habe das meiste selbst in die Hand genommen: angerufen, Treffen vorgeschlagen, ihm sogar längere Mails aus dem Urlaub geschrieben etc.. Bis alles schön ins Ungleichgewicht gefallen ist, weil er immer nur reagiert hat.
    Das ist MEIN Muster. Vorauseilender Gehorsam oder so. Die Ungeduld. Und gleichzeitig ist da immer diese Sehnsucht, erobert zu werden. Was ich aber immer schön brav verhindert habe, durch meine Proaktivität.
    Ich versuch da gerade dahinter zu steigen. Wahrscheinlich habe ich geglaubt, es zeigt Stärke, wenn ich als emanzipierte Frau alles selbst in die Hand nehme. Aber selbst in meinen Beziehungen, in denen auch ICH diejenige war, die alles initiiert hat, haben die Männer mich zwar geliebt, aber gut behandelt haben sie mich nicht. Ich will das nicht mehr. Ich will Augenhöhe!

    Ich bin gerade richtig stolz auf mich, weil ich mich da bereits umprogrammiert habe. Normalerweise hatte ich immer so einen Impuls, so ein "ach, komm, was soll's, ich will ihn ja sehen, dann frag' ich mal."
    Das habe ich nicht mehr. Seit ca. 2 Wochen. Er war es wohl gewohnt, dass immmer ICH nur gebe, dass ICH mich melde, dass ICH vorbeikomme. Damit is Schluss jetzt. Und es ist mir egal, ob wir uns jemals wiedersehen. Das klingt für viele sicher banal, aber für mich ist das was ganz Neues! Und es ist auch kein Spiel. Es ist mein Bemühen, Balance zu halten. Und wenn es nicht sein soll, dann ist das so.


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    AW: Ich (ent)wachse

    Darf ich mit anstoßen???




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    AW: Ich (ent)wachse

    Zitat Zitat von ylli Beitrag anzeigen
    Darf ich mit anstoßen???



    Na klar!

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    AW: Ich (ent)wachse

    Und eigentlich will ich keine Affären mehr. Ich will Beziehung, ich will Nähe, Zärtlichkeit, begehren und begehrt werden fühlen und leben. Ich möchte aufwachen und schauen und denken: Du, ja, du bist hier richtig - weil ich hier richtig bin. Ich möchte denken "Liebster - mein Liebster!" Ich möchte streiten, böse gucken, lachen... sich gehen lassen und wissen: Er kommt wieder.
    Aber das versage ich mir (noch) - aus Angst, wieder mal enttäuscht zu werden.
    Und weißte was? Ich will das auch! Und genau das kommt auch. Aber: Liebe kann man nicht erzwingen.

    Und, das hab ich auch kürzlich hier in einem Thread gelesen: Liebe ist nichts für Feiglinge! Aber soweit bin ich noch nicht, momentan. Das kommt wieder. Vielleicht hab' ich den Spruch bisher auch falsch interpretier. Man sollte sich wohl auch mit dem Passenden zusammentun und nicht ewig und drei Jahre an dem falschen Kandidaten rumdoktorn.

    Ich brauche dieses gewisse Gefühl, dieses in der Nähe des andern einfach aufgehoben zu sein. Das ist, wenn ich ehrlich bin, bei meinen Beziehungen immer so gewesen - und ich kapier echt nicht, wieso ich da noch mit jemandem weitergeschliddert bin, OBWOHL dieses Gefühl eben nicht da war!
    Aber da werde ich jetzt ab sofort genauer hinschauen. Die Zeit nehm' ich mir.

    Immerhin wähle ich ja selbst auch noch aus, was ich so will und brauche, oder?
    Geändert von evren (14.10.2014 um 01:11 Uhr)

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    AW: Ich (ent)wachse

    Zitat Zitat von ylli Beitrag anzeigen
    Darf ich mit anstoßen???



    Ich bitte darum!

    Machen wir weiter


    Hallo miteinander,

    die Woche war wieder mal sehr anstrengend. Die ganze Woche war ich nie vor 21:00 Uhr zu Hause - aber nicht nur Arbeit - sondern die Abende waren Freizeitaktivitäten. Schöne Sachen

    Diese Woche habe ich auch mein (wie sagt man hier) OdB gesehen. Wir haben uns länger unterhalten. Ich würde sogar behaupten, dass er sich gefreut hat, mich zu sehen. Er grinste und kam dann später zu mir rüber. Wir wissen nun mehr voneinander und er weiß, wann ich definitv am trainieren bin. Trotzdem: Ihm zu sagen: Ich bin interessiert an dir, das habe ich nicht geschafft.
    Ich merke gerade, dass mein "vermutetes" Selbstbild irgendwie doch anders ist. Seit Jahren habe ich irgendwie das Gefühl gehabt, dass sich trotz Interesse an anderen, niemand wirklich an mir interessiert ist. Es stimmt nur bedingt... gerade am Anfang eines Kennenlernens (Bekannte, potentielle Partner...) - "Wie geht es dir?" "Was machst du so?" Ja - aber darüber hinaus? Es fällt mir schwer, wirklich Interesse zu zeigen.

    Ich bin müde... von daher heute nur ein "kurzes Statement".

    Ein tolles Wochenende euch

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    AW: Ich (ent)wachse

    Ich bin genervt... ich komme ins Leben - und bremse mich aus/ werde ausgebremst.

    Heute Abend eine Einladung von einem befreundeten Pärchen zum Kochen angenommen. Wir werden ca. 8 Personen sein. Und nun? Sitze ich hier und mir ist schlecht, eine beginnende Erkältung kommt noch dazu. Ich fühle ich schlapp, am liebsten würde ich schlafen.

    Habe mir nun vorgenommen, loszufahren. Ich werde ja wohl schnell feststellen, ob mich die Angst körperlich ausbremst - oder ich tatsächlich erkältet/ krank bin.

    Ich lese gerade voller Interesse auch den Beitrag von schlaflos68 zur Bindungsangst - ich erkenne mich in manchem wieder. In vielem. Manche dinge sind dann doch anders bei mir.

    Im Moment traut mein Bauch dem Kopf nicht - vielleicht ist es auch das innere Kind, was mir als erwachsener Person nicht traut.

    Ich weiß eigentlich, welche Schritte ich gehen muss... wobei: STOPP. Ich weiß es nicht! Ich grübel und grübel - aber was wäre dann der nächste Schritt. Wie müsste ich handeln? Was könnte ich tun...

    Im Moment genieße ich enifach vieles - Leben und ausgehen. Vielleicht darf ich auch innehalten und genießen? Vielleicht muss ich gar nicht mehr machen? Vielleicht... einen Moment... :)

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    AW: Ich (ent)wachse

    Zitat Zitat von Sehn-Sucht Beitrag anzeigen
    Ich bin genervt... ich komme ins Leben - und bremse mich aus/ werde ausgebremst.
    Liebe Sehn-Sucht,

    ich fühl mich nach einem Einkaufsbummel heute (neue Brille, mal was Gewagtes!) auch ein wenig schlapp. Statt einem Abendessen steht für mich heute deshalb Badewanne an.

    STOPP. Ich weiß es nicht! Ich grübel und grübel - aber was wäre dann der nächste Schritt. Wie müsste ich handeln? Was könnte ich tun...
    Grübeln ist nicht gut. Auch mein Problem. Und zu denken, man könnte sich bis aufs Kleinste durchanalysieren, um sich dann besser zu kennen, das habe ich nach vielen Jahren aufgegeben. Nachdenken ist gut. Reflektieren. Aber all das bringt nur etwas, wenn man zwischendurch einfach LOSLÄSST!

    Im Moment genieße ich enifach vieles - Leben und ausgehen. Vielleicht darf ich auch innehalten und genießen? Vielleicht muss ich gar nicht mehr machen? Vielleicht... einen Moment... :)
    Genau so! Gefühle auch mal stehen lassen können, ohne sie zu bewerten, gute wie schlechte - das ist auch eine gute und wichtige Übung. Und mal aufs an sich arbeiten pfeifen

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