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  1. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das macht es natürlich nochmal schwieriger. Viele meiner Kontakte als junger Erwachsener entstanden dadurch, dass ich mit den Kollegen und Kolleginnen nach der Arbeit ausgegangen bin.
    Genauso war es bei mir in jungen Jahren und auch später. Mit meiner Chefin in meiner ersten Stelle zB bin ich heute noch befreundet. Sie ist jetzt in Rente und ich kurz davor. Mit einer anderen Kollegin habe ich zusammen in einem Haus gewohnt mitten zwischen den zu betreuenden jungen Mädchen. Ich bin nämlich ebenfalls im sozialen Bereich tätig. Wir hatten zwar jede unsere eigene kleine Wohnung, aber ich habe bei ihr das Bad zum Duschen mitbenutzen müssen, da ich selbst nur ein Waschbecken unter einem Treppenaufgang zur Verfügung hatte. Das klappte wirklich sehr gut und wir haben oft nach Dienstschluß zusammen gesessen, erzählt, gealbert, Spiele gespielt und gestrickt. Mit der dritten Kollegin und ihrem Mann sind wir, mein Mann und ich, zusammen in den Urlaub gefahren und haben auch sonst viel unternommen. Es war eine tolle Zeit und auch später, als wir alle an anderen Arbeitsplätzen waren, haben wir uns noch getroffen.
    Auch an meiner letzten Arbeitsstelle hatte ich einen guten Kontakt zu den Kolleginnen, wir haben uns oft außerhalb der Arbeitszeit getroffen und etwas gemeinsam unternommen wie z.B zusammen einen Chor besucht, eine Radtour gemacht,in die Kirche gegangen, einen Hauskreis besucht, zu Konzerten gegangen, ach, viel haben wir unternommen. Es war sehr schön bis eine von uns psychisch erkrankte und das führte leider zu vielen Komplikationen.
    Jetzt ist es in meiner Arbeitsstelle genauso wie du es über deine schreibst. Und auch mir fällt es ganz schwer keine Freunde im Job zu haben. Mir fehlt da auch etwas ganz elementares.
    Allerdings gehe ich zu einem Bastelabend an dem zwei meiner Kolleginnen teilnehmen.Ich finde ihn zwar zu teuer, aber wegen des Kontaktaufbaus gehe ich hin. Mal sehen, vielleicht wird es nett, ich warte das mal ab.
    Gibt es das evtl auch bei euch in der Firma? Besuchen Kollegen einen Kurs zusammen, gehen in Vereine etc und du könntest dich anschließen? Versuch mal das herauszufinden. Was hälst du von dieser Idee?

  2. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    @Lexxa

    Das hört sich dann wirklich sehr nach dem Umfeld an. Hier machst du, zumindest von deiner Art zu schreiben, einen recht patenten Eindruck, so dass ich das Problem nicht unmittelbar bei dir vermuten würde.

    Es gibt natürlich Brachialmethoden wie Mannschaftssportarten, aber sowas liegt natürlich nicht jedem Menschen. Jedoch haben sich darüber bei mir schon tiefere Kontakte ergeben.

    Ab ein Wechsel deines Umgebung wäre wahrscheinlich nicht schlecht, auch wenn sich das für mich natürlich einfach sagt.

  3. User Info Menu

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    Hallo Lexxa,

    ich bin ein paar Jahre älter als du, nichtsdestotrotz finde ich mich sehr wieder in dem, was du hier und auch in deinem anderen Thread geschrieben hast. Vielleicht mit dem Unterschied, dass ich u.a. ein sehr introvertierter Mensch bin, so dass meine aktuelle persönliche Situation zum allergrößten Teil durch mein Wesen selbst bedingt ist. (Schon mein Vater hat mir als Teenager prophezeit, dass ich irgendwann ganz allein und auf mich selbst gestellt enden würde.)
    Völlig alleine bin ich glücklicherweise auch nicht, aber mir fehlen ganz eindeutig Freundschaften in meinem Leben, und dass merke ich mit jedem Jahr mehr. Und ich habe den Eindruck, dass es, je älter man wird, auch immer schwieriger wird, eine Freundschaft zu einem Menschen aufzubauen. Ich kenne das auch von meinen Arbeitskollegen, mit denen ich mich soweit sehr gut verstehe, aber sie alle haben ihr eigenes Leben neben dem Büro, und das Interesse, "neue" Menschen in dieses Leben zu lassen scheint gering zu sein. Sie haben wahrscheinlich schon alles, was sie in dieser Hinsicht brauchen.

    Leider kann ich dir also auch keine Lösung für dieses Problem anbieten, ich denke aber, dass viel Wahres schon in diesem Thread geschrieben wurde. Die Nase vor die Tür stecken, seinen Hobbies nachgehen, mal etwas ganz Neues ausprobieren, mit offenen Augen durch die Welt laufen... ich glaube, das ist das Einzige, was man wirklich aktiv tun kann - Gelegenheiten schaffen. Eine Garantie, dabei Freunde zu finden, gibt es natürlich nicht, aber du klingst mir eigentlich nach einem Menschen, der zumindest kein Problem damit hat, auf andere zuzugehen - will sagen, du scheinst über eine gewisse soziale Kompetenz zu verfügen, an der ich persönlich immer noch arbeiten muss. Ich würde das eigentliche Problem also auch nicht bei dir selbst vermuten, sondern eher in deinem Umfeld...

  4. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    Vielen Dank für eure Ratschläge und Meinungen!
    Geändert von Inaktiver User (20.08.2014 um 23:07 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    Hallo Lexxa,

    Noch einmal eine kurze Frage: Was für eine Form des Reitens ist denn dein Hobby? Ist das Augenmerk eher auf dem Pferd selbst gerichtet, oder machst du das in einer Gruppe? Ich nehme mal an, dass das Reiten und die Pflege des Pferdes sehr zeitintensiv sind, und wenn du beim Reiten keinen Anschluss findest, du wahrscheinlich auch kaum Zeit für andere Aktivitäten hättest. Es schränkt dich wahrscheinlich nicht nur in finanzieller Hinsicht ein.

    Und ja, bei Mannschaftssportarten steht irgendwo ein Zwang dahinter. Jedoch gibt es genug Gründe einander zu meiden, so dass ich diesen Zwang gar nicht mal so schlecht finde. Im Fitnesstudio jemanden kennenlernten war für mich nie einfach, aber es änderte sich schon bei einfachen Kursen, die man gemeinsam machte.

  6. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    Hi Buckeye,

    da ich seit Jahren ein eines Pferd habe und nicht mehr wie früher selbst in einer Reitschule Reitstunden nehme, liegt das Augenmerk ~ wie du schon richtig erahnst ~ auf dem Pferd selbst, auf dessen Pflege, dessen artgerechte Beschäftigung.
    Geändert von Inaktiver User (20.08.2014 um 23:08 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    @ Lexxa: Zum Thema "Menschen mit wenig/keinen Freundschaften" gab es erst kürzlich hier im Forum einen - wie ich meine - sehr aufschlussreichen Strang, vielleicht findest Du da noch ein paar Anregungen.

    Aus diesem älteren Strang habe ich jedenfalls für mich mitgenommen, dass Menschen Freundschaft völlig unterschiedlich definieren - was für Dich ein "loses Gespräch ab und an" ohne tiefere "Freundschaftsabsichten" ist, ist für andere bereits eine "Freundschaft" oder zumindest eine "Bekanntschaft". Weiterhin muss man selbst auch schauen, ob der Wunsch nach mehr Freundschaften im Wesentlichen der ist, "sozialen Konventionen" zu genügen und es seinen Kollegen/Verwandten/Bekannten gleich zu tun, oder ob da ein tieferes Interesse an Menschen dahinter steckt.

    Ich habe selbst auch wenig Sozialkontakte, wünsche mir manchmal mehr; habe aber festgestellt, dass das bei mir einfach nicht die gleiche Priorität hat wie bei anderen, sprich: ich würde weder meine Arbeit noch meine (weniger sozialkontaktfreundlichen) Hobbies dafür einschränken wollen. Gleichzeitig bin ich allergisch gegen "Problemfreundschaften", habe keine Lust, in meiner Freizeit die Probleme anderer zu wälzen, die ich ja doch nicht lösen kann (ich selbst bin wunderbar problemfrei, vom Sozialkontakt-Defizit mal abgesehen). Das alles sind grundsätzlich schon mal schlechte Voraussetzungen für eine Vielzahl von Kontakten, die ja häufig auf eine Art Symbiose oder gemeinschaftliche Problembewältigung hinauslaufen (z. B. Alleinerziehende, frisch Getrennte, notorische Singles, gerade mit dem Studium fertig Gewordene,...)

    Vielleicht horchst Du mal in Dich hinein und schaust, welche Dinge Dich daran hindern, tiefere Bindungen einzugehen? Und ob Du diese Dinge loslassen kannst und willst? Und nein, es sind nie ausschließlich die anderen, welche die Freundschaft "kündigen". Bis auf wenige Fälle haben da immer beide Seiten Anteil dran. Ich bin mir meines Anteils daran durchaus bewusst - interessiere mich zu wenig für andere, melde mich immer nur, wenn ich mal Zeit habe (= quasi nie), habe keine Lust, für einen Kaffee quer durch die Republik zu reisen (was andere offensichtlich tun), lege Wert auf "Bequemlichkeit" in der Freundschaft.

    Und in vielen Fällen ist der Spruch "Wenn Du etwas lieb hast, lass es los und warte, bis es wieder zu Dir zurück kommt" nur allzu wahr. Je älter man wird, desto langsamer entwickeln sich Freundschaften, und man braucht Geduld. Vielleicht fehlt Dir die noch.

  8. User Info Menu

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    Mir ist nicht klar, was Du von einer Freundschaft erwartest. Wie Sun schon schrieb, sind das oft Zweckgemeinschaften. mit Zweckwegfall sind dann auch die Freunde weg. Darum verschwinden mit Studienabschluss, Treffen des Traummannes, Ankunft des Babys, usw. So Viele und mit der neuen Lebensphase tauchen andere Menschen auf. Die Freunde, die einen durch das ganze Leben begleiten sind einfach extrem selten, weil die erforderliche tiefe Verbundenheit so selten ist.

    Ich will Dich nicht verletzen, sage aber mal, wie ich Dich wahrnehme: unglaublich verkopft, ohne jede Leichtigkeit, ohne einen Funken Humor, selbstgerecht, verbissen und anstrengend. Mir qualmt vom Lesen schon der Kopf und ich würde keinen Wert auf eine nähere Begegnung legen.

    Mir ist eben auch eine gewisse Leichtigkeit und Heiterkeit wichtig und damit stehe ich vermutlich nicht allein. ich kann allerdings meine Angelegenheiten gut allein regeln.

    Meine These wäre :als Servicebetrieb für Problemlösung und Kummerkasten bist Du angenommen und an etwas anderem besteht kein Interesse.

  9. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    @ Aeryn_Sun & martha
    Danke für den Tipp mit dem ältern Thread, werde ich mir ansehen. Ja richtig, Freundschaft / Bekanntschaft wird wohl auch unterschiedlich definiert, weil das subjektive Erleben eine wesentliche Rolle spielt - wie du schon sagst, für manche ist das lose Gespräch ab und zu schon Freundscahft, für andere wäre das allenfalls eine Bekanntschaft.
    Geändert von Inaktiver User (20.08.2014 um 23:09 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: ~Just me~ / ~Somewhere I belong~

    @ Yennefer

    Vielen Dank auch für deine Antwort. Ich würde mich schon auch als introviertiert bezeichnen, jedoch nicht in einem so starken Ausmaß, dass ich mich nicht trauen würde, auf andere zuzugehen. Dennoch warte ich, wenn ich neue Menschen kennen lerne erst einmal ab, beobachte gern, höre gerne zu - aber ich denke das ist einerseits auch ganz normal - wenn man jemanden noch nicht wirklich kennt, dass man nicht gleich "mit der Tür ins Haus fällt und sein ganzes Leben Preis gibt" - und andererseits ist das einfach Typsache. Klaro gibt es Menschen die extroveriert und sehr selbstbewusst sind, die kein Blatt vor den Mund nehmen und sich gerne darstellen und präsentieren, aber andererseits gibts eben auch ruigere Charaktere, Menschen die eben etwas "leiser", zurückhaltender sind. Das nur mal als Beispiel, selbstverständlich gibt es unsagbar viele Abstufungen zwischen "sehr extrovertiert" und "sehr introvertiert", aber ich denke eine Tendenz ist bei jedem von uns erkennbar und das ist ja gut so. Es wäre ja auch langweilig, wenn wir alle gleich wären.
    Geändert von Inaktiver User (20.08.2014 um 23:09 Uhr)

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