Mit 23 Jahren war ich weniger ambivalent als in meinen späteren Jahren kann ich von mir sagen. Damals wußte ich genau was ich wollte: Kinder, verheiratet war ich schon, in meiner tollen Stelle bleiben und in dieser Stadt, in der ich lebte eine schönere Wohnung zentrumsnäher finden. Ansonsten wollte ich meine Hobbies pflegen (stricken, weben, spinnen, Kräuter ) und mich mit Gleichgesinnten treffen. Ich hatte eine wundervolle Sammlung prächtig gedeihender Zimmerpflanzen, die ich züchtete und ich lernte italienisch, war in der deutsch-italienischen Gesellschaft. So hatte ich mir vorgenommen im Urlaub mit Zelt und Kind und Kegel nach Italien zu reisen. Meine politische Meinung stand fest und zur Religion hatte ich ein eher kritisches Verhältnis. Ich las Frauenliteratur und war für die Emanzipation. Mein Mann und ich lebten berufsbedingt in verschiedenen Wohnungen an unterschiedlichen Orten. Ich war sehr selbständig. Zwar manchmal unsicher und ängstlich, aber ich hatte feste Vorstellungen von meinem Leben, die ich zu verwirklichen suchte. Ambivalenz kam erst später in mein Leben. Von daher kann ich nicht zustimmen, dass es mit 23 Jahren dazugehört ambivalent zu sein. Aber möglicherweise kommt es auf die unterschiedlichen Lebenssituationen an.
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Thema: Ambivalent
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28.07.2014, 22:19Inaktiver User
AW: Ambivalent
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30.07.2014, 01:16
AW: Ambivalent
Nein, Ambivalenz kenne ich aus jungen Jahren auch nicht. Ich wuste wer ich war und was ich wollte. Habe mir Ziele gesetzt und bin an ihnen drangebiebe,n bis ich sie erreicht hatte.
Mich umzuentscheiden, nach Gefühl, erlaube ich mir erst seit wenigen Jahren.
Grüße
Luftpost
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30.07.2014, 08:49
AW: Ambivalent
Wieso solltest du keine Empathie empfinden können? Ich habe demletzt in der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung (vom 1.6.) in der Rubrik Psychologie einen Artikel gelesen ("Narzissten lernen Mitgefühl"), in dem stand, dass auch Narzissten und Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung ihre Empathiefähigkeit als Erwachsene noch verbessern können. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sie ein Interesse daran haben, sich in andere hineinversetzen. Das ist ja meist nicht der Fall.
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30.07.2014, 09:09
AW: Ambivalent
Ich finde es schön, wie bewußt du durch dein Leben gehst, und dass du dir Gedanken machst.
Wo steht geschrieben, dass man zum Zeitpunkt X eine Entscheidung getroffen haben muß über die Punkte A, B und C?
Kommt Zeit, kommt Rat!
Kinder ja oder nein - muss nicht jetzt entschieden werden.
Auswandern ja oder nein - da kann man Jahre an einer Matrix basteln, Vor- Nachteile, Kosten, Risiken, Kontakte zu Leuten die es getan haben...usw.
Empathie wächst durch eigene Erfahrungen.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie sich jemand fühlt, der beispielsweise ungewollt kinderlos ist. Die Situation kenne ich nicht und an der Stelle kann ich mich auch nur ansatzweise hineinfühlen. Weil ich das Grundgefühl nicht kennen gelernt habe.
Mein Rat ist - sorge dich nicht, lebe! (Buchtitel, Dale Carnegie).
Mach es bunt, mach wonach dir ist, finde heraus wo die Zwischentöne sind zwischen "gar nicht mehr Club" und "Club hin und wieder" oder "auswandern" versus "mal ein Jahr im Ausland arbeiten" usw. Will sagen, es gibt selten nur schwarz oder weiß. Es gibt immer viele Optionen.
Wer schnell entscheiden kann, hat im Beruf ganz klar Vorteile, denn da ist das ständig nötig. Erfolgreiche Leute entscheiden schnell, wenn es drauf ankommt.
Für Dinge, die dein Leben mittel- oder langfristig beeinflussen, lasse dir mehr Zeit.
Arbeite mit Visualisierungen.
Oder mit einem System.
Schau dir doch mal zeit-zu-leben.de an, da bekommst du gute Anregungen für alles mögliche im Leben, was man wie sehen, durchdenken kann.
Für alles braucht man aber auch ein gutes Bauchgefühl, und das schult man nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen. Also tu kreatives, "buntes", bleib locker und schau nicht bei allem und jeden auf Zweck oder Sinn. Sorge für genug Entspannung im Kopf.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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30.07.2014, 10:33Inaktiver User
AW: Ambivalent
Liebestoll, in diesem Thread geht es nicht um Narzissmus und ich fände es wirklich angenehm, wenn das auch so bliebe.
Ich weiß, dass das dein Steckenpferd ist, aber du hast hier einen eigenen langen Thread laufen, in dem du dich zu diesem Thema nach Herzenslust einbringen kannst.
Zuza
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30.07.2014, 16:04
AW: Ambivalent
Ich wollte das Thema hier auch nicht weiter vertiefen. Ich habe das auch schon in dem Strang geschrieben, den du meinst, weiß aber nicht, ob Leandra diesen (noch) verfolgt.
Ich dachte, das könnte Leandra vielleicht interessieren, weil sie in einem anderen Strang geschrieben hat, dass sie eine Borderlinestörung hat. Solche Menschen haben ja auch Probleme mit der Empathie.
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30.07.2014, 16:16
AW: Ambivalent
Oh, dann klinke ich mich lieber aus. Davon verstehe ich nämlich nichts, gar nichts.
The original Karla
est. 2006











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30.07.2014, 18:00
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30.07.2014, 19:21
AW: Ambivalent
Nein, das hast du gar nicht.
Aber das ist eine wichtige Information. Ich kann da nichts raten, weil ich mich nicht auskenne.The original Karla
est. 2006













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