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22.06.2014, 23:55Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
Geändert von Inaktiver User (23.06.2014 um 08:59 Uhr)
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23.06.2014, 00:00Inaktiver User
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23.06.2014, 06:11Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
Vielleicht ist es Dir selber schon aufgefallen- das Ganze hat mit sehr vielem zu tun......ein Sammelsurium von Gedanken, Erfahrungen und Situationen!
Was uns antickt- ist immer das, mit dem wir selber in uns nicht gut klarkommen.....insofern solltest Du Dich fragen, was Dich an DIR nervt, wenn es die anderen sind.
Sprich- was genau nervt oder langweilt Dich an Dir selber.
Denn es stimmt.....wer mit sich zufrieden rumläuft, der wird das Außen lockerer nehmen.
Dazu kommt dann die Unzufriedenheit mit dem introvertiert sein.
Und das interessiert mich gerade auch als Thema sehr- wobei ich mich als extrovertiert beschreibe.
Aber es wäre sicherlich ein eigener strang wert, wenn Menschen von sich erzählen würden.....wie sie sich erleben und vor allem- fühlen!
Als extrovertierter Mensch kann ich durchaus den Mund aufmachen- ich bin kontaktfreudig aber das bedeutet ja nicht, das man unangreifbar oder unverletzlich ist!
Seltsamerweise wird das immer unterstellt!
Ich kann zB gut auf Menschen zugehen, mit ihnen reden.......auch mal vorneweg sprechen
- aber ich bin dennoch angreifbar.
Und wenn etwas ablehnend auftaucht- dann nehme ich das durchaus wahr und bin genauso empfindlich, wie ein Introvertierter.
Eher ist es doch so- das man sich durch seine Extraversion eher "auf den Berg stellt" und dann viel leichter angeschossen wird als die Stillen.
Und so ein Extrovertierter- von dem wird schon immer verlangt, dass er stark zu sein hat......man zeigt keine Schwäche und das macht es nciht gerade einfacher........denn einmal angeschossen, bleibt nur zurück zu schießen und eher mit Arroganz im Feld stehen bleiben, als zuzugeben, das man getroffen ist!
Ja- eine Kehrseite, über die viele nicht sprechen......die aber durchaus gegeben ist!
Letztlich ist es doch so: Wir wollen alle dazugehören und uns angenommen fühlen.
Und sobald eine Gruppe entsteht- will man ein Teil davon sein- das dann noch voll akzeptiert.
Das fühlt JEDER Mensch und der Wunsch ist auch in jedem drin.
Da kann unser Kopf, unser Intellekt uns sagen, was er will.......in letzter Instanz fühlen wir uns am besten, wenn wir zu einer Gruppe gehören und das auch positiv spüren.
LG kenzia
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23.06.2014, 20:52Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
Nun, was ist schon normal... Ich habe über die Jahre festgestellt, dass ich eben deshalb auch nicht gut Freundschaften schliessen kann, weil ich -von wenigen Ausnahmen abgesehen -kein wirkliches Interesse an anderen Menschen habe. Ich habe versucht, Fragetechniken zu trainieren, um dieses Interesse zumindest vortäuschen zu können, doch das durchschauen die anderen meist recht schnell.
Ab einem gewissen Alter ändert man weder sich selbst noch die eigene Einstellung, da sollte man sich nichts vormachen. Ich denke, dass es einen gewissen Menschenschlag gibt, der mit sich selbst am besten klar kommt - warum sollte man das also ändern?
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24.06.2014, 19:43Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
Das denke ich auch, und vor allem, wenn du so bist, wie du bist, warum akzeptierst du dann nicht einfach, dass du schnell genervt bist und handelst entsprechend, so bist du weniger genervt und nur weil viele leute viele freunde haben, heißt das doch nicht, dass du das auch haben musst.
Aber klar, man ist doch umso mehr genervt, umso mehr man gegen sein Naturell handelt, heißt wenn du weißt, du bist schnell gesättigt dann plane menschenfreie Zonen doch mal aktiv mit ein und im Wechsel Aktivitäten mit Freunden aber gib dir einfach mehr Möglichkeiten die Akkus aufzuladen. Wenn das nicht funktioniert, liegt es nicht daran, aber dann weißt du es.
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24.06.2014, 20:57Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
also ich akzeptiere meine Persönlichkeit im Großen und Ganzen schon, ABER viele Menschen kommen mit meiner ruhigeren Art scheinbar nicht klar, oder halten sie für Arroganz, was weiß ich... oft ist es so, dass ich, wenn ich nur zu 2. mit jemanden bin, super mit demjenigen sprechen kann, doch wenn jemand 3. dazukommt, der extrovertierter ist, bin ich abgemeldet. Noch ein Beispiel: Ich bin mit 2 Bekannten essen, und während die eine redet, schaut sie die ganze Zeit nur die andere Bekannte an, selbst wenn ich etwas sage, schaut sie mich nicht an... sowas ist immer wie ein Schlag ins Gesicht für mich! Kenne ich einfach nur die falschen Leute?!
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24.06.2014, 21:18Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
Das klingt aber jetzt auch so, als fändest du es doof, wenn jemand Anderes dann die Aufmerksamkeit hat. Aber ist es nicht normal, dass bei ner Runde >2 die Aufmerksamkeit nicht gleich proportional verteilt ist?
Was soll das denn alles mit dir zu tun haben? Also warum ist das für dich ein Schlag ins Gesicht?
Weil man sich dann von dir "abwendet"? Man hat sich doch vorher dir zugewandt, dann hol doch die Aufmerksamkeit wieder zurück, wenns dich stört?
Vielleicht redet die andere Person viel oder Interessantes, wieso soll die dann nicht zu Wort kommen? Und es gibt doch auch Leute, die einem nicht gern in die Augen sehen oder lieber "vertrauten" Leuten und manchmal ist es auch subjektiv empfunden und stimmt nicht, manchmal schon.
Ich kenn das auch, dass dann ne 3. Person dazustößt und die dann viel redet. Aber ich könnte mich da ja einbringen, mach ich aber nicht sofort und auch nur, wenn ich was zu sagen habe, das liegt bei mir daran, dass ich mich dann erstmal dran gewöhnen muss ,dass da jemand noch dazugestoßen ist, es vielleicht nen Themenwechsel gibt und ich mehr Leute als anstrengender empfinde, aber dann trink ich halt was von meinem Glas, lehn mich zurück und höre zu und dann hab ich mich eingewöhnt und wenn ich will, kann ich mich einbringen, wenn nicht, find ichs auch ganz nett und entspannend, auch mal nur zuzuhören.
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24.06.2014, 22:02Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
naja diese muster wiederholt sich halt immer wieder, da liegt die Annahme, dass es an mir liegt, wohl nicht so fern... aber ein bisschen hast du schon Recht, ich neige dazu, immer alles persönlich zu nehmen, und auf mich zu beziehen, und lasse die anderen dies dann auch spüren, verhalte mich dann manchmal subtil wie eine "beleidigte Leberwurst" :-/
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24.06.2014, 22:17Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
sicher hat das was mit dir zu tun, aber es kann ja auch nur die Wahrnehmung sein. Die anderen nehmen die gleiche Situation vielleicht ganz anders wahr als du - vielleicht aber auch genauso. Wenn ich ner bestimmten Auffassung bin, find ich überall Bestätigung darin. Vielleicht hör mal auf das alles zu bewerten und zu vergleichen mit gesprächigeren Menschen oder das nach Aufmerksamkeit zu bemessen, falls das möglich ist und sei einfach da - egal ob du mehr oder weniger redest oder dir mehr oder weniger Aufmerksamkeit gewidmet wird und schau ob dir z.B. ein Treffen oder ne Situation grundsätzlich gefällt oder ob du dich dann immer noch unwohl fühlst.
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24.06.2014, 22:42Inaktiver User
AW: "Menschenfeindlich" geworden...
Ich habe den Titel gelesen und dachte spontan, oh wie interessant, da erzählt jemand, wie er im Alter zu dieser Lebenseinstellung gekommen ist.
Und dann lese ich, dass Du 29 Jahre alt bist und am Anfang Deines Lebens stehst. Du beziehst das Verhalten Deiner Mitmenschen auf Dich und nimmst es persönlich. Woher kommt dieses "Selbstbewusstsein"?
Wie bist Du erzogen worden? Was für einen Stellenwert hattest Du bei Deinen Eltern? Welche Konstellation unter den Geschwistern?
Die Aussage einer noch nicht 30jährigen, sie sei "menschenfeindlich" geworden, kann ich nicht ernst nehmen.
Du möchtest Freunde haben, beachtet und wahrgenommen werden. Das klappt nicht so, wie Du Dir das vorstellst, dann sind die anderen schuld und sie werden zu Deinen Feinden.
So funktioniert das Leben nicht, Du wirst Dir noch wirkliche Feinde machen.



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