PS. Übrigens waren es Hass und Wut (und Rachegedanken), die mir mehr geholfen haben, drüber wegzukommen als die unsägliche Traurigkeit.
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Thema: Hass und Groll gegen Ex
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09.06.2014, 17:13Inaktiver User
AW: Hass und Groll gegen Ex
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09.06.2014, 17:36
AW: Hass und Groll gegen Ex
Ja, ich das finde ich auch, Pacifique. Oft, im ersten Schock der Trennung ist man nur verzweifelt und wuerde alles tun, um den Partner wieder zu bekommen. Hass und Wut ist der naechste Schritt, also ist man schon weiter gekommen. Und das ist dann auch oft die Phase, in der man sich an alle miesen Sachen erinnert, die sich der Verflossene geleistet hat. Ich war mit meinem damaligen Freund 5 Jahre zusammen gewesen aber waerend der Zeit hatte er mich mindestens zwei Mal betrogen (aber nie zugegeben). Da ich von den zwei Frauen wusste, kann es gut sein, dass es da noch mehr gegeben hat.
Ich habe auch spaeter nach der Trennung erfahren, dass er die Frau nach mir nach Strich und Faden betrogen hat. Also, so einer aendert sich ja nicht. Die Frau nach mir hat er geheiratet aber das heisst ja nicht, dass er ihr treu war.
Hass und Wut hat man so lange, bis es reicht. Also da geht man durch und dann ist es vorbei. Ganz normal, denke ich.
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09.06.2014, 18:29
AW: Hass und Groll gegen Ex
Hallo ihr Lieben,
erstmal vielen vielen Dank für euere hilfreichen Antworten. Ich kann da einiges von mitnehmen. Jeder von euch hat mir auf seine Weise einen guten Rat geben können. Ich habe mir auch schon eine Unterstützung geholt und es hat mir bisher viel gebracht wenn ich dort war. Habe jetzt mal länger pausiert und merke aber, dass ich wohl doch noch nicht so darüber hinweg bin, denn diese ausgeprägte Hassphase beginnt erst jetzt, obwohl ich eigentlich schon in der Neuorientierungsphase bin.
Ich glaube ihr habt recht und es stecken doch noch einige andere Dinge aus der Vergangenheit dahinter....vielleicht auch ein Hass auf sich selbst...das muss ich noch rausfinden.
Meinen neuen Job mache ich sehr gerne, ich fühle mich dort sehr wohl und möchte ihn nicht wirklich aufgeben, schon gar nicht wegen ihm. Umziehen möchte ich sowieso, da bietet sich natürlich eine bessere Nähe zum Arbeitsplatz an.
Ich hatte echt lange überlegt und mich auch zwichendruch schon woanders beworben und hatte auch schon Vorstellungsgespäche. Aber ich muss sagen, ich möchte keinen Job gegen den tauschen, den ich jetzt habe.
Ich denke ich werde den Job behalten, denn ich würde mich irgendwann darüber ärgern wenn ich diesen wegen ihm wieder kündigen würde, das ist es nicht wert. Ich werde mir trotzdem mal Wohnungen ansehen und dann weiter entscheiden.
Ich hoffe, dass ich es schaffen werde irgendwann nur noch Gleichgültigkeit für diesen Menschen zu empfinden. Der einzige Trost ist, dass es dieser Frau ganz sicher eines Tages genauso gehen wird aber momentan trägt sie noch die rosarote Brille. Was ich verstehen kann, denn ich trug sie schließlich auch. Er ist ein sehr großzügiger Mensch der einem viel bietet und sehr hilfsbereit ist. Aber emotionale Sicherheit auf Dauer kann er eben nicht bieten.
Je größer der Abstand der Trennung wird, desto mehr Dinge werden mir bewußt...also manche Aussagen die er machte oder Handlungen die vorkamen...wahrscheinlich habe ich diese Dinge in der Beziehung nicht sehen wollen oder sie auch schöngeredet. Das wird mir jetzt immer bewußter und das macht mich wütend und schürt diesen Hass auf ihn...ja oder auch auf mich, weil ich die Wahrheit die ich jetzt erkenne, damals nicht sehen wollte.
Aber am meisten kann ich ihm seinen miesen und feigen Abgang nicht verzeihen.
Nochmal vielen Dank ihr seid klasse und habt mich von meiner Hasswelle schon wieder etwas runtergeholt.Geändert von darlin (09.06.2014 um 23:43 Uhr)
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09.06.2014, 21:45Inaktiver User
AW: Hass und Groll gegen Ex
Ich denke nicht, dass du wütend auf dich sein solltest, weil du verschiedene Zeichen nicht wahrgenommen hast. Schließlich hast du ihn geliebt und da verzeiht man vieles.
Wegen deinem Job solltest du wirklich darauf schauen, was für dich das beste ist und nicht ihn in deine Überlegungen einbeziehen. (zum Beispiel nicht den Job in der Stadt annehmen, weil er da wohnt. Wenn du verstehst, wie ich das meine)
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09.06.2014, 23:32Inaktiver User
AW: Hass und Groll gegen Ex
Ich hatte es genau so verstanden.Und würde es selbst so meinen.
Nein, ein kleines edit.
Es hat sehr wohl AUCH etwas mit dieser anderen Person zu tun.Auch als Realperson.
Hat es doch beim Verlieben/Liebe hoffentlich auch !
Also ganz so abstrahiert sehen würde ich das heute auch nicht mehr.
Nur richtig: Im Zweifelsfall oder auch eher des öfteren lässt sich einiges nicht mehr mit dem Ex-Gegenüber "klären".Der Rahmen ist sinnvoll dafür nicht mehr gegeben.
Es würde nichts bringen bzw das Gegenüber ist dafür gar nicht mehr präsent.
Ja, das leuchtet mir auch ein.Ich war immer jemand, der viel mehr in einer Art "schockartigen, lähmenden Traurigkeit" gefangen gewesen ist.So richtig Wut oder gar Hass- schwierig.
Obwohl - die Wut auf mich selbst oder gar Hass- kenne ich dann schon.
Ich würde mit dieser Wut/Hass Geschichte auch keinen Zustand meinen, welcher sich jetzt über lange Zeiten, gar Jahre hinweg zieht.Einbrennt oder gar zu einem Lebensbestandteil wird.Ist bei Traurigkeit ja genau so wenig wünschenswert.
Aber- ich weiss nicht, ob es bei mir ein Wesensbestandteil ist/war oder meine Prägung/Erziehung.
Starke Wut/Hass zu empfinden - auf ein entsprechendes Erlebnis-fand ich immer soo falsch.Ich hatte da andere ( in meinen Augen viel idealere bzw idealistisch geprägte Vorstellungen, was mich anbelangte ;-) ).
Ich fand es offensichtlich auch einfacher dann doch vorhandene Wut/Hass gegen mich zu richten.Oder in Trauer zu versinken.
Vllt fand mein Umfeld das teilweise auch.
Nur so hat für mich keine wirkliche Klärung von vielem stattgefunden.Oder sehr, sehr zeitversetzt.
Was ist auch so schlimm an Wut und Hass ? Als empfundene Gefühle ?
Man sagt ja, Hass ist das Gegenteil von Liebe.Quasi die Kehrseite.
Gleichgültigkeit- ist eher eine Art "Tod".Da sind dann wirklich alle Gefühle gestorben.
Somit Hass/Wut als Phase einer Reaktion auf eine zBsp vergangene, echt empfunde Liebe zu empfinden- vllt schlicht ein Bestandteil eben des Loslassens dieser Liebe.
Hass oder Wut hält somit ja noch eine Zeit fest- an der Person.
Echte Gleichgültigkeit- damit ist sie für immer gegangen.
( Wobei dann mit zeitlichem Abstand vllt ja auch wieder einer anderer Prozess stattfinden kann und ein Mensch, auch wenn er nicht mehr im Leben ist- seinen Platz irgendwo wenn vllt auch nur an einer kleinen Wand des Herzens behält.Das muss und wird nicht jedem gebühren.Mancher wird womöglich doch für immer im Gleichgültigkeitsnirvana verschwinden und dann ist auch das gut und richtig so.)
Liebe darlin,
Für mich persönlich liest du dich ehrlich gesagt soweit ziemlich gesund und gut ;-)
Gerade dein letztes post.Siehe es weiter als Phase an, auch als wichtige.
Mal ist es Wut auf ihn, mal Wut vlllt auf dich selbst.Passt doch :-)
Für mich liest sich ein solches Gleichgewicht ziemlich gut dabei !
Und du liest dich nicht "gelähmt".Finde ich auch sehr wichtig. Denn das gibt dir die Kraft weiter zu gehen und neue, schöne Erfahrungen zu manchen- das hilft eh gegen Wut/Hass & Traurigkeit & Co am Besten :-)
Und irgendwann wird es mehr und mehr verblassen.
Dir alles Gute dabei.
Liebe Grüsse NinaGeändert von Inaktiver User (09.06.2014 um 23:58 Uhr) Grund: edit
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10.06.2014, 06:11Inaktiver User
AW: Hass und Groll gegen Ex
Hallo Nina,
es gibt drei Möglichkeiten auf Angriff zu reagieren:
Angriff, Flucht oder Erstarren.
Du bist in Deinem Fall erstarrt und es ist eine "genauso normale" Reaktion des Ganzen.
Allerdings wird es schwieriger in so einer Haltung- zu verarbeiten.....wie Du ja auch beschreibst.
So jemand bräuchte evtl professionelle Hilfe um aus der Erstarrung zu kommen und in die Aktion zu treten.....damit lernen die Aktion nach außen zu bringen.
Würde mal vermuten, dass es da um erzieherische Muster geht, die angesprochen wurden und man sich lieber gegen sich selber gerichtet hat.
Hinter jeder Wut steckt Trauer- nur ist Wut leichter zu ertragen- daher kann man leichter in diese gehen.
Wichtig ist, das man sich klar wird wie wichtig das Ausleben von solchen Gefühlen ist.......denn sie binden einen und machen unfrei.
Aber genau das möchte man doch sein, wenn man sich dann getrennt hat...wieder frei für einen Neuanfang und neue Menschen.
LG kenzia
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10.06.2014, 09:43
AW: Hass und Groll gegen Ex
Guten Morgen, darf ich auch eine etwas anders Sicht der Dinge abgeben?
Erstmal: was du erlebt hast, liebe TE, ist sicher schmerzhaft und es tut mir sehr Leid für dich! Ich hatte auch mal so eine Geschichte, war sehr verliebt und bin nach einem halben Jahr verlassen worden. Meine Firma damals lief sehr schlecht, ich hatte Angst vor Insolvenz und bin, als auch noch die Trennung dazukam, zuzsammengebrochen und musste ins Krankenhaus. Was hat er falsch gemacht? Er war sehr, sehr verliebt in mich und hat wohl gesehen, dass diese Gefühle im Alltag nicht standhalten. Ferner war ich damals mit einer schlecht laufenden Firma belastet; ich war dauernd am Arbeiten, konnte mir aber dennoch kaum was leisten. Er hat mal bemängeld, er sei nur ein Termin zwischen zwei Terminen.
Es gibt zwei Dinge, die ich ihm, mit dem Abstand von über einer Dekade nachtrage: wir hatten eien Reise nach Südamerika geplant und schon bezahlt. Ich hatte vom Krankenhaus ein Arztzeugnis, welches er sich hat geben lassen. Er hat die Reise kurzerhand umbegucht und ist mit seiner besten Freundin an eine andere Destination gefahren. Ferner: Für meine Psychohygiene brauche ich es, mit Exen gut auszukommen. Wir müssen nicht beste Freunde sein, aber ich mag nicht in Hass und Streit auseinander gehen. Dies hat er mir verwehrt. Ich habe ihn ein halbes Jahr nach der Trennung (ich war schon längs am Daten von anderen Männern resp. ganz frisch in einer neuen Beziehung) aufgesucht mit Kuchen und wollte einfach ein gutes Verhältnis herstellen, rein freundschaftlich. Er hat mich beschimpft und rausgeworfen. Ich bin längst über alles hinweg und gönne ihm, wenn es ihm gut geht. Wir treffen und ab und zu auf der Strasse und er grüsst mich nicht mal. Diese zwei Dinge (nicht grüsse und das Benutzen meines Arztzeugnisses für die Reisestornierung) werfe ich ihm vor, die Trennung nicht.
Siehs mal so: dein Partner hat sich in eine andere Frau verliebt. Er ist gegangen. Wäre es besser gewesen, er wäre bei dir geblieben, so halbherzig? Ich verstehe ja deinen Schmerz, aber ein Partner ist immer frei. Klar, wenn man Kinder zusammen hat, dann hat man sich gemeinsam für diese entscheiden (das tut man ab dem Moment, wo man zusammen Sex hat, da man ja weiss, dass immer Kinder entstehen können) und muss diese auch zusammen grossziehen (selbst wenn man kein Paar mehr ist). Aber ein Partner ist nicht verpflichtet, eine einmal eingegangene Beziehung aufrecht zu erhalten.
Ich sehe auch nichts von einem feigen Abgang. Vielleicht hat ihm einiges nicht gepasst in der Beziehung und er hat es angesprochen, aber du wolltest nicht hören. Eine Trennung ist nie schön, aber manchmal hat der andere eben keine Wahl.
Dir würde es am besten tun, wenn du deinen Ex einfach vergessen könntest. Du wärst dann wieder offen für eine neue Beziehung. Ich wurde in jungen Jahren (bis ca. Mitte 30) jeweils verlassen. Dann war ich zweimal (mittlerweile sogar dreimal) diejenige, die verlassen hat. Es ist fast sogar noch schwerer, zu verlassen und zu sehen, dass der andere wegen einem leidet. In allen Beziehungen habe ich immer wieder angesprochen, was für mich nicht mehr gangbar war, aber meine Partner wollten dies eben nicht hören und auch nichts ändern. Was soll denn der Partner tun? Sich verbiegen? Aus irgend einem Grund wollte dein Partner nicht mehr und es ist sein gutes Recht, diese Beziehung aufzulösen, auch wenn es für dich, verständlich, sehr schmerzhaft ist.
Liebe Grüsse SanddornGeändert von Sanddorn66 (10.06.2014 um 10:12 Uhr)
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10.06.2014, 17:49
AW: Hass und Groll gegen Ex
Ja, das kenne ich auch. Es ist viel schwieriger jemanden zu verlassen als verlassen zu werden. Deswegen tun es so viele auch so schlecht! Also abrupt, mit wenig Chancen zu reden etc.
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10.06.2014, 23:40Inaktiver User
AW: Hass und Groll gegen Ex
Das wiederum finde ich gar nicht. Es ist sicher nicht einfach, jemandem zu sagen, dass man ihn verlassen will, aber ich habe gesehen, was mich erwartet: ich bekam eine neue Chance und ich habe mich nach dem Schlussmachen so herrlich frei gefühlt, zwar mit etwas schlechtem Gewissen, aber ich habe mich ja nicht ohne Grund getrennt.
Dagegen ist Verlassenwerden mit einem so großen Schmerz verbunden und es kostet unendlich mehr Mühe, wieder zu sich selbst zu finden.
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11.06.2014, 10:28Inaktiver User
AW: Hass und Groll gegen Ex
Liebe Kenzia,
Vielen Dank dir für deine Antwort.
Ich beschäftige mich schon eine Weile damit und es hat sich da einiges geändert.
Bei den letzten Ereignissen, wo es um dieses Thema ging habe ich auch ein ganz anderes Wut/Hass Gefühle zulassen durchlebt.
Grüsse Nina


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