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  1. User Info Menu

    die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin mir nicht sicher, ob das hier das richtige Forum für meine Frage ist, aber sie hat schon einiges mit "dem Kennenlernen" zu tun.
    Ich bin 32 und eigentlich seit ich denken kann, Single. Meine längste "Beziehung" zu einem Mann bestand für ein paar Monate... ich war noch nie in der Situation tatsächlich gemeinsam mit jemanden Weihnachten oder einen Jahrestag zu feiern.
    Ich fühle mich beziehungsunerfahren. Dennoch fühle ich mich auch beziehungs- und liebesfähig und auch liebenswert.
    Ich lerne auch Männer kennen. Bestimmt nicht so viele, wie andere Frauen, da ich übergewichtig bin und grundsätzlich nicht zu den klassischen Schönheiten gehöre.
    Aber es gibt durchaus immer wieder Männer, die sich für mich interessieren. Manche habe ich aus den verschiedensten Gründen selbst zurückgewiesen, (gefühlt) sind es aber öfter die Männer, die mich zurückweisen. Ich spiele wohl einfach nicht in einer "höheren" Liga.

    Das ist für mich grundsätzlich auch ok. Mit einigen Männer - zwei um genau zu sein - die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, haben sich sehr gute Freundschaften entwickelt. Der eine ist nun frisch verliebt in eine neue Frau. Und das bringt mich um den Verstand.
    Es ist ja schon seit langer, langer Zeit klar, dass er wirklich nicht in mich verliebt ist und ich kenne es ja auch von mir: Das ist ein Gefühl, auf das man selbst keinen Einfluss nehmen kann.
    Trotzdem fällt es mir so schwer, mich einfach dafür für ihn zu freuen, dass er sich glücklich verliebt.

    Ich fühle mich von Neid und negativen Gefühlen zerfressen.
    Einerseits ist dort der Punkt, dass er mich zurückgewiesen hat. Das ist eine alte Wunde von mir, die durch viele, viele ähnliche Erfahrungen sehr tief in mein Herz eingegraben ist und wirklich schmerzt und die umso mehr aufreisst, wenn der mich zurückweisende dann auch noch über eine andere Frau so verliebt spricht.

    Und dann ist dort meine Verzweiflung darüber, wie viel leichter als mir es ihm fällt, neue potentielle Partner (bzw. in seinem Fall Partnerinnen) kennenzulernen. Dafür kann er auch nichts. Ich fühle mich gerade wie auf dem Abstellgleis. Restware im Sommerschlussverkauf, die keiner möchte.

    Das ist aber ja mein ureigenes Problem, dafür kann er ja nichts. Ich habe ihn sehr, sehr gern und möchte ihm - und auch anderen frisch verliebten Menschen in meinem Freundeskreis - eine gute Freundin sein. Ich möchte nicht einfach nur so tun, als würde ich mich aufrichtig für sie freuen. Ich möchte anderen Menschen ihr Glück gönnen. Und möchte, dass sie sich irgendwann auch einmal für mich aufrichtig freuen können, wenn ich dann vielleicht tatsächlich einmal einen Mann finde, der zu mir passt.

    Wie geht Ihr mit diesen selbstzerfleischenden negativen Gefühlen der Eifersucht, des Neids, der Verzweiflung und ohnmächtigen Enttäuschung um? Habt Ihr irgendwelche Strategien oder Denkansätze, um dieses Negativ-Mantra im Kopf in positive Energie, in Lebensbejahung und Freude für andere umzuwandeln?

    Ich will kein neidischer Griesgram werden...:( Ich möchte mich für andere freuen können und auch mein Leben nicht ständig vergleichen. Mein Leben ist gut und die Menschen um mich wirklich wundervoll!

  2. Inaktiver User

    Gruppen?

    Hallo,

    Zitat Zitat von above_the_clouds Beitrag anzeigen
    Dennoch fühle ich mich auch beziehungs- und liebesfähig und auch liebenswert.
    woher hast du diese Erkenntnis, die ja schön klingt, aber wohl noch nicht wirklich durch Erfahrung sich gesetzt hat.

    Bestimmt nicht so viele, wie andere Frauen, da ich übergewichtig bin und grundsätzlich nicht zu den klassischen Schönheiten gehöre.
    Das sind für mich zwei verschiedene Dinge.

    Wer hat dazu etwas in deinem Beisein gesagt bzw. wie kommst du auch zu dieser Erkenntnis?

    Ich spiele wohl einfach nicht in einer "höheren" Liga.
    Mir fällt bei dir auf, dass du Menschen oft in irgendwelche Gruppen einteilst und du dann dabei schlecht dabei wegkommst.


    Woher kommt diese Einstellung?

    Was sollen potentielle Partner denn fühlen, wenn sie spüren, sie werden gerade eingruppiert?

  3. Moderation

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    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Da es above_the_clouds nicht darum geht, Tipps zum Kennenlernen zu finden, verschiebe ich den Strang ins Persönlichkeitsforum. Ich wünsche dir, above_the_clouds, gute Tipps und einen interessanten Austausch.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Zitat Zitat von above_the_clouds Beitrag anzeigen
    Wie geht Ihr mit diesen selbstzerfleischenden negativen Gefühlen der Eifersucht, des Neids, der Verzweiflung und ohnmächtigen Enttäuschung um? Habt Ihr irgendwelche Strategien oder Denkansätze, um dieses Negativ-Mantra im Kopf in positive Energie, in Lebensbejahung und Freude für andere umzuwandeln?
    Ich muß diese negativen Gefühle zulassen und sie fühlen.
    Dann gehen sie irgendwann weg.

    Das ist jetzt wahrscheinlich nicht verständlich...hm.
    Andersherum: Wenn ich versuche, die negativen Gefühle ins Positive zu verwandeln,
    dann bleiben sie *erst recht* negativ und verschwinden nie.

  5. Inaktiver User

    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Zitat Zitat von above_the_clouds Beitrag anzeigen
    Wie geht Ihr mit diesen selbstzerfleischenden negativen Gefühlen der Eifersucht, des Neids, der Verzweiflung und ohnmächtigen Enttäuschung um? Habt Ihr irgendwelche Strategien oder Denkansätze, um dieses Negativ-Mantra im Kopf in positive Energie, in Lebensbejahung und Freude für andere umzuwandeln?

    Ich will kein neidischer Griesgram werden...:( Ich möchte mich für andere freuen können und auch mein Leben nicht ständig vergleichen. Mein Leben ist gut und die Menschen um mich wirklich wundervoll!
    Erst mal meinen Respekt, dass du das so selbstkritisch reflektierst!

    Ich denke, das ist schon mal der erste Schritt.

    Vielleicht solltest du gar nicht so streng mit dir sein, was du fühlst ist ja menschlich und nachvollziehbar. Es ist ein bisschen viel verlangt von jemandem der hungrig ist zu verlangen, er solle sich für einen anderen freuen der eh immer gut zu essen hat.

    Wenn das aber zur Gedankenspirale wird und sich verselbständigt muss man schon mal stop sagen zu sich selbst - und hinschauen, ob man nicht grad auch im Selbstmitleid versinkt, anstatt was zu verändern.

    Zum einen ist auch bei anderen nicht immer alles so rosig wie man manchmal meint - und zum anderen denke ich, muss man sich einfach eingestehen dass es nicht immer nur reines Glück ist, wieso es anderen besser geht. Und da kann man dann ansetzen: entweder sind sie bereit, für etwas auch einen Preis zu zahlen was man selbst nicht machen würde, oder sie haben einem irgendwas voraus, wovon man sich vielleicht was abschauen kann.

    Mir hilft, wenn ich ganz bewußt meinen Blick darauf lenke was gut ist in meinem Leben statt auf das, was noch besser sein könnte. Tust du ja auch, du siehst ja dass du grundsätzlich ein schönes Leben hast.

    Ich denke, du bist da schon auf einem guten Weg.

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    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    @ above_the_clouds: M.E. bist Du zu streng mit Dir selbst! Ich finde es zu viel verlangt, sich zu freuen, dass ein Mensch, den man selbst mal gerne als Partner gehabt hätte, sich in jemand anderen verliebt. Das grenzt doch an Masochismus. Du bist traurig - und das ist ok. Lecke Deine Wunden, tu, was Dir guttut oder lenke Dich ab. Ev. schränke den Kontakt auch ein wenig ein, wenn er Dich runterzieht.

    Aber verlange nichts sinnlos Heroisches von Dir selbst!

  7. Inaktiver User

    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Zitat Zitat von above_the_clouds Beitrag anzeigen
    da ich übergewichtig bin und grundsätzlich nicht zu den klassischen Schönheiten gehöre
    Dann ändere das.
    Aber Du scheinst ja beschlossen zu haben "ich gehöre GRUNDSÄTZLICH nicht zu den klassischen Schönheiten". Und weil das beschlossene Sache ist, deswegen brauche ich auch nichts an mir zu verändern und für mich zu tun.

    Wenn doch noch eine Restchance für besseres Aussehen besteht, dann vergleich Dich nicht mit den falschen Leuten in anderen Liegen (schon mal Heidi Klum oder Frauke Ludowig gesehen, wie sie ungeschminkt und ihr Körper im normalen Tageslicht aussehen?)
    ! Nimm ab, zieh chice Klamotten an, geh zum Friseur, zur Kosmetik, kümmere Dich um Deine Ernährung, Deinen Körper und um Deine Seele.

    Aber es gibt durchaus immer wieder Männer, die sich für mich interessieren
    Ach ne, sieh mal einer an. Also doch.

    Mit einigen Männer - zwei um genau zu sein - die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, haben sich sehr gute Freundschaften entwickelt. Der eine ist nun frisch verliebt in eine neue Frau. Und das bringt mich um den Verstand.
    Trotzdem fällt es mir so schwer, mich einfach dafür für ihn zu freuen, dass er sich glücklich verliebt
    Wie kommst Du denn bloß auf den verqueren Gedanken, dass Du Dich für diesen Mann freuen solltest ???
    Eure Geschichte IST vorbei. Es geht Dich nichts an. Er geht Dich nichts an und seine neue Beziehung erst recht nichts.

    Ich habe ihn sehr, sehr gern und möchte ihm - und auch anderen frisch verliebten Menschen in meinem Freundeskreis - eine gute Freundin sein
    Lass diesen Quatsch. Hör auf diesen Quatsch zu glauben. Sei eine einfach mal eine gute Freundin. Eine gute Freundin Dir selbst gegenüber! (s.o.)

    Wie geht Ihr mit diesen selbstzerfleischenden negativen Gefühlen der Eifersucht, des Neids, der Verzweiflung und ohnmächtigen Enttäuschung um? Habt Ihr irgendwelche Strategien oder Denkansätze, um dieses Negativ-Mantra im Kopf in positive Energie, in Lebensbejahung und Freude für andere umzuwandeln
    Lenk genau die dafür benötigte Energie und die Zeit der Beschäftigung damit, was sein könnte, was Dir verloren geht, endlich in die richtige Bahn:
    FÜR DICH und nicht länger gegen Dich.

    "Freude für andere" - sorg erst einmal für Freude für Dich - und das ist nicht von einem Mann abhängig.
    Nur wer sich selbst mag und gut mit sich umgeht, kann dies auch weitergeben.
    Wie willst Du Freude für einen anderen empfinden, wenn Du nicht Freude über Dein Liebesleben empfindest ?

    ....mein Leben nicht ständig vergleichen
    Doch genau das solltest Du.
    Nicht mit anderen vergleichen (das ist absoluter Blödsinn), sondern als ein "Vorher-nachher" = während des Tunings Deines Aussehens und der Generalüberholung von Körper, Seele, Geist der Vergleich:
    "Anfang Juni 2014 habe ich..., war ich noch..., und heute bin ich -immer noch keine klassische Schönheit, aber sehr mit dem erreichten zufrieden und bekomme auch die Bestätigung.
    Ich ernte nicht länger Mitleid, weil ich einfach kein Selbstmitleid mehr säe."
    UND: "Ich kann mich nun für andere freuen - aber ich muss es nicht."

    Zugegeben, dass kostet Mühe. Du hast die Wahl: "ich bleib so wie ich bin -äußerlich und innerlich" oder "ich ändere, was mir nicht gefällt" und: ich jammere nicht, weil ich nicht das Hauptproblem angehe, sondern auf Nebenschauplätzen (und sorry: scheinheilig als Selbstlüge) meinen Frust abreagiere, weil mir das für mich wirklich wichtige schwer fällt.

    Mein Leben ist gut und die Menschen um mich wirklich wundervoll!
    Sagt wer ?
    Geändert von Inaktiver User (07.06.2014 um 18:18 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Hallo above_the_clouds,

    ich persönlich empfinde Neid oder Missgunst anderen gegenüber NUR DANN, wenn ich mal selbst mit mir in den betroffenen Bereichen nicht im Reinen bin. Weil ich weiss dass ich etwas besser könnte -nicht als die anderen aber bei mir selbst, weiss, dass da ein Defizit ist. Das nur zu dem "wie macht ihr das"

    Das ist für mich grundsätzlich auch ok.
    Ist es das? Tut mir leid, aber es hört sich für mich nach Resignation an, leidigem Abfinden und ein Stückweit Selbstmitleid. Dass es für dich OK ist, kaufe ich dir nicht ab.

    Ich schliesse mich jagenau an: ändere etwas an deinem Übergewicht, hör auf dich als untere Liga einzustufen und geh in die höhere. Warum hälst du dich überhaupt für die "nicht-höhere-Liga"?

    Liebst du dich selbst? Verdammt wichtig!!!! Solltest du es nicht tun, lerne dich selbst zu lieben! Und zwar auf allen ebenen - Frau muss mit sich im reinen sein!

    Und NEIN, ich finde nicht dass man sich für einen Mann freuen muss der einen abgewiesen hat. Das halte für Heuchelei sich selbst gegenüber. Und wenn man jemandem ggü. ehrlich sein sollte, dann wohl sich selbst.

  9. Inaktiver User

    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    ....im Übrigen ist "grundsätzlich" bereits eine Einschränkung. Darüber würde ich mir Gedanken machen, nicht über den Schmerz - dieser ist absolut verständlich.

  10. User Info Menu

    AW: die Fähigkeit, sich für andere freuen zu können

    Zitat Zitat von above_the_clouds Beitrag anzeigen
    ..... Wie geht Ihr mit diesen selbstzerfleischenden negativen Gefühlen der Eifersucht, des Neids, der Verzweiflung und ohnmächtigen Enttäuschung um? .......
    Mir ging es im letzten Jahr genauso, wie dir. Mein Affärenfreund hatte eine Freundin. Ich habe mich zwar einerseits schon für ihn gefreut, aber andereseits ging es mir doch ähnlich wie dir (schließlich hätte ich lieber weiterhin das Bett mit ihm geteilt).
    Aus lauter "Trotz" habe ich mich dann in einer Snglebörse angemeldet. So nach dem Motto: "Was der kann, kann ich auch." Ich habe mich dann mit einem Mann getroffen. Wir fanden uns toll und hatten Sex. Mir hat das schon geholfen, dass ich gemerkt habe, dass ich doch begehrenswert bin und es da durchaus auch einen anderen Mann geben könnte, der mich mag.

    Ich habe dann beschlossen, dass mir solche Geschichten egal sein müssen. Außerdem ist da auch noch längst nicht immer alles Gold, was glänzt (sprich, wenn man sich das dann genau ansieht, ist bei denen auch oft nicht alles nur schön und supertoll).
    Ich mag mich jetzt so, wie ich bin und entweder es findet sich nun jemand, der mich auch so mag, oder eben nicht. So habe ich mir z.B. ein paar Kleider gegönnt (früher habe ich fast nur Jeanshosen getragen) und genieße es wirklich, wenn ich dann von anderen Leuten höre, wie gut ich aussehe, oder mir mittlerweile auch mal ein Mann hinter her guckt (das ist mir früher niemals passiert).

    Kurzum, ich würde dazu raten, etwas für dich zu tun, damit du dich besser wohl fühlst und es dir selber gut geht (völlig unabhängig von einem möglichen Mann).

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