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  1. Inaktiver User

    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Du sagst: Nicht aufgabentechnisch, sondern bezüglich der Durchführung.

    Also deine Ergebnisse stimmen, aber die Art wie du da hinkommst, ist anders als bei anderen?
    Dauert diese Art länger als die Aufgaben bei den anderen dauern?

    Das bezieht sich jetzt auf den Beruf?

    Wo sind denn privat solche Knackpunkte? Wo deine "Durchführung" bekrittelt wird?

    Mir fällt ehrlich gesagt auf: Ich habe Schwierigkeiten zu verstehen, was du meinst.

    Anscheinend wird es anders wahrgenommen, aber eigentlich find ichs nicht so viel anders. Vielleicht liegts an Voreingenommenheit des Gegenübers, vielleicht aber auch an mir. Ergebnisse stimmen und eigentlich bin ich relativ schnell.
    Das bezieht sich aufs Berufliche.

    War frühers aber auch privat so, das lag aber an den falschen Freunden. Gemeinsame Ausflüge liefen eben darauf raus, dass sich da sehr auf mich verlassen wurde, kaum gabs dann mal eine Abbiegung in die falsche Richtung und 5 Minuten Verlaufen zum Hotel, war die Panik groß. Oder ich wurde häufig angerufen, wegen Problemen mit den Computer, statt dass im Internet gegoogelt wurde, was schneller gegangen wäre, weil ich auf Arbeit war, da war ich halt auch die "Langsame, Schusselige, Dumme". Da ist mir bewusst, das lag an den Erwartungshaltungen, und meine Reaktion darauf, da hab ich irgendwann gesagt, ich plane nichts mehr, mach du doch mal und bitte ruf mich nicht auf Arbeit an, sondern benutze die Hilfefunktion oder sammel die Fragen, dann setzen wir uns hin und bearbeiten alle. Danach hat sich das Problem gelöst, mit manchen hab ich keinen Kontakt mehr, die anderen nehmen jetzt auch mehr Rücksicht und zeigen mehr Eigeninitiative. Das ist jetzt richtig gut ausgeglichen im Moment. Meine Kontakte sind auch nicht mehr so einseitig, sondern vielfältiger, daher konzentriert man sich automatisch nicht mehr nur auf eines und man ist dann auch nicht immer verfügbar. Das hab ich privat mMn sehr gut gelöst. Heute kann man mitkommen wenn man will, wenn nicht, Pech gehabt, wird so oder so schön. :)

    Um nochmal zu den Meinungen anderer wichtig zurückzukommen: Frühers habe ich wirklich gedacht, man muss mit der "Gruppe" gehen, sonst geht es nicht. Inzwischen mach ich eben auch viel, was mir gefällt und dann auch gerne alleine und genieß das richtig Zeit für mich zu haben, weil ich dann auch mehr davon mitnehme und wahrnehme und es auch als sehr erhohlsam empfinde. Es kann natürlich sein, dass solche Reaktionen, die den damaligen ähnlich sind, bei mir "alte Gefühle" auslösen.
    Geändert von Inaktiver User (05.06.2014 um 20:01 Uhr)

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    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Liebe Gleise,

    Aber ich hab das Gefühl, dass mein Weg Dinge anzugehen erstmal negativ angesehen wird, und keiner aufs Ergebnis achtet.
    Eine meiner Freundinnen kommt bei einem gemeinsamen Thema auch immer von Höxschen auf Stöckschen, so daß keiner mehr zu hört, was sie überhaupt sagen will.

    Könnte DAS bei Dir auch so sein?

    Mein Freundeskreis besteht im 11. Jahr.

    Besagte verheiratete Freundin hat 2 Kinder bekommen. Das Älteste ist 50 Jahre. Es vergeht KEIN Treffen, an dem die Freundin nicht im selben Wortlaut langatmig zumindest eine der Geburten schildert UND dass eine der Töchter krank im Krankenhaus war.

    Einfach nur nervig.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  3. Inaktiver User

    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Hallo Helga, danke für deine Antwort. Eigentlich ists bei mir genau anders. Ich rede nicht gerne um den heißen Brei und lasse Dinge aus, oder fange in der Mitte an. Das wirkt höchstens sprunghaft, weil ich oft davon ausgehe, dass die anderen auf den gleichen Stand sind. Filmbeschreibungen lass ich daher oft aus und sag der ist gut, schau ihn dir an :)

    Ich erzähle auch ungern Geschichten mehr als 1x.

    Wiederholungen mag ich ungern, daher vermeide ich sowas, muss es aber oft anwenden, damit klar ist, was ich meine. :) Ich hab wenn dann eher das Problem gar nichts zu sagen, weil ichs nicht in Worte fassen kann oder zu viel, was die meisten verwirrt, daher rede ich zuviel, zu schnell und das auf einmal, nur mit richtig richtig guten Freunden (also 2 Personen), und nicht mit den Tennisbekanntschaften. Da pass ich mich an und weiß schon wer das "verkraftet" :) Manchmal mach ich das auch mit mir selbst, weil ich dann dadurch darauf komme, was ich meine. Lustigerweise hilft mir das oft :)
    Geändert von Inaktiver User (05.06.2014 um 20:29 Uhr)

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    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Ehrlich gesagt finde ich in deinem Eingangspost nichts, was wahnsinnig ausgefallen oder seltsam wäre. Du bist halt du. Und du weißt das und stellst Unterschiede zu anderen fest. Und du bist so weit, dass du nicht unbedingt etwas mit anderen machen musst, wenn du es lieber alleine machst. Viele Menschen sind total abhängig von Gruppen und nicht in der Lage, etwas allein zu machen - lieber verpassen sie etwas. Ich sehe an all dem nicht Negatives, im Gegenteil.

    Also entweder, du suchst krampfhaft etwas, was dich schlechter macht als die anderen - dann solltest du mal darüber nachdenken, wieso das so ist.

    Oder ich verstehe dein Problem nicht Vielleicht kannst du es in dem Fall nochmal anders umschreiben?

    LG
    Cy


    Cytheria

  5. Inaktiver User

    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Danke für deine Antwort. Ich sehe auch nichts wahnsinnig außergewöhnliches und empfinde das alles normal. Ich hab nur öffentlich nachgedacht, weil ich mich oft "anders fühle" und nicht dieses "Zugehörigkeitsgefühl spüre" und negatives Feedback erhalte und oft nicht verstanden werde. Da gehts doch mehr um ein Gefühl, das muss ja nicht der Tatsache entsprechen, aber kann. Mehr nicht.

    Und mir ist schon klar, dass es auf die feedbackgebende Person ankommt, und nur weil einer mal was sagt, etc. und dass das nicht so wichtig ist, aber es könnte ja sein und da ich lieber schreibe, vielleicht auch weil meine Gedanken dann doch zu viel für den Einzelnen sind und ich daher lieber Foren für sowas benutze, weil ich ja nicht so sein will die Freundin von Helga, dachte ich das wäre evtl. der richtige Ort zum Gedankenaustausch. :)

    Muss man denn auch nur über "richtige Probleme" in Foren reden? ;)

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    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Hi, liebe gleise!
    Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich kann dich extrem gut verstehen und erkenne ganz viel von meinen eigenen Verhaltensweisen und Ansichten in deinem Schreiben wieder!
    Ich hatte sogar von wenigen Monaten einen eigenen Strang zu einem ähnlichen Thema, falls du mal reinlesen magst.
    Ich bin auch oft anders als andere, gehe die Dinge auf meine eigene Art an und komme meist zu gleichwertigen oder gar besseren Ergebnissen, als wenn ich es "normal" gemacht hätte, bin oft schneller im Kopf oder denke einfach querer, sodass mir das Komplexe oft leicher fällt als der simple Alltag... und wirke dann für manche Personen, die eben nix anderes kennen (wollen), als das wie "man es eben macht" dann unbeholfen, naiv, tollpatschig. Die Andersartigkeit verunsichtert sie, die können sie wohl manchmal nur als Makel interpretieren.
    Rechtfertigen oder ärgern hilft da nicht... bleibt nur wundern darüber, ob die anderen merkwürdig sind oder man selber... und ob zweiteres wirklich so schlimm wäre

    glg Radisi
    Du bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)

  7. Inaktiver User

    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Hallo Radisi,

    vielen Dank für deine Nachricht, es hilft mir schon sehr, dass es auch andere Leute gibt, die sich da ähnlich fühlen und das auch verstehen, vor allem, weil ich ja häufig mit Missverständnissen konfrontiert werde.

    Manchmal fehlt mir dann auch die Motivation zur Wiederholung und Zerstückelung, weil ich doch viel überspringe und mir das gar nicht bewusst bin. Gleichzeitig geh ich ja davon aus, dass ich nicht gerade auf den aktuellsten Stand bin oder eben auch falsch liegen kann. Das ist tatsächlich nicht mal aus Unsicherheit heraus, sondern eher weil ich mich für menschlich halte und teilweise sicher, weil man oft gleich ne Gegenkampagne startet, wenn man den Mund aufmacht, so dass man irgendwann auch davon ausgeht, man hat einfach zu wenig Infos, andererseits ist es gleichzeitig sehr merkwürdig herauszufinden, dass man doch mehr Infos hatte, am Schluss doch Recht hatte und das auch noch funktioniert. Natürlich nicht immer, aber ab und an. Und schon alleine das ist manchmal ein merkwürdiges Gefühl.
    Ne Freundin hat mir mal geraten alles aufzuschreiben, damit ich es nicht vergesse, wenn mal was auf meine Art funktioniert hat, damit ich mir dessen bewusster werde. Ich werde das mal ausprobieren.


    Mal abgesehen davon, geschieht die Art meiner Kontaktaufnahme mehr durch ne gemeinsame Aktivität, ich habs nicht so mit Gefühlsaustausch oder Quatschfreunden. Da brauch ich tatsächlich wenige, ich hör da gerne zu, aber meins mach ich oft lieber mit mir aus.

    Ich hab manchmal den Eindruck ich lasse in jeden Lebensbereich Dinge "aus", ich lasse sie nicht wirklich aus, aber es wirkt so, weil ich das halt schon mit mir ausgemacht habe und nicht alle Infos teile, zum einen weil sie mir nichtmal bewusst sind, dass sie da sind, zum anderen weil ich nicht das Bedürfnis habe und dann noch, weil ich aufgrund der anderen beiden, sowieso oft scheitere, wenn ich sie teilen will, so dass das dann bei anderen zu einen widersprüchlichen Bild führt, weil man nicht einordbar ist. Vielleicht muss ich das dann auch einfach so annehmen, schließlich ist das ja gar nicht so abwegig, vielleicht sogar verständlich, dass es Irritation hervorruft. Und wenn man sich dessen bewusster ist, wird es evtl. einfacher ,wenn mir was wichtig ist, das auch passender mitzuteilen. Es dauert wahrscheinlich nur länger, und ich bin halt eher faul.

  8. User Info Menu

    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Hallo gleise und anderen "Andersartigen"
    auch ich erkenne mich in den Beschreibungen wieder. Die meiste Zeit meines Lebens hatte ich das Gefühl, anders zu sein, eben aus den von euch geschilderten Eigenschaften. Ich muss die jetzt gar nicht noch einmal aufzählen.
    Beim Lesen deines Eingangsposts, liebe gleise, schoss mir gleich der Begriff -Hochsensibel- in den Kopf. Durch Zufall bin ich auf dieses Phänomen gestossen, von dem ca. 20 Prozent der Menschen betroffen sind. Ausführlich habe ich mich dann mit der Thematik befasst und mich zu 100 Prozent wiedergefunden.

    Es gibt ein gutes Buch hierzu "Zart besaitet" von Georg Parlow. Auch im Inet ist jede Menge zum Thema zu finden. Vielleicht hilft es dir bzw. euch weiter
    Das Weiße im Auge des Feindes zu sehn,
    heißt nichts, als geduldig vorm Spiegel zu stehn.

    Heinz Rudolf Kunze

  9. Inaktiver User

    AW: wenn man das Gefühl hat, dass die Menschen um einen herum merkwürdig sind

    Danke Stirnenfuss. Mit Hochsensibilität hab ich mich auch schon befasst und kann mich da auch wiederfinden.

    Ich bekomme auch oft die Rückmeldung, dass ich nicht so sensibel sein soll und ich kann mich relativ gut in Menschen hineinversetzen, nicht unbedingt ihr Handeln und Denken nachvollziehen ( logisch schon, ich kann es gut aus ihrer Sicht sehen, aber ich kanns nicht immer verstehen), sondern eher im Sinne von: wenn neben mir jemand traurig ist, werde ich das auch, wenn er nervös ist, spüre ich das und fühle mich auch nervös, etc. Daher verhalte ich mich dann oft automatisch "spiegelnd". Das ist wirklich relativ merkwürdig und wird auch ab und an als negativ empfunden, wenn es so Dinge sind, die die anderen an sich selbst nicht so gerne mögen.

    Ich bin schon irgendwie empfindsam und sensitiv, aber auch nur was die Aufnahme und Verarbeitung von Reizen angeht, ansonsten bin ich manchmal sehr empathielos und schmerzunempfindlich und kann richtig unangenehm sein.

    Ich bin auch sehr ungeduldig, ich zeige das nie, weil es ja unhöflich ist und beschäftige mich in Warteschlangen einfach mit meinem Smartphone, etc. Oder unterbreche Leute nicht mit vollkommen anderen Themen, ich höre gut zu und kann das auch stundenlang, allerdings möchte ich ab und an auch mal zu Wort kommen und wenn ich gar nicht zu Wort komme, muss ich mal Monologe unterbrechen.

    Was ich aber sehr oft mache, ist nen Satz des Anderen zu Ende reden, weil ich ahne, was er sagen möchte und er so lange Zeit benötigt und dann ne konkrete Frage stelle. Ich empfinde Besprechungen als ne Qual, weil so häufig vom eigentlichen Thema wegdiskutiert wird. Oft sag ich da kaum was, obwohl ich viel vorbereitet habe, weil ich während dessen merke, dass das jetzt nicht passt.

    Das Gleiche gilt auch im Alltag, bei Fragen an Verkäufer, Telefonate mit dem Kundenservice, etc. Ich hab mich oft schon mit dem Thema vorher beschäftigt, und muss dann nicht die FAQ rauf und runtergerattert bekommen, sondern hab dann nur eine konkrete Frage, mir geht's dann nur um ein Detail, nicht um die ausführliche Beschreibung von Standards. Da bin ich manchmal richtig schlimm, aber für mich ist es auch schlimm, ich hab ja mir die Infos schon eingeholt. Ich weiß ja, dass die Leute nur ihren Job machen und den gut machen wollen. Daher zügel ich das auch. Umso mehr jemand dann freundlichen Kundenservice anwendet, umso schlimmer empfinde ich das auch, das ist mir zu viel um den heißen Brei Gerede.

    Ich werde auch immer als hetzend und hibbelig empfunden, wenn ich Dinge in meinem Tempo mache. Das sind dann eben Dinge, die ich oft mache und das hab ich dann schon standardisiert. Bei anderen bin ich dann wahnsinnig langsam.

    Ähnlich verhält es sich zu Lob, wenn ich für etwas gelobt werde, das mir nicht schwer gefallen ist oder wenn ich selbst weiß, dass ich da nicht viel Wissen darin habe und wie viel mehr Wissen man in dem Bereich noch bräuchte, damit das Lob gerechtfertigt ist, fühle ich mich oft auch herabgewürdigt. Ich nehme es an und ich weiß auch, dass es evtl. sogar wirklich nett gemeint ist. Aber das ist halt dann auch nur Schauspielerei.
    Geändert von Inaktiver User (13.06.2014 um 19:16 Uhr)

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