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05.06.2014, 12:09Inaktiver User
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Geändert von Inaktiver User (10.06.2014 um 14:03 Uhr)
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05.06.2014, 12:21Inaktiver User
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Ein Wort noch zum "ich hab zwar früher kaum was genutzt von den Angeboten der Großstadt, aber ich hätte können" (-wenn ich nur gewollt hätte) :
Kommt mir so vor, wie das, was Hoteliers über Geschäftsreisende und kurzzeitig Anwesende Gäste berichten:
Es wird erwartet, dass das Hotel einen Spa-Bereich mit Hallenbad und möglichst noch Sauna, Fitnessraum etc. vorrätig hält und zwar bequem mit dem Fahrstuhl zu erreichen und nicht etwa in 50 m Entfernung.
Genutzt wird das Ding dagegen so gut wie nie.
Und auch die Hotelgäste wissen aus Erfahrung, dass sie noch nie Zeit und Lust dafür hatten und höchstwahrscheinlich auch diesmal wieder nicht haben werden. Aber man KÖNNTE ja.... ;-)
Der Mensch ansich ist ein merkwürdiges Wesen.
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05.06.2014, 12:38Inaktiver User
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
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Geändert von Inaktiver User (10.06.2014 um 14:03 Uhr)
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05.06.2014, 12:41
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Hallo peonies,
ich glaube nicht, dass die Dorf-Großstadt-Frage grundsätzlich was damit zu tun hat, ob man im Alter ruhiger wird. Na klar, mit zunehmendem Alter bleibt man öfter mal zuhause und braucht nicht jeden Abend Bespaßung….trotzdem ist das Umfeld doch entscheidend. Mal kurz um den Block, Pitstop im neuen Café, am verregneten Sonntag kurz ins Kino oder in die neue Ausstellung, ohne groß drüber nachzudenken, wie man jetzt in welcher Zeit dorthin kommt. Es ist eine Art Lebenseinstellung und Lebensqualität und ich kann das bestens nachvollziehen.
Ich habe das „Problem“ innerhalb einer Großstadt. Ich möchte aus meinem Stadtteil nicht weg, mein Freund nicht aus seinem. Hört sich vielleicht stur und unflexibel an. Aber ich habe hier in meinem Stadtteil Heimat gefunden, fühle mich rundum wohl, bin direkt in Flußnähe oder mit dem Radl schnell in der Innenstadt. Ich mache wirklich auch gerne Urlaub in der totalen Einsamkeit, aber nach 3 Wochen ist dann auch genug und ich freue mich auf meine Heimatstadt.
Und dazu stehe ich auch. Also haben wir zwei Wohnungen und sagen scherzhaft: das eine ist der Sommerwohnsitz und das andere das Winterdomizil ;-)) Funktioniert super und bietet auch eine Rückzugsmöglichkeit für jeden von uns beiden.
Keine Ahnung, ob das auch für dich ein lebbares Modell wäre. Ich finde auf jeden Fall gut, dass dein LG Verständnis dafür hat, dass es dir in der Einöde nicht gut geht und mit dir zusammen nach einem Lösungsweg sucht. Jetzt erstmal die Jobfrage lösen, vielleicht über einen Sportverein oder über groops.de Gleichgesinnte finden, vielleicht wirst du ja doch noch heimisch. Und ansonsten: es findet sich eine Lösung. Immer!
Viel Glück!!!
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05.06.2014, 15:37
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Es ist so schön, einfach mal eine Stunde in den Trubel eintauchen zu können ohne grosse Aufwand. Das geniesse ich. Es muss nicht gleich ein ganzer Tag sein, im Gegenteil.
Du wirst vielleicht vorübergehend ruhiger. Mein Sohn ist jetzt z.B. 18, und ich drehe jetzt erst auf
Erdbeeren oder Basilikum habe ich früher gepflanzt, jetzt gehe ich lieber in den Bioladen.
Für kleinere Kinder würde ich immer wieder ein Haus mit Garten vorziehen, aber Lebensmodelle ändern sich auch. Vielleicht findet ihr einen guten Kompromiss, wie du immer noch genug erleben kannst und ihr zieht erst in einigen Jahren weg. Vielleicht findest du eine Arbeit, die dir Spass macht und auch Kolleginnen, mit denen man was unternehmen kann. Man kann nicht alles haben, aber leiden sollte man auch nicht.Geändert von Inaktiver User (05.06.2014 um 16:20 Uhr) Grund: Zitat repariert
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
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05.06.2014, 17:26
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Peonies, ich verstehe dich absolut.
Als ich in Süddeutschland wohnte, habe ich so sehr "das Meer" vermißt.
Habe meine Sommerurlaube teils auf Nordsee-Inseln verbracht.
Jetzt wohne ich wieder in Meeresnähe, aber glaub nicht, dass ich es jedes Jahr schaffe, dahin zu fahren.
Aber: Ich könnte! Und wenn wir wieder so eine Hitzeperiode kriegen sollten, setz ich mich in mein Auto und bin in Kürze auf Langeoog. Oder so ähnlich. Es ist das Gefühl, die freie Wahl zu haben. Nicht eingeschränkt zu sein.
Bleib am Ball mit deinen eigenen Gruppen. Vielleicht dauert es ein wenig. Eine Walkerin hat sich bei mir mal erst vier Wochen nach Anzeigenbeginn gemeldet.The original Karla
est. 2006











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05.06.2014, 22:19
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Liebe Peonies,
Ich bin auch vor einigen Jahren mit meiner Familie in eine Kleinstadt ins Rheinland gezogen und kann einen Teil deiner Probleme sehr, sehr gut nachvollziehen!!
Auch hier sind die Einwohner sehr distanziert und es bestehen feste Freundeskreise. Da kommt man als Zugezogener kaum rein. Auch ich habe versucht Kontakte zu knüpfen, bin auf Mütter zugegangen habe immer versucht mich in Gespräche einzubringen.
In meiner alten Heimat war ich drei Jahre im Elternrat, wenn ich jetzt zum Elternabend gehe, kommt es mir vor, als wäre ich unsichtbar. Man redet nicht mit mir, sondern an mir vorbei.
Ich glaube dir wenn du sagst:"Ich habe es versucht, aber ich finde keinen Zugang!"
Vielleicht ist es dir ein kleiner Trost wenn du liest, dass es nicht nur dir so geht!!
Mein Mann wollte auch gerne in einer Kleinstadt leben, mit Haus und Gärten. Ich hatte im Vorfeld die Sorge, dass es in einer Kleinstadt schwierig werden könnte in Puncto Kontaktpflege und Kulturangebot.
Wir mussten ein Weilchen suchen, aber haben dann eine Kleinstadt gefunden, die strategisch super günstig zwischen 2 Großstädten liegt.
Das war mein Glück. Ich habe ziemlich schnell nach unserem Umzug einen Job in einer der angrenzenden Großstädte gefunden, der Job macht Spaß und die Kollegen sind super nett und aufgeschlossen.
Wie weit ist denn nächstgelegene Großstadt von euch entfernt? Bestünde die Möglichkeit, jobmäßig die Fühler dorthin auszustrecken?
Ein weiteres Glück für mich ist eine tolle Nachbarschaft bestehend aus ebenfalls Zugezogenen. Wie gesagt, dass ist aber wirklich ein Glücksfall gewesen.
Ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen-Bleib am Ball!!
Vielleicht hast du Glück und findest doch noch einen neuen Job mit Kollegen, die eher auf deiner Wellenlänge liegen. Oder es ergibt sich doch noch ein Stammtisch und du stellst fest, dass es noch andere Frauen gibt, die deine Interessen teilen. Es braucht seine Zeit, aber es ist nicht unmöglich!!
Fühl dich jetzt erstmal verstanden und gedrückt!!
LG Elin
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06.06.2014, 06:17Inaktiver User
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
Elin,
was du beschreibst ist das Problem der "Zugezogenen". Es ist einfach so.
Eine Freundin von mir ist da hängen geblieben wo wir Saisonarbeit machten, nämlich auf ner Nordseeinsel.
Die ist weder introvertiert noch verklemmt oder sonstwie gestört.
Und so befangen die Einheimischen den Neuen gegenüber sind so leicht tun sich dann doch die Kinder.
Die spüren überhaupt nichts davon.
Was ich natürlich gut finde, mich aber auch wundert.
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06.06.2014, 15:13
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
@Lucia: Oh ja, meine Kinder fühlen sich hier sauwohl und haben zu den "Einheimischen Kindern" auch guten Kontakt.
Ich verstehe auch nicht, warum Erwachsene sich da so schwer tun, mit gleicher Neugier, Interesse und Offenheit auf einen zuzugehen, nur weil man nicht in der 10-ten Generation hier wohnt.
Na ja, ist halt eine Wissenschaft für sich!
LG Elin
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06.06.2014, 20:46Inaktiver User
AW: Großstadt-Kleinstadt-Mann-Dilemma
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Geändert von Inaktiver User (10.06.2014 um 13:59 Uhr)


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