Daran hätte ich auch gedacht. Ist auch mein Thema und ich kann da gut mit leben.
Da gibt es viel Literatur zu.
Vielleicht ist das auch für dich interessant.
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Thema: Beziehungsunfähigkeit?
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30.05.2014, 19:13Inaktiver User
AW: Beziehungsunfähigkeit?
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31.05.2014, 17:08
AW: Beziehungsunfähigkeit?
Dein Problem ist dann behandlungsbedürtig, wenn du es behandelt haben willst.
Du könntest dich an statt an einen Psychiater, auch direkt an einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten wenden. Denn deinem Problem wird warscheinlich nur mit Psychotherapie beizukommen sein.
Grüße
Luftpost
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31.05.2014, 22:54Inaktiver User
AW: Beziehungsunfähigkeit?
Hast du mal überlegt, dass du evtl. auch einfach nur sehr introvertiert bist? Das würde Hochsensiblität nicht ausschließen, sondern oft überschneidet sich das. Und ich finde das auch nicht unbedingt gleich behandlungsbedürftig, sondern relativ häufig vorkommend.
Hast du denn ein Problem damit oder ist es nur so, dass du glaubst ein Problem damit zu haben, weil die Mehrheit genauso reagiert wie hier im Forum?
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01.06.2014, 00:12
AW: Beziehungsunfähigkeit?
Für mich hört sich deine Problematik nach mangelnder Abgrenzung an.
Ich kenn den Zustand vom Kontakt mit dem Gegenüber ermüdet zu sein. Ich habe das regelmäßig nach der Therapie von bis zu 20 Patienten. Dann bin ich komplett leer und erschöpft. Nur, es ist meine Aufgabe zu spüren was im gegenüber vorgeht und darauf einzugehen.
Im privaten Kontakt verhalte ich mich nicht so. Da ziehe ich ganz klar Grenzen und spüre nicht in mein gegenüber hinein, um ihn wortlos zu verstehen. Wer im privaten Kontakt was von mir will, muss mir das mit Worten mitteilen. Und es ist nicht sicher das ich darauf eingehen werden. Denn im privaten Kontakt sind für mich meine Interessen ausschlaggebend. Im Privatleben ist es meine Aufgabe zuerst gut für mich zu sorgen, bevor ich nach meinem Partner schaue.
Und das gilt auch in Anwesenheit des Partners.
Grüße
LuftpostGeändert von Luftpost (01.06.2014 um 00:17 Uhr)
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01.06.2014, 19:24
AW: Beziehungsunfähigkeit?
hallo
ich kann dein problem nach voll ziehen und mir hat eine thera gut geholfen. kann zwar bis heute nicht im grßen center einkaufen gehn aber wieder auf menschen zu gehn.
habe mich jahrelang auch zurück gezogen wollte andere nicht mit meinen probs belasten und nähe naja hatte einen ehemann und 3 kids mußte aber auch viel lernen.
grenze mich heute ab und sage auch wenn ich mich melden mag.
freundschaften können trotzdem sein wie du gemerkt hast. ist bei mir auch so selbst wenn wir 10 wochen keinen kontakt hatten.
partner ich möchte meinem partner schon nah sein aber er kann auch mit leben wenn ich sage heute nicht oder ich mag nicht reden.
lg
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02.06.2014, 11:52Inaktiver User
AW: Beziehungsunfähigkeit?
Hallo,
deine Empfindungen kommen mir sehr bekannt vor. :Blume:
Bei mir ist es ähnlich, der Kontakt zu anderen Menschen, insbesondere Partnerschaften, stresst mich ungemein. Allerdings löst sich das in einer Partnerschaft mit der Zeit auf, wenn ich mich eine Weile "zwinge" (da muss ich jetzt erstmal durch) am Ball zu bleiben.
Was bei mir dahinter steckt, ist jedoch, die Erwartungshaltung die andere an mich stellen könnten, nicht zu erfüllen. Ich versuche eine gesellschaftlich akzeptierte Rolle zu spielen: ich bin aufgeschlossen, charmant, fröhlich, unterhaltsam, gut-aussehnd, intelligent, einfühlsam, gesprächig, - eigentlich genial.
Das ist meine helle, heile Seite. Die dunkle ist, skeptisch, grüblerisch, launisch, ambivalent, ich-bezogen und introvertiert, feindselig fremden Menschen gegenüber. Die Frage ist, warum ich denke, diese Seite von mir als unzumutbar für andere festzulegen ? Dann habe ich nach und nach auch diese Anteile in mein Ganzes integriert. Das hat schon einige Menschen erschreckt. Aber ich fühle mich seitdem besser mit mir selber.
Bei mir kommt dies von den Erwartungen, die meine Mutter von mir in der Öffentlichkeit ungesagt forderte. Sie war alleinerziehend und die Lupe der Öffentlichkeit war auf mich gerichtet, dachte sie. Na, wie ist das Kind einer allein erziehenden Mutter denn so erzogen worden ? Das waren ihre Befürchtungen. Ich musste perfekt sein.
Habe mehrere Jahre eine Gruppentherapie gemacht. Wenn der Leidensdruck da ist, dann ist das Problem auch behandlungsbedürftig. Diese hat mich schon vorwärts gebracht. Erst einmal die Akzeptanz dessen was ist, wie ich (auch) bin.
In Partnerschaften flüchte ich entweder in Konstellationen, die aufgrund der Beziehungsangst des Gegenüber keine wirkliche Beziehung zulassen oder aber in symbiotischen Konstellationen, die ich mir unter Panikattacken und Angstzuständen auferlege, die dann aber irgendwann gut laufen und wunderbar sind. :Blume: Vielleicht so eine Art Verhaltenstraining. Dann aber auch mich in Situationen zu versetzten, die mir unangenehm sind. So zum Beispiel mit anderen Urlaub zu machen, bei Fremden übernachten etc.
Ich glaube, man muss sich schon auch zwingen, sich bestimmten unangenehmen Situationen auszuliefern. Sonst zieht man sich immer weiter in sich selbst zurück und ist irgendwann wirklich sehr einsam und von allen verlassen. Meine Mutter lebte übrigens auch sehr zurückgezogen. Ich vermute eine chronische Depression hinter dem Ganzen. Das hat sich seit Kindheit an verfestigt.
Du kannst noch vieles ändern. Wünsche dir von Herzen viel Glück !
FS



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