Aha, aber für einen neuen Caddy reicht es....
Nee, sorry, da fehlt mir wirklich die Empathie-egal woher diese Typen kommen.
Das Nummernschild war niederländisch, Niederländer waren es aber nicht, sie sprachen
jedenfalls einen ganz anderen Akzent.
Besagter Mann hat übrigens hart gearbeitet- sein Leben lang- und sich bis vor kurzem
um seine inzwischen verstorbene, alzheimerkranke Frau gekümmert.
Und ist über 80.Nee, ist klar, er wird wohl schuld sein- nicht diese armen "Opfer"...
Übrigens: er bot ihnen pro Person einen sehr ordentlichen Stundenlohn für die
Arbeit, die wollten aber offenbar besch..., nicht arbeiten.
Ich habe auch keine Empathie für die weitverzweigte "Großfamilie", deutsche und
nicht deutsche Staatsbürger, die jedes Jahr Millionen mit dem "Enkeltrick" machen,
bei uns und woanders.
Mit denen muss man noch nicht mal Mitleid haben, denn die haben: Häuser, Gärten (?),
Autos, dicke Bündel Kohle im Schrank......
Die staatlichen Institutionen kommen angeblich nicht gegen diese Leute an,
egal wie oft diese Typen im Knast sitzen,Hartz 4 ist ihnen immer sicher-so sind
die Gesetze.
Untereinander sind sie übrigens sehr "ehrpusselig",aber andere, außerhalb
ihrer Strukturen, sind nichts wert- so einfach ist das.
Schlimmm, dass deren Kinder auch so werden, dabei haben die mit Sicherheit
Anlagen und Talente wie jedes andere Kind auch, nur wird da nichts investiert
in Schule und Ausbildung.....
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 52
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25.05.2014, 13:22
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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25.05.2014, 13:29
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Nina, dein Beitrag berührt mich sehr und spricht mir aus dem Herzen
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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25.05.2014, 13:42
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Genau so ist es !!
Ich gebe auch gerne- freiwillig-aber ich habe auch keine Skrupel gewisse Strukturen
nicht zu unterstützen.
Beruflich habe ich viel mit alten Menschen zu tun- teilweise hilflos- das gerade sie
immer wieder Opfer von Gaunern werden- als leichte Beute gewissermaßen.
Sei es das sie in Kaffeefahrten ausgenommen werden (ok, wer da hin geht muss sich
im Klaren sein....) oder eben von sogenannten "Anlageberatern" die die Leute um die
Früchte ihrer Arbeit bringen, und ihnen Sicherheiten rauben für die letzte Lebensphase.
Ich bin kein "Gutmensch", aber ich könnte keine Minute mehr schlafen würde ich das tun,
geschweige denn in den Spiegel schauen.
Not , wirkliche existenzielle Not, kann einem zu Verzweiflungstaten treiben, bei
Drogensüchtigen oder so.Darüber habe ich auch schon nachgedacht, wie ich dann klar
käme.Keine Ahnung, wahrscheinlich auch auf den Strich gehen oder anderes, scheußliches.
Was ich meine, sind Leute die sozusagen kalkuliert ihren Lebensunterhalt mit Betrug
und Diebstahl verdienen, dabei durchaus noch staatliche Hilfen beanspruchen,
ohne jegliches Nachdenken- oder gar Skrupel- über die Folgen ihrer "Tätigkeit"....
Von Großkotzbankern bis hin zu den kreativen "Großfamilien", die sich so bereichern
weil sie es wollen- nicht müssen.Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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25.05.2014, 14:53Inaktiver User
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25.05.2014, 15:17
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Ein interessanter Strang, mit interessanten Beitraegen.

Natuerlich sind die Geschichten, in denen entweder tatsaechlich aus Not gestohlen/betrogen wurde, oder aber die sich, wie smirna sehr schoen geschrieben hat "in Liebe verwandeln" am schoensten. Es tut gut, sie hier zu lesen und anzuerkennen, dass es diese Situationen eben auch gibt.
Ich kann aber auch verstehen, dass sie das grundsaetzliche Unverstaendnis und den grundsaetzlichen Aerger gegenueber berechnenden und nicht aus Not handelnden Taetern nur bedingt mildern, denn diese gibt es eben auch:
Schliesse mich an.
Noch ein ganz kleiner Teilaspekt ein (vielleicht faellt mir spaeter noch mehr ein):
Auch das ist mit Sicherheit sehr unterschiedlich, und bestimmt gibt es solche Menschen, die eine unglaubliche Anspruchshaltung haben und meinen, fuer sie selbst gaelten andere Regeln als fuer andere. Es gibt aber auch das Gegenteil, naemlich diejenigen, die sich gar nicht vorstellen koennen, dass andere ehrlich oder gar ruecksichtsvoll sind, und sich nicht jeden Vorteil nehmen oder - Schock-Horror - gelentlich sogar mal bewusst einen Vorteil aufgeben, sei es aus ethischen, weitsichtig praktischen Gruenden oder einfach Nettigkeit.
Es gibt hierzulande ein Fernsehprogramm in dem Pensionsbesitzer gegenseitig ihre Etablissements besuchen und bewerten. So ein bisschen wie perfektes Dinner mit Pensionen. Als Gaeste bezahlen alle, was die besuchte Pension ihrer Meinung nach wert ist, und am Ende gewinnt das Haus, das prozentual zum geforderten Preis das meiste Geld bekommen hat.
Neulich sah ich eine Sendung, in der ein Paar ganz eindeutig "strategisch spielte", also wirklich kniefiesige Kritik aeusserte und immer unterbezahlte. Bei der "grossen Abrechnung" am Ende erhielten sie von einem anderen Paar, das wirklich berechtigte Kritik aeusserte, den vollen geforderten Preis fuer ihre Uebernachtung. Da sah man die richtig wanken. Am Ende gewannen sie, die Strategie zahlte sich aus - und sie haben es offensichtlich nicht voll genossen.
Im Kommentar haben sie natuerlich nicht zugegeben, strategisch gespielt zu haben, aber sie sagten explizit, dass sie bisher nicht wussten, dass es so grosszuegige Menschen gibt (wie das Paar, das trotz fehlendem Duschkopf oder weiss der Geier voll bezahlte) und dass sie nie damit gerechnet hatten, dass die anderen Teilnehmer fair spielen, weil doch normalerweise jeder einfach gewinnen will.
Das hat jetzt nichts mit Kriminalitaet zu tun, aber ich glaube schon, dass diese Mentalitaet sehr verbreitet ist, schon bei denen, die niemals die Grenze zur Illegalitaet ueberschreiten wuerden. Daher kann ich mir vorstellen, dass sie unter tatsaechlich Kriminellen noch ueblicher ist.
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25.05.2014, 15:18
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Da sehe ich schon Unterschiede,auch wenn das Verhalten natürlich
nicht ok ist.
Ich habe vor vielen Jahren übrigens auch schwarz gearbeitet,
neben der Ausbildung in der Altenpflege, wo ich nichts, null komma nichts
an Geld bekam.Ich war Anf. 20 verheiratet, mit Kind ,da fühlte sich niemand zuständig,
nur das Schulgeld wurde mir wegen irgend eines Förderprogramms erlassen.....
Skrupel hatte ich null, warum auch.Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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25.05.2014, 16:38Inaktiver User
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26.05.2014, 11:20Inaktiver User
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Dieser Antwort kann ich mich nicht anschliessen.
Aussderm werden hier mM verschiedenste Dinge vermischt.
Das eine ist eine Empathie, ein Verständnis , überhaupt Interesse für Menschen, welchen es definitv schlechter ergeht, als einem anderem Teil Mensch.Ob nun materiell, politisch, Sozialsystembedingt usw.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das ich bestimmte Dinge in meinem Leben anders händeln würde oder gehändelt hätte, wenn ich ganz anders aufgewachsen wäre.
Das bezieht sich allerdings auf einen bestimmten Rahmen.
(natürlich alles nur rein hypothetisch, so selbstkritisch bin ich ;-) ; Wirklich wissen kann ich es nicht)
Interessiert mich das, dann werde ich ggf in meinem Leben mich dafür mehr oder minder einsetzen, das diese Ungleichheiten/Ungerechtigkeiten vermindert werden.
Dazu kommt jetzt aber etwas, was Wertvorstellungen sind.Gesetze, zwischenmenschlicher Umgang, Menschenrechte etc.
Und da stellt sich die Frage, sind diese denn abhängig von einer eigenen Lage oder betrachte ich sie als allgemeingültig.
Als Grundlage.
Argumentiere ich mit der "abhängigen" Variante wird es doch mehr als schwierig.Man findet sicher IMMER jemandem, dem es (vermeintlich) besser geht als einem selbst.
Aber nur, weil mein Nachbar auf einem drei Hektar grossem Grundstück sitzt und jährlich Millionen aus einem Familienerbe scheffelt ohne den Finger auch nur gross krumm zu machen fühle ich mich jetzt nicht bemüssigt ihn morgen auszurauben.
Weder allein, noch mit 'nem Trupp von Leuten.
Die Annahme, nur eigenes Elend verleite zu kriminellen, skrupellosem Verhalten stimmt ja - wie wir alles nur zu gut wissen- auch nicht.Ich kann wirklich stinkreich sein und privilegiert leben und dennoch zucke ich mit den Schultern und beute auch noch den ärmsten Schlucker um mich herum aus- nach dem Motto: so ist das Leben halt.
Auch in Ländern, in welchen das Elend wirklich regiert, in Formen, welche man sich hier aufgewachsen natürlich nicht vorstellen kann, gibt es ja Genau diese gleichen - ich nenne es mal stark abgeschwächt neutral-
Konflikte zwischen Menschen.
In noch so grossem Elend ist genau auch da Menschen - oder eben einem Teil- bewusst und sie versuchen es so gut es geht ihre Werte zu vertreten- das Raub, Betrug, Überfall ( um bei diesem im Eingangspost genannten Dingen)- NICHT das adäquate Mittel ist.Nicht rechtens ist.
Und dann gibt es andere, auch dort, welches es offensichtlich anders sehen, empfinden.
Wo und wann Skrupel einsetzen oder gar die Unfähigkeit bestimmte Dinge zu tun, anderen letztlich auch anzutun ist mit Sicherheit auch, wie hier diskutiert eine Gratwanderung.
Das sehe ich auch so.
Die Grenze wird festgelegt, was sich weshalb vielleicht noch in einem minder schwerem Verstoss gegen einen festgelegt Wert, Gesetz bewegt, versus einem schwererem Verstoss.
Und das spiegelt sich ja auch im Empfinden der Menschen wieder.
Oder ich schreibe zumindest bei einem Grossteil von Menschen weltweit und sogar über Jahrtausende.
In einem bestimmten Kernbereich sind bestimte Wertevorstellungen doch sogar erstaunlich konstant.
Sie unterliegen natürlich auch den jeweils geltenden Einflüssen.
Demokratisch sozusagen festgelegt durch die Mehrheit , Diktatorisch festgelegt durch eine Minderheit.
Und abschliessend vielleicht noch.Ich denke, die Frage nach dem Warum- zur Skrupelllosigigkeit ist müssig.Manche Menschen haben sie einfach nicht oder nur in sehr gering ausgeprägtem Mass ( in Relation zu einem anderem Teil von Menschen).
Und diese Menschen leben dann auch genau so und setzen sie womöglich, falls sie die Möglichkeit haben, um.Weil sie es einfach können.
Grüsse Nina
@ gezeitenfrau
Danke ;-)Geändert von Inaktiver User (26.05.2014 um 11:31 Uhr)
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26.05.2014, 11:36Inaktiver User
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Vielleicht war der geklaut.

Glaubst du denn, auf der anderen Seite der Medaille gibt es keinen Verlust, kein Alzheimer, keine familiäre Pflege?
Der Punkt ist doch der: Wenn du das Gefühl hast, andere sind auch nicht besser und du bist bisher immer zu kurz gekommen, wirst du keine Skrupel haben, dir das zu nehmen, von dem du denkst, dass es dir zusteht. Ist ja auch ein beliebtes Argument bei Schwarzarbeitern und Steuerhinterziehern.
Ich halte die Empathie mit solchen Gefühlen schon deswegen für angebracht, weil ich mir vollkommen sicher bin: Jeder einzelne User in der BriCom hat schon mal so agiert, dass andere es als skrupellos bezeichnen würden. Und es nicht mal selbst gemerkt, weil er in dem Moment dachte: "das steht mir zu, das brauche ich, und es schadet ja keinem so richtig!".
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26.05.2014, 11:44Inaktiver User
AW: Ohne Skrupel leben- wie geht das ?!
Deinem erstem Absatz stimme ich immer noch nicht zu.Warum habe ich im vorigem post beschrieben.Es gibt ab von der persönlichen Betroffenheit mM nach andere Werte, Moral,Gesetze ich welchen einzelne Menschen oder sogar grössere Gruppen einen Sinn sehen- sogar ganz egoistisch, weil sie so von den anderen auch erwarten , das sich jene daran ( meist) halten, weil dieses Verhalten für Sicherheit, Frieden usw zb sorgt.
Auch da entstehen mM nach Skrupel.
Skrupel heisst doch : Bedenken, Gewissensbisse. Kollision mit Wertvorstellungen.
Deinem zweitem Absatz kann man mM nach nicht widersprechen.Der stimmt mit Sicherheit.Es bleibt dennoch eine Frage des Masses.
Grüsse Nina




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