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    Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Liebe Community und Mitleser,

    gerade habe ich in einem Artikel über den Film "Zeit der Kannibalen" diese Bezeichnung gelesen für jemanden, der in seinem Beruf zwar sehr erfolgreich ist, aber bestimmte Ängste und Zwänge hat.

    Zeit der Kannibalen: Gott des Gemetzels im Businesssprech | ZEIT ONLINE

    Wann würdet Ihr jemanden als "lebensunfähig" bezeichnen?

    Wenn jemand besonders entscheidungsschwach ist, sich z. B. bei der Europawahl keine eigene Meinung bildet sondern das wählt, was die ältere Kollegin wählt (wie ich es gerade in meinem Team erlebt habe).

    oder was macht jemanden lebensunfähig?

    Bin gespannt auf Eure Meinung!

    Viele Grüße von Gorchi

  2. gesperrt

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    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Lebensunfähigkeit bei Ängsten und Zwängen und voller Funktionsfähigkeit im Beruf?
    Was soll denn der Blödsinn?
    Das hat doch nichts mit Lebensunfähigkeit zutun, sondern allenfalls mit Funktionseinschränkungen in bestimmten Lebensbereichen.

    Lebensunfähig ist für mich ein Mensch der garnichts mehr geregelt bekommt, wie Nahrungsaufnahme, Hygiene, Kontakt zu Mitmenschen und mit Sicherheit seinen Lebensunterhalt nicht mehr verdienen kann.
    Sehr schwer depressive Menschen z.B. können vollkommen lebensunfähig sein.

    Grüße
    Luftpost
    Geändert von Luftpost (22.05.2014 um 19:46 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Find ich auch weit hergeholt jemanden als lebensunfähig zu bezeichnen der sehr lebensfähig ist, denn er kanns ja regeln trotz Zwänge und Ängste zu arbeiten. Das ist für mich sehr lebensfähig.

    Und ob ich das wähle was meine ältere Kollegin mir sagt oder nicht, was hat das mit Lebensfähigkeit zu tun?

    Ich seh das so wie Luftpost, lebensunfähig ist jemand der nichts mehr auf die Reihe bekommt und zwar auch die Grundsachen wie Hygiene, Nahrungsmittelaufnahme, Finanzierung und Geldbeschaffung, und Kontakt zu Mitmenschen und das dauerhaft und auch nicht nur eines, sondern alles.

  4. Inaktiver User

    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Ich finde "lebensunfähig" ist inzwischen eine Art Sammelbegriff geworden und hat nicht immer und nicht zwangsweise noch etwas mit dem gemein, was es vielleicht aus medizinischer oder gesellschaftlicher Sicht...

    Lt. Duden ist lebensunfähig --- zu schwach, nicht fähig zum leben.
    Wikipedia spuckt einige philosophische Ansätze aus, diese gehen in die Verneinung und Verweigerung, Annahme des Lebens und den Sinn des Lebens. Verneinung kann doch aber viele einzelne Lebensbereiche meinen?

    Mir ist schon öfter der Begriff "bedingt Lebensfähig" untergekommen und auch von mir gesagt worden, immer dann wenn Menschen super oder gut in einigen Bereichen waren und in anderen nicht klargekommen sind. Ist sicher keine nette Bezeichnung und gut als böser Spruch geeignet, macht aber eine Differenzierung / Abgrenzung möglich.

    Auch finde ich dass es immer auf den Stand des Betrachters ankommt. Ich kenne (sehr oberflächlich) einen hochbegabten Menschen - allerdings mit Neurosen(?) und Problemen (aus meiner Sicht) ohne Ende. Keinerlei soziale Kontakte, Sprachprobleme, nicht fähig einem in die Augen zu sehen, ohne ein Gefühl für körperliche Distanz, Körperhygiene, irgendwie keiner klaren Geschlechtszugehörigkeit... Ich wundere mich ehrlich wie er es schafft das tägliche Leben ausserhalb seiner Begabung/Arbeit zu meistern.
    In meinen Augen -von meiner Lebensvorstellung und Definition aus- ist er bedingt Lebensfähig. Und vieles interpretiere ich sicher rein ohne es zu wissen. Es würde mich aber nicht wundern, wenn dieses Genie Leute wie mich für bedingt Lebensfähig hält die sich mit Nichtigkeiten befassen :)

  5. Moderation

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    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Zitat Zitat von Gorch_Fock Beitrag anzeigen
    Wann würdet Ihr jemanden als "lebensunfähig" bezeichnen?
    Wenn jemand nicht nur außerstande ist, seinen eigenen Kram auf die Reihe zu bringen, sondern auch außerstande, jemand anders dazu zu veranlassen, es für ihn zu tun. Jemand, der komplett damit ausglastet ist, den ganzen Tag nichts oder sinnlose Dinge zu tun, während seine wirtschaftliche, soziale und physische Existenz den Bach runtergeht.

    Dahinter steht i.A. eine schwere Krankheit.

    Sich nicht zwischen Cola und Pepsi entscheiden zu können, macht einen so wenig lebenunfähig wie es einen zum Millionär macht, wenn man einen Euro in der Tasche hat. Da müßte man schon verdursten ehe man diese Entscheidung trifft.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    @Gorch_Fock!

    du meintest sicher "lebens u n t ü c h t i g" ?!

  7. Inaktiver User

    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Ich finde das ganze bekommt leider oft etwas bewertendes. Wer will denn Festhalten wer "lebensfähig" ist?!

    Ein Beispiel:
    Bekannte (die nie Probleme hatten) wollten ein Kind adoptieren, das leider in der Ursprungs Familie traumatische Erfahrungen gemacht hatte.
    Als sie es zur Betreung hatten, merkten sie wieviele Probleme dieses Kind hatte. Es hat nicht geklappt.
    Nachher sagten sie, dieses Kind wäre "lebensunfähig" gewesen. War es aus ihrer Sicht auch nicht, die Probleme wird das Kind ein Leben lang haben. Das Kind wird aber leben und klar kommen müssen. Nur hat es einfach nicht so viel Glück gehabt wie meine Bekannten.

    Übrigens sind ca. 20% der Menschen in D tatsächlich nicht lebensfähig, denn sie finanzieren sich nicht selbst.

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    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du meintest sicher "lebens u n t ü c h t i g" ?!


    "lebensfähig", kann der Mensch z.B. atmen, hat er ein funktionsfähiges Herz, eine Leber, ...

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    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Hallo Siza,

    nur weil sich jemand nicht selber finanziert ist er oder sie noch lange nicht lebensunfähig.
    Über diese Art zu denken bin ich total erschrocken. Mann oh Mann, wir leben nicht im Jahr 1940.

    Kakaoliese

  10. Moderation

    User Info Menu

    AW: Wann ist jemand "lebensunfähig"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Übrigens sind ca. 20% der Menschen in D tatsächlich nicht lebensfähig, denn sie finanzieren sich nicht selbst.
    Um zu zeigen, daß 20% der Deutschen nicht lebensfähig sind, solltest du die Sterbetafeln zur Hand haben.

    Die Beobachtung zeigt z.B., daß Kinder durchaus imstande sind, als Tagelöhner, Bettler oder Diebe zu überleben. Generisch zu sagen, daß Kinder nicht lebensfähig sind, da sie i.A. weder Kapital noch Einkommen haben, ist einfach nicht korrekt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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