jetzt musste ich laut lachen. ICH habe das problem sicher nicht, zu wenig geborgenheit erhalten zu haben oder auch zu geben..
meine kinder (der große ist schon erwachsen, die "kleine" halb) beteuern gerne und oft, in einer umgebung der großen geborgenheit aufgewachsen zu sein. für mich war und ist das tatsächlich einer der wichtigsten punkte in meinem leben. (und ja: auch etwas, das mich mit riesenfreude und einem gewissen "stolz" erfüllt: ich habe es geschafft, selbständige, im leben stehende und selbstbewusste menschen großzuziehen, die sich in ihrer haut wohlfühlen)
ich schrieb das keinesfalls als rechtfertigung, im gegenteil.
was nun die rumänischen waisenhäuser angeht: da gab es (nach der wende) tatsächlich orte, die an schrecken kaum zu überbieten waren. die kinder waren so gut wie alle "sekundär geistig behindert" -durch mangelnde zuwendung.
jetzt verstehe ich erst, wie du darauf gekommen bist....
absolutes missverständnis.
ich reagierte auf dein posting, nie grundgeborgenheit gehabt zu haben.
(oder habe ich dich da schon missverstanden und du meintest es nur allgemein?)
was ich sagen wollte, war, dass ich glaube, dass jeder von uns zumindest in gewissem maße geborgenheit als kleinkind hatte - die dann, vielleicht durch tragische, traumatisierende umstände "verschüttet", durch negatives überlagert wurde.
meine theorie ging dahin, dass menschen, die das überhaupt gar nicht erlebten (also tatsächlich in einer absolut sterilen umgebung schon als baby lebten) gar nicht überleben oder wenn, mit erheblichen geistigen und sozialen einschränkungen (siehe eben kaspar hauser und die rumänischen waisenkinder).
jede mutter hat bezug zu ihrem kind, wenn sie es mal auf dem bauch, im arm hatte -zumindest ein paar wochen lang....das ist, glaube ich (im babyalter) tatsächlich ein instinkt.
ah ja, und das habe ich nicht verstanden. was "es"?Und auch genug Menschen in deinem Umfeld - die es dir nicht sagen.
du wärst verwundert, was mir menschen so alles erzählen....
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 41
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17.05.2014, 13:16Inaktiver User
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Geändert von Inaktiver User (17.05.2014 um 13:38 Uhr)
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17.05.2014, 18:08
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Du kannst sie als Erwachsener bei anderen nicht finden, solange du sie nicht in dir hast.
Wenn Du nie Geborgenheit empfunden hast in deiner Kindheit, könnte dir psychotherapeutische die Arbeit mit dem inneren Kind eventuelle helfen. Dort lernst du dir all das selber zu geben was dir fehlt.
Mehr kann ich dazu nicht schrieben, da ich die Methode nie anwandte. Sie ist nicht mein Ding.
Grüße
Luftpost
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18.05.2014, 07:00
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
ich kann da nur das Wort Resilienz einbringen, man kann überleben ohne die Geborgenheit in der Kindheit gefühlt zu haben. Nicht nur überleben sondern gerade dadurch ein hohes Maß an Empathie für sich und andere zu entwickeln und z.b. Geborgenheit nehmen und geben zu können.
I believe everything happens for a reason! People change so you can learn to let go,things go wrong so that you can appreciate them when they're right,you believe lies so that you will eventually learn to trust no one but yourself,and sometimes, good things fall apart,so better things can fall together.
(Marilyn Monroe)
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18.05.2014, 07:19Inaktiver User
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Schon beim Wort Geborgenheit erscheint bei mir die alte Großfamilie aus Kinderzeiten auf dem Schirm.
Da war immer jemand der Zeit hatte, bei dem man unterkriechen konnte.
Ohne das was Großartiges geschehen musste.
Die Anwesenheit von bestimmten Gruppen, das Wissen dahin zu gehen, dazu zu gehören ist für mich heute auch noch Geborgenheit. Oder mein Umfeld, meine stabilen finanziellen Verhältnisse.
Geborgenheit ist für mich Stabilität und Vertrautheit.
Ein einzelner Mensch kann mir das gar nicht vermitteln.
Natürlich gibt es Menschen in deren Anwesenheit ich mich sehr wohl fühle.
Meine Nachbarin zum Beispiel. Von der Statur her groß und stattlich, an der Grenze zum Dicksein.
Mutter von 8 Kindern und sehr gemütlich.
Eine andere Nachbarin vermittelt mir auch das Gefühl der Geborgenheit. Die ist sehr klein und dünn und auch schon sehr alt.
Was die gemeinsam haben? Nix - außer dass wir einen Draht zueinander haben uns gegenseitig vertrauen.
Beiden würde ich meinen Wohnungsschlüssel anvertrauen.
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18.05.2014, 07:22Inaktiver User
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Mal ein Beispiel:
Du bist in den tiefsten arabischen Emiraten, stehst dort auf einem Platz- ein Mann kommt vorbei und spricht mit Dir arabisch- gestikuliert vor Dir und geht dann weiter.
Was glaubst Du wie Du darauf reagieren wirst??-- gehe jetzt mal davon aus, dass Du kein Arabisch kannst
Was hast Du davon verstanden- und wie reagierst Du??
Du wirst nichts verstanden haben und damit bestenfalls für Dich selber irritiert sein-- aber auf den Inhalt dessen, was dieser Mann von Dir wollte- nicht reagieren.........WEIL Dir eine Wiedererkennung fehlt!
Bedeutet: Wir können nur mit dem in Resonanz gehen, was wir schon in uns haben!
Du kannst also nur dann das Gefühl von Geborgenheit spüren, wenn Du es jemals erlebt hast und damit.......musst Du es doch kennen gelernt haben
Es muss nicht die Mutter gewesen sein- es kann auch von woanders gekommen sein. Oder es ist in dem ganzen "falschen Verhalten" dann doch auch Geborgenheit mit transportiert worden.
Was man denkt- woran man sich erinnert- ist nur ein Teil von dem, was alles war.........und damit kommt dann doch so einiges mehr mit was man manchmal kaum glauben kann.
Insofern komme ich auf meine ersten Zeilen- bau Dir Deine Innenwelt aus Bildern, die Dir damals gut getan haben.....das kannst Du auch heute neu kreieren -- Du musst es nur machen.
Wo fühlst Du Dich total sicher? total wohl?-- geh innerlich genau dahin und bau diese innere Welt immer weiter aus........
Hallo Spatz
hab ich so nie gemeint!
Nur was nützt es denn einem Menschen, der unter fehlender Geborgenheit leidet und offensichtlich keine Menschen um sich hat, die es ihm spiegeln und damit geben können??
Natürlich ist es am einfachsten, wenn ich Menschen habe- die ich zutiefst liebe, die mein Vertrauen haben und wo ich auch geborgen BIN!
Wie könnte das ungesund sein, wo es immer nur um die seelische Gesundheit geht (der die Körperliche dann folgt!)??
Man muss aber auf den Menschen eingehen- so wie er dasteht- und da wäre sicher die größte Hilfe für die TE, wenn sie erkennt, das sie es in sich hat und auch jederzeit abrufen kann.
Uns würde es insgesamt viel öfter besser gehen, wenn wir nicht zwanghaft immerzu im Außen suchen, was wir auch innen finden. Und ja- das ist fremd am Anfang und evtl braucht man Anleitung, aber das alles macht einen ein großes Stück weit freier und damit wieder zugänglicher für die Außenwelt.
kenzia
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18.05.2014, 07:54
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Geborgenheit - das bedeutet ja ursprünglich so etwas wie geschützt sein, beschützt sein und genährt werden. Das betrifft einen Säugling und ein Kind zu allererst körperlich, aber das hat absouten Einfluss auf seelisches Wohlbefinden und Entwicklung.
Wer da Mangel erleiden musste in der Kindheit, der kann diese Geborgenheit in sich selbst wohl nicht entwickeln, man bleibt bedürftig und "hungrig".
Und genau zu der Erkenntnis bin auch ich gekommen. Nur wer sich selbst wirklich lieben kann, sich selbst Sicherheit und Orientierung geben kann, kann das auch anderen geben. Ansonsten ist die Partnerschaft die alleinige Nahrung für die Seele, ohne die sie verhungert. Das ist dann eine Art Abhängigkeit, die einen alleine leer und bodenlos macht. Und die den Anderen dazu benutzt, ein inneres Vakuum zu füllen.
Das habe ich auch müssen. Und jetzt kann ich wieder Geborgenheit empfinden und habe Liebe in mir, auch wenn es keinen Partner gibt. Es gibt so viele Menschen, die ich lieben kann, auch Tiere, Dinge, Erlebnisse, Natur, Kunst - ach so viel. Es macht einen reich und im Leben und in sich geborgen.
Geborgenheit - das ist eigentlich Liebe und Orientierung, der Boden unter den Füssen.
Vielleicht empfindet man - so war es bei mir jedenfalls immer - die Geborgenheit bei einem anderen Menschen umso intensiver, je weniger man sie in sich hat. Dann ist dieses Gefühl ja untrennbar mit der Person verknüpft. Der Verlust der Person bedeutet dann der Verlust aller Geborgenheit.
Aber die Geborgenheit bei einem anderen Menschen ist nur ein Teil des Ganzen. Es muss nicht alles an einer Bezugsperson hängen. Mit ist es natürlich noch schöner, vollständiger. Aber ohne ist noch so viel andere Geborgenheit möglich, dass sie nie ganz fehlen muss.
Wenn man das nicht in der Kindheit entwickeln konnte, bzw. einem das genommen wurde, dann ist es eine ziemliche Arbeit, das nachzuentwickeln. Das alleine hinzubekommen, ist wirklich sehr sehr schwer. Es gehört sehr viel rationale Arbeit mit dem Irrationalen dazu. ABer es lohnt sich, denn man kann das selbst beeinflussen, wenn man das mal verstanden hat.Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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18.05.2014, 09:01Inaktiver User
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Ich spreche manchmal mit meinen Kindern und meinen Freundinnen darüber.
Ich denke und glaube, dass es meistens Einzelgeborgenheiten gibt, bestehend aus Situationen und Personen oder Personengruppen sind, die diese Geborgenheit geben und auch nehmen. Diese ergeben dann eine Mischung von Geborgenheit.
Als Beispiel: Wenn meine Eltern und wir Kinder wandern waren, oder auf dem Elbdampfer um Dresden herum die Elbe hoch und herunter gefahren sind. Oder ich vom Schwimmen im Stausee nach Hause kam und die Mutter hatte den Tisch gedeckt (bzw. ich half dann noch) und es gab gezuckerte Erdbeeren aus dem Garten mit Milch und Butterbrote mit Salz darauf auf der vom Tag heißen Terrasse zum Abendbrot. Der Vater kam von Arbeit und die Geschwister irgendwoher. Die Sonne fiel schräg durch die Bäume und die Amseln sangen ab und zu verspätet am Mittsommerabend.
Oder wenn ich meine langen Haare über den Kopf auf der Terrasse in der Sonne trocknete - um dann abends meinem Jugendleben nachzugehen ...
Oder wenn meine Mutter bügelte und ich saß auf der Banktruhe. Es roch nach dem heißen Bügeln und wir unterhielten uns. Dabei wurden die Wäschestücke von der Kleinseite der Bank genommen und kamen dann in ordentlich sortierte Stapel auf den Eßtisch. Oh jeh, wurde damals noch viel gebügelt. Meine Mutter hatte dann auch Zeit zum Unterhalten. Das hatte so etwas friedliches Geborgenes.
Oder wenn sie uns vorsang oder wir jeden Sonntagvormittag mit dem Vater und unserem Musiklehrer Hausmusik machten, (während meine Mutter in der Küche das Sonntagmittagessen kochte - die Arme, denn sie spielte passabel Klavier, aber einer muss ja kochen). Dann haben wir alle zufrieden einschließlich Musiklehrer Mittag gegessen.
Später habe ich dann viel Geborgenheit gefunden (und gegeben, das weiß ich) in meiner Schulklasse auf der weiterführenden Schule, in meiner Seminargruppe (wir waren nur 10) und immer wieder in Arbeitsverhältnissen (zwischendurch auch immer mal eher gruslige Arbeitsverhältnisse).
Gerade habe ich wieder das Glück auf Arbeit (kann's kaum fassen).
Das vertraute Geschirr ... der Geruch einer Holztreppe in einem 19.-Jahrhunderthaus in der Großstadt - erinnert mich immer an den Geruch des Treppenhauses bei meinen Großeltern und schon ist dieses Geborgenheitsgefühl da, einschließlich der piekenden Makronenstückchen, denn dort durfte ich im Bett beim Lesen essen ...
Ja, und die vielen ungeborgenen Momente, auch in der Familie, nicht wahr. Die bitter sind. Für alle Beteiligten.
Ich selbst denke von mir, Großfamilie gibt zumindest mir keine Geborgenheit. Irgendwie geht da mein Individuum in der Masse den Bach herunter. Ich empfinde mehr Geborgenheit in Kleingruppe oder zu zweit. Außer in meinem großen Kirchenchor. Da eint uns die Musik und gibt Geborgenheit, der wir uns alle unterordnen, auch auf Chorfreizeiten.
Meine Kinder sagen: "Ja, Du hast uns in vielem Geborgenheit gegeben." Aber was sollen sie auch sonst sagen? Wer macht schon gerne seiner Mutter Vorwürfe? Nicht vor den dreißiger Jahren ... Sie wollen nicht, dass ich traurig bin. Ich bin ganz sicher, sie hatten nicht viel Geborgenheit durch mich, falls überhaupt. Dass kann ich niemanden zuschulden außer mir selbst. Ich versuche dies jetzt nachzuholen, in kleinen Dingen und Situationen, denn ich habe mich selbst weiterentwickelt und ich bin glücklich, dass sie so liebenswürdige Freundinnen schon seit einigen Jahren haben und glücklich mit ihnen sind.
Ich bin mir sicher, dass ich bewusst Geborgenheit suche und genauso suche, sie zu geben.
Ich finde z.B. aus meiner Lebenserfahrung heraus, dass ich gern bewusst Geborgenheit genauso gebe, z. B. gegenüber meinen Freundinnen, meinen jungen Untermietern (25 und 27 Jahre) und ich lasse zu, mir Geborgenheit zu geben. Es ist ein bisschen wie ein Spiel.
Jetzt auch im hohen Alter, meinen Eltern, meiner jüngeren Schwester. Wir sind alle abgeklärter geworden und haben aus unserer Vergangenheit gelernt (das hoffe ich doch!).
Schon aus dem Bewusstsein heraus, wie Hölderlin schrieb: "Aus des Schicksals dunkler Quelle rinnt das wechselvolle Los. Heute bist du stark und groß, morgen schwankst du auf der Welle."
Und manchmal hatten die "guten alten Zeiten" mit dem Duellieren, womit man ungeborgene Situationen ... ähm begradigen ... konnte, indem zumindest die Männer ihren Gegenspieler aus dem Feld räumen konnten, durch Tod - und starben sie selbst, war das Problem auch geklärt - oder in der Renaissance durch Giftmord ... etc. ... durichaus auch ihre Berechtigung, finde ich. Ist mein Ernst, ich bin nunmal kein Engel.
Ich muss mal meine Kinder fragen, wann genau sie sich bei mir geborgen fühlten. Hoffentlich fällt ihnen etwas ein - falls sie dann die Wahrheit sagen siehe oben ...Geändert von Inaktiver User (18.05.2014 um 09:39 Uhr)
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18.05.2014, 12:36
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Ach liebe Herbstblatt,
was für schöne Bilder, die Du beschreibst, Dein ganzer Beitrag ist wunderschön!!!
Genau solche Bilder habe auch im Kopf, wenn ich an Geborgenheit denke.
Es ist nur eine so vergängliche Geborgenheit, die man nie wieder zurückholen kann, eine, die in den Erinnerungen sich auch verändert, verstärkt, verklärt zuweilen. Eine Sehnsuch nach dem, was man glaubte mal gehabt zu haben.
Aber haben wir es damals wirklich in dem Umfang erlebt, wie wir es heute so erinnern?
Ich musste das alles hergeben, vieles ist zerbrochen unwiderbringlich.
Und was das Schlimmste ist: hinter all der schönen Geborgenheit gab es Lug und Betrug, Streit und Abwertungen, Missachtungen und Kränkungen. All das war daneben und darunter, auch wenn es ähnlich wie bei Dir auch bei mir diese herrlichen Sommerabende mit Schnittlauchbrot und Erdbeeren auf der Terasse gab, die die Hitze des Tages noch bis spät in die Nacht abgab, der Garten herrlich duftete. Erst viel später musste ich erkennen, dass das Paradies der Geborgenheit meiner Kindheit keins war, es war meine Illusion.
Deshalb habe ich das so infrage stellen müssen, fühle mich um diese Geborgenheit im Nachhinein betrogen. Und es bringt mich genau zu der Erkenntnis, die ich oben beschrieb: das, was man so ersehnt und aussen sucht gilt nichts, wenn es nicht auch innen diese Geborgenheit gibt. Für mich ist es eine Erlösung gewesen, mich von dieser Koppelung an Andere zu lösen mit dieser Sehnsucht.
Und ich möchte fragen:
ist Geborgenheit wirklich etwas, was man geben kann? Ist es nicht doch eher so, dass das Äußere jeder etwas anders erlebt? Meine jüngere Schwester konnte meine Erinnerungen jedenfalls nie ganz nachvollziehen, hatte ganz andere Erinnerungen an unsere Kindheit, sie erlebte Geborgenheiten wohl ganz anders. Ist es nicht eigentlich ein individuelles Gefühl, das jeder anders erlebt?
Ich sitze heute auf meinem kleinen Balkon, ganz in der Nähe des Gartens von damals, zu dem ich schon so lange keinen Zugang mehr habe. Heute habe ich gelernt, dass ich es nicht mit der Geborgenheit von damals vergleichen darf, dass es jetzt und hier voller Vogelgezwitscher und Frühlingsduft ist. Und dass das mir ganz allein gehört, niemand ist dafür notwendig. Und ich habe es auch nicht mehr nötig, mir Schnittlauchbrot zu machen, um mich wieder geborgen zu fühlen. Ich kann mich in mir selbst und mit dem, was ich mir geben kann, geborgen fühlen. Das ist wirklich sehr schön und befreiend, das kann ich Euch sagen.Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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18.05.2014, 14:38Inaktiver User
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Liebe Einzelne,
vermutlich warst du für deine Schwester ein Stück Geborgenheit.
Die Wahrnehmung meiner Schwester ist auch nicht mit meiner identisch.
Doch, ich glaube, man kann bewusst Geborgenheit geben. Das ist was wie Trost, trösten verbunden mit ner Portion Beschützen - und schon ist die Geborgenheit da.
Geborgenheit braucht Schutzmauern.
Meine Wohnung zum Beispiel ist meine kleine Burg.
Als ein ganz großes Problem sehe ich gegebenenfalls: dass Menschen nicht erkennen Geborgenheit zu brauchen. Sie finden weder die Gruppen, die Kraftfelder noch irgendwelche Andockstellen - und viel wichtiger noch: ihnen fehlt die Erkenntnis dass sie so was brauchen.
Ich glaube, viele Menschen die jahrelang im Ausland lebten kommen aus Gründen der Geborgenheit wieder zurück. Ich hab mal einen Mann gefragt, der soo von seinen Auslandsaufenthalten schwärmte. Und wieso kommste wieder zurück? Weil er nie diesen Zugang zu den Familien finden konnte - also den über das Oberflächliche hinaus gehende.
Was brauche ich, wo finde ich es? Ist manchmal eine lebenslange Frage.
Heute fühle ich mich schon geborgen wenn ich an meinem See vor der Haustür herumlaufe.
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18.05.2014, 14:54
AW: Geborgenheit - wie erreichen bzw. vergessen wie sie sich anfühlt
Das könnte schon sein, einfach, weil ich die Ältere war.
Das ist bei mir ganz genauso.Geborgenheit braucht Schutzmauern.
Meine Wohnung zum Beispiel ist meine kleine Burg.
Oder dass sie sie unbedingt in der einen Bezugsperson finden wollen, die sie dafür brauchen.Als ein ganz großes Problem sehe ich gegebenenfalls: dass Menschen nicht erkennen Geborgenheit zu brauchen.
Ich glaube, diese Schutzmauern sind so vielfältig, der Boden gehört auch dazu und die "Möbel" in dieser Geborgenheit. WEnn man sich so an diese Personengebundenheit klammert, dann übersieht man das, was man sich selbst geschaffen hat und was direkt vor der Nase liegt.
WAhrscheinlich suchen sie einfach an den falschen Stellen.Sie finden weder die Gruppen, die Kraftfelder noch irgendwelche Andockstellen - und viel wichtiger noch: ihnen fehlt die Erkenntnis dass sie so was brauchen.
Das kann ich Dir sowas von nachfühlen!Heute fühle ich mich schon geborgen wenn ich an meinem See vor der Haustür herumlaufe.
Ich empfinde das in meiner Gegend genauso: so ein tiefes Gefühl der inneren Heimat in dieser Landschaft und diesen Ortschaften mit seinem Menschenschlag. Ich liebe hier alle Jahreszeiten, jedes Wetter, hier fühle ich mich geborgen und daheim.
Geborgenheit hat auch viel mit Heimat zu tun merke ich gerade.Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama




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