Nochmal- Trotz ist eine Verweigerung.
Wer darin steckt, der redet nicht oder ist irgendwie noch beweglich.
Davon bist Du weit entfernt, wenn Du noch folgst oder gar etwas sagst um Deinen Weg fortsetzen zu können.
Dann- Du erkennst den Ursprungskonflikt nicht- genau da wäre doch als Erstes anzusetzen.
Ist es so oder nur Deine Vermutung?
Du scheinst Dich selber nicht gut zu er-kennen.
Meinst Du, das Du ein ungutes Gefühl hast - jetzt mal egal, welches- und Du findest Dein Gefühl dann nicht passend zu der Situation?? und daher vermutest Du das es eine andere Ursprungssituation geben muss?
Ich denke, herauszufinden was genau Du meinst- ist schon ein Auftrag und der gehört doch als Erstes mal geklärt.
Du musst es genau benennen können......dann wird es für andere aber auch für Dich klarer.
kenzia
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Ergebnis 11 bis 20 von 42
Thema: Trotzreaktionen?
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01.05.2014, 07:31Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
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01.05.2014, 07:46Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
Schließe mich an, was hat das alles mit Trotz zu tun?
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01.05.2014, 07:59Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
Trotzig - weil es unrationales Handeln beschreibt?
Ich denke man muss die Zusammenhänge sehen. Und meiner Erfahrung nach hat es nichts mit sofortiger Kommunikation zu tun.
(Denn besonders diejenigen, die sich an anderen ab reagieren kommunizieren oft direkt und schnell-sie suchen sich nur gezielt ihre Opfer.)
Manche lassen schlicht Ärger an anderen aus. Z.b. Ärger in der Arbeit beim Partner.
Aber auch ein friedfertiger wird bei anhaltendem ernstem Ärger in der Arbeit, oder bei schwerem Umbruch, auch zuhause weniger glücklich sein.
Um welche Situation geht es dir, eins oder zwei?
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01.05.2014, 09:50Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
ich kann mir trotz als reaktion bei solchen verschiebungen schon vorstellen - wenn es um eigene projekte geht, die kraft erfordern.
beispielsweise, wenn ich mir vorgenommen habe, weniger süßkram zu essen und dann was blödes passiert, dann zieh ich mir ne tafel schoggi rein mit der haltung: seh ich gar nicht ein, dass ich mich zusammenreiße, wenn ihr alle so doof zu mir seid.
aber in feminis fall könnte es auch eine simple blockade sein, ein konflikt, der energie abzieht und blockiert.
so wie ich auch nicht mehr entspannt joggen kann, wenn ich einen splitter im fuß habe, um es mal bildlich auszudrücken.
nur dass bei femini die nervenbahnen nicht gut entwickelt sind, so dass sie den splitter erst suchen muss, um im bild zu bleiben.
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01.05.2014, 09:52
AW: Trotzreaktionen?
Hallo Fenimi!
"Trotz" hin oder her, ich kenne solche Situationen auch.
Mal so auf den Punkt gebracht: "Wenn ich schlecht im Job bin, kann ich doch auch keine gute Partnerin sein."
Das ist es doch, oder? In einem Bereich des Lebens läuft es nicht so gut und dieses Phänomen strahlt dann auf die übrigen Lebensbereiche aus, so dass sie ebenfalls in einem schlechten Licht erscheinen.
Das liegt meines Erachtens daran, dass wir nur eine Person sind, aber in unterschiedlichen "Welten" leben.
Negative Erfahrungen/Erlebnisse nehmen wir also unbewusst mit von einer, in die andere Welt.
Es ist, denke ich, auch so ein wenig schmollendes Kleinkindverhalten ("Mir geht es nicht gut, ich möchte getröstet werden!"), aber das Leben in den anderen Bereichen geht weiter; wir sind nicht mehr "klein".
Was hilft:
Sich bewusst machen, dass man sehr wohl in dem einen Bereicht gut sein kann, selbst wenn es in einem anderen schlecht läuft.
Sich bewusst machen, dass man aus "mehreren" Bestandteilen besteht/ in mehreren Welten lebt, die sich selbst nicht gegenseitig beeinflussen (sondern nur durch MICH/DICH als Person); --- und zu guter letzt durch dieses Bewusstmachen wieder von einer "Opfer"- in eine Täterrolle wechseln, aka "Ich habe mein Leben in der Hand, ich darf Fehler machen, jeder macht Fehler."
Oder anstatt zu sagen: "Ich war heute schlecht im Beruf, ich bin (bestimmt auch) eine schlechte Freundin."
Sagt man sich vielleicht mal sowas: "Heute hatte ich einen echt miesen Tag, ich belohne/tröste mich aber heute mir einem ganz netten Erlebnis mit meinem Freund. Das habe ich mir verdient, weil es heute so schlecht lief!"
Nett zu sich sein und die "Herrscherposition" nicht aufgeben!
Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.
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01.05.2014, 12:57Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
Fenimi,
ich nenne es fehlende Abgrenzung - nicht Trotz.
Du sorgst nicht für dich selbst. Dein schlechtes Gewissen, Erwartungen anderer/deine eigenen nicht zu erfüllen, lähmen dich dann, nach deinen Aussagen, in allen Bereichen.
Du gehst nach meinem Eindruck von der Beziehungsebene direkt in die Handlungsebene. (Nichts tun ist auch TUN
).
Die Sache runder/stimmiger wäre:
Ein Wunsch wird an dich heran getragen (Beziehungsebene)
Du denkst darüber nach (mit Blick von oben/nebendran), ob du diesen Wunsch erfüllen WILLST. (Sachebene)
Willst du ... dann tust du (Handlungsebene) oder willst du nicht ... dann tust du nichts (Handlungsebene)
Du machst eine Zusage (Beziehungsebene) oder eine Absage (Beziehungsebene).
Das "Runde" beinhaltet mögliche Konsequenzen zu (er-)tragen und Eigenverantwortung zu übernehmen.
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01.05.2014, 14:47
AW: Trotzreaktionen?
Vielleicht ist es nicht Trotz, sondern Stress bzw. Überlastung.
Das kenne ich von mir auch: Ganz viele Sachen stehen an, die ich sofort erledigen muss, und bleiben fast alle liegen, weil ich nichts erledigen kann.
An anderen Tagen flutscht's wie geschmiert und ich schaffe noch mehr.
Bei ersteren ist mit großer Motivation kaum etwas zu holen.
Bei Nummer zwei gibt es kaum Motivation, sondern einfach nur Abhaken.
Mir tut ganz viel Ruhe gut. Um mich einigermaßen am Laufen zu halten, nehme ich mir drei wichtige und drei unwichtigere Dinge täglich vor. Die kann ich tatsächlich erledigen. Mehr als fünf wichtige schaffe ich nicht.
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01.05.2014, 15:13Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
Weil du es körperlich nicht kannst?
Das ist ja dann begründet und verständlich.
Dass gab es bei mir allerdings auch schon mal: Dass ich so schnell körperlich erschöpft war, dass ich mich körperlich untersuchen ließ. Es war aber offensichtlich eher eine seelische Erschöpfung.
Interessante Idee!
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01.05.2014, 15:24Inaktiver User
AW: Trotzreaktionen?
Fehlende Abgrenzung - gut möglich.
Der von dir vorgeschlagene Ablauf klingt gut!
Ich habe mir auch schon versucht, ein Hilfsmittel einzubauen, damit ich nichts zusage, was ich nicht will.
Allerdings …, wenn ich den Müll nicht runtertragen will und deshalb einfach nicht gehe, ist das eine Verweigerung auf dem Gebiet, wo ich der Handlungsanweisung bekommen habe ("Trag den Müll runter!").
Warum verweigere ich mich aber auf der "für mich sorgen und mein eigenes Leben gestallten"-Ebene?
Entweder richte ich die Aggression gegen mich selbst oder ich schätze mich falsch ein (ich will gar nicht Sport machen und meinen tollen Beruf ausüben - das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen …).
Irgendwie gibt es da einen inneren Konflikt. Ich will Sport machen und ich will nur meine Ruhe haben und faul zu Hause sitzen. Das geht sicher vielen Menschen so.
Ich glaube schon, dass es auch viel damit zu tun hat, sich selber Wünsche und Bedürfnisse zuzugestehen.
Vielleicht komme ich da intellektuell durch Nachdenken nicht weiter.
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01.05.2014, 15:27


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